Motoröladditive, gibt es da Erfahrungen oder Empfehlungen ?

Abgesehen von gutem Öl, sauberem Motorinnenleben, Warmfahren und regelmäßigem Ölwechsel, was könnte noch helfen einem Verschleiß ( Nockenwelle ) vorzubeugen ?
Es gibt ja diverse Ölzusätze die so etwas versprechen, Liqui Moly zb. hat ja gleich mehrere im Programm, wie sind da die Erfahrungen .

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Archiwich schrieb am 16. September 2019 um 10:58:04 Uhr:


… Mein Motoröl (0 W-40) hatte ich seitdem nur noch alle 60.000 km gewechselt. Lediglich die Filter nach 10.000 km.

Das ist eine fatale Empfehlung, die auch in die Hose gehen kann. Öl altert, die ursprünglichen Additive bauen sich ab, Verschleißschutz wird weniger etc. Wenn man das einem Motor antut, kann man auch gleich darauf verzichten, nachträglich Additive reinzukippen.

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Autohersteller müssen Additive ausschließen, zu mannigfaltig sind die möglichen Risiken, die sie bei Zusage auch zu verantworten hätten, die sie aber nicht verantworten wollen. Der gesunde und fast neue Motor könnte genauso addtiviert werden wie die 2 Jahre alte Leasinggurke, 60.000km auf der Uhr, 90.000km tatsächlich gefahren, mit Anschlußgarantie versehen und mit Billigleistungssteigerung 60.000km betrieben. Hat schon einen erhöhten Ölverbrauch, weil der Vorbesitzer nur digitalen Fahrstil mit Tankkarte von der Firma gekannt hat, jetzt soll ein Additiv alles wieder richten, kann das aber natürlich nicht. Das viele Dauervollgas hat an sensiblen Stellen die maximale Öltemperatur überschritten, die Kolbenringe sind bereits verkokt und fest, das Drama nimmt seinen Lauf......

Viel Ölverbrauch bedeutet dann auch, das viele MOS2 und Bornitridpartikel in den OPF oder Dieselpartikelfilter verschleppt werden und dort die Arbeit behindern. Das nächste Bauteil verliert an Funktion. NOx Sensoren sind für diese Mikropartikel auch nicht sonderlich empfänglich. Und Ausgaben während der Garantiezeit fürchten Hersteller mehr als der Teufel das Weihwasser. Also alles ablehnen, so sind einige problematische Komplikationen sind von vorne herein eliminiert. Zusätzlich ist es aus Herstellersicht doch gar nicht schlimm, wenn das Fahrzeug nach Ablauf der Garantie verreckt, der Kunde muss sich doch um Ersatz bemühen, der Rubel rollt....

Mein Ölverbrauch lag Dank eigenem Einfahren auch bei 130.000km noch bei 0,5l/30.000km und bei solch einen Ölverbrauch habe ich keinerlei Vorbehalte, ein Additiv zu nutzen und nachgeschaltete Strukturen zu beschädigen. Kommt am Ende in dieser kuriosen Zeit eine deutlich längere Standzeit meines Benziners dabei rum, habe ich einiges gewonnen und kann mir die Entwicklung der Elektromobilität ganz bequem 15 Jahre aus dem Sessel angucken und bleibe völlig ohne Kostenaufwand und mutmaßlicher Inflation 15-20 Jahre mobil. Die ceramischen Additive würde ich bis zu einem Ölverbrauch von 1l/10.000km nutzen und danach würde ich sie weglassen, um den OPF nicht damit zu belasten. Bei den derzeit <0,5l/30.000km verbrenne ich nur etwa 1,5l additiviertes Öl auf 100.000km, das dürften die Filter noch konsequenzlos verkraften, so hoffe ich. Bei max. toleriertem Ölverbrauch laut Hersteller von 1,2l/1.000km wären das rechnerisch schon 120l addtiviertes Öl auf 100.000km, da könnte ein Filter mit der Menge MOS2 und Bornitridpartikel evtl. schon Mal überfordert sein....

Gruß

Gravitar

Zitat:

@Gale-B schrieb am 10. September 2021 um 11:35:43 Uhr:



Zitat:

@Cet schrieb am 10. September 2021 um 10:49:18 Uhr:



....

Und im Gegensatz zu Zusatzadditiven gibt es beim Ölwechsel kein zuviel an Ölwechsel - je öfter man das Öl wechselt, umso besser für den Motor.

Bezweifele ich. Wenn du 1000 km im Jahr fährst bringt ein Ölwechsel pro Jahr gar nichts, im Gegenteil schmiert ein frisches Öl sogar weniger als ein leicht benutztes.

Funktionsadditive, wie Ölstop oder Reiniger funktionieren. Wenn man den Motor neu aufbaut, Additive mit Zn sind nützlich. Also wie immer gibt es keine generelle Antwort.

Hast du Belege für die Aussage, daß frisches Öl schlechter schmiert?

Und Ölstopp ist nur ein Kurieren am Symptom, keine Ursachenbekämpfung. Mag interessant sein für einen Rosshändler, sorry, ich meinte Gebrauchtwagenhändler, nicht für einen ehrlichen Menschen.
Reinigung? Nichts reinigt einen Motor besser als frisches, gutes Motoröl, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Ich hab schon oft versiffte Motoren gesehen, deren Nockenwelle wieder strahlte nach einem Ölwechsel mit einem guten Öl.

Zitat:

@4Takt schrieb am 10. September 2021 um 11:37:44 Uhr:



Zitat:

@Cet schrieb am 10. September 2021 um 10:49:18 Uhr:


Wir unterscheiden halt zwischen Additiven und Zusatzadditiven = Additive, die bereits im Öl enthalten sind, sind gut. Zusatzadditive sind schlecht.

Und bei klappernden Hydrostößeln hilft sehr wohl ein Additiv und auch bei hart gewordenen Simmerringen.

Nö, da hilft ein besseres Motoröl. Oder eine Reparatur, wenn auch das nicht hilft.

Ein Zusatzadditiv ist keine Impfung für den Motor, dass ihn vor allem Unbill schützt, auch wenn sich das alle wünschen.

Zitat:

@Cet schrieb am 10. September 2021 um 11:37:08 Uhr:



Zitat:

@gromi schrieb am 10. September 2021 um 11:27:54 Uhr:


Kannst du das konkretisieren?

Lies, was andere über Motorschäden schreiben. Die halte ich für glaubwürdiger als dich. Noch Fragen? Bitte nicht. Ich hab keine Fische mehr übrig. Viel Spaß noch mit deinen Zusatzadditiven, dein Motor wird ihn sicher nicht haben.

Also keine Belege. Nur Vermutungen. Und auch keine Schilderungen wie du zu der Annahme kommst.
Scheinbar auch keine Erfahrungen, schade.
Deine Haltung/Meinung ist total OK, bringt aber für einen Austausch hier keinen Gewinn.

Ich kenne nur Motorschäden bei Motoren ohne Zusatzadditive, würde dann aber nicht behaupten, dass es an den fehlenden Zusatzadditiven liegt. 😉

Zitat:

@gromi schrieb am 10. September 2021 um 11:26:09 Uhr:


Wer kennt denn das LiquiMoly Molygen Additiv aus dem Einsatz im Motor?
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Irgendwie läuft das hier gerade etwas aus dem Ruder.
Wer Additive gut findet, der soll sie nehmen. Wer nicht, der lässt es halt.
Der Thread ging um Erfahrungen und nicht um Mutmaßungen.
Und wenn es auf die persönliche Ebene geht, empfehle ich die Klärung per PN. 😉

Für mich kämen nur Feststoffschmierzusätze in Frage, wie beispielsweise Ceratec vom Liqui Moly. Bei Problemen mit Verkokung oder verhärteten Ventischaftabdichtungen auch ein Reinigungszusatz bzw. Zusatz zur Erhöhung der Gesclhmeidigkeit verhärterter Gummidichtungen. Kam bei mir bisher noch nicht vor, deshalb jetzt nach Ablauf der Garantie halt Ceratec. Ob es was bringt, berichte ich in 15 Jahren und evtl. >300.000km, falls meine normale jährliche Fahrstrecke nach Coronalimitationen von 20.000km/a wieder zustande kommt......

Gruß

Gravitar

Zitat:

@Gravitar schrieb am 10. September 2021 um 13:21:11 Uhr:


Ob es was bringt, berichte ich in 15 Jahren und evtl. >300.000km, falls meine normale jährliche Fahrstrecke nach Coronalimitationen von 20.000km/a wieder zustande kommt......

Und hier liegt der Knackpunkt aller solcher Threads:
Man hat fast nie einen Vergleich!

Vielleicht sagst Du nach 15 Jahren und >300.000km: "Wow, zum Glück habe ich dieses Zeug verwendet, Der Motor hält immer noch".
Was Du nicht weisst: Was wäre passiert, wenn Du es nicht verwendet hättest?
Nicht wenige würden antworten: "Gar nichts".

Viele schreiben, daß sie nach dem Ölwechsel MIT einem zusätzlichen Additiv sofort einen ruhigeren Motorlauf vernommen haben wollen.
Ob das nauch NUR mit frischem Öl so gewesen wäre?
Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Und schon sind wir wieder mitten in der "man muß halt dran glauben" Philosophie.

Wenn ich einen alten Motor mit leichten Laufgeräuschen in die Finger bekomme, mache ich erst 1 bis 2 Ölwechsel, bevor da Additive reinkommen. So merke ich schon, ob das Additiv was taugt. Ich nutze auch nicht das Additiv, sondern wähle die nach der gewünschten Wirkung aus. Bei einem leichten Ölverlust braucht man keinen Keramikzusatz, sondern ein Additiv mit Weichmachern, wie LM Ölverlust-Stopp oder LecWec.

Es gibt esterhaltige Additive die Dichtungen pflegen bzw. leicht Quellen lassen ohne dass dies eine ausgelobten Wirkung ist. Das kann leichten Ölverlust stoppen, wenn kein mechanischer Defekt vorliegt.

Ja, kann da alte Dichtungen fit machen. Und wie geht der Turbo damit um?

Mit dem Ester an sich ist das kein Problem, da es auch Esteranteile im "normalen" Öl geben kann, natürlich nicht bei jedem Hersteller.
Der Turbo freut sich, grundsätzlich mag er es gut behandelt zu werden, unabhängig welches mögliche Öl.

Zitat:

@Cet [url=https://www.motor-talk.de/.../...n-oder-empfehlungen-t6702040.html?...]schrieb am 10. September 2021 um 11:43:03

Und Ölstopp ist nur ein Kurieren am Symptom, keine Ursachenbekämpfung. Mag interessant sein für einen Rosshändler, sorry, ich meinte Gebrauchtwagenhändler, nicht für einen ehrlichen Menschen.

...mein Motor ist 33 Jahre alt. Ungeöffnet. Und hatte 8 Jahre gestanden. Da hat das ganz gut funktioniert bzw. funktioniert nach wie vor. 😉

Zitat:

@Cet schrieb am 10. September 2021 um 11:48:44 Uhr:


..Ein Zusatzadditiv ist keine Impfung für den Motor, dass ihn vor allem Unbill schützt..

Das hast du dir doch aus den Fingern gesaugt, denn das hat doch auch gar keiner behauptet, aber nichtsdestotrotz kann LM Ölverluststopp und LecWec verhärtete Dichtungsringe wieder weich machen und den Ölverlust verringern, wenn nicht sogar stoppen.

Zitat:

@Cet schrieb am 10. September 2021 um 11:43:03 Uhr:


..Und Ölstopp ist nur ein Kurieren am Symptom, keine Ursachenbekämpfung..

Doch, den es behebt doch die Ursache, nämlich verhärtete Simmeringe, die durch diese Mittel wieder weich und sogar meistens wieder dicht werden.

Zitat:

@Cet schrieb am 10. September 2021 um 11:43:03 Uhr:


..Reinigung? Nichts reinigt einen Motor besser als frisches, gutes Motoröl..

Schon, aber eine Motorspülung beschleunigt das doch schon sehr und bei einem sehr verschmutzen Motor langt auch ein Ölwechsel nicht, ohne eine vorherige Motorspülung oder man muss mehrere Ölwechsel in engen Abständen machen. Und eine glänzende Nockenwelle ist noch lange kein Zeichen dafür, dass der Rest des Motors auch sauber ist, denn auf den "polierten" Nocken haftet sowieso kaum Dreck.

Zitat:

@4Takt schrieb am 14. September 2021 um 18:06:38 Uhr:



Zitat:

@Cet schrieb am 10. September 2021 um 11:43:03 Uhr:


..Und Ölstopp ist nur ein Kurieren am Symptom, keine Ursachenbekämpfung..

Doch, den es behebt doch die Ursache, nämlich verhärtete Simmeringe, die durch diese Mittel wieder weich und sogar meistens wieder dicht werden.

Zitat:

@4Takt schrieb am 14. September 2021 um 18:06:38 Uhr:



Zitat:

@Cet schrieb am 10. September 2021 um 11:43:03 Uhr:


..Reinigung? Nichts reinigt einen Motor besser als frisches, gutes Motoröl..

Schon, aber eine Motorspülung beschleunigt das doch schon sehr und bei einem sehr verschmutzen Motor langt auch ein Ölwechsel nicht, ohne eine vorherige Motorspülung oder man muss mehrere Ölwechsel in engen Abständen machen. Und eine glänzende Nockenwelle ist noch lange kein Zeichen dafür, dass der Rest des Motors auch sauber ist, denn auf den "polierten" Nocken haftet sowieso kaum Dreck.

Ein gutes Motoröl pflegt auch sie Simmerringe und macht sie wieder weich.
Und am Ölwechsel würde ich auch nie sparen. Wenn ein Motor mit einem Ölwechsel nicht sauber wird, dann verkürze ich das Wechselintervall. Bisher hat aber immer ein Ölwechsel gereicht, um den Motor von allen Ablagerungen zu befreien, ganz ohne Zusatzadditiv.

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