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Motoröl vermehrt sich

VW Golf 6 (1KA/B/C)
Themenstarteram 13. Juni 2021 um 19:22

Hallo Leute,

mein Golf 6 2,0 TDi mit 140 PS hat seit einigen Monaten folgende Symptome gezeigt:

1) Im Winter kam der Motor laut Kühlwassertemperaturanzeige oft nicht auf Temperatur. Die Anzeige zeigte etwa 80 °C an. Wenn ich auf der Autobahn mal Gas gegeben habe oder auf der Landstraße eine steilere Steigung gefahren bin, ging die Temperatur auf den üblichen Wert von 90 °C. Sobald ich aber weniger Gas gegeben hat und etwa bergab fuhr, ging die Temperatur herunter. Das hatte ich in all den vielen Jahren zuvor noch nie bemerkt.

2) Beim Gasgeben in allen Gängen hört man zwischen ca. 1500 und 25000 Umdrehungen eine Art Rasseln. Dieses Geräusch habe ich vorher nie wahrgenommen.

3) Der Ölstand ist über maximal. Nach der letzten - in der Werkstatt vorgenommenen - Inspektion hat niemand mehr Öl nachgefüllt. Der Deckel des Öleinfüllstutzens weist keinen "eitrigen" Belag auf. Das Kühlwasser ist rein. Die Abgase riechen irgendwie "verkokt", könnte eventuell Diesel im Öl sein?

4) Der Kühlwasserstand ist einen Zentimeter über Maximal. Auch Kühlwasser wurde nach der Inspektion nicht mehr aufgefüllt.

Können diese Probleme zusammenhängen? Ich dachte an ein defektes Thermostat, welches für zuviel Kraftstoffeinspritzung sorgt? Was meint Ihr?

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25 Antworten

Entweder DSG Thermostat (wenn DSG verbaut) oder normaler Thermostat in Verbindung mit Schummel-Update und Kurzstrecken bzw. abgebrochenen DPF Regenerationen führen zu diesem Verhalten. Ich würde beim Service nicht bis max. auffüllen und alle 10tkm einen Ölservice machen wegen der Ölverdünnung (selbst oder bei Mister Wash oder so).

Zusätzlich scheint es bei VW ein Update vom Schummel-Update zu geben, welches das Problem der Motorölverdünnung verringern soll.

Der Kühlmittelstand hat damit nichts zu tun.

Die Injektoren könnte man auch mal auslesen, ob die noch in der Norm sind (Einspritzmengenabweichung).

Ein Dieselsystemreiniger (zB Keroour D) schadet auch nicht, wenn man den mal zum Diesel gibt.

Themenstarteram 13. Juni 2021 um 19:38

Danke für die Antwort.

Ich habe ein manuelles Getriebe. Das Schummel-Update habe ich vor Jahren gemacht. Aber nur eins. Ist das zweite auch kostenlos?

Mit dem Kurzstreckenverkehr liegst Du richtig. Gott sei Dank, in diesem Zusammenhang hier aber leider, fahre ich tatsächlich überwiegend nur noch Kurzstrecke. Wenn die DPF-Lampe angeht, bewege ich mich aber so lange auf die Autobahn, bis die Lampe erlischt.

Die Injektoren könnten defekt sein? Der Wagen hat über 230.000 km. Ich hoffe, dass keine größeren Investitionen erforderlich werden.

OBD2 Adapter kaufen und mit der App VAG DPF schauen, wann der DPF voll ist und eine Regeneration ansteht, dann kann man ne Extrarunde dreht. Wenn da Lämpchen leuchtet ists schon sehr spät.

Günstiges zulässiges Öl und oft wechseln. Ist dein Motor ausbaubar?

Themenstarteram 13. Juni 2021 um 19:57

Ich kann ihn jedenfalls nicht ausbauen. Soweit reichen meine Kenntnisse nichts. :-)

Oh, sorry, ich meinte absaugbar.

Also ob du mit einer Ölabsaugpumpe das Öl (fast) komplett rausbekommst.

Themenstarteram 13. Juni 2021 um 20:03

Zitat:

@gromi schrieb am 13. Juni 2021 um 19:48:36 Uhr:

OBD2 Adapter kaufen und mit der App VAG DPF schauen (...)

Kannst Du einen OBD2-Adapter und eine App empfehlen? Die Adapter gibt es bei Amazon ja schon für 10 Euro.

Themenstarteram 13. Juni 2021 um 20:04

Zitat:

@gromi schrieb am 13. Juni 2021 um 20:02:13 Uhr:

Oh, sorry, ich meinte absaugbar.

Also ob du mit einer Ölabsaugpumpe das Öl (fast) komplett rausbekommst.

Das weiß ich leider nicht. Habe keine solche Pumpe und mache den Ölwechsel immer in der Werkstatt.

App heißt VAG DPF

Adapter sollte jeder ELM327 OBD2 passen. Ich hatte für 13€ über ebay einen genommen, den hätte ich kostenlos zurückgeben können, hätte er nicht funktioniert (habe ebay PLUS).

Ja. Die 2l TDI haben die Freigabe zum absaugen, da kommt dann alles raus, nicht nur fast.

Ansonsten zeigt der Wagen ein ganz normales Verhalten bei Kurzstrecke. Das mag ein Diesel mit dpf leider überhaupt nicht. Die gelbe Lampe ist ein sehr deutliches Zeichen. Die war bei mir noch nie an. Trotz dass ich schon mal regenerieren abbreche.

Kühlwasser immer kalt kontrollieren, mach die eine Markierung am Behälter und beobachte mal ein paar Wochen die Sache

Moin.

Die DPF-Warnleuchte sieht man normalerweise nie. Die Leuchte ist in der praxis eher die letzte Warninstanz als eine "oh das Auto will bei gelegenheit mal wieder Gassi"-Lampe.

Eigentlich gibts folgende Möglichkeiten:

- Aschegehalt im Filter ist bereits zu hoch, DPF ausbauen und in einer Spezialfirma im Ofen ausbrennen und reinigen lassen, anschliessend DPF-Lernwerte löschen.

- Differenzdrucksensor für die Rußbeladung überprüfen.

- Rücklaufmengenmessung der Injektoren durchführen um ein evtl. schlechtes Spritzbild auszuschliessen.

Um eine aktive Regeneration des DPF einzuleiten wird neben weitern Maßnahmen nach der eigentlichen Verbrennung noch eine späte Nacheinspritzung angelagert. Diese Dieselmenge verdampft größtenteils - aber ein Teil davon landet auch im Motoröl. Normalerweise beginnt ein solcher Vorgang erst dann wenn der Motor auf Betriebstemperatur ist - wird der Vorgang aber nicht beendet, so wird beim nächsten Motorstart darauf keine Rücksicht mehr genommen. Bei kaltem Motor kondensiert eine größere Menge Diesel und landet dann im Öl.

Grundsätzlich ist mit dem Update ein jährlicher/15.000km Intervall zu empfehlen.

Das Temperaturproblem wird ein defekter Thermostat sein - hat seinen Einfluss aber Du hast definitiv zwei Baustellen.

Zitat:

@alex1234567890 schrieb am 13. Juni 2021 um 20:48:55 Uhr:

Moin.

Die DPF-Warnleuchte sieht man normalerweise nie. Die Leuchte ist in der praxis eher die letzte Warninstanz als eine "oh das Auto will bei gelegenheit mal wieder Gassi"-Lampe.

Eigentlich gibts folgende Möglichkeiten:

- Aschegehalt im Filter ist bereits zu hoch, DPF ausbauen und in einer Spezialfirma im Ofen ausbrennen und reinigen lassen, anschliessend DPF-Lernwerte löschen.

- Differenzdrucksensor für die Rußbeladung überprüfen.

- Rücklaufmengenmessung der Injektoren durchführen um ein evtl. schlechtes Spritzbild auszuschliessen.

Um eine aktive Regeneration des DPF einzuleiten wird neben weitern Maßnahmen nach der eigentlichen Verbrennung noch eine späte Nacheinspritzung angelagert. Diese Dieselmenge verdampft größtenteils - aber ein Teil davon landet auch im Motoröl. Normalerweise beginnt ein solcher Vorgang erst dann wenn der Motor auf Betriebstemperatur ist - wird der Vorgang aber nicht beendet, so wird beim nächsten Motorstart darauf keine Rücksicht mehr genommen. Bei kaltem Motor kondensiert eine größere Menge Diesel und landet dann im Öl.

Grundsätzlich ist mit dem Update ein jährlicher/15.000km Intervall zu empfehlen.

Das Temperaturproblem wird ein defekter Thermostat sein - hat seinen Einfluss aber Du hast definitiv zwei Baustellen.

Es ist immer wieder sehr informativ Deine Beiträge zu lesen.

So versteht auch "Hein Doof" wie manche Dinge sich einfach lösen lassen.

Danke!

Zitat:

 

3) Der Ölstand ist über maximal. Nach der letzten - in der Werkstatt vorgenommenen - Inspektion hat niemand mehr Öl nachgefüllt.

Und wie war der Ölstand nach der Inspektion? :confused:

Zitat:

@unwissender1982 schrieb am 13. Juni 2021 um 20:24:38 Uhr:

Ja. Die 2l TDI haben die Freigabe zum absaugen, da kommt dann alles raus, nicht nur fast.

Ansonsten zeigt der Wagen ein ganz normales Verhalten bei Kurzstrecke. Das mag ein Diesel mit dpf leider überhaupt nicht. Die gelbe Lampe ist ein sehr deutliches Zeichen. Die war bei mir noch nie an. Trotz dass ich schon mal regenerieren abbreche.

Kühlwasser immer kalt kontrollieren, mach die eine Markierung am Behälter und beobachte mal ein paar Wochen die Sache

Warum Markierung dran machen, sind doch schon 2, min und max.

Einfach bis max auffüllen und gut ist, oder hat sich VW das gespart, nach ihrem Betrug.

Die Probleme können nach dem Update des Betrugsdiesel auftauchen, wäre ggf schon früher passiert wenn der Betrug nicht stattgefunden hätte, da nach dem Betrug die richtige Software aufgespielt und dadurch die Schadstoffwerte jetzt stimmen, muss die Elektronik mehr arbeiten, und arbeiten bedeutet mehr Verschleiss, und dafür sind die Komponenten heute nicht mehr ausgelegt.

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