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Motoreninstandsetzer: Ventilschaftdichtungen wechseln, welche Methode ist sinnvoller?

Themenstarteram 27. Juni 2017 um 18:43

Hallo,

mein Alltagshobel bläut, nach ein paar Tagen Standzeit, bei jedem Anlassen die Gegend ein. Das erklärt wohl auch, warum sich der Motor 1L Öl alle 4.000tkm durchzieht.

Das Auto hat den typischen 80er/90er Jahre VW-Motor drin: 1,8l 8V 90PS, Zentralspritze. Veraltet, aber angeblich sehr robust.

Ich vermute mal, dass die Ventilschaftdichtungen ihrer Funktion nicht mehr nachkommen. Oder eher doch die Kolbenringe? Da sagten mir einige, dass aus der Erfahrung heraus eher die VSDs bei diesen Motoren aufgeben. Jetzt gibt es zwei Reparaturmethoden und ich frage mich, welche sinnvoller ist:

1) Nockenwelle raus, Hydros raus, Druckluft in den Zylinder und VSD wechseln. Dürfte eigentlich in max. 2h erledigt sein? Siri der NW kann man auch gleich ersetzen. VW-Werkstätten dürften das Werkzeug dafür haben, vllt. auch einige freie Werkstätten.

2) Zylinderkopf runter, Ventile ausbauen und VSD ersetzen. Das ist natürlich deutlich mehr Aufwand und zieht auch einige Teile mit sich mit (Kopfdichtung, Schraubensatz für den Kopf, Dichtung der beiden Krümmer, evtl. noch paar Dinge)

Vorteil bei 1): Kostengünstiger - sollte es zumindest sein?

Vorteil bei 2): Man sieht auch gleich wie die Ventile und deren Sitze aussehen, ob man da Hand anlegen muss.

Aus der Erfahrung heraus: Was ist sinnvoller bei einem 220tkm gelaufenen/22 Jahre alten Motor?

Gibts mit den Ventilen bei den Motoren häufig Probleme oder eher seltener?

Bei Methode 2) könnte ich mir vorstellen, dass ich den Kopf eben selber demontiere, diesen zum Instandsetzer bringe und dann wieder selber montiere. Kauf ich mir noch nen guten Drehmo und gut ist. Platztechnisch ist das ja wohl ein Traum.

1) würde ich komplett der Werkstatt übergeben.

Beste Antwort im Thema

Moin Moin !

Kommt ja selten vor ,dass ich Mark-86 widerspreche ,aber speziell der 1,8-90Ps Motor von VW macht praktisch immer mindestens 300tkm.Auch die doppelte Laufleistung habe ich schon mehrfach gesehen, ich meine , der beste Motor aus dem Hause VW !Wenn da ein Schwachpunkt ist , dann die Ventilschaftdichtungen.

MfG Volker

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Willst für einen Forums Sonderpreis ein ADZ 1,8 Liter 90 Ps (95000 km) haben ?. -----=> Pn

Hier mal Erfahrungen von einem Selbstmacher für Methode 1:

https://www.youtube.com/watch?v=uvdngjr4AIo

Alter, sieht das Ding verschmoddert aus. :) Ein ZK-Instandsetzer reinigt dir den wenigstens auch wieder ordentlich. Und es sind außer Kurbelwellensimmerring und Ölwannendichtung oben rum auch alle Dichtungen neu. Ist ja auch ein Vorteil. Ach so, und vergiss den Zahnriemen bei der Aktion nicht.

Wo es gern Probleme gibt: festgebackene, zerrostete Schrauben/Muttern/Stehbolzen am Abgaskrümmer.

1 Liter auf 4tkm ist doch nicht viel bei so einem Motor. Da würde ich überhaupt nichts machen. Wie Du selbst sagst, das Auto ist 22 Jahre alt und hat 220tkm aufm Buckel. Da kann jeden Tag der wirtschaftliche Exitus kommen. Warum also ohne Not Geld in so ne Kiste stecken.

Ich hab das übrigend mal an einem 85 PS Audi machen lassen, aber Ende der 80er. Hat damals bei VW 170 DM gekostet mit Variante eins.

Themenstarteram 27. Juni 2017 um 23:06

Naja. Für 85€ wird die Geschichte heute nimmer über die Bühne gehen. Schon gar nicht bei VW. Auch nicht für 170€.

Ich habe jetzt einfach die Frage was sinnvoller ist:

Nur die VSD zu wechseln, das geht ja "von oben". Oder eben Kopf runter und auch sehen was Sache ist. Aber da würden mich Erfahrungen interessieren. Wenn z.B. die Ventile und -sitze bei den Motoren selten Probleme machen, dann kann man ja das sein lassen mit der Kopfdemontage.

Selbermachen... bei Methode 1 - hmm. Scheidet aus, kein Kompressor vorhanden und dann müsste ich mir auch das Werkzeug besorgen.

 

Gemacht wird es aber, so oder so. Das Auto wird nicht verrockt, das wird im 1A Zustand erhalten. Will wieder, dass ich auf den 15tkm gar nichts nachkippe, so war das jahrelang.

Zitat:

Gemacht wird es aber, so oder so. Das Auto wird nicht verrockt, das wird im 1A Zustand erhalten. Will wieder, dass ich auf den 15tkm gar nichts nachkippe, so war das jahrelang.

Dann kannst du gleiche ne Kompressionsmessung mit machen lassen und schauen, was die Kolbenringe und Ventilsitze noch sagen. Denn da geht potentiell auch Öl verloren. Perfektionisten geben dann also den ganzen Motor in die Motor-General-Überholung.

Und sonst: müsstest du ja selbst sehen, ob es irgendwo rauskleckert, denn da gibt's viel mehr Stellen: Kurbelwellensimmerring, Ölwannnendichtung, Ventilsitze, Ventildeckeldichtung, ZKD.

Themenstarteram 27. Juni 2017 um 23:37

Außen ist der Motor (und das Getriebe) staubtrocken, die Ölwanne habe ich vor einem Monat mit einer neuen Dichtung versehen.

Kompression könnte ich selber messen, ist halt die Frage was diese 15 Euro Geräte taugen. Wie gesagt, lass ich das Auto 2-3 Tage stehen und lasse es dann an, so kommt eine schöne blaue Wolke heraus und es stinkt nach verbrannten Öl. Daher habe ich "primär" die VSD in Verdacht.

Naja kommt drauf an wie viel du investieren willst...ich hätt Methode 1 gemacht!

Kolbenringe machen bei den Motoren selten Probleme! Die Schaftdichtungen sind häufig ausgehärtet!

Wenn vernünftig gemacht werden soll muss der Kopf runter, alles reinigen, Ventile einschleifen etc. ...Ventilführungen könnten auch ausgeschlagen sein bei der Laufleistung! Das alles kostet dann aber auch 600 aufwärts!

Schaftdichtungen kosten 15€+ 1,5-2Std arbeit!

 

Wenns mein Auto wär hätt ich bei 1 l auf 4000 noch ga nix gemacht!!!...erst bei 1l auf 1000!

 

MfG

Ich täte MATHY dazugeben. Kann fast alles. werni883

Zitat:

@werni883 schrieb am 28. Juni 2017 um 08:04:48 Uhr:

Ich täte MATHY dazugeben. Kann fast alles. werni883

Dein ernst XD*facepalm*

Zitat:

@HD-Moos schrieb am 27. Juni 2017 um 20:22:38 Uhr:

1 Liter auf 4tkm ist doch nicht viel bei so einem Motor.

Eben, schau mal ins Handbuch eines aktuellen TSI, was der so brauchen darf. :D

Mal ein Dichtmittelchen probiert (daß die Schaftdichtungen dadurch wieder etwas geschmeidiger werden könnte ich mir vorstellen).

Gruß Metalhead

Zitat:

@werni883 schrieb am 28. Juni 2017 um 08:04:48 Uhr:

Ich täte MATHY dazugeben. Kann fast alles. werni883

.

Andersrum, mit Mathy hätte es gar nicht erst zu solch Verschleiß geführt !

dichtmittel bei den schaftis kannst du vergessen:D

zumindest die auslass (hitze!) sind dermassen hart un verbröselt, dass das rausgeschmissenes geld ist.

ich habs bei einem mit ~240kkm gemacht, den ich eigentlich als karosserieteilespender mißbrauchen wollte, dann aber doch liebgewonnen habe.

jedenfalls der hatte die gleichen symptome, sogar schon ölsprenkel am heck. das mit bläuen, rauchen und stinken war nach dem wechsel deutlich besser.

er verbraucht zwar noch öl, zumindest aber weniger als 'spezielle' neuwagen, wie hier schon angesprochen wurde;) von dem liter/1000km jedenfalls wieder weit entfernt

wenn du platz hast, besorg dir nen kompressor, die preisklasse bis 80-100€ reicht völlig aus.

ein werkzeugsatz für heimwerker bei ebay reicht ebenfalls aus ~35-50€.

satz schaftis 8v 10€.

unter dem strich wahrscheinlich nicht teuerer als werkstatt und du hast ja auch mehrere spielzeuge zum basteln, oder?;)

Zitat:

@schelle1 schrieb am 28. Juni 2017 um 12:00:02 Uhr:

Andersrum, mit Mathy hätte es gar nicht erst zu solch Verschleiß geführt !

blödsinn. zumindest die auslassschaftdichtungen killt früher oder später die hitze. da hilft auch dein schlangenöl nichts. vielleicht läßt es aber auch die dichtungen nachwachsen, wenn du es mit xado verquirlst?

das ist dann gequirlte...s schlangenöl:D

Zitat:

@rpalmer schrieb am 27. Juni 2017 um 23:37:33 Uhr:

Kompression könnte ich selber messen, ist halt die Frage was diese 15 Euro Geräte taugen. Wie gesagt, lass ich das Auto 2-3 Tage stehen und lasse es dann an, so kommt eine schöne blaue Wolke heraus und es stinkt nach verbrannten Öl. Daher habe ich "primär" die VSD in Verdacht.

reicht völlig. entscheidend sind unterschiede zwischen den zylindern. und die kannst du damit wunderbar feststellen.

ob das ding generell 0,1bar absolut zuwenig oder zuviel anzeigt, ist vernachlässigbar.

Hpim2053
Hpim2052

Zitat:

Was ist sinnvoller bei einem 220tkm gelaufenen/22 Jahre alten Motor?

Bei nem VW kannste den Motor wahrscheinlich komplett überholen.

Bei nem Mercedes macht man nur die Dichtungen...

Themenstarteram 28. Juni 2017 um 14:20

Zitat:

@TMD007 schrieb am 27. Juni 2017 um 23:50:10 Uhr:

Kolbenringe machen bei den Motoren selten Probleme! Die Schaftdichtungen sind häufig ausgehärtet!

Wenn vernünftig gemacht werden soll muss der Kopf runter, alles reinigen, Ventile einschleifen etc. ...Ventilführungen könnten auch ausgeschlagen sein bei der Laufleistung! Das alles kostet dann aber auch 600 aufwärts!

Na das ist doch ne Ansage. Deckt sich ja auch mit den Ausführungen von konrad.

Die Aussage mit den evtl. ausgeschlagenen Ventilführungen ist halt ...shiet... Da nützen neue Dichtungen auch nichts, die klöppeln die wieder hin, wenn sie ausgeschlagen sein sollte. Aber erstmal sehen ob die Ventile undicht sind, ich warte auf den Kompressionstester.

Zitat:

zumindest die auslass (hitze!) sind dermassen hart un verbröselt, dass das rausgeschmissenes geld ist.

Na also, konkrete Erfahrungen. Gut, die Dinger haben ja auch mehr als 22 Jahre hinter sich.

Zitat:

wenn du platz hast, besorg dir nen kompressor, die preisklasse bis 80-100€ reicht völlig aus.

ein werkzeugsatz für heimwerker bei ebay reicht ebenfalls aus ~35-50€.

satz schaftis 8v 10€.

unter dem strich wahrscheinlich nicht teuerer als werkstatt und du hast ja auch mehrere spielzeuge zum basteln, oder?;)

Es soll angeblich Leute geben, die durchs Zündkerzenloch ne Schnur auf den Kolben "gelegt" haben... :D

Angebot der Werke ist 170-200€ komplett (Methode 1), das ist halt irgendwie ein Preis wo ich sage "Ach komm, soll der machen".

Hab ja die beiden Rentnergolfs und einen 9A Rado. Wobei meine Neuwagen-Stufe und mein Rado trotz der ~25 Jahre kein bisschen bläuen oder Öl ziehen. :eek:

Ich warte jetzt einfach, bis mein Kracher-"Motometer" kommt...

 

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