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VW Touran 1T - A-Säule "Wechseln"?!?

Themenstarteram 26. Januar 2015 um 19:47

Hallo liebe Gemeinde...

Ich habe ein mittelprächtiges Problem mit meinem heiß- geliebten VW Touran... :(

Meine Frau hat mir das gute Stück in einem Graben geparkt... Sie ist auf einen verschmutzten Fahrbahn- Abschnitt zugekommen, dieser war nicht gekennzeichnet und so führte das feuchte Wetter dazu, dass ihr angeblich niedriges Tempo dann offensichtlich doch noch zu hoch war...

Ihr ist nichts passiert, der Wagen hat sich ebenfalls als äußerst robust entpuppt und auch nur kleinere Schäden davon getragen:

- Kotflügel, vorne Fahrerseite muss neu,

- Scheinwerfer, vorne Fahrerseite Braucht ne neue Birne,

- Windschutzscheibe ist hin,

- Der Lacker muss mal ran...

Und der Knackpunkt: Die A- Säule (Fahrerseite) ist auf etwa 150mm länge verbeult... tiefste stelle der Beule etwa 10mm... :(

Da ich ein paar recht gute Leute an der Hand habe und selbst auch nicht völlig unbegabt bin, hatte ich gehofft, dass ganze selbst wieder in Ordnung bringen zu können...

Da das Türgummi im Bereich unter der Beule etwas schlecht sitzt, habe Ich fast die Befürchtung, dass der kaputte Bereich raus geschnitten und ersetzt werden muss...

Gibt es jemanden der mir sagen kann, wie ich das am schlausten gemacht bekomme?! :confused:

Habe doch ein bisschen Schiss wegen einer blöden Vermutung die aus gefährlichem Halbwissen entstanden ist einfach mal die Flex anzusetzen... wahrscheinlich sollte ja vorher das Dach abgestützt werden etc...

Wäre ja doch schön schön, wenn Scheibe und co. am Ende auch wieder passen...

Wäre nett wenn Ihr mir mit Erfahrungswerten aushelfen könntet... die Kiste hat für mich nen gewissen emotionalen Wert und ich würd ihn ungern wegschmeißen... :(

Vielen Dank und Liebe Grüße aus dem Artland,

Marcel

Beste Antwort im Thema

Schau erstmal, wie schlimm der Schaden an der A-Säule ist. Die A-Säule besteht aus der eigentlichen (hochstabilen) "Kernsäule" und einem äußeren Karosserieblech.

Fotos vom Schaden wären vielleicht nicht schlecht, dann könnten wir dir sagen wie schlimm es ist.

Wenn nur das äußere Karosserieblech beschädigt ist, kannst du ein Reparaturblech einschweißen.

Das ließe sich mit etwas know-how beim schweißen und flexen noch selbst reparieren. Im Prinzip schneidest du ja nur das alte Blech heraus, schneidest dir aus dem Reparaturblech das passende Teilstück aus und schweißt es ein. Verzinnen und lackieren sollten dann aber wieder Fachleute.

Ist die eigentliche, tragende Säule beschädigt oder verbogen, ist eine Instandsetzung (Säule rausziehen) verboten, da es sich um ein tragendes und sicherheitsrelevantes Karosserieteil handelt.

In dem Fall muss die komplette A-Säule ersetzt werden. Das kannst du aber sicherlich nicht selbst machen, wenn du nicht zufällig Karosseriebauer bist.

In dem Fall hast du vielleicht sogar einen wirtschaftlichen Totalschaden, da eine neue A-Säule extrem aufwändig einzubauen ist und um die 2.000 € kostet.

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Schau erstmal, wie schlimm der Schaden an der A-Säule ist. Die A-Säule besteht aus der eigentlichen (hochstabilen) "Kernsäule" und einem äußeren Karosserieblech.

Fotos vom Schaden wären vielleicht nicht schlecht, dann könnten wir dir sagen wie schlimm es ist.

Wenn nur das äußere Karosserieblech beschädigt ist, kannst du ein Reparaturblech einschweißen.

Das ließe sich mit etwas know-how beim schweißen und flexen noch selbst reparieren. Im Prinzip schneidest du ja nur das alte Blech heraus, schneidest dir aus dem Reparaturblech das passende Teilstück aus und schweißt es ein. Verzinnen und lackieren sollten dann aber wieder Fachleute.

Ist die eigentliche, tragende Säule beschädigt oder verbogen, ist eine Instandsetzung (Säule rausziehen) verboten, da es sich um ein tragendes und sicherheitsrelevantes Karosserieteil handelt.

In dem Fall muss die komplette A-Säule ersetzt werden. Das kannst du aber sicherlich nicht selbst machen, wenn du nicht zufällig Karosseriebauer bist.

In dem Fall hast du vielleicht sogar einen wirtschaftlichen Totalschaden, da eine neue A-Säule extrem aufwändig einzubauen ist und um die 2.000 € kostet.

Themenstarteram 26. Januar 2015 um 23:21

Ich mach morgen mal ein Paar Fotos... Die die ich hier habe werden wohl nicht wirklich hilfreich sein...

Hab schon ein paar Meinungen zu dem Thema gehört... mit dieser Aussage kann man endlich mal was Anfangen! :D

Danke!

Zitat:

@Billie_SB schrieb am 26. Januar 2015 um 22:58:44 Uhr:

 

Ist die eigentliche, tragende Säule beschädigt oder verbogen, ist eine Instandsetzung (Säule rausziehen) verboten, da es sich um ein tragendes und sicherheitsrelevantes Karosserieteil handelt.

Glaub ich nicht. Wo steht geschrieben, daß man eine Säule nicht herausziehen darf?

Grüße

Zitat:

@kat2 schrieb am 27. Januar 2015 um 14:57:37 Uhr:

Glaub ich nicht. Wo steht geschrieben, daß man eine Säule nicht herausziehen darf?

Herstellervorgaben. Wenn es hochfeste Stähle sind kann man die nicht wieder herausziehen ohne dass es zu Rissen und erheblich Herabgesetzter Festigkeit kommt. Und warmmachen zum Rückverformen bei wärmebehandelten Stählen schon mal gar nicht.

Und etwas einschweißen ist aber kein Problem?

Grüße

Einschweißen im Außenblech ist was anderes wie im festen Kern was zu verändern.

@kat2

Herstellervorgaben, genau. VW verbietet es, aber auch sonst: jeder Mensch mit technischem Wissen über Autos und etwas Verstand würde gar nicht auf die Idee kommen, eine verbogene A-Säule zu ziehen.

Das ist ein hochfester Stahl, der verliert beim herausziehen und zurückbiegen seine Festigkeit.

Wenn du das vorne links machst, bist du beim nächsten Überschlag mit dem Auto tot, weil sich das Dach mitsamt der Säule komplett auf dich herunterdrückt. Die hält dann einfach keinen weiteren Kräften mehr stand.

Eine neue Säule einschweißen ist möglich, aber sehr aufwändig. Du musst die komplette Säule tauschen, sie also ganz unten an der Karosserie und ganz oben am Dachträger einschweißen.

Dafür müssen schonmal unten Armaturenbrett und Windschutzscheibe raus, oben muss der Dachhimmel ausgebaut werden, die Schweißnaht muss Industrie-Qualität erreichen. Das geht nicht mit jedem einfachen Schweißgerät, dafür benötigt man spezielle Ausrüstung und einen sehr begabten Karosseriebauer. Daher auch die Reparaturkosten von mindestens 2.000 €.

Selbst VW wird das nicht in der Werkstatt reparieren, sondern an einen spezialisierten Karosserie-Betrieb abgeben.

Themenstarteram 28. Januar 2015 um 13:30

Zitat:

@Billie_SB schrieb am 27. Januar 2015 um 18:33:36 Uhr:

@kat2

Herstellervorgaben, genau. VW verbietet es, aber auch sonst: jeder Mensch mit technischem Wissen über Autos und etwas Verstand würde gar nicht auf die Idee kommen, eine verbogene A-Säule zu ziehen.

Das ist ein hochfester Stahl, der verliert beim herausziehen und zurückbiegen seine Festigkeit.

Wenn du das vorne links machst, bist du beim nächsten Überschlag mit dem Auto tot, weil sich das Dach mitsamt der Säule komplett auf dich herunterdrückt. Die hält dann einfach keinen weiteren Kräften mehr stand.

Eine neue Säule einschweißen ist möglich, aber sehr aufwändig. Du musst die komplette Säule tauschen, sie also ganz unten an der Karosserie und ganz oben am Dachträger einschweißen.

Dafür müssen schonmal unten Armaturenbrett und Windschutzscheibe raus, oben muss der Dachhimmel ausgebaut werden, die Schweißnaht muss Industrie-Qualität erreichen. Das geht nicht mit jedem einfachen Schweißgerät, dafür benötigt man spezielle Ausrüstung und einen sehr begabten Karosseriebauer. Daher auch die Reparaturkosten von mindestens 2.000 €.

Selbst VW wird das nicht in der Werkstatt reparieren, sondern an einen spezialisierten Karosserie-Betrieb abgeben.

So in etwa habe ich das zwischenzeitlich auch schon mal aus anderer Quelle gehört...

Ich bin bisher aber noch guter Dinge, dass ich mit "Kosmetik" aus der Nummer raus komme...

Hoffen wir es für dich, dass es nur das Außenblech ist. :)

Bei sowas soltest du auch nicht auf irgendwelche Bastler hören, denn beim nächsten Unfall könnte dein Leben von dieser Säule abhängen.

Ich weiß nicht wie alt dein Touran ist, aber wenn es ein älteres Modelljahr mit Trendline-Austattung und ein paar weiteren Mängeln ist, kannst du ihn bei einer verbogenen Säule schon fast wegschmeißen.

Lieberhaber-Auto hin oder her, wenn der Unfall am Ende mit Säule, Scheibe, Kotflügel etc auf über 3.000 € kommt, muss man wirschaftlich denken.

Zitat:

@Billie_SB schrieb am 27. Januar 2015 um 18:33:36 Uhr:

@kat2

Herstellervorgaben, genau. VW verbietet es, aber auch sonst: jeder Mensch mit technischem Wissen über Autos und etwas Verstand würde gar nicht auf die Idee kommen, eine verbogene A-Säule zu ziehen.

Danke für die Blumen.

Ich habe noch ein Auto, bei dem von einer alten Karosserie alle Säulen in Höhe der Gürtellinie durchgetrennt wurden, um sie zusammen mit einem unverbeulten Dach wieder auf den Unfallwagen autogen aufzuschweißen. Das hat unser Dorfschmied perfekt gemacht, und es hält seit ca. 30 Jahren. Da war aber nichts mit hochfesten Stählen...

Von daher denke ich, daß das Ganze wohl für Autos aus dem 20. Jahrhundert weniger relevant ist. Bin halt nicht ganz up to date ...

Grüße

Zitat:

@kat2 schrieb am 28. Januar 2015 um 18:37:11 Uhr:

Zitat:

@Billie_SB schrieb am 27. Januar 2015 um 18:33:36 Uhr:

@kat2

Herstellervorgaben, genau. VW verbietet es, aber auch sonst: jeder Mensch mit technischem Wissen über Autos und etwas Verstand würde gar nicht auf die Idee kommen, eine verbogene A-Säule zu ziehen.

Danke für die Blumen.

Ich habe noch ein Auto, bei dem von einer alten Karosserie alle Säulen in Höhe der Gürtellinie durchgetrennt wurden, um sie zusammen mit einem unverbeulten Dach wieder auf den Unfallwagen autogen aufzuschweißen. Das hat unser Dorfschmied perfekt gemacht, und es hält seit ca. 30 Jahren. Da war aber nichts mit hochfesten Stählen...

Von daher denke ich, daß das Ganze wohl für Autos aus dem 20. Jahrhundert weniger relevant ist. Bin halt nicht ganz up to date ...

Grüße

Genau das ist die Sache. Damals hat man noch stinknormalen Stahl verwendet, den kannst du schweißen wie du willst.

Moderne Fahrzeuge haben hochfeste Stähle, die bei Verformung oder Erhitzung ihre Festigkeit verlieren.

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