Motor stirbt sporadisch im Leerlauf ab
Hallo!
Habe seit 2 Wochen ein merkwürdiges Verhalten: Der Motor stirb nach ca. 20 Minuten Fahrt an der Ampel im Leerlauf ab. Die Drehzahl geht total in den Keller und er geht dann aus. Wenn ich auf dem Gas bleibe klappt’s. Das Standgas ist korrekt ca. 800U/min eingestellt.
Komisch daran ist nur: Auf der Hinfahrt macht er Probleme auf der Rückfahrt ist alles Einwandfrei, obwohl die gleiche Strecke und gleiche Start- und Betriebstemperatur.
Machmal auch umgekehrt und 1 mal die Woche garnicht.
Machmal verschwindet das Problem aber auch von selbst, 5 Ampeln später alles wieder OK, scheint nicht unbedingt was mit der Temperatur zu tun zu haben.
Wäre nett einen Tipp zu kriegen wo ich anfangen soll zu suchen.
Habe vor 4 Wochen die Zündung neu eingestellt, danach lief er 2 Wochen problemlos, erst seit 2 Wochen diese Macken.
Danke und Gruß
Rolf
11 Antworten
same procedure as every year, madam
Bezogen auf einen normalen älteren Vergaserkäfer:
Wenn es nach 20 Minuten passiert, ist ein Fehler in der Startautomatik normalerweise auszuschließen, es sei denn, die Starterklappe im Vergaser wäre festgegammelt (dann hättest du aber miserable Verbrauchswerte)
Es wird wohl Dreck in der Leerlaufdüse des Vergasers sein, im kalten Betrieb wird das Gemisch durch die Starterklappe so fett, dass der Motor weiterläuft, im warmen Betrieb (ohne Starterklappe) magert er dann zu stark ab.
Die Schmutzpartikel wandern schon mal gerne, sitzen mal vor der Düse und mal nicht.
Schraube mal die beiden messingfarbenen Düsen rechts oben an der Vergaserseite (Schlitzköpfe, eine zeigt nach vorne, eine in gleicher Höhe nach hinten) heraus und blase sie mit Druckluft durch. ABER nicht verwechseln, die beiden Düsen.
Danach wieder so fest einschrauben, dass sie im Betrieb nicht durch Vibrationen herausfallen können.
Müßte reichen.
Danke ackerschiene!
Dann nehme ich mir wohl erstmal den Vergaser vor.
Habe eine 1285ccm Motor.
Verbrauchswerte sind ca 10l/100km.
Habe jetzt 3 Handbücher:
* V.A.G. Handbuch Käfer. ADAC Verlag
* BLV Auto-und Motorradpraxis VW Käfer
* Dieter Korp - Jetzt helfe ich mir selbst VW 1200
Mal sehen ob ich damit die beschriebenen Düsen finde, oder habt Ihr noch andere Quellen?
Mal eine blöde Frage: Wo finde ich die Motornummer am Motorblock?
Was mir bei der Zündpunkteinstellung komisch vorkam:
In den o.g.. Handbüchern stand, dass ich bei meiner Unterdruckdose die Unterdruckleitung abziehen sollte. Dann den Zündpunkt mit der Stroboskoplampe auf die Markierung einstellen. (Stroboskoplame habe ich von einem alten Schulfreund geliehen). Wenn ich das mache, läuft der Motor hörbar unrunder und langsamer als die geforderte Leerlaufdrehzahl.
Habe dann 5Grad weiter eingestellt weil ich gelesen habe dass 5-12Grad je nach Motor normal sind. Wäre gut, mal den richten Zündzeitpunkt für meinen Motor zu wissen.
(Daher auch die Frage nach der Motornummer)
Ferner soll bei der Unterdruckdose ab 2500U/min eine Veränderung des Zeitpunkts um min. 10Grad eintreten wenn ich den Unterdruckschlauch wieder anschließe. Da passiert aber gar nix.
Bei 2500U/min wandert der Zündpunkt zwar aus aber unabhängig ob der Unterdruckschlauch dran ist oder nicht. Habe dann mal einen extra Schlauch an die Unterdruckdose angeklemmt und daran gesaugt wie ein Weltmeister; Nix hat sich getan. Den Schlauch habe ich komplett getestet und alle Gummischläuche erneuert. Evtl. ist die Unterdruckdose hinüber, aber hätte es dann den beschriebenen Effekt?
Kann man die einzeln auswechseln? Scheint nicht einzeln abzugehen.
Habe wie gesagt keine Ahnung…
Lasst mich bitte nicht im Stich...
Danke Rolf
Die Motornummer steht unterm Lima-Ständer.
Wenn du eine Unterdruckdose mit einem Anschluss hast,wird die Zündung auf 7,5 Grad vor OT gestellt.
Hast du beim saugen an der Dose keinen Widerstand ist sie im A.....
Das Auswechseln der Dose ist recht einfach.(Bekommst du evtl. auch im freien Kfz-Teilehandel)
Solltest du eine Dose mit 2 Anschlüssen haben,schmeiss den Verteiler weg und mach einen mit einem Anschluss rein.
Vergaser-Bedüsung und Beschreibung findest du unter Ruddies-Berlin.de.Die Seite von Michael Knappmann ist auch nicht schlecht.
Das mit dem Absterben hängt aber meistens mit Falschluft oder dem Kraftstoffstand in der Schwimmerkammer zusammen.
Allgemein ist der Leerlauf beim Käfer nicht allzu stabil.
Geht er nur manchmal nach dem Abbremsen aus mach dich nicht verrückt.
Bei mir lag es mal am Abschaltventil,das nur manchmal nicht anzog.
wenn man den unterdruckschlauch
abzieht, um ohne Unterdruckfrühverstellung die Zündung einzustellen, muß man gleichzeitig dafür sorgen, dass der Motor nicht durch die jetzt freie Öffnung im Ansaugrohr (für den Schlauch) Falschluft zieht, sonst ändert sich die Drehzahl (je nach Vergasereinstellung geht sie rauf oder runter, unrunder Lauf inklusive)und man stellt einen falschen ZZP ein. Also Schlauch abziehen und Öffnung am Ansaugrohr verschließen oder Schlauch an der Verteilerdose abziehen und zuklemmen.
Dass man mit dem Mund keine U-Verstellung hinbekommt, liegt in der Natur der Sache, der mögliche erzeugbare U-Druck ist zu gering, prüfen kann man das mit kleinen Handpumpen oder einer medizinischen Spritze, die gut eng in den abgezogenen Schlauch paßt.
Ähnliche Themen
Mit dem Mund die Unterdruckdose bis zum Anschlag ziehen ist normalerweise kein Problem.
Ist die Membrane defekt kann man suckeln bis man schwarz wird.
Bei einer einfachen U-Dose liegt bei richtiger LL-Drehzahl fast kein Unterdruck an. Erst beim öffnen der Drosselklappe verstellt sich die Zündung in Richtung früh.
Noch einfacher läst sich die Unterdruckverstellung prüfen,indem man den Motor auf ca.2500/min hält und den U-Schlauch abzieht.
Fällt die Drehzahl nicht merklich ab,ist die Verstellung ohne Funktion. Das wirkt sich nachteilig auf Leistung und Verbrauch aus.
Ansonsten wie ackerschiene und ich geschrieben haben.
Hallo zusammen!
Werde das mal heute Abend ausprobieren.
Noch zwei Effekte die ich bislang beobachtet hatte:
Der Zündzeitpunkt ändert sich ja wenn die Drehzahl erhöht wird. Er läuft dann weiter vor OT. Aber dies egal ob der Schlauch dran ist oder nicht. Ist das normal?
@Ackerschiene: Die Drehzahl und/oder der Gleichlauf ändern sich nicht wenn ich den Schlauch abziehe. Theoretisch sollte das ja auch keinen Einfluss auf den Zündzeitpunkt haben, es sei denn die Drehzahl geht massiv rauf/runter - oder?
Wenn ich an dem Abgezogenen Schlauch vom Vergaser den Finger dranhalte merke ich auch fast nix, selbst bei 3000U/min. Jedenfalls keinen so starken Unterdruck wie ich Ihn mit saugen hinbekomme. Schlauch ist wie gesagt frei und dicht, den Vergaser habe ich noch nicht zerlegt.
Bezgl. der Leerlaufdüsen: habe bislang die Düse nicht ausmachen können. Der Vergaser ist ein Solex 30PICT-2. An der Stelle wo die Leerlaufdüse in den Reparaturbüchern zu sehen ist, sehe ich nix. Da ist auch meist ein Solex 31 abgebildet Bislang hab ich noch kein Explosionsbild von dem 30PICT-2 gefunden. Jedenfalls was es gestern schon zu dunkel, wird heute mal weitersuchen.
Im Verteiler sehe ich von oben die kleine Stange die in die Unterdruckdose geht, die ist auch frei beweglich und würde den Zündzeitpunkt verstellen wenn ich sie mit dem Schraubenzieher verschiebe, aber die geht wirklich sauschwer ich glaube kaum dass man so was mit dem Unterdruck hinbekommt wie er im Vergaser zu finden ist.
Leider kann man die Dose scheinbar nicht abnehmen. Jedenfalls sind weder am Gehäuse des Verteilers noch an der Dose selbst irgendwelche Bleche und Schauben. Habe mal versucht die Dose selbst abzuschrauben, hatte dann aber Bedenken dass sie abreißt.
Die Motornummer ist übrigens AB500772, wo kann ich da nachschauen was das für ein Motor ist?
Danke und Gruß
Rolf
Du hast einen1,3Ltr./44 PS-Motor(kannst du z.b.bei bugnet .tipps
unter M nachlesen).
Der ZZP verändert sich drehzahlabhängig durch die Fliehkraftverstellung(im Verteiler eingebaut).
Hast du jetzt widerstand bei saugen an der Dose,oder nicht?
Der Vergaser ist für einen älteren Motor.
Würde ich aber drauflassen,weil er einfacher ist und besser einzustellen ist.
Die Unterdruckdose ist mit 2 kleinen Schrauben am Verteiler befestigt. Die Zugstange musst du innen aushängen(wenn es der richtige Verteiler ist).
Wie du schreibst,scheint bei dir alles wild zusammengewürfelt .
Hallo bugpe.
Ich dache nur der Bosch 009 Verteiler hat die Fliehkraftverstellung und meiner arbeitet nur mit Unterdruck
?
Also Ich komme eben aus der Garage und hab mal den Verteiler raus genommen. Als er draußen war hab ich auch gleich gesehen dass die Dose doch abgeht. Eine Schraube links und die andere hält auch noch den Kondensator fest, wie Du beschrieben hast.
Leider kann ich an der ausgebauten Dose saugen wie ich will, das Gestänge bewegt sich nicht die Bohne. Ich habe auch den Eindruck dass Sie nicht dicht ist da ich das Gefühl habe dass der Unterdruck bald nachlässt. Wie gesagt ist das alles sehr schwergängig auch die Unterbrecherplatte dreht nur schwer.
Werde das heute Abend alles mal „Grundreinigen“. Die Dose scheint aber hinüber zu sein. Wenn ich hinein blase merkt man dass sie nicht dicht ist (zischen), beim Saugen hört man zwar nichts, ist aber die Stange bewegt sich kein Stück.
Glaubt Ihr dass ich die Dose als Ersatzteil bekomme, oder soll ich lieber gleich nach einem neuen Verteiler suchen?
Die 009 Verteiler sind allgemein viel preiswerter zu bekommen als die Unterdruckdosenvariante. Ferner bin ich auch nicht 100% sicher ob der Vergaser überhaupt einen relevanten Unterdruck liefern würde, da ich ja keine funktionierende Dose habe…
Was meint Ihr zu einem 009 Verteiler? Den gibt’s teilweise schon für 50-70Euro nagelneu. Ist da wirklich ein spürbarer Leistungsverlust gegenüber der Unterdruckdose?
Prima wie schnell Ihr reagiert, und Danke!
Rolf
Der 009 ist nur eine "Notlösung" für Motore mit Doppelvergaser.
Wenn die Dose den Unterdruck nicht hält,ist sie defekt.
Frag mal im freien Teilehandel zb.Stahlgruber(für Bosch bekommt man noch die meisten Teile.)
Die Unterbrecherplatte muß sich,wenn die Dose ausgebaut ist,leicht verdrehen lassen.
Deine Fliehkrafverstellung geht ja,sonst hätte sich der ZZP nicht verändert.(Zur genauen Überprüfung brauchst du eine Gradscheibe oder eine verstellbare Stroboskoplampe).
Ich würde beim Serienverteiler bleiben.
Übrigens ist der Unterdruck,der an der Dose zieht nicht soooo gewaltig.
Es ist wichtig das der Verteiler richtig funzt,aber das mit dem Absterben liegt wahrscheinlich nicht daran.
Ich war heut auch noch beim "freundlichen" der mich dann nach der genauen Teilenummer fragte. Natürlich hatte ich die nicht aufgeschrieben also noch mal nachhause, noch mal ausgebaut und blank gerubbelt. Habe die Nummer notiert und werde morgen mal bei VW und Stahlgruber nach Preisen fragen.
Die Nummer ist:
JFU 4
Bosch: 0231 146 101
VW: 113 905 205 AL
Allerdings machte ich vor dem erneuten Zusammenbau nochmals den "Saugtest" und nun konnte ich problemlos saugen, es kam Luft nach, die Dose ist definitiv hinüber.
Ich probier also mal eine Ersatz-Dose zu bekommen. Allerdings ist der Rest vom Verteiler auch ziemlich verdreckt so dass eine Gründliche Reinigung ansteht. Wenn Jemand Tipps hat wie ich die Grundplatte - wo der Kontakt drauf sitzt und die sich drehen soll - sauber bekomme, so dass alles wieder frei drehen kann wäre ich dankbar.
Hatte vor - nach Ausbau der Kontakte - alles mit Petroleum auszuspülen dann wieder sauber blasen, trocknen und neu ölen, oder ist das keine gute Idee?
Gruß
Rolf