Tesla Model 3 Sportversion mit zweitem E-Motor

Tesla Model 3 Model 3

Palo Alto - Mit dem Model 3 will Elektro-Autobauer Tesla in den Massenmarkt vordringen. Der Hype um den ersten Mittelklassewagen ist groß - hauptsächlich wegen des angekündigten Basispreises von 35.000 Dollar (rund 29.700 Euro). Die bislang erhältlichen Modelle gingen für weit mehr weg. Rund 50.000 Dollar (rund 42.400 Euro) wollte das Unternehmen von Elon Musk für die ausgelieferten Varianten sehen. In naher Zukunft werden die Verkaufspreise kaum nach unten gehen. Am Wochenende gab Chef Elon Musk zu, dass Tesla

mit dem einst versprochenen Basispreis bei den aktuellen Produktionsmengen "Geld verlieren und sterben"

würde.

Vor der überfälligen Sparversion dürfte ein

hochgerüstetes Model 3 kommen

. Mit zweitem E-Motor wird diese im Juli ab rund 78.000 Dollar (rund 66.000 Euro) kosten. "Etwa genauso viel wie ein BMW M3", ergänzt der Firmengründer. Und liefert damit bereits einen Hinweis auf die Zielgruppe: Sportfahrer aus höheren Einkommensschichten.

Verbraucherzeitschrift rät vom Kauf ab

Preisbewusste Early Adopter müssen also warten. Die Basisvariante komme drei bis sechs Monate, nachdem die

wöchentliche Model 3-Produktion

auf 5.000 Exemplare gestiegen sei. Frühestens. Eigentlich wollte Tesla dieses Fertigungstempo bereits Ende 2017 erreichen. Aktuell sieht das kalifornische Unternehmen die

Erfüllung des Produktionsziel ab Ende Juni als realistisch

. Heißt: Im besten Falle wäre das günstigste Model 3 ab September verfügbar. Ob Tesla tatsächlich so rasch auf 5.000 Model 3 pro Woche stellt, ist ungewiss. Der Finanzdienstes Bloomberg richtete anhand der Zulassungszahlen einen "Model 3 Tracker" ein. Demnach liegt die die

Produktion aktuell bei etwa 2.900 Stück

pro Woche.

Dass sich Tesla jetzt mit einer aufgemotzten Version des Model 3 wieder an zahlungskräftigere Kunden wendet, mag wirtschaftlich Sinn machen - die Gewinnmargen sind am oberen Ende der Preisspanne höher.

Ob das kleinste Modell des Herstellers durch den (nicht näher bezifferten) Leistungsschub zum fahraktiven Modell wird, muss sich indes erst zeigen. Die bisherige Variante wurde soeben von der amerikanischen Verbraucherzeitschrift "Consumer Reports" für lange Bremswege kritisiert. Laut der

Automobilwoche

raten die Tester aufgrund des Bremsweges von 46 Metern aus 60 Meilen (knapp 100 km/h) gar vom Kauf ab. Tesla zweifelt den Wert an: Bei internen Versuchen sei das Auto nach 40 Metern zum Stehen gekommen. Dennoch kündigte man ein Update für die Bremsanlage an.

Update:

Tesla-CEO Elon Musk hat sich auf Twitter zu den Vorwürfen geäußert. Demnach habe "Consumer Reports" ein frühes Exemplar des Modells getestet. Das Bremsverhalten könne mit einem Firmware-Update verbessert werden, das Tesla schon in wenigen Tagen veröffentlichen werde.

"Wir können die Bremsdistanz gegenüber den ursprünglichen Spezifikationen verbessern", so Musk. Tesla werde sicherstellen, dass das Model 3 ein besseres Bremsverhalten aufweise als jedes auch nur entfernt vergleichbare Modell.

Tesla braucht ein echtes Volumenmodell

Nach Einschätzung von Analysten wird das (bislang verlustreiche) Unternehmen so hoch gehandelt, weil Anleger Elon Musk zutrauen, mit seinen Elektroautos aus der Luxus-Nische zu kommen. Doch je mehr Zeit vergeht, desto komplizierter wird der Angriff im Massenmarkt. Bereits jetzt sind viele etablierte Hersteller dort mit E-Autos vertreten. Auf dem US-Markt kommt erschwerend hinzu, dass sich das Zeitfenster für die amerikanische E-Auto-Prämie noch vor der Premiere des Basis-Model 3 schließen könnte.

7.500 Dollar gibt es in den Staaten als Steueranreiz beim Kauf von Elektroautos. Allerdings

nur für die ersten 200.000 Modelle eines Herstellers. Danach halbiert sich die Prämie im Sechsmonatstakt

und fällt schließlich ganz weg. Tesla hat mitgeteilt, die Zahl von 200.000 E-Autos irgendwann im Jahresverlauf 2018 zu erreichen. Für jene die auf einen günstigen Model-3-Preis und staatliche Fördermittel hoffen, dürfte es deshalb eng werden. Das könnte auch für Teslas Finanzen Folgen haben. Die rund 500.000 Anzahlungen für vorbestellte Model 3 machen einen großen Teil der Geldreserven aus. Wenn Kunden es sich anders überlegen, müssten sie zurückerstattet werden.

Quelle

: Mit Material von dpa

180 Antworten

Zitat:

Keine Frage, optimal ist etwas anderes und Bremsen sind sicherheitsrelevant ... aber was genau begründet jetzt diese "Riesenwelle" hier?? :rolleyes:

Schau dir den Wettbewerb an:

https://www.adac.de/.../bremsweg.aspx

und

https://www.adac.de/.../default.aspx?...

Und das sind Bremswege aus 100 km/h, nicht aus 60 mph = 96 km/h.

40, 41, 43 und 46 Meter sind alle sehr schlecht.

Zitat:

@Grasoman schrieb am 23. Mai 2018 um 22:28:02 Uhr:



Zitat:

Keine Frage, optimal ist etwas anderes und Bremsen sind sicherheitsrelevant ... aber was genau begründet jetzt diese "Riesenwelle" hier?? :rolleyes:


Schau dir den Wettbewerb an:
https://www.adac.de/.../bremsweg.aspx
und
https://www.adac.de/.../default.aspx?...
Und das sind Bremswege aus 100 km/h, nicht aus 60 mph = 96 km/h.
40, 41, 43 und 46 Meter sind alle sehr schlecht.

Ja und? Alle in den jeweiligen Top10 hatten Sommerreifen montiert. Der schlechteste im ADAC Test war der Citroen Jumper mit 47,8m ... und Ganzjahresreifen! Das beste Fahrzeug mit Ganzjahresreifen wurde mit 41,1m gemessen. Also alles im bei Autobild und CR mit dem Model 3 gemessenen Bereich.

Und nochmal: Ein Ruhmesblatt ist das nicht für's Model 3. Aber nichts, was man nicht mit Mitteln ungleich "Rocket-Science" einfach verbessern könnte.

Zitat:

@Wepamat schrieb am 23. Mai 2018 um 10:50:04 Uhr:



Zitat:

@Zephyroth schrieb am 23. Mai 2018 um 08:33:47 Uhr:


Beim Model S ist mir aufgefallen, das es für sein Gewicht/Leistung auf relativ schmalen Reifen fährt, sprich im Vollbremsungsfall schmilzt der Gummi recht schnell auf und der Bremsweg wird länger. Nur dies erklärt nicht, warum der Bremsweg über Nacht so schlecht bleibt.

Bitte was? Wie kommst du darauf dass der Reifen bei einer Vollbremsung aufschmelzen würde?

OK, jeder hat eine andere Definition von "schmal". Ab Werk werden in Verbindung mit den 19" Felgen 245/45R19 er Reifen verbaut, bei 21" sind es vorn 245/35R21 und hinten 265/35R21. Also zumindest für MICH ist das bestimmt nicht "schmal".

Ich wusste die Dimension nicht, deswegen hab ich gefragt.
@nolam
Wieso ignorierst du weiterhin, das der Bremsweg bei CR am nächsten Tag auch im kalten Zustand der Bremsen der Bremsweg immer noch bei ~45m gelegen ist? Deiner Logik nach müsste er zumindest wieder bei 40m liegen.
Grüße,
Zeph

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Zitat:

@Zephyroth schrieb am 23. Mai 2018 um 23:20:15 Uhr:


Ich wusste die Dimension nicht, deswegen hab ich gefragt.
@nolam
Wieso ignorierst du weiterhin, das der Bremsweg bei CR am nächsten Tag auch im kalten Zustand der Bremsen der Bremsweg immer noch bei ~45m gelegen ist? Deiner Logik nach müsste er zumindest wieder bei 40m liegen.
Grüße,
Zeph

Puh ... drehen wir uns im Kreis??
Meine Aussagen zum Thema Ganzjahresreifen ... siehe oben. Meine Aussagen zum Thema "verglaste Beläge" ... siehe oben. Meine Aussagen zum Thema SW Update und Nachtesten ... siehe oben.

Gute Nacht!

Zitat:

@Grasoman schrieb am 23. Mai 2018 um 06:41:05 Uhr:



Model 3 Long Range Dual Motor Performance
ca. 1840 kg (+100 kg habe ich mal angenommen für den vorderen Motor plus gekoppelte Ausstattung), plus 75 kg = 1915 kg zu beschleunigende Masse (vermutlich wird es aber noch ein bisschen mehr sein, wenn Tesla nicht gleichzeitig wieder Leichtbaumaßnahmen im P-Modell anwendet)
3,5 s für 0-60 mph (von Tesla veröffentlicht)
v_max: begrenzt auf 155 mph= 250 km/h (von Tesla veröffentlicht)

Wenn dieses Modell 78k€ kostet, wäre das doch gar nicht mal so schlecht

:)

. Das sind ca. 3,7 s. auf 100. Ein M4 braucht mit DKG 4,1 s. (83000 €). Natürlich geht es nicht nur um Motorleistung, aber das ist schon mal ein wichtiger Punkt, um den Preis einigermaßen zu rechtfertigen. Den Kult des M4 bietet das Model 3 zwar nicht, aber dafür ganz neue Reize. Kann man von 100 kWh ausgehen?

j.

Hallo Jennes, die US-Preise sind ohne Steuer.
Also bitte 19% MwSt dazurechnen + 10% Importzoll in die EU + Transportkosten = (Umrechnung in Euro nicht vergessen) ca 85.000€. Eher 90.000€

Zitat:

@tnlive schrieb am 23. Mai 2018 um 15:12:48 Uhr:


Und das Model 3 gegen einen M3 CS / GTS vergleichen, einfach nur LOL

Ich finde den BMW innen auch klasse, aber vor allem finde ich interessant, ob das Model 3 bedienungsmäßig und funktional innen auf der Höhe ist. Ist die Belüftung ok.? Kann man alles gut bedienen? Wenn ja, kann man die Schlichtheit vielleicht auch als fein empfinden. Ich frage mich, ob das große, leuchtende Display in der Nacht nicht etwas stört.

j.

Zitat:

@316!RHCP schrieb am 23. Mai 2018 um 23:49:19 Uhr:


Hallo Jennes, die US-Preise sind ohne Steuer.
Also bitte 19% MwSt dazurechnen + 10% Importzoll in die EU + Transportkosten = (Umrechnung in Euro nicht vergessen) ca 85.000€. Eher 90.000€

Hm... ja, aber der Dollar ist doch weniger wert als der Euro. Das müsste sich doch etwa ausgleichen mit Mwst./Zoll und Frachtkosten. Mal abwarten. Das Model S kostet 69019 € lt. deutscher Tesla-Homepage. Das müsste inkl. Mwst. sein. In Amerika kostet es 74500 $. Allerdings steht da auf der amerikanischen Seite keine Einschränkung bei der Beschleunigung. Insofern ist das amerikanische Modell vielleicht vollwertiger.

j.

Zum Thema: Das günstige Model 3 sollte den Einstieg in den Massenmarkt bereiten, so die vielpropagierte Prophezeiung. Doch ist dieser Plan aus ökonomischen Gründen in der Praxis gescheitert, wie der Chef nun eingestehen musste. Damit ist es aus meiner Sicht für TSLA gelaufen.

Zitat:

@Hans_Rosenthal schrieb am 22. Mai 2018 um 13:54:44 Uhr:


Also kein exklusiver MT-Artikel. Davon abgesehen denke ich nicht, dass die gesamte Journaille Tesla-feindlich ist. Eigentlich gehören die doch genau zur Zielgruppe.

Diese "Feindlichkeit" hat einen einfachen Grund. Hast du mal eine Zeitschrift durchgeblättert und gezählt wie viel Autowerbung dabei ist. PKW Hersteller sind eine der letzten großen Anzeigenkäufer und der Brache geht es eh nicht besonders gut, um es mal vorsichtig auszudrücken. Auf jedem Neuwagen der etablierten Hersteller lasten mehrere tausend € Werbekosten. Tesla hingegen gibt überhaupt kein Geld für Werbung aus. Daher gilt "wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing". Ich will nicht behaupten die (gesamte) Presse schreibt Tesla absichtlich schlecht, aber eine gewisse Selektion der Nachrichten findet durchaus statt. Negative Nachrichten werden aufgebauscht und positive ignoriert. Lügenpresse ist das falsche Wort, Lückenpresse ist passender. Da gab es doch vor zwei drei Jahren diesen Fall in den USA. Ein Journalist einer großen Zeitung hat ein Tesla Fahrzeug zum Test bekommen. Dieser ist dann kurz vor der Ladestation so lange Kreise gefahren (mit GPS nachgewiesen) bis der Akku leer war, nur damit er schreiben konnte "Kauft blos nicht diesen Tesla Schrott" Also wurde mutwillig versucht diesem Unternehmen zu schaden, bei Verbrenner Herstellern ist mir kein solches Verhalten bekannt.

Zum Model 3, da geht Tesla genau den richtigen Weg. Am Anfang möglichst wenig Variation damit sich die Produktion einspielen kann und jeder der sein Fahrzeug schnell will dieses bekommt. Dann werden weitere Varianten und Austattungen freigegeben um Geld in die Kassen zu spülen und mit den Performance Modellen verdient man (analog zu AMG, M oder RS) extrem gut. Irgendwann wird dann das Kassenmodell freigegeben, mit diesem verdient man in Grundaustattung üblicherweise kein Geld, sondern lastet seine Produktion aus und hat den Umsatz. Also genau das gleiche Vorgehen wie bei jedem anderen Hersteller auch.
Das mit den Bremswerten ist natürlich unschön, allerdings sollte man dem Hersteller die Chance geben nachzubessern, eventuell lag am Testfahrzeug ein Defekt vor. Ich kann mich an Fahrzeugtests erinnern bei den es ebenfalls überlange Bremswege gab, dort wurde auch nachgetestet mit besseren Ergebnissen. Heutzutage geht viel über die Software.

Zitat:

@niston schrieb am 24. Mai 2018 um 00:03:12 Uhr:


Zum Thema: Das günstige Model 3 sollte den Einstieg in den Massenmarkt bereiten, so die vielpropagierte Prophezeiung. Doch ist dieser Plan aus ökonomischen Gründen in der Praxis gescheitert, wie der Chef nun eingestehen musste. Damit ist es aus meiner Sicht für TSLA gelaufen.

Bitte die ganze Nachricht von Elon Musk lesen. Das Model 3 mit der normalen Reichweite wird 6 Monate nach Hochfahren der Produktion auf 5.000 Autos/Woche (soll Ende Juni 2018 erreicht sein) gebaut, also ab ca. Dezember 2018. Ausgeliefert in den USA dann im ersten Quartal 2019. Es wird deswegen so spät erst gebaut/geliefert, weil Tesla damit

im Moment

Minus machen würde pro Auto, also müssen sie warten, bis die Skaleneffekte bei den hohen Stückzahlen der Fertigung greifen und dann werden sie es (mit geringem Gewinn) liefern. Auch in Europa ab Anfang an.

Warten wir mal Q4 2018 ab, dann werden wir es konkret wissen.

Zitat:

@Zephyroth schrieb am 23. Mai 2018 um 21:42:33 Uhr:
Das Problem ist aber, das laut CR die 40m nur genau einmal erreicht wurden, nämlich bei der ersten Bremsung. Alle danach durchgeführten Bremsungen waren deutlich länger. Selbst jene die am nächsten Tag kalt durchgeführt wurden.
Also entweder sind die Beläge verglast, oder CR lügt.

Vielleicht verdeutlicht man sich mal das Zusammenspiel von Rekuperation und

best possible braking

. Keine Entschuldigung für das schlechte Ergebnis. Sondern eine Erklärung. Gilt für alle BEV mit ReKu-Funktion!

Daher auch die Aussage, es

mit einem Update

beheben zu können. Wie oft kommt eine Vollbremsung im Alltag vor? Richtig, eher selten.

Somit wurde also, um den Verschleiß der Bremse möglichst gering zu halten, die Wirkung mit der Rekuperation gekoppelt. Nahezu lebenslange Beläge machen sich halt in der Werbung gut und man kann ein weiteres Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten. Beim

bpb

kommt nun eine einmalig hohe Druckbeaufschlagung zur Entfaltung. Diese realisiert das System und handelt entsprechend.

Danach

verfällt es in den Ausgangszustand. Programmsprache und dem "Verlauf" geschuldet. Mehrmalige

bpb

mit derartiger Intensität sind im Realbetrieb eher unwahrscheinlich und lassen sich nur mutwillig reproduzieren. Ähnlich dem

Fading

früherer Bremsanlagen.

Die gesamte Bremsanlanlage des Modell 3 ist an die amerikanischen Verhältnisse angepasst. Tempolimit, etc. VW hatte übrigens anfangs beim e-Golf mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Die benziner-adaptierte und zunächst übernommene BA war, der 3-stufigen Rekuperation wegen, überdimensioniert und wurde während des ersten M-Zyklus "angepasst". Die wenig beanspruchten Sättel gingen schlicht übermäßig fest. Einen e-Golf auf Rekuperationsstufe 3 kann man im Prinzip im OPD fahren. Warum sollte es beim Modell 3 also anders sein?!

Ein User schrieb hier: es wäre ein Beleg dafür, unter welch enormen Druck das M3 entwickelt worden wäre. Dem kann ich nur zustimmen. Für den EU-Markt wird da mit Sicherheit eine Adaption kommen. Das wäre hierzulande ein KO-Kriterium, wie man ja auch in den Kommentaren sehen kann.

Ich nehme Tesla nicht in Schutz. Das ist Murks, was sie da abliefern! Aber es wird korrigiert werden.

GJR sind ein weiterer Faktor, aber nicht

der

Entscheidende! Verglaste Beläge schon gar nicht.

;)

Zitat:

@nickydw schrieb am 24. Mai 2018 um 00:05:32 Uhr:



Zitat:

@Hans_Rosenthal schrieb am 22. Mai 2018 um 13:54:44 Uhr:


Also kein exklusiver MT-Artikel. Davon abgesehen denke ich nicht, dass die gesamte Journaille Tesla-feindlich ist. Eigentlich gehören die doch genau zur Zielgruppe.

Diese "Feindlichkeit" hat einen einfachen Grund. Hast du mal eine Zeitschrift durchgeblättert und gezählt wie viel Autowerbung dabei ist. PKW Hersteller sind eine der letzten großen Anzeigenkäufer und der Brache geht es eh nicht besonders gut, um es mal vorsichtig auszudrücken. Auf jedem Neuwagen der etablierten Hersteller lasten mehrere tausend € Werbekosten. Tesla hingegen gibt überhaupt kein Geld für Werbung aus. Daher gilt "wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing". Ich will nicht behaupten die (gesamte) Presse schreibt Tesla absichtlich schlecht, aber eine gewisse Selektion der Nachrichten findet durchaus statt. Negative Nachrichten werden aufgebauscht und positive ignoriert. Lügenpresse ist das falsche Wort, Lückenpresse ist passender. Da gab es doch vor zwei drei Jahren diesen Fall in den USA. Ein Journalist einer großen Zeitung hat ein Tesla Fahrzeug zum Test bekommen. Dieser ist dann kurz vor der Ladestation so lange Kreise gefahren (mit GPS nachgewiesen) bis der Akku leer war, nur damit er schreiben konnte "Kauft blos nicht diesen Tesla Schrott" Also wurde mutwillig versucht diesem Unternehmen zu schaden, bei Verbrenner Herstellern ist mir kein solches Verhalten bekannt.

Zum Model 3, da geht Tesla genau den richtigen Weg. Am Anfang möglichst wenig Variation damit sich die Produktion einspielen kann und jeder der sein Fahrzeug schnell will dieses bekommt. Dann werden weitere Varianten und Austattungen freigegeben um Geld in die Kassen zu spülen und mit den Performance Modellen verdient man (analog zu AMG, M oder RS) extrem gut. Irgendwann wird dann das Kassenmodell freigegeben, mit diesem verdient man in Grundaustattung üblicherweise kein Geld, sondern lastet seine Produktion aus und hat den Umsatz. Also genau das gleiche Vorgehen wie bei jedem anderen Hersteller auch.
Das mit den Bremswerten ist natürlich unschön, allerdings sollte man dem Hersteller die Chance geben nachzubessern, eventuell lag am Testfahrzeug ein Defekt vor. Ich kann mich an Fahrzeugtests erinnern bei den es ebenfalls überlange Bremswege gab, dort wurde auch nachgetestet mit besseren Ergebnissen. Heutzutage geht viel über die Software.

es wurden mehrere Test Fahrzeuge mit sehr ähnlichen Ergebnissen getestet. steht da auch so im test drin.

zu Tesla kann man eigentlich nur sagen, dass sie es zurecht verdienen kritisiert zu werden. Unfalltote hier, Crashs da. Die machen die Kunden selbst zu Pionieren und Beta Testern, und ziehen ihnen auch noch schön das viele Geld aus der Tasche - Engineering und Know How made in US. Da kann ich gerne drauf verzichten.

Die absolute Härte von Tesla ist, dass die ein CO2 Rechner auf der Homepage haben, womit geworben wird, wieviel CO2 mit den Teslas eingespart wurde. Aber wie diese Daten berechnet werden, keine Spur. Das hinterlässt so dein Eindruck "wir sind die guten, glaubt uns doch einfach".

Und wir alle wissen, dass z.b. Riesen Akkus in Verbindung mit tonnenschweren Model X sowas von umweltfeindlich sind, und alles andere als das wofür die E-Mobilität eigentlich stehen sollte - nämlich umweltfreundlich und effizient und das sind leichte Autos, welche sich oft und viel in Kurzstrecken bewegen und keine MONSTER SUV und Beschleunigungs Sportwagen. Absolut lächerlich sowas.

Zitat:

es wurden mehrere Test Fahrzeuge mit sehr ähnlichen Ergebnissen getestet. steht da auch so im test drin.
zu Tesla kann man eigentlich nur sagen, dass sie es zurecht verdienen kritisiert zu werden. Unfalltote hier, Crashs da. Die machen die Kunden selbst zu Pionieren und Beta Testern, und ziehen ihnen auch noch schön das viele Geld aus der Tasche - Engineering und Know How made in US. Da kann ich gerne drauf verzichten.
Die absolute Härte von Tesla ist, dass die ein CO2 Rechner auf der Homepage haben, womit geworben wird, wieviel CO2 mit den Teslas eingespart wurde. Aber wie diese Daten berechnet werden, keine Spur. Das hinterlässt so dein Eindruck "wir sind die guten, glaubt uns doch einfach".
Und wir alle wissen, dass z.b. Riesen Akkus in Verbindung mit tonnenschweren Model X sowas von umweltfeindlich sind, und alles andere als das wofür die E-Mobilität eigentlich stehen sollte - nämlich umweltfreundlich und effizient und das sind leichte Autos, welche sich oft und viel in Kurzstrecken bewegen und keine MONSTER SUV und Beschleunigungs Sportwagen. Absolut lächerlich sowas.

Kritisierst du auch Audi BMW oder Mercedes für jeden Unfalltoten oder jedes Auto das abbrennt? Hast du gewusst das Verbrenner 5x häufiger brennen als E Fahrzeuge. Hast du gewusst dass das Model S in Crashtests so gut wie kein Fahrzeug vor ihm abgeschnitten hat, ja sogar so gut das die Wertung über 100 hinaus erweitert wurde (Consumer Reports)

Anbei würde ich jedem raten abstand von einem Fahrzeug aus erstem Produktionsjahr zu nehmen, egal von welchem Hersteller. Da habe ich schon die tollsten Sachen erlebt.

Tesla bezieht nahezu seinen gesamten Strom aus regenrativen Quellen, selbst der Strom von den Superchargern. Also ja, selbst ein Model X fährt umweltfreundlicher als ein Polo TDI. Richte deinen Hass lieber auf etwas konstruktives.

Die Bremsen sind momentan ein Problem, das wird zeitnah gelöst und das M3 bremst genau so gut oder besser wie jedes andere Fahrzeug. Kritik ist angebracht, aber in Maßen. Es ist ja nicht so als würden andere Hersteller nicht auch gelegentlich Mist produzieren, dafür hat der liebe Gott den Rückruf erfunden.

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