mercedes handelt - neue qualitætskontrollen fuer zulieferer angekuendigt

Mercedes

wird zeit, dass mercedes seine kræfte sammelt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,353162,00.html
was meint ihr, "ist der ruf erst ruiniert..." oder schafft mercedes es, die kurve zu bekommen und seine schwæche als handelsstærke umzudeuten und zu vermarkten?

lieb gruss
oli

87 Antworten

Hallo,

nicht zustimmen kann ich Camlot, der eine Rückbesinnung auf die Kernkompetenz fordert und damit die Modellpalette zurückfahren möchte!

Des das würde bedeuten, eines der erfolgreichsten Modelle, die A-Klasse, zu kappen - das wäre fatal.

Das Ziel müsste sein eine ausgewogene Modellpalette UND Mercedes-Qualtiät nach alter Schule!

Leider hat es nur zum ersten Ziel gereicht und dennoch verdient diese Leistung immensen Respekt. Benz ist eigentlich in allen Produktpaletten vertreten, das wäre vor 20 Jahren noch nicht vorstellbar gewesen.

Allerdings kann und darf es nicht sein, dass diese erweiterte Produktpalette auf Kosten der Qualiät eingeführt wird!

In wie weit diese beiden Ereignisse nun miteinander zu tun haben, kann ich leider nicht beurteilen, aber es müsste doch möglich sein, Produktpalette UND Qualität miteinander zu verknüpfen.

DANN wäre Benz eine richtig starke Marke.

-

Absolut stark fand ich das Statement von Toyota bzgl. der Preiserhöhung.

Mir fällt da noch was ähnliches von einem Hondasprecher ein:

Der wurde mal provoziert, was über die "Herausforderer" zu sagen - da meinte er bloß, dass der größte Herausforderer der Kunde sei 🙂 ...

Das klingt schon mal souverän!

Der Zusammenhang zwischen Kernkompetenz und Modellpalette ist mir nicht ganz verständlich. Liegt wohl daran, dass die meisten Leute nicht wissen, was Kernkompetenz bedeutet und es mit Geschäftsbereichen gleichsetzen.

Die A-Klasse erfolgreich? Inwiefern? Wirtschaftlich wohl eher nicht!

Immenser Respekt? Wofür? Verringerung des Shareholder-Value?

AHHHHHHHHHHHH

Endlich weiß ich, wer sich hinter Schroederweg verbirgt: Müntefering. Das ist Teil der Kapitalismuskritik. Und der Nick macht dann auch Sinn. Wenn Schröder weg, dann Münte da!

Liegt die A-Klasse in der Zulassungsstatisik von den MB-Modellen nicht vorne?

Und dass sie finanziell ein Mißerfolg ist glaube ich jetzt einfach mal nicht...

Breite Modellpalette und hohe Qualität muss kein Widerspruch sein. Viele verschiedene Modelle basieren ja auf der selben Basis, wenn die eine hohe Qualität aufweist, dann auch alle darauf basierende Modelle.

Misserfolg war die A-Klasse sicher nicht, auch wenn man sicher etwas Zeit gebraucht hat um den Elch auszubügeln.

Hoffen wir mal dass sie mit dem Herrn Cordes den vielgepriesenen Weg zurück zur Qualität auch konsequent gehen. Sonst ist es irgendwann vorbei... Auch wenn ich Zweifel hab ob es mit einem Schrempp an der Spitze wirklich klappt.

Gruß Meik

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Die A-Klasse hat einfach mal das Problem, das der Elchtest so teure Nachbesserungen verlangt hat, dass man dadurch eben nicht rentabel ist. Die Zulassungszahlen sind dabei eher zweitrangig. Letztes Jahr wurden ca. 75000 A-Klassen in D zugelassen. Das ist zwar nicht schlecht, aber reicht nicht, um mindestens ne halbe Milliarde an Nachbesserungen (ESP,Fahrwerk) reinzuholen. Das waren die Werte, die damals durch die Presse gingen. Habe keine weltweiten Daten der A-Klasse gesucht, steht aber bestimmt im Bilanzbericht. Kann ja einer der werten DC-Aktionäre mal nen Blick reinwerfen.

Stimmt, von 1/2Milliarde wurd geredet. Damals noch DM. Nehmen wir jetzt nur D, 75000 pro Jahr, mittlerweile 7 Jahre, macht rund 500000 Fahrzeuge, also etwa 500€ pro Fahrzeug. Das sollte durchaus im Bereich der Gewinnspanne liegen, zumal der weltweite Absatz ein vielfaches höher ist.

Gruß Meik

Zitat:

Original geschrieben von Meik´s 190er


Stimmt, von 1/2Milliarde wurd geredet. Damals noch DM. Nehmen wir jetzt nur D, 75000 pro Jahr, mittlerweile 7 Jahre, macht rund 500000 Fahrzeuge, also etwa 500€ pro Fahrzeug. Das sollte durchaus im Bereich der Gewinnspanne liegen, zumal der weltweite Absatz ein vielfaches höher ist.

Gruß Meik

Und die Lieferanten zudem noch jedes Jahr im Preis gedrückt werden, oder die Teile statt in good old Germany nun in Ländern mit niedrigeren Lohnnebenkosten gekauft werden. Heuschreckenprinzip ... Hauptsache billig im Einkauf.

Bin gestern noch mit einer A-Klasse mitgefahren. Qualitätsanmutung innen, wie ein VW Polo ...und der ist wirklich schlimm ... pfui. Bin wahrscheinlich vom Audi schon zu sehr verwöhnt.

Sorry, aber Qualität ist LEIDER im Moment nicht die Stärke von DC. Hoffentlich wird das bald wieder was. Sie können es ja. Haben Sie in der Vergangenheit bewiesen.

Mike

denke auch, dass sich "gewinnbringend" nicht so einfach definieren læsst - a-, v- und m-klasse waren, was den ruf angeht, sicher nicht gewinnbringend, eher langfristig schædigend. richtig interessant wuerde ich die daten zum "was kauft der besitzer danach" der a-klasse finden. kann die jemand bereitstellen? volvo hat mitte der 90er mal mit einem wert von >90% markentreue geworden, das war eine sehr einzigartige zahl, wenn ich recht informiert bin (da schwæchelte aber auch der automarkt an sich).

lieb gruss
oli

Die A-Klasse läßt sich auch in Zukunft in D nicht gewinnbringend produzieren.
Ich würde ihn nur mehr in D planen, entwickeln und betreuen und im billigen Ausland produzieren und evt. überhaupt als "smart premium" vermarkten.

Der Marke Mercedes-Benz würde eine Trennung vom A mehr nützen als schaden.

Porsche hat seinerzeit den "billigen" VW-Porsche und den 924 (mit Audi-Motor) auch verdammt schnell (und somit rechtzeitig!) aufgegeben.

CAMLOT

Zitat:

Original geschrieben von Camlot


Die A-Klasse läßt sich auch in Zukunft in D nicht gewinnbringend produzieren.
Ich würde ihn nur mehr in D planen, entwickeln und betreuen und im billigen Ausland produzieren und evt. überhaupt als "smart premium" vermarkten.
Ford kann den Fiesta und Opel den Corsa in Deutschland produzieren.Soviel mehr wie die A-Klasse denen gegenüber kostet ist die Produktion sicher nicht teurer.

Der Marke Mercedes-Benz würde eine Trennung vom A mehr nützen als schaden.

Porsche hat seinerzeit den "billigen" VW-Porsche und den 924 (mit Audi-Motor) auch verdammt schnell (und somit rechtzeitig!) aufgegeben.
Der 924er wurde von 76-81gebaut,der Nachfolger von 82-91 unb der 968 von 91-96.Die drei basieren aufeinander,somit kann man nicht gerade sagen das die Reihe schnell wieder eingestellt wurde.

CAMLOT

@Sir Donald

Ich habe nur meine persönlichen Ansichten vertreten und, ergänzend zu meinen vorherigen Beiträgen, festgehalten was meiner Meinung nach zu einem neuen erfolgversprechenden Premium-Kurs der Marke Mercedes beitragen könnte.

Hier in einem Thread jetzt einen Crash-Kurs in Marketing vermitteln zu können, würde ein mindestens 16semestriges Studium obsolet erscheinen lassen.

Ford-Deutschland oder besonders Opel als Beispiel für produktionstechnischen Erfolg hinzustellen zeugt von so krasser Unkenntnis auf dem Gebiet erfolgreichen unternehmerischen Handelns und Denkens , daß auch die an und für sich problemlose Erklärung des marketingtechnischen Unterschiedes zwischen den Baureihen 914 / 924 und 944 / 968 in diesem Fall nicht zielführend erscheint.

Servus,
CAMLOT

Bei der ganzen Diskussion ergibt sich m.E. immer ein Problem. Image. Das ist etwas was sich schwer in Zahlen und Bilanzen fassen lässt, aber ein entscheidendes Verkaufsargument ist.

Beispiel Maybach: Sollte er als Mercedes oder als eigene Marke laufen? Man entschied sich für die eigene Marke, ganz klar aufgrund Image und "abgrenzung nach "unten". Es passt einem Maybach-Kunden einfach nicht, wenn er mit dem selben Verkäufer/Kunden/Laden zu tun hat wie der A-Klasse-Kunde.

So kann es durchaus sein, dass eine A-Klasse, die für sich gewinnbringend ist, den Absatz der Oberklassen (E und S) nachteilig beeinflussen kann. Man fährt halt kein Statussymbol mehr, wenn der "kleine Mann" auch einen Benz fährt.

Gruß Meik

... wie læuft's eigentlich mit dem maybach? verkauft der sich gut? imho sollte der, wenn er sich schon namentlich abgrenzt, nicht wie eine aufgeblasene s-klasse aussehen. die automobilindustrie ist eben wirklich abhængig von irrationellen beweggruenden der kæufer...

lieb gruss
oli

Lieber Oli,

wie schon in einem früheren Beitrag aufgezeigt, läuft das MAYBACH - Projekt den Prognosen im Schneckentempo hinterher, ich würde es aufgeben.

Wie man es macht, hat LEXUS in den USA vorgezeigt. Da hat man LEXUS so weit von TOYOTA getrennt, daß viele Amis glauben, LEXUS sei eine einheimische, amerikanische Marke.

Aber den Wagen MAYBACH zu nennen, dann dauernd auf die Kompetenz von Mercedes hinzuweisen und ihn auch noch total ähnlich zur S-Klasse zu machen ist marketingtechnischer Nonsens.

Die Ähnlichkeit des neuen W221 zum Maybach wird zwar der neuen S-Klasse "helfen", dem Maybach aber noch weiter schaden.

Das sind keine Vermutungen, das sind Tatsachen, dafür braucht man also kein Hellseher zu sein.

Ich kenne die Kapitalsituation von DC intern zu wenig, aber wenn genug Money da ist, dann könnte man mit Maybach vielleicht in 5-8 Jahren schwarze Zahlen schreiben. Unter der Voraussetzung, jede Verwandtschaft zu Mercedes in den nächsten Jahren strikt zu leugnen, geschweige denn gar zu zeigen!

Dann wäre die Verwandtschaft bei der nachwachsenden Kundschaft vergessen und Maybach könnte als unabhängiges Label Boden gewinnen.

Andere Möglichkeit: Die in der Produktion zu teuren A und B Modelle ausgliedern oder aufgeben, den C günstiger produzieren lassen, den Maybach aufgeben, die Kernsegmente E, S, SL & Ableger qualitativ und damit imagemäßig stärken und dann den Maybach in modifizierter Form als "Großen Mercedes" wieder auferstehen lassen.

Leider alles keine Kurzzeitideen für dämliche amerikanische Quartalsbilanzen.

Aber mit dieser Methode haben die Amis seit Ende des 2. Weltkrieges schon unzählige große Marken sehenden Auges in den Untergang geführt und sie haben anscheinend null komma nix dazugelernt.

(Packard, Studebaker, Nash, Hudson, Kaiser, Frazer, Imperial, Edsel, De Soto, Plymouth, Oldsmobile)

CAMLOT

Was meinst du mit zu teurer Produktion A- und B-Klasse? Hast du da Zahlen zu?

Bei den Verkaufszahlen kann ich mir schwer vorstellen, dass die wirklich ein minus-Geschäft darstellen.

Bei dem Maybach hat man die Entscheidung ihn doch als eigene Marke zu vermarkten zu spät getroffen, da stand die Optik schon mehr oder weniger fest. Bleibt aus meiner Sicht nur den Wagen aufgeben oder die Abgrenzung beim nächsten Modell deutlicher zu gestalten.

Gruß Meik

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