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Mein Streckenprofil und die Probleme mit OPF oder DPF - HILFE

Themenstarteram 1. November 2018 um 14:43

Hallo!

Ich beabsichtige mir zeitnahe ein Auto zu kaufen. Schwanke zwischen dem neuen X5 30d und dem neuen GLE 350d. Beide mit R6 Diesel und Euro 6d temp.! Alternative wäre der BMW X5 45e Hybrid mit R6 Benziner und OPF.

Mein Fahrprofil ist ca. 4 x 3 pro Tag und zusätzlich jedenfalls 2 x 30km pro Woche bzw. sonst auch 4 x 30 km pro Woche. In den 3 Sommermonaten entfallen größtenteils die 30km Strecken. Im Jahr mache ich dadurch ca. 15.000 km, wobei natürlich hier auch Urlaubsfahrten mit dabei sind.

Nun meine Fragen zum DPF und OPF:

Soweit ich weiss macht der DPF ca. alle 1000km einen Freibrennvorgang, wenn ich nun die Reinigung unterbreche aufgrund der Kurzstrecke, ist das dann ein Problem oder kann er dies bei der nächsten längeren Strecke gleich beheben, indem er den Reinigungsvorgfang systembedingt wiederum startet?

Zum Anderen frage ich mich, ob der DPF schneller verstopf, wenn ich zwischendrinn wieder viel Kurzstrecke fahre, also öfters mehrere Tage hintereinander nur Strecken von 3 bis 5 km.

Erhöht dies die Freibrennzyklen des DPF?

Beim Benziner mit OPF ist für mich die Frage, ob das ähnlich ist wie beim DPF. Der Benziner hat doch höhere Brenntemperaturen und wird schneller warm. Heißt der Freibrennvorgang sollte einfach und schneller durchgeführt werden können?

Wenn sehr viele Kurzstrecken sind, verlegt da der OPF wiederum schneller oder ist das egal? Ist ähnlich wie beim DPF nach ca. 1000km ein Freibrennvorgang?

Sind heutzutage die neuen R6 von Mercedes, wo die Reinigungsanlage nahe am motor gebaut wurde auch eher unproblematisch gegenüber Kurzstrecken?

Herzlichen Dank im Voraus für die Informationen.

LG

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 2. November 2018 um 12:10:02 Uhr:

Zitat:

@Hugo1974 schrieb am 2. November 2018 um 09:36:28 Uhr:

Wenn nun bei Kurzstreckenverhalten alle 300 bis max. 500 km ein Freibrennvorgang stattfinden muss

Wenn man diese Zahlen halbiert, landet man wohl deutlich näher an der Wahrheit...

Zitat:

Wenn das Freibrennen nicht abgeschlossen werden kann, dann wird es halt bei der nächsten Möglichkeit beendet, also bei der nächsten 30 km Fahrt.

Ehrlich gesagt, ich sehe dein Fahrprofil nicht als so ungünstig an, da du ja regelmäßig doch eine Strecke von 30 km fährst. Nur im Sommer, wenn diese Fahrten wegfallen, ist das weniger optimal.

"Weniger optimal" untertreibt es dann doch erheblich. Aus dem Eröffnungs-Post:

Zitat:

In den 3 Sommermonaten entfallen größtenteils die 30km Strecken.

Das wären dann also, was?: 3 Monate mit 4x3 km täglich, also um die 250 Kaltstarts, "größtenteils" ohne den Hauch einer Regenerations-Möglichkeit dazwischen. Wenn das noch nicht der Worst-Case für einen DPF ist, dann ist es doch mindestens eine ziemlich gelungene Imitation.

Wenn man stattdessen nun die 30-Kilometer-Touren nur für die Regeneration einfach trotzdem macht (und tatsächlich dürften die wohl noch etwas länger ausfallen müssen), dann hat sich fast automatisch auch das Haupt-Argument, sich überhaupt einen Diesel-PKW zuzulegen, weitgehend in Rauch aufgelöst. Denn den Sprit-Verbrauch dieser eigentlich sinnlosen Herumfahrerei müsste man dann, wenn man ehrlich mit sich selbst ist, eigentlich auf die "nützlichen" Fahrten umlegen. Und dann sich das mit den geringeren Kilometerkosten schon ziemlich erledigt.

Von der dabei vergeudeten Lebenszeit mal ganz abgesehen ... und ob Pensionäre davon nun mehr oder weniger als die arbeitende Bevölkerung zur freien Verfügung übrig haben, darüber scheiden sich die Geister ja ebenfalls.

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Bei dem Fahrprofil wirst du beim DPF keine 1000km zwischen den Regenerationen erreichen, sondern weit darunter bleiben. Der OPF regeneriert generell häufiger, aber auch kürzer und wegen der höheren Abgastemperaturen ist es weniger problematisch.

Die 30km-Strecke mag knapp reichen, damit der große Diesel auf Betriebstemperatur kommt und die Regeneration zumindest ein Stück weit kommt. Ganz fertig wird sie wohl nicht werden, ist aber auch kein Weltuntergang. Mein 1.6TDI EA288 mit motornaher Abgasreinigung braucht (ab Kaltstart) etwa 10 Min, bis er mit der Regeneration anfängt.

Im Sommer ist dein Fahrprofil allerdings die Hölle. Da würde ich über einen Benziner mit Saugrohreinspritzung ohne Partikelfilter nachdenken, z.B. Toyota HSD.

Mit so einem Fahrprofil hab ich den DPF meines Toyotas geschrottet. Nie wieder Diesel und Kurzstrecke, da ist Taxifahren auf Dauer günstiger.

Hmm, vllt. einen Audi e-tron als Alternative? :D

Grüße

Alexander

Themenstarteram 1. November 2018 um 23:46

@chrisdash

Danke für die Info. Was schätzt dann wieviel Kilometer pro Zyklus möglich sind? 500km?

Warum regeneriert der OPF öfter? Mhhhh dachte die neuesten Dieselmotoren der Heneration EU6 d temp sind etwas unempfindlicher weil sie auch sehr rasch warm werden.

LG

Themenstarteram 1. November 2018 um 23:49

@Destructor

Ja wäre interessant, aber Preis- Leistungsverhältnis passt nicht und das Thema Reichweite für die Urlaubsfahrten.....

LG

Die neuen Motoren sind im Gegenteil empfindlicher in dieser Hinsicht, das liegt daran dass die Verbrennungstemperatur möglichst niedrig gehalten werden muss um die Stickoxid Bildung zu verringern. Das geschieht durch sehr viel Abgasrückführung. (Eine von mehreren Maßnahmen um die Abgaswerte real zu verbessern und auch das was die ganzen Softwareupdates für Euro5 Diesel zum Zweck haben) Das führt zu mehr Ruß und geringeren Abgastemperaturen.

Dadurch muss der Motor häufiger aktiv regenerieren.

Die Erfahrungen mit OPF Systemen sind noch nicht wirklich vorhanden. Da aber auch dort die physikalischen Vorrausstzungen keine anderen sind lässt sich einiges vom Diesel ableiten.

Vorteile hat der Benziner hier vorallem dadurch das er selbst im Teilllastbereich wesentlich höhere Abgastemperaturen erzielt. Während ein Diesel mit DPF auf 30km Landstrasse keine Chance hat passiv zu regenerieren, ja sogar Probleme bekommen wird in dem Zeitraum aktiv zu regenerieren, sollte der Benziner in der Zeit es sogar schaffen den OPF passiv freizubrennen.

Nochmal etwas Offtopic zum e-Tron:

Die Reichweite für die Urlaubfahrten kann ich verstehen, wo gehts denn bei dir meist so hin?

Wobei auch sowas mit Zwischenstop kein Problem sein sollte.

Da der Preis des e-tron ist ja nicht nennenswert höher als z.b. der des X5 30d, warum passt da deiner Meinung nach das Preis/Leistungsverhältnis nicht?

Für dein Fahrprofil wäre das Elektro Auto halt sehr von Vorteil ;)

Grüße

Alexander

Zitat:

@Hugo1974 schrieb am 1. November 2018 um 23:46:25 Uhr:

@chrisdash

Danke für die Info. Was schätzt dann wieviel Kilometer pro Zyklus möglich sind? 500km?

Warum regeneriert der OPF öfter? Mhhhh dachte die neuesten Dieselmotoren der Heneration EU6 d temp sind etwas unempfindlicher weil sie auch sehr rasch warm werden.

Mein Wagen schafft bei einem ungünstigen Fahrprofil 200-300km zwischen den Regenerationen. Alles weitere wurde ja schon von Destructor gesagt - dass 30km nicht reicht, um den Wagen warm zu bekommen und DPF vollständig freizubrennen, kann ich bestätigen. Vollständige aktive Regen dauerte bei mir zuletzt 16 Minuten, auf der Autobahn bei 120km/h.

OPF mag notfalls noch gehen, aber ich würde bei den Anforderungen einen Bogen um Fahrzeuge mit Partikelfilter machen. Häufige, unterbrochene Regenerationen führen zu einem erhöhten Dieseleintrag ins Motoröl. Motoren mit Saugrohreinspritzung brauchen keinen PF, da bei der Verbrennung keine Feinstaubpartikel entstehen und diese Motoren sind nicht ineffizienter im Vergleich zu Direkteinspritzern, solange sie im richtigen Lastbereich betrieben werden.

Themenstarteram 2. November 2018 um 9:36

@Destructor

Hallo Alexander!

Erstmals herzlichen Dank für deine offenen Worte. Wie ich daraus lese, bin ich da doch ziemlich am falschen Dampfer unterwegs. Ärgerlich aus meiner Sicht ist nur, dass ich sowohl mit Mitarbeiter einer Mercedes Vertretung geredet habe, als auch mit Mitarbeitern von einer BMW Niederlassung. Beide versicherten mir, dass es keine Probleme geben würde, denn sie haben genügend Pensionisten die auch ein solches Streckenprofil fahren - ohne jegliche Probleme.

Zum Thema Diesel und DPF habe ich noch eine Frage: Wie ich aus deinen Erläuterungen entnehme gibt es eine aktive und eine passive Regeneration. Die passive ist dann wohl dass ohne Zugabe von Diesel die Freibrenntemperaturen erreicht werden? Denke mal das typische Beispiel ist eine längere Autobahnfahrt? Die aktive Regeneration ist dann wohl unter Zugabe von Treibstoff, was in meinem Fall jedenfalls immer erforderlich ist.

Wenn nun bei Kurzstreckenverhalten alle 300 bis max. 500 km ein Freibrennvorgang stattfinden muss und ich viel Kurzstrecke fahre bzw. wöchentlich mal die 2 * 30 km oder 4 * 30 km fahre und der Freibrennvorgang aktiv vom System gestartet wird, jedoch die Zeit nicht ausreicht um ihn abschließen (Dauer ca. 15 Minuten), heißt dann wohl letztendlich dass er nicht vollständig freigebrannt werden kann, Ablagerungen immer noch vorhanden sind und diese beim nächsten Freibrennvorgang auch nicht vollständig eliminiert werden können. Im Gegenteil noch mehr an Ablagerungen übrig bleiben, bis der DPF endgültig verstopft ist? Der Gegendruck im Motor durch die verstopfte Abgasanlage ansteigt und das System eine Fehlermeldung bringt?

Was nun den OPF anbelangt gibt es ja kaum Erfahrungen (leider), heißt aber grundsätzlich funktioniert das dort gleich, nur die Temperaturniveaus sind höher und damit kann ein passiver und auch aktiver Freibrennvorgang mit einer kürzeren Strecke bewältigt werden?

Da wäre ja mein Gedanken, dass als Alternative der neue X5 45e dienen könnte, da er zum einen mittlerweile um die 50 km tatsächliche Reichweite haben sollte und zum anderen einen R6 Benziner, was natürlich das Herz höher schlagen lässt. Für mich stellt sich nur die Frage, wenn ich viel im E-Modus fahre und dann bei 2 * 30 km die letzten Kilometer der Verbrennungsmotor einschaltet, es nicht auch sehr problematisch ist, wenn dieser dann nur mehr für die letzten Kilometer aktiv ist und sonst überwiegend im E-Modus?

Oder sind die Hybrid- Verbrennungsmotoren eher auf eine solche Situation abgestimmt, da ja auch beim überholen, wenn die Kraft benötigt wird der Verbrennungsmotor spontan schnell dazu schaltet und dann wieder abgeschalten wird?

Zum Thema e-tron:

Ja habe ich mir auch überlegt, preislich sicherlich vergleichbar. Ich habe in meiner Garage auch schon einen 22 kW Anschluss (400V / 32A) zur Verfügung, könnte als über eine Wallbox elegant laden.

Mein Problem ist nur, dass ich Urlaub öfters nach Italien fahre und dort die E- Infrastruktur weit hinten ist!

Zudem werden die E-Auto der nächsten Generation deutlich mehr Reichweite und weniger Gewicht haben, da die Akkus immer höhere Energiedichten bekommen und weniger Gewicht haben. Das impliziert natürlich, dass ich beim Verkauf eines e-tron gewaltig an Wertverlust habe, weil zu dem Zeitpunkt viele Autos wesentlich höhere Reichweiten haben werden (behalte das Auto im Schnitt 8 Jahre).

Zudem stört mich massiv die Reichweite, denn real sind es gerade mal 300km wenn überhaupt im Winter nicht sogar weniger und wenn ich da mal im Stau bin, die Heizung läuft und man sieht wie es immer weniger wird, weit und breit kein Supercharger mit mindestens einer Leistung von 50 kW verfügbar, dann wird mir anders!! Mit Kind natürlich verschäft sich die Situation.

Wenn der E-tron 150 kW DC laden kann ist das zwar schön, aber in Italien ist die Infrastruktur noch weit davon entfernt. Wenn man Glück hat, stehen 22 kW AC zur Verfügung, das wars dann. DIe Aufenthaltsdauer ist dann im Stundenbereich fürs laden. Mit Kleinkind wiederum nicht machbar.

Für mich muss ein E-Auto unter realen Bedingungen jedenfalls die 600 bis 800 km schaffen und die Aufladung sollte dann an Supercharger mit 350 kW in max. 10 bis 15 Minuten erfolgen.

Dann bin ich beim E-Auto dabei! Zudem ist beim E-Auto immer noch das Problem der möglichst konstanten Akku Temperatur von ca. 25°C und letztendlich auch die Sicherheit im Crashbereich!

Ob da nicht das Wasserstoffauto auf Basis Brennstoffzelle langfristig die besseren Chancen hat? Ich glaube schon bzw. alternativ dazu auf Motorbasis wie es die Japaner schon machen.

LG

Themenstarteram 2. November 2018 um 9:38

@chrisdash

Danke für deine Informationen!

Habe ausführlich oben dem Alexander geantwortet, vielleicht kannst du ja auch meine Anmerkungen lesen und hast noch für mich die eine oder andere Ergänzung.

Speziell auch zum Thema X5 45e Hybrid als das Mittelding zwischen e-Auto Kurzstrecke und entsprechende Annehmlichkeiten bei Langstrecke?

Danke!

LG

Zu den großen Plug-in-Hybriden von ABM muss ich passen, das ist nicht mein Metier.

Was das Verstopfen des DPFs angeht, kann ich aber etwas entwarnen:

Zitat:

@Hugo1974 schrieb am 2. November 2018 um 09:36:28 Uhr:

Wenn nun bei Kurzstreckenverhalten alle 300 bis max. 500 km ein Freibrennvorgang stattfinden muss und ich viel Kurzstrecke fahre bzw. wöchentlich mal die 2 * 30 km oder 4 * 30 km fahre und der Freibrennvorgang aktiv vom System gestartet wird, jedoch die Zeit nicht ausreicht um ihn abschließen (Dauer ca. 15 Minuten), heißt dann wohl letztendlich dass er nicht vollständig freigebrannt werden kann, Ablagerungen immer noch vorhanden sind und diese beim nächsten Freibrennvorgang auch nicht vollständig eliminiert werden können. Im Gegenteil noch mehr an Ablagerungen übrig bleiben, bis der DPF endgültig verstopft ist? Der Gegendruck im Motor durch die verstopfte Abgasanlage ansteigt und das System eine Fehlermeldung bringt?

Das ist zum Glück nicht so. Die Horrormeldungen in Richtung "mein DPF ist verstopft" gibt es eher nur* dann, wenn ein Diesel dauerhauft nur auf Distanzen bewegt wird, bei denen der DPF gar nicht regenerieren kann (auch nicht unvollständig). Ein dauerhaftes Verstopfen mit Ruß gibt es da m.W. nicht - solange man eben zeitig genug eine Autobahnfahrt einlegt (eine Freibrennfahrt) um das zu verhindern. Und das Auto warnt rechtzeitig davor.

Wenn ein DPF "verschlissen" ist, dann ist das Schwefelasche. Das ist das, was nach dem Regenerieren (= Ruß wegbrennen) übrig bleibt. Typischerweise ist ein DPF nach 150 - 350 tausend km voll. Je nach Modell und Nutzungsprofil. Solche DPFs lassen sich auch noch aufbereiten, das machen spezialisierte Firmen. Ist für dich aber gar nicht relevant.

*oder im Defektfall, z.B. wenn reichlich Öl verbrannt wird oder ein Injektor zu viel Kraftstoff einspritzt, so dass dort ständig fette Verbrennung stattfindet

Zitat:

@Hugo1974 schrieb am 2. November 2018 um 09:36:28 Uhr:

Wenn nun bei Kurzstreckenverhalten alle 300 bis max. 500 km ein Freibrennvorgang stattfinden muss und ich viel Kurzstrecke fahre bzw. wöchentlich mal die 2 * 30 km oder 4 * 30 km fahre und der Freibrennvorgang aktiv vom System gestartet wird, jedoch die Zeit nicht ausreicht um ihn abschließen (Dauer ca. 15 Minuten), heißt dann wohl letztendlich dass er nicht vollständig freigebrannt werden kann, Ablagerungen immer noch vorhanden sind und diese beim nächsten Freibrennvorgang auch nicht vollständig eliminiert werden können.

Wenn das Freibrennen nicht abgeschlossen werden kann, dann wird es halt bei der nächsten Möglichkeit beendet, also bei der nächsten 30 km Fahrt.

Ehrlich gesagt, ich sehe dein Fahrprofil nicht als so ungünstig an, da du ja regelmäßig doch eine Strecke von 30 km fährst. Nur im Sommer, wenn diese Fahrten wegfallen, ist das weniger optimal.

Du musst auch bedenken, dass eben viele Fahrer, die nur Kurzstrecke fahren, auch einen Diesel haben. Klar ist das nicht optimal und kommt es zu Problemen, so ist bestimmt die Lebensdauer des DPF kürzer und solche Motoren erreichen auch längst nicht die Laufleistungen wie Weitstreckenmotoren. Es kommt aber nicht zu massenhaften Ausfällen, so wie sein müsste, wenn man den Bedenkenträgern Glauben schenken würde.

Beim OPF gibt es, wie lesen durfte (Klick mich und Klick mich) keine zusätzlichen Regenrationszyklen, weil die Abgastemperatur eines Benziners so hoch ist, dass eine Regeneration bei warmen Motor immer stattfindet. Also dürfte es bei deinem Fahrprofil auch nicht zu Problemen kommen.

Worauf du beim Diesel auf jeden Fall achten solltest, ob eine Motorölverdünnung durch Dieselkraftstoff stattfindet. Solltest du das feststellen, ist auf jeden Fall ein kürzeres Ölwechselintervall sinnvoll. Auch sollte beim Ölwechsel das Öl nicht bis Maximum aufgefüllt werden, weil durch die Ölverdünnung der Ölstand ja noch ansteigen kann.

Meine Werkstatt sorgt inzwischen dafür, dass nach dem Ölwechsel der Ölstand genau zwischen Minimum und Maximum steht.

 

Gruß

Uwe

@Hugo1974: Ja du hast es genau richtig verstanden.

Die Erfahrung mit DPFs in den letzten 10+ Jahren haben eben gezeigt das diese hauptsächlich aus 2 Gründen verstopfen, das ist zum einen mal der reine Kurzstreckenverkehr und zum anderen defekte Kühlwasserthermostate.

Wenn beides nicht eintritt sind die DPFs sehr haltbar, meinen 5er habe ich gerade mit 272tkm und erstem DPF verkauft, der hatte keinerlei Probleme, wurde aber auch größtenteils auf der Autobahn bewegt. Pro Tankfüllung waren da i.d.R. mindesten 2x130km Autobahn dabei.

Die Motoren für Plug-In Hybriden sind keine anderen als die normalen Motoren. Die Hersteller erwarten von ihren Motoren dass diese auch vom Kaltstart an das volle Drehzhal- und Leistungsband abkönnen, andernfalls würden sie gedrosselt.

Audi gibt glaube ich sogar den erhöhtem Verschleiss beim A3 e-tron zu und verlangt deswegen auch das normale Öl-Wechsel Intervall des 1.4TFSI obwohl der Motor im e-Tron tatsächlich viel weniger lief.

Ein Plug-In Hybrid könnte für dich eine gute Lösung sein, ich würde aber darauf achten entweder elektrisch oder mit dem Verbrenner zu fahren. Selbst deine 30km sollten von einem PHEV erreichbar sein, beim Überholen würde ich dann den Kick-Down vermeiden wenn die Leistung des E-Motors reicht.

Bei der Urlaubsfahrt würde ich dann gleich mit dem Verbrenner losfahren damit dieser auch warm wird bevor er dann z.B. auf der Autobahn gefordert wird.

PHEVs haben halt den Nachteil immer 2 Systeme spazieren fahren zu müssen, das bedeutet hohes Gewicht und extrem komplexe Technik. Deswegen bin ich persönlich eher der Freund von "entweder oder".

Zum Thema e-Tron:

Ja in Italien sieht es düster aus, da kann ich dich verstehen.

Das die Akku Technologie in den nächsten 10 Jahren große Fortschritte machst brauchst du aber nicht zu erwarten. Die LiIon Technik ist quasi ausgequetscht und eine neue Technik noch nichtmal am Horizont zu erkennen.

In einem Crash bist du in einem modernen Elektroauto wesentlich besser aufgehoben als in jedem Verbrenner, gerade wenn so Themen wie Seitenaufprall noch mit rein kommen. Die übliche Karrosseriestruktur mit Batterie im Unterboden bringt hier ernorme Vorteile.

Brennende Batterien nach einem Unfall sind auch ein viel zu hochgejubeltes Problem, die Wahrscheinlichkeit in einem Verbrenner in der schönen Benzin/Diesel Flamme zu verbrennen wahrscheinlich sogar höher. Man muss sich erinnern, man fährt bis zu 80l Diesel/Benzin in einem Kunststofftank am Unterboden spazieren.

Auch 350km Ladesäulen und eine Ladezeit von 10-15min wird es absehbar nicht geben. Wenn der Akku noch eine akzeptable Lebensdauer behalten soll sind wir aktuell bei 1C Ladestrom ziemlich am Ende, d.h. in 30min 50% des Akkus füllen. die 150kW Säulen sind da beim e-Tron schon eher bei 1,5C, wobei bei solchen Ladeströmen auch die Verluste steigen. Ohne neue Akku Technologie, und die sehe ich noch nirgends, wird es da keine großen Veränderungen mehr geben.

Grüße

Alexander

Themenstarteram 2. November 2018 um 15:29

@chrisdash

Danke für deine Info!

Haben die Kurzstreckenfahrten auch einen negativen Einfluss auf die Injektoren? soweit ich weiss sollte ja das Tank von Diesel mit Biodieselanteil vermieden werden aufgrund der vermehrten Entstehung von Ruß?

Heißt ich als eher Kurzstreckenfahrer sollte Diesel ohne Biodieselanteile tanken, ein Additiv dazugeben und jährlich einen Ölwechsel machen?

LG

Themenstarteram 2. November 2018 um 15:33

@Uwe Mettmann

Erstmals herzlichen Dank!

Heißt wenn ein Freibrennvorgang nicht abgeschlossen ist, dann macht das dem Reinigungsprozess gar nichts, weil beim nächsten Starten grundsätzlich dieser fortgesetzt wird. Wenn diese nächste Male jedoch immer eine Kurzstrecke ist, wird dieser Prozess aktiv nie gestartet oder er wird gestartet aber abermals frühzeitig unterbrochen, sodass die Verstopungsgefahr größer wird. Wenn dann meine 2 x 30km Strecken anfallen, kann der Motor aktiv den kompletten Freibrennvorgang (Winter wie Sommer) ausführen?

Danke & LG

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