Mein Latein ist am Ende
… nicht ganz aber fast…
Jetzt hab ich bei meinem lieben Golf das rechte Radlager gewechselt, und es macht immer noch Wuhhhhhh beim Einschlagen in eine Linkskurve.
Servopumpe, Differenzial oder linkes Lager ?
Eine 6t Presse habe ich mir jetzt mal geschweißt, an der soll es mal nicht fehlen.
Kennt das Phänomen jemand (Außenlaufbahn linkes Lager ?).
Beste Antwort im Thema
Nur am Rande: Die Lebensdauer von Lagern kann nur empirisch berechnet werden da, sie von viel zu vielen Faktoren beeinflusst wird. Hohe Belastungen wirken sich ebenso verkürzend aus, wie sehr geringe ("klingt komisch, ist aber so"😉. Die errechnete Lebensdauer von x Stunden trifft auch immer nur auf ca 90% der produzierten Teile zu. 10% kann sich eher verabschieden (muss aber auch nicht). Auch korrekt eingebaute Qualitätsware kann mal deutlich eher über den Jordan gehen. Das ist dann ganz einfach Pech 🙁
Dieses Denken mancher (meine jetzt nicht dich, eher allgemein), dass die Hersteller ja ach so langlebige Autos produzieren könnten, wenn sie nur wollten, ist einfach naiv.
48 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Drehmomentschluessel
Das ist so, als wäre bei einem LKW nach einem Jahr Dauerbetrieb (9h / Tag) alles zu tauschen, was sich im Antriebsstrang dreht.
Da liegst Du gar nicht so verkehrt
😁
Da die jährlich HU haben benötigen sie auch jährlich BSU (Bremssonderuntersuchung).
Dabei werden die Bremsen so weit zerlegt daß die Lager "nur noch nebenbei" ausgewechselt werden können.
Die meisten Spediteure machen das auch da ein "Ausfall" des Produktionsmittels (der LKW) für eine erneute Reparatur Gewinneinbußen heißt und ca. 80% der Montagezeiten quasi doppelt zu bezahlen wäre.
MFG
Klingt alles komisch. Wenn du das Lager einbaust... In den Achsträger nur auf dem äußeren Lagerring Druck ausüben. Beim Einpressen/Einziehen der Radnabe unbedingt auf geraden Sitz der Nabe achten
plus NUR Druck auf den INNEREN Lagerring geben und zwar auf beiden Seiten!
Das Lager/Antriebswelle ist dann mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anzuziehen: Keine Spielchen hier, nach Gefühl klappt nicht!
Dann gibt es auch kein Rauschen.
Hinten ist dann bei Golf 123 eine ganz andere Geschichte. Geräusche vom Getriebe werden in der Regel lauter, mit zunehmender Temperatur des Getriebeöls. Radlager hörst du sofort sehr deutlich. Eher wie ein Einmachglas, das über Parkett rollt. Du merkst es auch gut, wenn du das Rad drehst und die Richtung wechselst darf kein Druck zu spüren sein (Bremse muss dann freilaufen sonst merkst du es nicht). Wenn es dann auch noch neu ist, ist es zu feste angezogen und muss erneut getauscht werden.
17 EUR ist extrem wenig für ein solches Lager, ich wäre da vorsichtig.
Ja, mal abgesehen davon... Häufig hört man auch die hinteren Lager , wenn man meint es käme von vorne...
Denk immer dran, du kannst die Lager im Betrieb nicht hören! Alles was du hörst sind die Schwingungen, die vom Lager an die Karosserie weiter gegeben werden.
Natürlich wurde die Nabe mit Druck auf dem Innenring eingepresst. Und natürlich fehlt dem "Presswerkzeug" welches aus dem alten Lager gefertigt wurde der untere Innenring, so daß das Lager nur mit Außendruck in den Träger kommt die Alten Kugeln garantieren dabei eine homogene Kraftübertragung. Und Kriechöl und MoS garantieren später einen einwandfreien metallischen Formschluß (ich will es ja nicht machen, wie in der Werkstatt, 30 T Presse und fünf mal verkantet). Oder glaubt hier einer, mir wären sonst nicht die Kugeln entgegen geflogen, wenn ich (oho 🙂 ) falsch gepresst hätte ? Komisch diese Ansichten… 😉 Es gibt übrigens extra Passungsöle, die auch in den mikroskopischen Rillen dann eher verweilen, als derbes Fett, was sich vorne auf und wegschiebt und innen überhaupt keinen Korrosionsschutz mehr bietet.
Und wie oft soll ich noch schreiben, daß ich mit einem Stethoskop die Lager abhöre ? Und wenn die Kugeln (oder Walzen) auf der Laufbahn keine Nebengeräusche machen, oder sonst eine Nebenfrequenz neben dem homogenen Laufgeräusch verursachen, dann dürfe auch das Lager in Ordnung sein.
Was aber nicht in Ordnung war, war das rechte äußere Gleichlaufgelenk.
Ich halte es sogar für durchaus möglich, daß der Simmerring, der am Differenzial schwitzt, es deshalb tun könnte, weil vom Gleichlaufgelenk eine Schwingung auf die Achswelle kommt und am Differenziallager zu einer kleinen elliptischen Rotation auf dem Lagerspiel führt, so daß auf der, der Wucht gegenüberliegenden Seite eine minimale Freigabe der Dichtung erfolgt, sie ergo schwitzt.
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Das Geräusch vom Gleichlaufgelenk ist dumpfer. Wie schaut's mit Vibrationen am Lenkrad aus, um die Mittellage rum?
Versuche nur zu helfen, hoffe das ist ok so. Auch ohne alle Beiträge von dir zu lesen. LG
Radlager beim VW wechseln: Federbein oder Radnabe ausbauen - die Nabe auspressen - meistens bleibt der innere Ring dran - den dann mit Meißel auftrennen oder mit Brenner warmmachen - Seegeringe entfernen, und die äußeren Lagerhülsen auspressen - Nabe ausschmirgeln - neues Lager mit Fett vorsichtig mit kleinerer Hülse vorsichtig einpressen, mit Seegeringe sichern - dann mit Gegenhülse die Nabe einpressen, und alles wieder zusammenbauen. Alles natürlich unter großer Sogfalt. Bei der Gelegenheit die Gelenkwellen auf Spiel prüfen.
Bei einem Golf 1 paßte ein z.B. Tannenbaumfuß 😁 und sonstige große Nüsse zur Improvitation, um die Radlager rauszuschlagen (War bei der BW in der Bastelwerkstatt, wo man nichts an Werkzeuge hatte 😕) und fuhr danach auch ohne Geräusche.
th
Hallo Tommel, ich habe oben irgendwo ein Bild angehängt. Sorgfalt, ich habe sogar die Nabe mit einem Polierflies vom Oxid befreit. Nur statt Fett nehme ich MoS versetzte Kriechöle. Mit einem Pressrahmen, einem hydraulischen Wagenheber und ein paar Rohrzuschnitten geht es absolut klasse. Die 30er KS Tools - Nuß paßt zum Ausdrücken der Nabe perfekt (im Gegensatz zu der von Gedore).
Den Ring auf der Nabe habe ich diagonal angeschliffen und dann gespalten, ging ohne auch nur den Hauch einer Beschädigung der Nabe sehr gut.
Das mit dem Kriechöl zur Einpassung entspringt wohl dem mir eingetrichterten Gesetz (wenn es denn eines ist), daß zwischen Lager und Passung kein Fremdstoff sein darf, demnach auch kein Fett, um zu verhindern, daß sich ein Lager auf einem Film aus der Passung vibriert (auch nicht bei einem größeren Lagerschaden). Kriechöle und MoS sind da ein Kompromiss: Das Kriechöl ist derart minder druckfest, daß es keinen Film bildet, und gleichzeitig die Täler im Metall füll, das MoS ist statisch und bleibt für Vibration außer Betracht.
Jetzt muß ich morgen die Achswelle wieder zusammenfrickeln, selbstredend mit neuen Bälgen, Ringen, neuem Fett und neuen Schrauben. Die Welle wurde selbstredend entrostet und neu lackiert, die Gelenke beide gründlich gereinigt und das getriebeseitige Gelenk von Dichtungsresten befreit.
Zitat:
Original geschrieben von Yoshi89
Dieses Denken mancher (meine jetzt nicht dich, eher allgemein), dass die Hersteller ja ach so langlebige Autos produzieren könnten, wenn sie nur wollten, ist einfach naiv.
Man könnte schon, würde dann aber vermutlich (noch) mehr kosten und bezahlen würds keiner wollen.
Ein anderer Punkt ist die Wartung. Im Prinzip sind wir alle (Ausnahmen gibts natürlich) bei der Wartung sehr "schlampig". Meist wird erst dann repariert, wenn etwas kaputt ist. Dieses Verhalten ist aber für unser Anforderungsprofil ökonomisch, weil wir meist einen temporären Ausfall irgendwie kompensieren können. Ein Fuhrunternehmer oder Beförderungsunternehmen (Bahn, Luftfahrt) können das nicht. Da kosten ein ungeplanter Werkstattaufenthalt oder gar eine Panne richtig Geld bzw. gefährdet Leben.
Wenn wir alle Verschleissteile regelmässig vor Ausfall tauschten, hätten wir auch auch deutlich weniger Pannen - macht nur kaum jemand (auch ich in der Regel nicht).
Wenn hier mancher wüsste, was in der Luftfahrt alles improvisiert durch die Gegend juckelt…. (Redundanz ist eine prima Ausrede und der perfekte Gewissensberuhiger 🙂 )
Oder soll ich mal von einem Flug anfangen, bei dem mir alle drei Radio - NAV - Geräte ausgestiegen sind ….
Zitat:
Original geschrieben von Drehmomentschluessel
[...]
Nur statt Fett nehme ich MoS versetzte Kriechöle.
Was genau nimmst Du da?
Zitat:
Mit einem Pressrahmen, einem hydraulischen Wagenheber und ein paar Rohrzuschnitten geht es absolut klasse. [...]
Klingt interessant. Hast Du Bilder von dem Aufbau?
Ich nehme da so ein Montageöl, muß mal sehen, was das für eine "Marke" ist.
In der Anlage habe ich mal den Pressrahmen Marke Eigenbau und improvisiert und die "Feldpresse" als Bild beigefügt. Aktion: Auspressen des alten Lagers.
Ging ohne irgendein Piep und Pup, raus ohne weiteres.
Und jetzt schimpf ich mal über die Antriebe: Was ist so eine Achswelle ein undurchdachter Billigmüll. Ein Gleichlaufgelenk kann man auch vollverkapselt und mit Seitenspannschraube für die Welle konstruieren. Diese Fettschleuder in die Bälge ist der absolute Hohn. Und für so eine Schrotttechnik gehen die Leute Schuldverhältnisse ein.
Nicht mal nachfetten kann man die Dinger. An jedem Gelenk an nem Traktor sind Schmiernippel dran, aber bei einer Kiste für x tausend Euro, woher dann ? Wenigstens eine Gewindeöffnung könnte man zum Nachfetten doch reinbohren, aber auch das ist ja für diese Ingenieure zuviel verlangt. Narzißmusprodukte sind das, mehr nicht.
So ein armseliger Konstruktionsmist. Mein Nachbar hat für seinen Audi gebraucht 16000 hingeblättert, für die gleiche Prinziptechnik wie beim Golf III. Verarsche ? Das ist den Leuten ins Gesicht geschissen. Warum den Leuten nicht gleich ein Laufauto mit Kettensägenmotor als Protz - Kiste verkaufen ? Aber Elektronik, super, Spann einem Laufauto ein iPhone aufs Lenkrat und es ist High - End.
Sowas den Leuten im Nutzfahrzeugbereich (mein Auto ist ein Nutzfahrzeug und nicht mehr) andrehen und der Spediteur haut dem Verkäufer den Hubwagen in die Fresse.
Diese Pkw - Technik ist eine Geldmelkerei und Verarsche der Sonderklasse, - aber Tuning ! 🙄 Sportfahrwerk, ja, zum Teufel, was ist an ein bisschen Pressblech und ein paar Gummilagern bitte "Sport". Für wie blöd hält die Autoindustrie eigentlich die Leute ? Pimpelscheiß ist das, und nichts anderes, was da verkauft wird ist ein Lifestyle und keine solide Technik (kotz).
Naja, aber mal Hand aufs Herz. Wer glaubt denn noch der Preiskampf ließe sich über den Verkauf von Neuwagen gewinnen?
Das sind doch dieselben Leute, die im Diskounter einen Drucker für 30€ kaufen und sich später wundern, weshalb die Tintenkartusche dann 60€ kostet.
Bei alle dem ist der Golf noch eine wirklich gute Wahl, nicht?
Mal ehrlich: Welcher FZ- Besitzer ist schon an vorbeugender Pflege oder gar Reparaturen intressiert? Das ist doch niemandem zu vermitteln! "Wieso wollen sie meine Gelenkwellen zerlegen- läuft doch noch!!! Ich zerleg´ ihnen gleich was anderes!" So sind die Kommentare.
Bestes Beispiel erlebe ich gerade im Pflegeforum:" Wie beseitigt man Kalkflecken vom FZ? Antwort: Mit Essig!" Hätten die Profis dort Ahnung käme nicht so ein gequirltes Halbwissen.
Ich habs mir ja bisher verkniffen nochmal zu posten, da die Diskussion hier glaube ich nicht viel bringen wird.
Sehe das aber genau so. Sowas wie Abschmiernippel oder Wartungsöffnungen an irgendwelchen Bauteilen sind in heutiger Zeit an einem Mittelklassewagen absurd. Die 0,1% der Autofahrer, die das eventuell mal nutzen würden, rechtfertigen niemals die dafür exorbitant steigenden Produktionskosten, die entstehen würden, würde man jedes Bauteil mit solchem Zusatz versehen.
Der 0815 Fahrer von heute fährt doch 5 Jahre ohne Ölwechsel und wenn die Öllampe mal blinkt wird erstmal munter weitergefahren, könnte ja wieder verschwinden. Wenn man mal anguckt, wie viele Autos mit defekten Glühlampen zum Tüv gefahren werden ... kann man sich nur an den Kopf fassen.
Wenn die Leute mit Technik nicht umgehen können, sollen sie die Finger davon lassen. Und bringen tut in diesem Lande so wie so nichts mehr was und mit diesem Konsumschrott, der verbaut wird und nichts taugt, kann man sich dann in Ölorgien rumschlagen.
Jetzt wurde die Achswelle getauscht, und jedesmal beim Anfahren mit eingeschlagenem Lenkrad knackt es weiterhin gottserbärmlich.
Mir fällt jetzt außer Differenzial als Ursache nicht mehr viel ein. Noch jemand irgend eine Idee. Ich nehme jetzt mal frech an, daß das Knacken und Gewummer mit einander zu tun haben.