Megane 1 Getriebe Schaltwelle undicht -> mit Kupplungswechsel mit erledigen?
Ich habe einen Renault Megane Classic 1.4 16V 95 PS von 2001.
Meine Werkstatt hat schon vor länger Zeit vorm TÜV angemerkt dass der Getriebe Simmerring vorne links undicht ist (an der Schaltwelle / am Ende der Schaltstange). Übrigens ist auch keine Wanne / Unterfahrschutz mehr drunter.
Soweit ich mich hier eingelesen habe, ist der Simmerring schwer zu erneuern, weil die Schaltstange nicht ablösbar sondern fest verschweißt ist, das Getriebe müsste wohl komplett zerlegt werden.
Das sind offenbar die Optionen, die verschiedentlich diskutiert wurden:
- Schaltstange neu verschweißen und somit richtig neuen Simmerring einbauen -> Hier gab es einige Skepsis hinsichtlich der Risiken
- Simmerring Reparaturset von Renault mit so einem geteilten Simmerring der ohne viel Aufwand draufgesetzt werden kann -> Hier herrscht offenbar sehr viel Skepsis hinsichtlich der Verlässlichkeit, inkl. von meiner Werkstatt, offenbar werden die alsbald wieder undicht und teils undichter als vorher
- Getriebeöl-Additiv in die Getriebeöleinfüllöffnung einfüllen -> Das hat wohl bei einigen zu Besserung geführt, andere haben nichts bemerkt. Es scheint aber auch nicht zu schaden? Was haltet ihr von LIQUI MOLY 1042 Getriebe-Öl-Verlust-Stop 50 ml?
- Neuen Simmerring einbauen, indem Getriebe zeitaufwändig ausgebaut und Schaltstange "von hinten" rausgezogen wird. -> Hier frage ich mich, wie aufwändig das ist (v.a. Dauer)
Was meint ihr dazu, wie würdet ihr das angehen?
Wie (zeit-)aufwändig wäre die komplette Ersetzung mit einem neuen Simmerring?
Und die mir wichtigste Frage: Wenn der Wechsel der Kupplung ansteht, weil die Kupplungs-Mitnehmerscheibe ersetzt werden muss und mit dreiteiligem Kupplungsset die ganze Kupplung gewechselt werden muss -> wie viel vom Getriebe muss man da ausbauen/zerlegen?
-> Ließe sich das mit dem Schaltwellen-Simmerring bei der Gelegenheit gleich mit erledigen? Mit welcher Zeitersparnis gegenüber beides separat zu machen? Und wieviel Zeit mehr würde der Austausch des Simmerrings im Vergleich zum bloßen Kupplungswechsel bedeuten?
23 Antworten
Zitat:
@T.Michael /.../...e-undicht-mit-kupplungswechsel-mit-erledigen-t7433865.html?...:
Der Ölverlust an der Stelle ist ja " normal " und der gemeine Reno Mechaniker sieht das dann nicht als Problem an.
Ähm moment mal, wenn das ein bekanntes Problem ist, warum wird das dann nicht behoben? Das treibt mich doch in den Ruin wenn das Auto immer wieder neu an den gleichen Stellen aufgeschraubt werden muss, weil das dann später wirklich dringend wird, so wie jetzt evtl. (bin mir nicht sicher wie gravierend der Ölverlust einzuschätzen ist, siehe Fotos).
Das ist ja gerade der Punkt: du siehst dass da Ölverlust ist, dann erledigst du das doch bei der Gelegenheit mit, bzw. sprichst das mit dem Kunden ab.
Also irgendwie verstehe ich das noch nicht so richtig.
Übrigens wurde beim Kupplungsausbau festgestellt, dass der Kühler undicht ist also wurde gegen Mehrpreis auch der Motorkühler und Kondensator gewechselt. Zahnriemen ist auch fällig, davon war aber nicht die Rede. Nun bin ich misstrauisch geworden: hätte man den Zahnriemen ohne viel Mehraufwand bei der Gelegenheit auch mitwechseln können?
Zitat:
@T.Michael /.../...e-undicht-mit-kupplungswechsel-mit-erledigen-t7433865.html?...:
Deine Werke hat sicher den Dichtring zur Kurbelwelle gemeint und nicht den von der Schaltwelle.
Hm, vor Jahren wurde auf einem Protokoll notiert "Manschette Getriebe vorne links undicht". Damit war dann wohl die Achsmanschette vorne links gemeint und nicht die Stelle an der Schaltwelle?
Später haben dann andere Werkstätten auch die undichte Schaltwelle moniert.
Ich finde es einerseits gut wenn eine Renault Werkstatt einen Blick dafür hat, mehr vielleicht als jemand vom TÜV oder einer anderen Werkstatt, was typische Mackerchen sind die in aller Regel nicht wirklich dramatisch und dringend sind, mir also nichts aufschwatzen wie man das von ATU kennt. Aber wenn dann die Situation eintritt das wirklich was gemacht werden muss und Getriebe und Motorkühler raus müssen, dann erwarte ich von einer Werkstatt dass nach dem Einbau dann auch die typischen Mackerchen in der Nähe mit erledigt werden und man mich nicht in teure Fallen laufen lässt.
Das ist wie wenn der naive Kunde sagt "Bremsbeläge" wechseln und nach dem Wechsel schaut sich das zufällig jemand an der sich auskennt und sagt die Bremsschreibe ist auch grenzwertig. Das muss eine Werkstatt erkennen, den Kunden drauf hinweisen und dann beides wechseln oder dokumentieren dass er es trotz Belehrung nicht wollte.
Man muss ja auch berücksichtigen dass ein Auf- und Einbau immer zu Folgeproblemen führen kann (Stichworte never change a running system und nobody is perfect). Es ist für eine Werkstatt schwer nachweisbar dass der Mangel vorm Eingriff auch schon da war und in dem Ausmaß, schon aus diesen Haftungsgründen macht es Sinn, ein Getriebe nicht mit Mangel (Undichtigkeit/Ölverlust) wieder einzubauen und das Auto so an den Kunden zu geben, ohne das alles irgendwie zu dokumentieren und Rücksprache zu halten.
Zitat:
@meganedd schrieb am 20. März 2023 um 08:59:04 Uhr:
(bin mir nicht sicher wie gravierend der Ölverlust einzuschätzen ist, siehe Fotos).
Nach meiner Einschätzung: sehr Gravierend, muß gemacht werden!
Frage ist , ob es wirklich Getriebeöl ist , bei der Menge wäre das Getriebe schnell leer , mal ne Riechprobe machen ;-)
Wieviel Getriebeöl ist in dem Auto drin? Motoröl sind ja ca 4l glaub.
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Es besteht der Verdacht dass der Getriebeölverlust auch von der Antriebswelle kommen könnte.
Ist die Manschette der Antriebswelle links innen
in der Nähe des Simmerrings der Schaltstange?
Oder könnte man das klar unterscheiden z.B. hinsichtlich der Position von Öltropfen unterm Auto?
Sauber machen , fahren , nach sehen . Alles andere ist Kaffeesatz lesen .
Das Öl läuft von der Manschette runter am Getriebe und tropf dann dort ab . Auseinander halten ohne nach zu sehen nicht möglich .
Ah, Danke. Also sozusagen alles abwischen? Hat die Werkstatt soweit ich weiß nicht gemacht. Aber so genau haben sie auch nicht gesagt was sie zur Diagnose gemacht haben.
Ich habe mich einst beim R4 außer Sichtweite des TÜV unter das Auto gelegt und das Öl abgewicht.
Ansonsten war ein Lappen lose um die Nockenwelle gelegt, der gelegentlich gewechselt wurde und auch vor dem TÜV verschwand.
Aber hier vermute ich auch einen Schaden in der Lagerung. Wenn die Lagerung zu viel Spiel hat, kann kein Simmering abdichten.
Aber erst mal die genaue Ursache finden!!
schrauber