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MAN Hydrodrive

Themenstarteram 23. November 2006 um 11:07

Hallo

MAN hat ein interessantes System, genannt Hydrodrive.

hat jemand Erfahrung damit? bzw im Einsatz?

bei MAN auf der Homepage sieht ja alles ganz toll aus, aber in der Realität?

hält das auf Dauer?

muss man mit höheren Wartungskosten rechnen?

kann es wirklich einen 4x4 ersetzen bzw. in wirklich rauhem Gelände dauerhaft eingesetzt werden?

Bei uns in der Gegend laufen viele traditionelle Allrad-Szm 4x4 und einige Hydrodrive als Exoten.

Henschel

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83 Antworten

Das Hydrodrive system von MAN wurde neulich von FERNFAHRER getestet un in höchsten tönen gelobt.

Ist halt MAN, muss ich noch mehr sagen? ;)

habe auch schon gutes von einem gemeinde bedienstetem gehört der die normalen 4x4 schneepflüge bewegt aber seit neuem auch einen hydrodrive.

 

also ich frage mich immer wieder was bei einer szm 4x4 bringen soll. auf der ersten achse ist doch sowieso fast kein gewicht. das einzige was interessant im rauen gelände und baustellen verkehr ist, ist eine 3 achss attelzug maschine mit 2 angetriebenen achsen. aber leider ist das gewicht dann auch um einiges höher als bei einer 2 achs szm. aber die 4x4 szm sind auch ganz schön schwer.

Genau das ist ja der Vorteil des Hydrodrive! Der wiegt erheblich weniger als ein "normaler" Allrad. Ist aber auch nicht für den Offroad Dauereinsatz gedacht sondern für die Fahrzeuge die nur gelegentlich mal abseits der Strasse fahren oder im Winter durch die Berge müssen.

Je nach Einsatz muss man also genau überlegen ob der Hydrodrive oder ein richtiger Allrad die bessere Alternative ist.

Klingt jedenfalls sehr vielversprechend. Wie sich das System in der Praxis bewährt und wie zuverlässig es ist werden wir sehen.

Gruß Meik

Themenstarteram 23. November 2006 um 17:55

also ich frage mich immer wieder was bei einer szm 4x4 bringen soll. auf der ersten achse ist doch sowieso fast kein gewicht. das einzige was interessant im rauen gelände und baustellen verkehr ist, ist eine 3 achss attelzug maschine mit 2 angetriebenen achsen. aber leider ist das gewicht dann auch um einiges höher als bei einer 2 achs szm. aber die 4x4 szm sind auch ganz schön schwer.

Hi Roadfly:

du würdest dich wundern, was 4x4 Szm alles bringen;

wenn es um Wendigkeit im harten Baustelleneinsatz geht, gibts nix besseres.

die 6x4 Szm kennt bei eingelegten Quersperren nur gerade aus!

eine 4x4 Szm ist eindeutig wendiger - selbst bei Quersperre an VA.

die 6x4 Szm hat nur Vorteile, wenn es geradeaus geht.

Außerdem ist der Rollwiderstand bedeutet höher sowie der Reifenbedarf

Hab selbst Erfahrung mit 2046 4AS mit Kempfkippmulde

Henschel

gerade auf der ersten achse ist ja nach dem Kippen noch einigermasßen gewicht.Der Hydrodrive ersetzt keinen richtigen 4x4 ist aber für den kurzzeitigen einsatz ideall.Wir fahren immer 200km BAB zu einer Deponie und brauchen da den 4x4 nur um nach dem Kippen wieder loszukommen.Dan perfekt.

Mir hat ein Winterdienstfahrer nix gutes über den Hydrodrive erzählt.

Beim Dauereinsatz gingen reihenweise die Dichtungen kaputt, weil das System nicht daurauf ausgelegt ist.

Bei Sattelzügen die nur ab und zu im Gelände sind ist das sicher ne super Sache.

Ich kenne einige 4x2 Sattelfahrer die sich nen Hydrodr. oder ein 4x4 wünschen. Wenn der Kipper oben ist wird die HA entlastet und hat fast kein Grip mehr. Da gibts oft kein wegkommen mehr.

Themenstarteram 24. November 2006 um 7:20

Zitat:

Original geschrieben von mafiha

Mir hat ein Winterdienstfahrer nix gutes über den Hydrodrive erzählt.

Beim Dauereinsatz gingen reihenweise die Dichtungen kaputt, weil das System nicht daurauf ausgelegt ist.

Bei Sattelzügen die nur ab und zu im Gelände sind ist das sicher ne super Sache.

@mafiha

Hi,

ja, was ist "Dauereinsatz"?

Klar, im Winterdienst ist das System immer am Laufen.

Aber wenn ich 10-15 mal am Tag Hydrodrive einschalte und richtig ins Gelände gehe?

z.B. um auf die Deponie hin und wieder weg zu kommen?

Ich mach mir auch Gedanken über die Haltbarkeit der ganzen Druckschläuche etc.

Wie sehen die aus, wenn mal 3-5 Jahr vergangen sind?

Was kosten die? und die Radnabenmotoren etc.?

Bei einer AP -Achse wechsel ich das Öl und bei 500000km die Gelenkwelle.

Ich denke, MAN sollte das Hydrodrive nicht als 4x4 verkaufen, sondern als Anfahrhilfe

 

Henschel

Hydrodrive Tractionshilfe

 

Henschel,

MAN schreibt auch Tractionshilfe.

 

MAN HydroDrive® verzichtet auf mechanisch angetriebene Vorderachsen sowie die Verteiler- und Achsgetriebe. Dadurch weist es einen Nutzlastgewinn von bis zu 400 Kilogramm gegenüber konventionellen Allradkonzepten auf. Ein weiterer wesentlicher Pluspunkt ist der Kraftstoffverbrauch: Dieser bleibt im Normalbetrieb auf dem Niveau eines Fahrzeuges mit Straßenantrieb. Zudem können die Standard-Bauhöhen eines Fahrgestelles beibehalten werden. Die Ladekanten- oder Sattelkupplungshöhe liegt auf bekanntem Niveau und ermöglicht flexibel den Einsatz der Standardauflieger und -aufbauten.

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Damit ist MAN HydroDrive® eine ideale Traktionshilfe für mehr Zuverlässigkeit und Sicherheit im Straßengütertransport.

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Macht aus Straßenfahrzeugen perfekte Allrounder: das prämierte Antriebssystem MAN HydroDrive®.

Themenstarteram 24. November 2006 um 13:56

@ Rudiger

Hi!

Tractionshilfe ist ein dehnbarer Begriff.

4x4 ist ja auch eine Traktionshilfe.

Ich denke, daß das System schnell an seine Grenzen kommen und sich nicht durchsetzen wird

Henschel

Henschel,

 

Ich bin mit dir einer Meinung das das system seine grenzen hat, und das sehr nahe an einer nicht angetriebenen Lenkachse.

Manchmal benotigt der LKW nur einen kleinen "schubs" um von der stelle zu kommen.

Ich nehme an das das die Marktlucke ist; ob damit Geld verdient wird bei MAN wird sich zeigen.

 

Rudiger

Zitat:

Original geschrieben von Henschel F161

[BIch denke, daß das System schnell an seine Grenzen kommen und sich nicht durchsetzen wird

Schonmal gefahren oder woher willst du das wissen?

Hydrauliksysteme sind äusserst zuverlässig, die ganzen Baumaschinen die nur damit angetrieben werden stehen ja auch nicht nur in der Werkstatt.

Aber wer das für den Winterdienst kauft hat da glaub ich was falsch verstanden ;)

Das System bringt schon ordentliche Antriebsleistungen auf die Vorderachse. Und das bei wenig Bauraum und Gewicht. Muss das System lange laufen gibt es nur irgendwann ein Hitzeprolem in der kompakten Hydraulik. So sind auch 10mal am Tag auf der Deponie kein Thema, sofern man sich da nicht stundenlang durchs Gelände wühlt.

400kg, Bauhöhe und Kosten sind aber ein unschlagbares Argument für Fahrzeuge die überwiegend auf befestigten Strassen unterwegs sind. Hintergrund dieser Entwicklung auch diese Gigaliner bei denen man mit 60t sonst schnell an die Traktionsgrenzen mit nur einer angetriebenen Achse kommt.

Gruß Meik

Wenn Kommunen etc. wissen, das sie die Fahrzeuge für den Winterdienst brauchen, kann nur dauerhafter Allradantrieb die Lösung sein. Aber vielleicht wurde der zuständige MAN-Verkäufer darauf getrimmt, HydroDrive an den Mann zu bringen...

Ich hatte öfters Kontakt mit einem MAN-Ingenieur der Konstruktionsabteilung. Er sagte mir, dass HydroDrive 235kg schwerer als eine nicht angetriebene Vorderachse ist. Die Kunden nehmen das System auch sehr gut an, die Lieferzeiten seien entsprechend hoch. Die Zuverlässigkeit des Systems ist kein Problem. Klar gibt es ab und zu ein Montagsauto... Aber ansonsten keine Probleme. Das System kann seine Stärken, wie schon gesagt, am besten bei leeren Kippsattelzügen ausspielen. Man hat Versuche bei TONI MAURER (baut MAN auf Kundenwunsch um, mit Werksgarantie) mit angeketteten Fahrgestellen bzw. Fahrzeugen gemacht. Bei einem Fahrgestell mit konstantem VA-Antrieb fingen die Räder an zu scharren. Beim HydroDrive nicht. Was aber auch in Ordnung geht, da es wie schon gesagt nur eine Traktionsunterstützung sein soll. Interessant wäre noch der Aufpreis zu wissen...

Hoffentlich komme ich bald mal dazu, eine Probefahrt mit einem HydroDrive zu machen *FREU* Ein Kollege von mir (ehem. MAN-Mech.) schwärmt nur davon :)

Themenstarteram 25. November 2006 um 9:26

@ Meik

Hi, nee gefahren noch nicht.

hier in der Gegend wird davon erzählt. Hier laufen in der Gegend etwa 200 Stück 4x4 Allradszm. und eine handvoll Hydrodrive.

Von einer Sache hab ich gehört, daß der Hydrodrive auf der Vorderachse grobstollige Reifen braucht, um einigermaßen mitzukommen. Dies versteh ich zwar nicht, aber was solls.

Andererseits soll das Hydrodrive ein sehr sensibles ASR haben, was ziemlich schnell den Vortrieb einstellt.#

"Freischarren" wie beim 4x4 ist dann angeblich nicht.

Wie gesagt nur Gerüchte.

Trotzallem bin ich kein "Feind" von diesem System.

Wegen dem Aufpreis frag ich mal beim Vetreter an. Der kommt nächste Woche.

gruß

Henschel

ASR

 

Henschel, kannst du nicht das ASR abschalten???

Rudiger

Zitat:

Original geschrieben von Henschel F161

@ Meik

Hi, nee gefahren noch nicht.

hier in der Gegend wird davon erzählt. Hier laufen in der Gegend etwa 200 Stück 4x4 Allradszm. und eine handvoll Hydrodrive.

Von einer Sache hab ich gehört, daß der Hydrodrive auf der Vorderachse grobstollige Reifen braucht, um einigermaßen mitzukommen. Dies versteh ich zwar nicht, aber was solls.

Andererseits soll das Hydrodrive ein sehr sensibles ASR haben, was ziemlich schnell den Vortrieb einstellt.#

"Freischarren" wie beim 4x4 ist dann angeblich nicht.

Wie gesagt nur Gerüchte.

Trotzallem bin ich kein "Feind" von diesem System.

Wegen dem Aufpreis frag ich mal beim Vetreter an. Der kommt nächste Woche.

gruß

Henschel

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