Lohnt es sich noch einen Benziner zu kaufen?
Hallo zusammen,
wir sind eine 3-köpfige Familie und überlegen es, einen neuen Benziner SUV zu kaufen. Bis jetzt ist das XC60 mit dem B4 Motor unser bevorzugte Auto. Wir haben trotzdem Zweifel, da sobald die Euro-7 Abgasnorm eintritt, der Sprit und die Steuer erhöht werden.
Fahrprofil:
Kilometer pro Jahr -> zirka 10k (6k Stadt, 4k außerhalb)
Würde ein Hybrid-Auto eine gute Alternative sein? Wie ich weiß, der Nachteil von diesen Auto, ist die Wartungskosten(technische Komplexität von zwei Motoren und Batterie).
Zum letzten gibt es die Alternative der Elektroautos. Mein Bauchgefühl sag mir aber, dass es noch zu früh ist, ein Elektro-SUV zu kaufen.
Ich freue mich von Ihnen zu hören.
Vielen Dank im Voraus!
108 Antworten
Zitat:
@Schweinesohn schrieb am 15. August 2021 um 14:17:00 Uhr:
Je mehr sich einlullen lassen und z.B. ihren funktionierenden Diesel oder Benziner auf den Schrott werfen um ein Elektrofahrzeug zu erwerben, desto mehr sieht die Politik dass sie es ja machen kann.
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Vielen gehts doch nur darum die Prämie "abzugreifen".
Wer sich mit dem Kauf eines Neuen Fahrzeuges rein rational beschäftigt, - der kann ja auf Hybrid- / E-Auto - umswitchen.
Aber dann ohne Prämie.
Irgendwie finde ich es auch nicht gerecht, das alle Steuerzahler quasi die Prämie finanzieren und nicht jeder Steuerzahler eine Lademöglichkeit hat bzw. überhaupt jemals die finanzielle Möglichkeit hat einen "prämienfinanzierten" Wagen zu kaufen.
Aber wenn was in D funktioniert - dann der Lobbyismus.
Natürlich ist es aus Sicht der Umwelt- und Ressourcenschonung besser, alte Autos weiterzufahren, statt was neues zu kaufen.
Zumindest werden die alten Autos ja nicht weggeworfen und sind Müll, die werden ja am Ende irgendwo hin exportiert. Da ersetzt dann die 20 Jahre alte E-Klasse, die hier keiner mehr will, den 40 Jahre alten W123. Zumindest das dürfte hinsichtlich der Umweltverschmutzung durch Abgase besser sein mit der E-Klasse.
Aber ja, alte Autos weiterfahren ist natürlich immer besser, als was neues zu kaufen, volle Zustimmung.
Wer sich jetzt aber für einen Q7 oder E-Klasse SUV interessiert, wird vorher auch eher keinen sparsamen Kleinwagen gefahren haben. Daher nehme ich da den Umweltgedanken eher weniger ab.
Die Subventionen und Zuschüsse für E-Autos sind aber letztendlich nichts Anderes als die Dienstwagen, die der Arbeitgeber stellt und der Arbeitnehmer mit 1% versteuert. Die, die keinen Dienstwagen bekommen können, finanzieren den Dienstwagennutzern also über Steuern ihr Auto mit. Auch nicht gerecht.
Irgendwie scheint es eine deutsche Mentalität zu sein, alles mitzunehmen, was irgendwie gefördert oder rabattiert ist. Ob es nötig ist oder gebraucht wird, tritt dann in den Hintergrund.
Hat jemand schonmal einen Prospekt vom Möbelhaus oder Küchenstudio gesehen ohne fett aufgedruckte Rabattaktionen, Alles-muß-raus-Deals und Nur-heute-70%-Nachlass? Warum wird das gemacht? Die Aktionen gibt es ständig, man könnte gleich den ganz normalen Preis dranschreiben, aber der Kunde braucht halt das Schnäppchengefühl.
Genauso mit der Ladesäule. Kein Mensch würde sich eine Ladesäule ans Haus klöppeln, wenn er vielleicht irgendwann in ein paar Jahren mal ein E-Auto kaufen will. Die Technik ändert sich und wer weiß schon, was dann Standard ist und ob die alte Ladestation noch mit den enuen Autos funktioniuert.
Aber es gibt 900 EUR dazu, also machen wir es. Haben ja gespart...
Haben uns als Familenauto für 3 Personen nen jungen gebrauchten BMW 1er Diesel gekauft.
Bereit Fahrspass, ist handlich, und verbraucht selbst bei sportlicher Fahrweise zwischen 4.8- 5.5 Liter.
Wozu dieser ganze E-Kram?
Schleichen mit 120kmh auf der Autobahn rum , und können nicht mal mit Bargeld geladen werden......
Die Angst vor Euro 7 ist völlig unbegründet, denn das betrifft ja nur Neuwagen. Oder genauer gesagt erstmal nur für neue Typenzulassungen und erst später für Neuwagen mit bestehender Typenzulassung.
Was die Umweltzonen in den Grossstädten betrifft, liegt das Limit aktuell bei Benzinern ab Euro 2 und Dieseln ab Euro 4. Auch wenn es da in den nächsten Jahren eine Verschärfung wie z.B. "Blaue Plakette" gibt, mit einem Benziner ab Euro 5 oder Diesel ab Euro 6 ist man noch lange sicher, wahrscheinlich länger als das Auto hält.
Bei nur 10.000km p.a. müsst ihr euch keine Sorgen über den Spritpreis machen. Wahrscheinlich wird Benzin schon teurer, aber bei 10.000km wird es sichr tragbar bleiben. Denn es gibt ja genug Leute die wegen der benötigten Reichweite kein Elektroauto nehmen können und mehr fahren müssen. Auch das muss bezahlbar bleiben.
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Politik, Bundestagswahl und allgemeines Tempolimmit bleiben hier bitte weg.
Das hat zwar mit der Entscheidung auch was zu tun soll aber hier trotzdem nicht diskutiert werden.
Orientiert euch an den momentanen Gegebenheiten.
Wahl-programme und -versprechen haben häufig markante Abweichungen von dem was später umgesetzt wird.
Insofern sind da alle Wege offen und über ungelegte Eier reden wir hier nicht.
Das führt wegen der unterschiedlichen Ansichten nur zu Streit.
Moorteufelchen
Der Benzinmotor ist immer noch der effektivste und am wenigsten verbrauchsintensive Motor, wenn er richtig gemacht ist. Im Allgemeinen ist ein kleiner Turbomotor und ein echter Hybrid das Beste, wenn man ihn mehr als 10 Jahre besitzt. Der einzige nachweislich zuverlässige EV ist TESLA mit genügend Statistiken und Hybrid ist Toyota/Lexus. Kleine Turbomotoren von VW sind großartig, mit Ausnahme des 2,0-Liter-TSI, bei dem die Wasserpumpe selbst nach der vierten Revision alle 50 000 km ständig leckt (1000 €).
Es kommt auf Ihr Budget und Ihre Nutzung an. Wenn Sie immer noch 1000 km Reichweite wollen, ist ein PHEV vielleicht die beste Wahl, und der RAV4 ist wahrscheinlich der beste von allen mit Wärmepumpenkühlung der Batterie wie bei Tesla, aber nicht billig. Andere Modelle von Mitsubishi, VAG und Daimler sind zwar billiger, aber weniger ausgereift und haben nur eine geringe Erfolgsbilanz in Sachen Hybridantrieb.
Typische Kosten für eine Hybridbatterie sind €3000, PHEV €7000, EV €22000. Es hängt also von Ihren Erwartungen ab, wie lange Sie das Auto behalten wollen. Die meisten Tesla und Lexus halten mindestens 10 Jahre, 15 Jahre oder 500 000 km sind durchaus möglich.
Benzinautos sind also billiger, weniger wegwerfbar und haben eine große Reichweite.
Die Betriebskosten eines Elektroautos sind vergleichbar mit denen eines Hybrids wie Corolla, GTE oder I30 Hyundai mit 4,5 l/100 km. Der Strompreis beträgt 0,30 € pro kWh. Wenn Sie an einer Schnellladestation für 60-90 Cent laden, kommen Sie auf etwa 7-12 L/100 km. Benzinautos werden also in den nächsten 2 oder 3 Jahrzehnten definitiv noch relevant sein.
Wenn Sie sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn fahren, ist ein Vollhybrid das Beste. Sie sparen etwa 800 € im Stadtverkehr, 15000 km pro Jahr mit 1,8L Hybrid-Corolla gegenüber 1,2 L Turbo Corolla. In 4 Jahren haben Sie also bereits Geld, um die HV-Batterie zu ersetzen, falls sie nach Ablauf der 10-jährigen Garantie kaputt geht. Statistisch gesehen hält die Toyota-Hybridbatterie in Deutschland bei mildem Wetter mehr als 15 Jahre. Wenn Sie VAG mögen, empfehle ich 1.8 L TSI, sie sind billiger und haben weniger Probleme. Möglicherweise müssen Sie die Einlassventile einmal reinigen, aber das kostet nicht mehr als 1000 €. Honda wird 2022 auch einen Vollhybrid anbieten, sie haben das Getriebe überarbeitet und sind sehr zuverlässig, wie die Statistik des Honda Accord in den USA zeigt. Ältere Honda Hybrid mit Riemen CVT in vor 2014 Civic sind nicht zuverlässig. Mazda mit dem neuesten SkyX ist sehr effizient, fast so effizient wie Toyota 2.0L mit 39,9% thermischem Wirkungsgrad.
"Lohnt es sich noch einen Benziner zu kaufen?"
Wenn du noch etwas warten kannst, würde ich erst nach der Bundestagswahl kaufen. Wenn rot-grün-x kommt wirst wohl mit Elektro auf längere Sicht noch am günstigsten wegkommen, ansonsten könntest du noch einen Benziner kaufen, da schwarz in der Regel auch auf "Bestandschutz" und langsameren Übergang bekannt ist.
Falls du nicht warten möchtest, lease dir einen Benziner für 3-5 Jahre und entscheide dann neu, zwar hast du dann wahrscheinlich keinen Umweltbonus mehr, aber du kannst die Lage neu bewerten. So wie es aktuell in Sachen Elektro in DE weitergeht kann es nicht weitergehen, weil jetzt schon das Stromnetz an seine Grenzen kommt (aktuell aber nicht unbedingt wegen E-Autos, vor allem wenn man sich auch mal mit den Leuten unterhält, welche selbiges am Laufen halten müssen). Ich denke, es wird wohl wie in China eher in Richtung Wechselakku gehen, und dann werden die jetzigen E-Autos massiv an Wert verlieren.