Leistungseinbruch sichtbar auf Prüfstand

VW Golf 4 (1J)

Hallo Leute.

Ich habe vor ca. 400km eine Optimierung durchführen lassen. Diese soll laut Hersteller rund 10-20 PS bringen. Nach der Durchführung direkt habe ich auch was gemerkt und jetzt habe ich eine Leistungsprüfung durchführen lassen weil mir was komisch vor kam.
Das Bild hänge ich mit ran.

http://www.imagebanana.com/view/ycn8nu4c/IMG_3242.JPG

Ich fahre einen 4er 2.8l 4Motion mit Standartmäßig 150kW.
Der Prüfbericht ergibt nach 3 Durchgängen gerade mal 150,8kw obwohl ich die Optimierung und E85 (mit allen Zubehör) machen lassen habe.
Auf dem Bericht sieht man in jeden Gang bevor der Drehmoment ansetzt ein Einbruch. Laut der Werkstatt sei dies nicht normal. Woran kann das liegen?
Lambdasonde? Luftmengenmesser?

Hoffe ihr könnt mir helfen.

MfG

17 Antworten

Hast du für den Motor die Hesteller-Drehmomentkurve?
Hat der Motor ein Schaltsaugrohr? Dann wäre der Verlauf schlicht und ergreifen normal und mit dem Umschalten der Saugrohrlängen zu erklären.

Dein "Tuner" hätte dann schlicht nix getan für sein Geld und der Motor läuft wie Serie.

Was mir an der Messung noch komisch vorkommt: P_max bei 3050 1/min?! Ein Benziner?!?

Leider habe ich die originale Drehmomentkurve nicht, internet gibt auch nichts Preis.
Ja ich habe ein Schaltsaugrohr doch das wirkt sich so stark aus?
Kann man da was ändern? Beheben?
Bin neu auf dieser Schiene deswegen muss ich mich erstmal schlau machen.

Wir haben den Stecker für die Haldex Kupplung abgezogen damit wir ihn als reinen Frontler messen können hängt das damit zusammen? Also der Motor hat aufgeheuelt als er gas gegeben hat, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Einen Saugmotor mit Chiptuning auf die Sprünge helfen zu wollen, ist rausgeschmissenes Geld.

Hier sieht man mal wie der typische Drehmomentverlauf mit schaltsaugrohr aussieht (vielleicht ist das sogar der richtige Motor?!):
http://www.audidrivers.de/viewtopic.php?f=10&t=4523&start=50

Kannst dir vorstellen, dass der Drehmomentverlauf mit einer Saugrohrlänge einen Berg bildet. Langes Saugrohr heißt Maximum bei niedrigen Drehzahlen, kurzes bei hohen. (Liegt an der Laufzeit der Unterdruckwelle vom Öffnen des Ventils, die bis zum Sammler läuft und dort als Überdruckwelle reflektiert wird. Ist der Rohr lang, dauert es länger, bis die Überdruckwelle vorm Einlassventil steht, also gut für niedrige Drehzahlen. Bei hohen eben umgekehrt)
Nimmt man also ein Saugrohr mit fixer Länge, hat man entweder das Maximum bei hohen oder niedrigen Drehzahlen.
Schaltet man jetzt zwischen zwei Längen, hat man zwei "Berge" nebeneinander, durch das Umschalten genau dann wenn mit dem langen Saugrohr das Drehmoment niedriger würde als mit dem Kurzen, bekommt man diesen typischen Verlauf, der an Kamelhöcker erinnert.
Das ist bei einem Saugmotor mit Schaltsaugrohr einfach so, da ist nichts kaputt und lässt sich auch nichts ändern.

Also ich würde immer noch die Vermutung äußern, dass der Motor völlig in Ordnung nur eben einfach völlig Serie ist. Zumindest legt der Verlauf diese Vermutung nahe.

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Das Problem ist schonmal, dass keine Vergleichsmessung im Serienzustand mit dem gleichen Fahrzeug auf dem gleichen Prüfstand vorliegt.
Dein Motor könnte ab Werk auch etwas nach unten gestreut haben (soll v.a. beim R32-V6 öfter vorkommen so wie mans im Netz liest). Wenn der Tuner jetzt seine versprochenen 10 PS rausgeholt hat (was beim V6 gerade etwa 5% der Motorleistung ausmacht), kann es sein, dass damit nur die Serienstreuung ausgeglichen wurde. Weiterer Faktor ist bei der Messung natürlich der Prüfstand bzw. dessen Einstellung. Auch hier kann durch Fehler in der Messung oder Toleranzen eine Abweichung herkommen - auf einem anderen Prüfstand könnte der Wagen dann 155, aber auch 145 kW haben... Auch dachte ich bisher, dass eine Leistungsmessung auf einem Prüfstand immer in einem Gang ohne Schaltunterbrechungen gemacht wird.
Ein Vergleichsdiagramm findest du hier http://www.motor-talk.de/.../...er-alle-vw-audi-benziner-t1822223.html, musst dich durch die Galerie durchklicken. Den von dir angesprochenen Knick sieht man da nicht, allerdings ist die Skalierung der Drehzahlachse auch recht kurz.

Was heißt Optimierung ? Luftfilter ? Chip ? Magischer Sprit ?

Ohne Turbo (Druckerhöhung + Einspritzmenge) geht da nicht viel bei so einem Sauger!

Wenn du ein Chip hast wie teuer war er ? 50 € ? sitzte der auf dem LMM kann der nur dem Steuergerät ne andere menge Luft vortäuschen aber was soll das bringen ohne Turbo...

Richtige Chips gehen so bei 500 € los für Turbo Fzg. wo bestimmte Parameter geändert werden.

Beim Sauger wird das Steuergerät komplett neu Programmiert und ggf. der Chip ersetzt um bestimmte Leistungspotenziale rauszuholen...aber beim Sauger selten zu was bringt.

Schreibe bitte mal was alles Optimiert wurde.

Leistung ist immer recht uninteressant. Leider wurde das Drehmoment nicht gemessen. Und Leistung über Geschwindigkeit ist auch nicht gerade optimal. Interessanter wäre Drehmoment über Drehzahl. Da könnte man auch mehr erkennen und auch inwieweit das Chiptuning überhaupt etwas gebracht hat. Vorher/nachher Messung natürlich vorausgesetzt.
Möglicherweise leidet dein Motor auch schon unter Steuerkettenlängung, macht sich vor allem durch Drehmomentverlust bei mittleren Drehzahlen bemerkbar, ist allerdings ein schleichender Prozess.

Zudem hat der Prüfstandmann den Computer nicht richtig eingestellt. Soweit ich weiss, hat dein Motor Einzelfunkenzündspulen und keine Doppelfunken. Somit ist die angezeigte Drehzahl zu verdoppeln, also 150kW bei 6100 Umdrehungen.

Ich habe nach der Optimierung wenn man es so nennen möchte ein deutlichen schub bei 40km/h im 4.Gang bei der Beschleunigung gemerkt. Das trifft für alle Gänge zu muss ich sagen. Ich war eben auf der Autobahn und habe es gefilmt vllt könnt ihr daraus was entnehmen. Den 6.Gang konnte ich leider nicht weiter ausfahren weil einer vor mir rein geschert hat dann.

Ich habe es mir erklären lassen aber es war in sich wiedersprüchlich.
Auf dem Bild steht auch Doppelfunke und ich habe Einzelfunke.
& erzählt wurde mir dazu, das Autokorrektur schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht wird?!

Also sagt Ihr, das die Messung nicht korrekt ist?

Video: http://www.vidup.de/v/Zvson/

Danke schon mal im voraus.

PS: Die Optimierung hat er wie folgt gemacht: Gerät an OBD --> 5min auslesen --> Dann zum Comuter und 1h ca. gearbeitet --> via OBD wieder aufgespielt.
Gekostet hat der Spaß 570€.

Was soll denn an einem Benziner-Sauger an den Kennfelder optimiert werden?!
Der fährt Lambda-Sollwert von 1, ZZP wird wirkungsgradoptimal an die Klopfgrenze geregelt und fertig.

Klar kann man mit Lambda gegen 0,9 ein kleines bisschen mehr Leistung raushohlen, aber da geht nicht wirklich viel. Sonst geht einfach ohne mehr Luft keine Steigerung. Du kannst eimerweise Sprit reinkippen, ohne Luft für eine vollständige Verbrennung keine Leistungsentwicklung.

zündwinkelverstellung richtung früh
;o)

Wie gesagt, moderne ECUs regeln den eh schon an die Klopfgrenze.
Da gibt es ein Kennfeld für die Vorsteuerung, das am Prüfstand als optimal herausgefahren wurde, bei niedrigen Lasten bleibt es bei dem Wert, bei höheren Lasten greift die Klopfregelung. Da kannst dann das Kennfeld manipulieren wie du willst...

Es wird dazu noch geworben, bei ruhiger Fahrweise sinkt der Verbrauch um ca. 15%. Bis jetzt ist davon nichts Spürbar und stimmt es, das man den Drehzahlbegrenzer (vorher 6800-6900) höher setzen kann (jetzt 7200-7300) ohne das es zu komplikationen o.ä. kommt?

Zitat:

Original geschrieben von Hinnag


Leistung ist immer recht uninteressant.

Nope.. Leistung ist das wichtigstes beim Beschleunigen.

Sonst müßte ich ja mit meinem 90PS TDI bei nem 1.8T oder gar V5 mithalten können, bezüglich gleichem Drehmoment.
Die Realität sieht leider anderes aus ;-)

Das hier bringt nichts, da die Vergleichsmessung fehlt.

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