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Kupplung Lupo 3L - Lebensdauer

VW Lupo 6X/6E
Themenstarteram 30. April 2013 um 20:56

Hallo,

hat jemand Daten über das Neumaß / Verschleißmaß der Kupplungsscheibe beim 3L (200 mm Durchmesser)? Ich würde gerne meine gerade ausgebaute Kupplung beurteilen und abschätzen, wie lange sie noch halten würde. Bis zu den Nieten ist noch ca. 1 Millimeter Restbelag vorhanden.

Grund für den Ausbau war - wie üblich - das völlige Auflösen der Führungshülse.

Druckplatte Getriebeseite
Kupplungsscheibe nach 285.000 km
Federlamellen der Druckplatte
+1
Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 3. Mai 2013 um 15:50

Die Führungshülse ist mit drei Schrauben befestigt. Die Lasche oben links war schon abgebrochen, die Risse von den beiden anderen gingen noch nicht ganz durch. Die Innenvielzahnschrauben waren nicht zu lösen, ich musste sie ausbohren. Dabei ist der Rest dann abgebrochen. Es wäre aber nur noch eine Frage der Zeit gewesen, bis sie von alleine abgefallen wäre.

Die Hülse hat schon einigermaßen Materialstärke, war aber komplett fettfrei und im oberen Bereich so durchgeschliffen, dass sie zerbröselt ist.

Ich habe das Getriebe nach der Methode "freie Werkstatt" ausgebaut, d.h. ohne die ganzen VW-Spezialwerkzeuge aus dem RLF. Geht aber auch. Ich habe die Antriebswellen nicht aus der Radnabe ausgedrückt (mangels Werkzeug), sondern die Traggelenke und Spurstangen gelöst und dann das Federbein nach außen geklappt. Nach dem Abnehmen der inneren Gummimanschetten der Antriebswellen ist genug Luft, um diese aus den Flanschwellen zu ziehen. Alles andere war relativ einfach: Anlasser raus, Kabelhalter vom Getriebe abschrauben, dann gesamtes Hydrauliksystem komplett mit allen Leitungen und Kabelbaum abschrauben und herausnehmen, Schraubverbindungen Motor/Getriebe und Getriebe rechts rausschrauben (bei manchen ist es recht eng), zwei Schrauben unten an der Ölwanne erstmal drin lassen. Motor dabei natürlich von unten abstützen und dann das gesamte Aggregat in Fahrtrichtung links absenken. Die letzten Schrauben lösen und das Getriebe von Hand nach unten herausnehmen. VW sagt ja, dass das Getriebe an der Alukonsole vom Fahrwerk vorbeipasst. Naja. Irgendwie ging das, aber nicht ohne Kratzer und viel Gewalt.

Anschließend habe ich ein Stahl-L-Profil über die Kotflügel gelegt und den Motor an der praktischerweise vorhandenen Öse daran aufgehangen. So vier Stunden insgesamt waren das bestimmt.

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Moin

Gute Frage!

Ich würde aber die Kupplung gleich erneuern, wenn man sich schon mal die Mühe gemacht die Kupplung / Getriebe auszubauen.

Wie viel hat die Kupplung den schon runter?

Mfg

Frank

Themenstarteram 2. Mai 2013 um 20:25

Nach Konsulation mit Experten: Die Kupplungsscheibe ist an der Verschleißgrenze, die Druckplatte noch gut. Gibt es aber nur im Set. Natürlich wird sie erneuert, wo der ganze Kram schonmal draußen ist. 285.000 km hat die Kupplung schon hinter sich.

Die nächste Baustelle sind die Lager im Getriebe. Die sind hinüber. Zum Glück gerade rechtzeitig aufgemacht, so dass noch keine Folgeschäden entstanden sind.

Wie geht es eigentlich deiner Führungshülse? Ich würde gerne mal wissen, wie sich das Problem mit einem normalen Kupplungspedal anfühlt. Da müsste man ja ein Hakeln spüren können. Die hydraulische Steuerung aus dem 3L kommt jedenfalls nicht damit zurecht. An meinem Kupplungsnehmerzylinder lag das Ruckeln nicht, der ist auf Herz und Nieren getestet und trotz hoher Laufleistung noch einwandfrei (bis auf die Gummimanschette).

Moin

Das ist eine gute Frage, die hat sich bei mir bislang nicht so recht gemeldet, zumindest nicht das ich es wüßte.

Ich habe gerade ein "Quietschen" im Kupplungspedal, das ich letztes Jahr schon mal hatte.

Damals ist kurz danach die Tellerfeder in der Kupplungsdruckplatte gebrochen!!!

Ob das Quietschen und die gebrochene Tellerfeder damals zusammenhingen kann ich aber leider nicht sagen. Ich habe die Kupplung letztes Jahr dann in einer kleinen 1-Mann-Werkstatt mit Hebebühne machen lassen. Leider hatte ich es total versäumt mir das Ausrücklager und die Führungshülse anzusehen. Ich habe mich damals nur für die dämliche Tellerfeder interessiert!?!

Ein anderer "Leidensgenosse" der seinen 3L vor ein paar Monaten umgebaut hat, brachte mich drauf / hat eingeworfen, das mein Kupplungsseil zu stramm sein könnte und so zu viel Druck auf dem Ausrücklager ist. Er hat sich einen Adapter fürs Kupplungsseil anfertigen lassen, damit das Kupplungsseil ca. 30mm länger ist. Nun will ich mir so einen Adapter reinsetzen, bevor die Tellerfeder möglicherweise wieder knackt.

Was mich halt etwas wundert, wenn der 3L anfällig ist bezüglich Führungshülse / Ausrücklager, warum dies bei meinem 3L letztes Jahr nicht hin war. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn die irgendwie beschädigt waren, hätte der KFZ-Schlosser letztes Jahr von sich aus was gesagt, der ist echt schon gut.

Ich habe auch nie Geräusche vom Ausrücklager gehört, so wie man es eigentlich kennt, wenn man Kupplung tritt bzw. von der Kupplung runtergeht. Gut wenn mein Kupplungsseil zu stramm ist wäre immer ein leichter Druck, was die Geräuschkulisse etwas beeinflussen würde.

Das Quietschen im Kupplungspedal klingt eher so als ob es von der Aufhängung / Lagerung des Kupplungspedal selber kommt, es hängt oben nur einseitig an einem M8 Bolzen mit Hülse mit etwas Fett.

Hast Du mal ein Bild von der verschlissenen Führungshülse?

Beim normalen 3l soll es den Kupplungswert beeinflussen, ich weiß nun aber nicht wie sich dies bei mir auswirken würde.

Eventuell ein "Quietschen", minimal mehr Spiel in der Kupplung!?

Spiel sollte das Kupplungsseil ja selber ausgleichen, wenn dies bei mir aber etwas zu stramm ist, wirkt der Nachstellmechanismus ja eh nicht.

Ein Tipp für mich?

Ich bin bis letztes Jahr gut 5 Jahre (2008) mit der manuellen Kupplung gefahren, die Kupplung selber war letztes Jahr gut 6 Jahre (ca. 80000km) alt. Wobei ich nicht sagen kann, ob 2007 mit der Kupplung das Ausrücklager und die Führungshülse erneuert wurden, damals direkt bei VW.

Die Kupplung ist damals nur mitgemacht worden, weil ich meine Lagergeräusche zu lange beobachtet hatte und das Getriebe sich plötzlich in "Rauch" auflöste.

Also mit den Lagergeräuschen beim 3L nie zu lange rumfahren und vor allem, wenn man Getriebeöl wechselt, immer zu sehen mehr Öl einfüllen als eigentlich reingeht.

Ich hatte damals mit den Geräuschen das Getriebeöl gewechselt, kurz danach ging es hoch.

VW hat ja damals unbedingt "Gewicht sparen wollte" und den Füllstand vom Getriebeöl etwas verkleinert. Bei mir ist wohl zusätzlich minimal zu wenig Öl reingekommen und so ist das Lager wohl zu trocken gelaufen. :mad::rolleyes::mad:

Mfg

Frank

08-lagerblech-mit-buchse-03
Themenstarteram 3. Mai 2013 um 11:01

Zitat:

Damals ist kurz danach die Tellerfeder in der Kupplungsdruckplatte gebrochen!!!

Das kann bei hoher Laufleistung schonmal passieren. Meine Druckplatte hat auch schon einen beginnenden Riss, allerdings am "Käfig", nicht an der Feder. Deshalb wird die Druckplatte wahrscheinlich mit der Kupplungsscheibe zusammen als Set angeboten und gewechselt. Einem nennenswerten Verschleiß unterliegt sie im Vergleich zu den Belägen ja nicht. Die Schwungscheibe am Motor ist ja auch ein "Reibpartner" und wird nie gewechselt.

Zitat:

Leider hatte ich es total versäumt mir das Ausrücklager und die Führungshülse anzusehen. Ich habe mich damals nur für die dämliche Tellerfeder interessiert!?!

Das ist das blöde, man kann sich das nicht mal eben so anschauen, das sind immer ein paar Stunden Arbeit, weil das Getriebe raus muss.

Das Problem mit der Führungshülse scheint bei anderen Fahrzeugen nicht so häufig vorzukommen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Autoschrauber deshalb nicht besonders darauf achten. Man muss schon aktiv hinschauen, weil die Kupplungsglocke ja voller Staub (Belagabrieb) ist. Ich würde sagen, solange man das Ausrücklager noch leicht abgenommen bekommt, die Führungshülse noch nicht in Einzelteile zerfallen ist und man nicht bewusst hinschaut, können einem die Einlaufspuren oder Risse schon entgehen.

Es reichen ja leichte Einlaufspuren, um das Ausrücklager zum Hakeln zu bringen.

Ich überlege mir ernsthaft, eine verstärke Version der Führungshülse anzufertigen. Evtl. lasse ich ein Originalteil hartverchromen und verstärke die Grundplatte und ihre Anbindung an die Hülse.

Zitat:

Die Kupplung ist damals nur mitgemacht worden, weil ich meine Lagergeräusche zu lange beobachtet hatte und das Getriebe sich plötzlich in "Rauch" auflöste.

Meine Lagerschäden sehen definitiv nicht nach Ölmangel aus. Mein Ölstand war nach 285.000 km noch völlig in Ordnung. Bei Ölmangel würde ich auch erwarten, dass die weiter oben liegenden Lager stärker betroffen wären, was nicht der Fall ist. Es gibt ja sechs Lager für die drei Wellen (Antrieb, Abtrieb, Differential). Man sieht, dass die rechten und linken Lager der Wellen jeweils den gleichen Verschleiß haben. Das spricht für unterschiedlich / zu hoch eingestellte Lagervorspannung. Wobei man allerdings auch sagen muss, dass meine Laufleistung wahrscheinlich über der Auslegungs-Lebensdauer liegt.

Die Nadellager und deren Laufflächen sehen dagegen aus wie neu, die originalen Bearbeitungsspuren sind noch voll erhalten (keine Glättungen). Auch die Zahnräder und Synchronringe sind ok. Alles in allem bin ich mit dem Zustand nach der Laufleistung zufrieden. Ich werde 120 Euro für alle Lager und nochmal 50 Euro für komplett neue Dichtringe investieren, die Lagervorspannung ordentlich einstellen und dann mit einem "wie neu"-Getriebe weiterfahren.

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+3

Tja ist ist doch mal eine Führungshülse. :eek::rolleyes:

Da fragt man sich ja ist die aus Butter.

War die Hülse schon gebrochen oder ist die beim Ausbauen erst gebrochen?

Die Schrauben haben die noch gehalten.

Bei meinem Getriebe ist damals das obere Lager zum Motor hin hopps gegangen und das halt kurz nachdem Ölwechsel, den ich gemacht habe, weil es schon Geräusche gemacht hat.

Wie flott hast Du das Getriebe rausbekommen?

Ich habe zwar ne Anleitung, aber damals wegen Antriebswellen / Achse und Platz es machen lassen.

Arbeitlohn in der 1-Mann-Werkstatt war damals eigentlich nur 200€ zzgl. Ersatzteile, die aber 1:1.

Ich dachte mir für 200€ spare ich mir den Akt.

Aber die Werkstatt war dann wegen festsitzenden Schrauben +++ gut 8Stunden dabei.

Darum habe ich 250€ gegeben.

Mfg

Frank

Themenstarteram 3. Mai 2013 um 15:50

Die Führungshülse ist mit drei Schrauben befestigt. Die Lasche oben links war schon abgebrochen, die Risse von den beiden anderen gingen noch nicht ganz durch. Die Innenvielzahnschrauben waren nicht zu lösen, ich musste sie ausbohren. Dabei ist der Rest dann abgebrochen. Es wäre aber nur noch eine Frage der Zeit gewesen, bis sie von alleine abgefallen wäre.

Die Hülse hat schon einigermaßen Materialstärke, war aber komplett fettfrei und im oberen Bereich so durchgeschliffen, dass sie zerbröselt ist.

Ich habe das Getriebe nach der Methode "freie Werkstatt" ausgebaut, d.h. ohne die ganzen VW-Spezialwerkzeuge aus dem RLF. Geht aber auch. Ich habe die Antriebswellen nicht aus der Radnabe ausgedrückt (mangels Werkzeug), sondern die Traggelenke und Spurstangen gelöst und dann das Federbein nach außen geklappt. Nach dem Abnehmen der inneren Gummimanschetten der Antriebswellen ist genug Luft, um diese aus den Flanschwellen zu ziehen. Alles andere war relativ einfach: Anlasser raus, Kabelhalter vom Getriebe abschrauben, dann gesamtes Hydrauliksystem komplett mit allen Leitungen und Kabelbaum abschrauben und herausnehmen, Schraubverbindungen Motor/Getriebe und Getriebe rechts rausschrauben (bei manchen ist es recht eng), zwei Schrauben unten an der Ölwanne erstmal drin lassen. Motor dabei natürlich von unten abstützen und dann das gesamte Aggregat in Fahrtrichtung links absenken. Die letzten Schrauben lösen und das Getriebe von Hand nach unten herausnehmen. VW sagt ja, dass das Getriebe an der Alukonsole vom Fahrwerk vorbeipasst. Naja. Irgendwie ging das, aber nicht ohne Kratzer und viel Gewalt.

Anschließend habe ich ein Stahl-L-Profil über die Kotflügel gelegt und den Motor an der praktischerweise vorhandenen Öse daran aufgehangen. So vier Stunden insgesamt waren das bestimmt.

Resized-img-1586

weil es so schoen passt zeige ich hier auch nochmal meine fuehrungshuelse. quasi genau die gleichen spuren, die innenvielzahnschrauben gingen zum glueck ohne weiteres raus. sollte diese huelse normalerweise gefettet sein? war bei mir auch keine spur von. der mechaniker, der mich dabei unterstuetzt hat (hab das in einer selbsthilfewerkstatt gemacht) meine, da kommt kein fett rauf.

weswegen ich aber eigentlich in diesem thread gelandet bin. ich habe vor, mir eine reserve kupplung hinzulegen (hatte letztens keine neue und hab nur die fuehrungshuelse gegen eine bessere gebrauchte getauscht). was passiert eigentlich, wenn die kupplungsscheibe bis auf die nieten runter ist? hoert man das oder so? weil das zu ueberpruefen ja zu keiner inspektion gehoert.

als teilenummer fuer den 200mm satz aus scheibe, druckplatte und ausruecklager finde ich 032198141X. ist das korrekt?

und diese nummer wiederum finde ich unter den referenznummern dieser auktion, obwohl das fahrzeug selber nicht gelistet ist: http://www.ebay.de/itm/310732372988 .

ca. 60 euro inklusive versand. kann das hinkommen? wenn man nach kupplung lupo 3l sucht, ist 200 euro das guenstige, aber diesen suchbegriff lassen sich ja viele unverschaemt bezahlen, wenn man nicht aufpasst.

P1040007-fuehrungshuelse

Hallo,

ich habe mein Getriebe ebenfalls ausgebaut, weil ich es Verschleißbedingt wechseln muss.

Bei dieser Arbeit möchte ich die Kupplung natürlich auch gleich erneuern.

Die Komplettkupplung von Sachs kostet ca. 200€

Die Kupplungsscheibe hat einen Durchmesser von 200mm und 24 Zähne.

http://www.ebay.de/.../161149539218?...

Dieser Satz hat ebenfalls 200mm und 24 Zähne kostet aber weniger als die Hälfte.

Kann mir jemand sagen ob das eventuell passt?

Viele Grüße

Jens

032198141X

habs jetzt ausprobiert, passt nicht. mir scheint, es gibt keine vw nummer fuer einen kupplungssatz fuer den lupo 3l. da finde ich nur die einzelteile. weiss es jemand besser?

die scheibe passt zwar, aber die druckplatte klemmt die scheibe nicht an die schwungscheibe, der stahlring, der das macht, sitzt zu weit innen oder ist zu duenn, so dass die scheibe rumwackelt, selbst wenn man die druckplatte fest angezogen hat.

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