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Kostenfalle operating leasing

Themenstarteram 29. Januar 2018 um 21:38

da man es viel zu selten liest, nochmal Warnung vor den Praktiken der Leasing Firmen beim operating leasing :

Ich gab mein Auto nach fünf Jahren und 110t km zurück, alles penibel geputzt, Sitze gereinigt, Auto nochmal genau inspiziert, sah ( für mich ) aus wie neu.

Vier Monate später trifft mich fast der Schlag: Leasing Firma ( Leaseplan) schickt ihr Sachverständigen Gutachten: ca. 3500 € "Schäden" werden da aufgelistet !!

Abgesehen von einem "abgelaufenen" Pannenkit, das ich zu ersetzen hätte, bis zu einem in 1800 km fälligen Service, für das ich auch zu zahlen hätte, kleine abblätternde Plastikteile an der Innenverkleidung der Tür, scheinbare Fingernägelkratzer an der Innentür-Griffmulde , die mit 1300 € Schaden beziffert werden, einem ca 50mm langen kaum sichtbaren feinsten Lackschaden an der Unterkante der Stoßstange, der mit 1300 € Schaden beziffert wird, die schneeweißen Ledersitze ( mit Lederreiniger sorgfältig gereinigt, da Jeans und dergleichen nach 5 Jahren natürlich eine leichte Verfärbung hinterließen): "Flecken" ( = Sitzspuren) 150€ Reinigungskosten usw.usf....

Alles normale Gebrauchsspuren würde man meinen, aber die Leasing-Gesellschaften holen sich da auf Kosten der Konsumenten ihr Körbchengeld in der Sicherheit, am längeren Ast zu sitzen....

 

 

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34 Antworten

Das wurde hier schon so oft durchgekaut und es gibt unzählige Diskussionen zu diesem Thema. Es ist allerdings sehr fragwürdig, warum die Schäden erst vier Monate nach der Übergabe des Fahrzeuges zurück an die Mietfirma in Rechnung gestellt wurden.

Hallo,

was Du da beschreibst, stimmt, für mich !) mit den Begriff " operate leasing" nicht überein. Da sehe ich für mich Klärungsbedarf. M.E. könnte eher das Finanzierungs- Leasing hier zutreffender beschrieben sein.

Weiter im Sachverhalt:

Lediglich interessant ist doch: Welche Mängel wurden bei Übergabe des Fahrzeugs festgestellt und im Leasing- Rücknahmeprotokoll detailliert festgeschrieben? Dafür hast Du dann auch unterschrieben und hoffentlich ggf. auch gleich Einspruch gegen die festgestellten Schäden erhoben und dies protokollieren lassen. Nur das zählt. Alles Andere ist kalter Kaffee. Weichen die Mängel im Rücknahmeprotokoll von denen des nun erstellten Gutachtens voneinander ab, hat der Leasinggeber höchstwahrscheinlich eher sehr schlechte Karten, denn 4 Monate nach Rückgabe/ Rücknahme ist jegliche Beweisgrundlage ( außer dem Rückgabeprotokoll) nichtig.

Ich hofffe, dass Du unmittelbar vor Rückgabe des Fahrzeuges auch ein Zeitwertgutachten hast erstellen lassen. Solches muss die Leasinggesellschaft dann erst mal anfechten, denn deren Gutachten steht keinesfalls ( auch wenn es oft behauptet wird), rechtlich höher.

Zudem: Du haftest ausschließlich (§ 558 BGB) für Schäden, welche durch übermäßige Abnutzung entstanden sind. Das LG München I, hat m.W., mit Urteil vom 09.10.1996 (Az. 15 S 9301/96) sogar mehrere Dellen an Türen und Fahrzeugheck als normale Gebrauchsspuren bewertet. Das dürfte eine andere Größenordnung darstellen, als leichte Griffspuren in einer Türöffnermulde.

Wie auch immer:

Das Pannenset wirst Du tatsächlich ersetzen müssen, sofern das Ablaufdatum vor Fahrzeugrückgabedatum / Vertragsende lag.

Für zukünftige Inspektionen, nach Fahrzeugrückgabe, musst Du, so sehe ich es zumindest, nicht zahlen, sofern das Fahrzeug zeitnah nach Übergabe vorübergehend stillgelegt - also: abgemedet wurde. Somit könnte folglich, auch im Falle des noch laufenden Leasingvertrages, das Fahrzeug nicht so wesentlich, in Deinem Auftrag, bewegt werden, dass innerhalb der Leasinglaufzeit die Km- Grenze für die Durchführung der Inspektion, noch möglich würde. ( Bei Datum- Fristen für die Durchsicht gelten wiederum andere Bewertungsansätze !) Für Unmögliches musst Du auch nicht haften- logisch! Allerdings gehe ich dabei davon aus, dass der Vertrag nicht von Seiten des Leasinggeber vorfristig beendet worden ist. Denn das wäre auch eine ganz andere Sache.

Alles Weitere, so würde ich es zumindest machen, besprich mit einem Fachanwalt.

Das wird hier, auch mangels Kenntnis von Vertrag, Sachverhalt, Rückgabeprotokoll und Fahrzeugzustand wohl nicht wirklich helfend zu klären sein.

Gruss vom Asphalthoppler

Seriöse Leasingfirmen haben einen klar definierten Schadenskatalog, den man sichtbar auf der Webseite findet bzw. der beim Angebot mit dabei ist. Da ist auch geregelt, wann man die Inspektion oder ggf. den TÜV/ASU zahlen muss.

Weiterhin gibts, wie schon geschrieben, Übergabeprotokolle. Also nicht wieder pauschal das böse Leasing verdammen, sondern eher konkret diese Leasingfirma...

So ganz verstehe ich das was mit "operating leasing" hier gemeint ist auch nicht.

Ein Merkmal des operativen Leasings ist doch, dass es nur eine sehr sehr kurze oder gar keine feste Laufzeit im Vertrag gibt, das ganze also eher mit der dauerhaften Nutzung eines Mietwagens vergleichbar ist.

Ist das hier gemeint?

Leaseplan ist zudem afaik eine Firma, die ausschließlich Flottenkunden bedient.

Ein Privatleasing wirds also auch nicht gewesen sein, zudem ist die Dauer von 5 Jahren für ein Leasing unüblich lang.

Bei den Firmen die ich bisher erlebt habe, wäre keiner der von dir genannten "Schäden" (mit Ausnahme des abgelaufenen Pannenkits und des Lackschadens an der Stoßstange) als solcher deklariert worden (erst recht nicht nach dieser langen Laufzeit).

Eigentlich gibts dazu von nahezu jeder mir bekannten Firma einen Katalog, an dem man sich verbindlich orientieren kann.

Ob TÜV oder bald fällige Inspektionen zu tragen sind, bzw. zu welchem Anteil, ist im Vertrag ersichtlich.

Auch erscheint mir die Abrechnung nach 4 Monaten erklärungsbedürftig.

Ich gebe aber zu: Ich bin nicht wirklich bewandert in den Bedingungen, die beim operativen Leasing gelten.

Diese Form ist eigentlich weniger verbreitet und entspricht nicht unbedingt dem, was gemeinhin unter einem Fahrzeugleasing verstanden wird.

Vielleicht kann der TE etwas Licht ins Dunkel bringen?

Themenstarteram 30. Januar 2018 um 9:44

danke mal für die Antworten: also das operating leasing wurde mir 2012 von der Bank als solches angeboten mit 5 jähriger Laufzeit, die Bank lagerte ihre leasingbranche dann 2014 an die Firma Leaseplan aus. Beim operating leasing bleibt das Auto im Besitz der Bank, der Restwert wird nicht bekannt gegeben, das Auto kann auch nicht vom Kunden angekauft werden ( näheres siehe z.B, hier: http://www.hacklco.at/.../index.html ), die Raten waren günstiger als beim Restwertleasig-Angebot ( jetzt weiß ich warum) , daher entschied ich micht dafür, der Händler argumentierte auch, dass man sich dann nicht mit dem Ärger des Verkaufs zum evtl zu hohen Restwert ( hatte ich schlechte Erfahrungen) herumschlagen muss, da das Auto ja zur Bank zurück geht.

Zeitwertgutachten habe ich leider nicht, da ich nicht mit einem solchen Problem rechnete ( das Auto sah ja für mich perfekt aus) .

Thema Übergabeprotokoll: Leaseplan läßt das Fahrzeug von einer Spedition abholen und transportiert es ab, daher wird keinerlei Übergabeprotokoll angefertigt !!

Einen öffentlich einsehbaren Schadenkatalog habe ich weder vor noch nach der Rückgabe auf der webseite gefunden.

@scrambel: dass dieses Thema schon "so oft durchgekaut wurde" ist bei der Suchanfrage eigentlich nicht ersichtlich, da gibt es nur einen einzigen Faden aus dem Jahr 2010 "Ärger und Probleme bei der Rückgabe" wo es um ein BMW operating ( Nutzwert) leasing und einem unverschämten Gutachten ging, was dann vor Gericht endete. Daher habe ich das Thema operating leasing wieder aufgegriffen, um auf die Gefahren dieser Sachverständigen Gutachten und Gebrauchsspuren bei der Rückgabe aufmerksam zu machen.

Wenn du meinst im Recht zu sein, dann streite dich vor Gericht darum.

Unter dem Strich geht es ja nicht einmal um die Frage, ob all die Dinge vorhanden waren, sondern nur darum, ob das unter "normale Gebrauchsspuren" fällt.

Wer hier nun recht hat, das können wir ohne Fakten natürlich nicht beurteilen.

Themenstarteram 30. Januar 2018 um 10:01

ja wenn die Firma stur bleibt, wäre das der einzige Weg ( 2010 vom damaligen Threadersteller erfolgreich gegen BMW beschritten), ohne Rechtsschutzversicherung für Fahrzeug-Vertrags-Rechtsschutz ( wer hat so was schon?) sicher mutig, das weiß Leaseplan natürlich genau, denn die haben für Gerichtskosten, Gegengutachten etc. natürlich eine finanziell etwas längere Puste als der Kunde....

Obs eine Rolle in der Ausgestaltung, Abwicklung bzw. Beurteilung von Gebrauchsspuren spielt weiss ich nicht.

Aber wir sprechen von einem Leasing in Österreich?

Wer ist die Gutachterfirma von Leaseplan?

Ich hab mal gehört, dass die Leute vorher zum Gutachter fahren und privat ein Gutachten erstellen lassen.

Dann kann der Leasinggeber nachher nicht vom gleichen Gutachter ein komplett anderes Gutachten aus dem Hut zaubern.

Zitat:

@kreisleriana schrieb am 30. Januar 2018 um 09:44:03 Uhr:

 

Einen öffentlich einsehbaren Schadenkatalog habe ich weder vor noch nach der Rückgabe auf der webseite gefunden.

Auf der österreichischen Seite habe ich folgendes Dokument gefunden.

Themenstarteram 30. Januar 2018 um 14:48

ja Österreich. Danke Hemm1953 für den link !! werd ich mir durchlesen, um mit Leaplan verhandeln zu können

Themenstarteram 30. Januar 2018 um 15:18

Nach Lektüre der Leaseplan Kriterien: "nichtakzeptabel": "Abnutzungsspuren an der Innenverkleoidung" ??? was soll das heißen bitte ?

Meine "Schäden": gut leichte "Abnutzungsspuren" innen hatz ja jedes Auto noach 110t km, , aber 1300 € für ein paar 2mm lange Kratzerchen im Plastik zahl ich nicht, auch hatte ich keine Flecken an den Sitzen nur allgemeine Abnutzung durch das Sitzen, der Kratzer an der Stoßstange war weit unter den "akzeptablen" 10cm, winzige Delle war weit unter den akzeptablen 2 cm. Pannenkit beschreiben sie nichtm aber daran soll es nicht scheitern (130 €)....

Herzlichen Dank nochmals für die PDF Datei !

Zitat:

@kreisleriana schrieb am 30. Januar 2018 um 15:18:50 Uhr:

Nach Lektüre der Leaseplan Kriterien: "nichtakzeptabel": "Abnutzungsspuren an der Innenverkleoidung" ??? was soll das heißen bitte ?

Meine "Schäden": gut leichte "Abnutzungsspuren" innen hatz ja jedes Auto noach 110t km, , aber 1300 € für ein paar 2mm lange Kratzerchen im Plastik zahl ich nicht, auch hatte ich keine Flecken an den Sitzen nur allgemeine Abnutzung durch das Sitzen, der Kratzer an der Stoßstange war weit unter den "akzeptablen" 10cm, winzige Delle war weit unter den akzeptablen 2 cm. Pannenkit beschreiben sie nichtm aber daran soll es nicht scheitern (130 €)....

In wie weit das nun alles zutrifft, ist wie gesagt von hier aus nicht zu sagen, aber oben schreibst du immerhin von Flecken auf dem Sitz. Nun zu sagen, dass es keine gab ... ich weiß nicht.

Das Pannenset wird ein Posten im Wartungsplan sein und den hast du einzuhalten. Ist das nicht der Fall, so musst du den daraus entstandenen Schaden tragen (in dem Fall recht einfach, der Preis eines neuen Pannenkits).

Themenstarteram 30. Januar 2018 um 16:06

Pannenkit kostet 130€ das ist kein Beinbruch. Der Gutachter schreibt aber von "Flecken" wo keine sind:

Damit es für alle beurteilbarer ist hier die Bilder des Sachverständigen von den Sitzen, die ihm nicht sauber genug sind, dem 5cm Kratzer an der Stoßstange ( 1300 €) und der angekratzten Plastikinnverkleidung des Getränkehalters ( 1300 € !!, dieser irre Betrag regt mich am meisten auf)

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