Kommt der Winter wirklich so plötzlich?

Hallo Leute,

ich hab mich mal gefragt ob für einige der Winter wirklich so überraschend kommt, und dann wenn es schneit immer noch mit Sommerreifen unterwegs sind und denen es dann einfällt, dass ein Winterreifen vielleicht doch besser sein könnte, rudelweise zu wechseln rennen. Meiner Meinung nach ist es fahlässig bis zum allerletzten Moment zu warten. Ich versteh einfach nicht was in solchen Leuten vorgeht. Meine Winterreifen sind schon seit anfang Oktober montiert.

Und dann gibt es auch noch die andere Sorte von Verkehrsteilnehmern die meinen sie müssten bei Schneefall und dadurch glitschiger Fahrbahn immer noch mit dem Fahrrad unterwegs zu sein

Das musste ich jetzt einfach mal loswerden. Mich würde auch interressieren was ihr davon denkt.

mfg

Sky

75 Antworten

Moin,

Meik ... da kommen wir aber in Teufels Küche ... und zwar aus dem Grund ... Wer definiert ... ob das was an "Niederschlag" da ist ... nun ausreicht um den Winterreifen zu bedingen ?!

Eine geschlossene Schneedecke ?! Rauhreif auf der Strasse ?! Und was ist auf einer GERÄUMTEN Strasse ?! Das ist ein Verwaltungsaufwand sondergleichen, wird zu Hauf die Gerichte beschäftigen ... das ist Schwachsinn ... Im Ernst ... Ich würde sagen ... lockt die Leute mit Rabatten 😉 Wer nen Winterreifen kauft, kann den bei der Einkommenssteuer zu X % geltend machen (Ich meine 90% aller Menschen nutzen das Auto um zur Arbeit zu kommen), oder bekommt 15 Euro von der KFZ Steuer zurück. Das macht mehr Sinn, als eine Gefahr von 1 zu 50.000 mit nem Sommerreifen erwischt zu werden und dann 20 Euro zu zahlen 🙂

MFG Kester

Gar nicht so schwer. Die Glättewarnungen werden vom dt. Wetterdienst ausgegeben nach dem sich auch die Streudienste richten. Damit wäre ein guter und für alle nachvollziehbarer (Wetternachrichten) Anhaltspunkt gegeben. Vor allem einer der VOR eintreten der Situation bekannt ist.

Ansonsten wird man die Bussgelder nur verhängen können wenn jemand mit SR irgendwo festhängt und ggf. dabei noch den Verkehr behindert.

Wie vor 15min auf der Zufahrt zu einem Parkplatz mal wieder passiert. Da kam so eine Pfeife im tiefergelegten Golf und Breitreifen (ja, ich weiss dass es auch Golffahrer gibt die fahren können 😉) einfach nicht rauf. Als der endlich eine Lücke lies konnte ich problemlos dran vorbei....

Gruß Meik

Moin,

Der Deutsche Wetterdienst gibt aber nur eine WARNUNG raus. Das ist eine wichtige Sache. z.B. gab es letztes Jahr für den gesamten Raum Ostwestfalen/Lippe eine Glättewarnung mit Schnee und Glatteis. Rund um Hamm hat es auch geschneit. In Hamm fielen 3 Flocken, die sofort schmolzen ...

Was dann ?! Das Problem ist in der Tat ... das hier zuviele ANGRIFFSPUNKTE sind. Datt haut nicht hin 🙂

MFG Kester

ich möchte mal die Argumentationen der Sommerreifenfraktion vor Gericht hören, wenn sie dem Richter weismachen wollen, daß sie mit Sommerreifen auch sicher unterwegs gewesen wären

und dann die Erläuterungen, wie es dann doch zu dem Unfall gekommen ist

spannend auch die Märchen, warum der vor Gericht zu verhandelnde Unfall auch mit Winterreifen passiert wäre

lange Ohren ...

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Zitat:

und dann die Erläuterungen, wie es dann doch zu dem Unfall gekommen ist

Das ist bei JEDEM Unfall so.

Ja, die Sommerreifenfahrer werden ihr Fett noch weg kriegen. Irgendwann. Nach 45 Jahren Fahrpraxis ohne WR muß doch mal was passieren!

Gruß

Schon komisch:
Ein neues Auto muss heute ESP, ESR, ABS, GPS und DNBS (Driver no brain system) haben, aber die Grundlage die maßgeblich das Fahrverhalten und den Grenzwert der Traktion, Seitenführungskraft und Verzögerung verantwortlich ist darf gefälligst nix kosten: Die Reifen!
Ohne Winterreifen auf winterlichen Straßen zu fahren ist unverantwortlich. Die Verursacheren massiver Verkehrsbehinderungen aufgrund gober Fahrlässigkeit sollten für eventuelle Schäden aufkommen müssen.

Der Allradfraktion sei gesagt: AllradBREMSE hat mein Auto auch. Wo liegt Euer Vorteil bei Schnee bezüglich der Sicherheit noch gleich?

Klar ist das vom dt. Wetterdienst nur eine Warnung. Aber eine die für alle zugänglich und eindeutig ist, VOR dem eintreten der Situation.

Damit kann sich keiner mehr rausreden wenn eine Warnung gegeben wurde und die Strassen glatt sind. Wenn es dann doch nicht glatt ist muss die Polizei ja keine Bussgelder verteilen.

Gruß Meik

Moin,

Merkt Ihr ?! Ihr betet gerade die Argumente der Herren der Reifenbranche nach 😁 Voll und Exakt, selbst kritisch drüber nachgedacht habt Ihr aber nicht, gell ?!

Wie gesagt ... Ich habe ein Experiment gemacht und bin mit Sommerreifen eine Steigung hochgefahren, wo Ich gemäß GENAU dieser Argumente NIEMALS hätte hochkommen dürfen. Gegenfrage, warum habe Ich es trotzdem geschafft ?! *grübel*

Vorletztes Jahr im Dezember (es war kalt, aber trocken) Sprang vor mir die Ampel um, mein Vordermann verzögerte sehr scharf ... das zwang mich ebenfalls zum starken Bremsen. Tempo 50 km/h ... Ich stand ca. 2-3 Meter HINTER meinem Vordermann, mein Anhalteweg war zwar vielleicht ein paar Prozent schlechter, als er mit Winterreifen gewesen wäre ... aber es war KEIN Problem. Der hinter mir, fuhr MIR trotz Winterreifen hinten drauf ... Preisfrage ... was war passiert ?! Ich habe die BREMSLEISTUNG meines Fahrzeugs komplett ausgenutzt und bin zum stehen gekommen, mein Hintermann hat eben NICHT voll gebremst, sondern zu schwach. Resultat : Ich hatte Ihn hinten drauf hängen.

Soll heißen ... Ein Winterreifen wird erst am LIMIT und vorallem im SCHNEE zum Vorteil. Dieses Limit taucht sehr selten auf. Erst auf Schnee habe Ich so starke Nachteile, derer ich mir bewußt bin, das ich das Auto stehen lasse.

Und das sagen einem auch viele Tests. Da sind Sommerreifen in der Bremsleistung auf trockener Strasse häufig gleichwertig, auf Nässe immer noch gut vergleichbar und auf Schlagdistanz z.T. besser als einige günstigere Winterreifen (Selbst Markenware) und das gesteht mittlerweile sogar der Herstellerverband zu, der durchaus zugesteht, das es Sommerreifen gibt, die auch bei -5°C noch hervorragend Bremsen (Auch wenn er dabei schreibt, das dies vorwiegend Silika-Laufflächen-Reifen sind). Auf Schnee ist der Winterreifen dann massiv im Vorteil. Und ... wenn der Test sagt, der Winterreifen steht nach 39 Metern und der Sommerreifen nach 42 Metern, das ist das für die Praxisrelevanz uninteressant, weil die wenigsten in Realität diese Bremswerte jemals erreichen werden und viel eher im Bereich 45-50 Meter liegen werden, einfach weil sie weder den einen, noch den anderen Reifen VOLL ausnutzen... und das die Reifenhersteller gerne SCHRECKENSDATEN veröffentlichen, von wegen 20 Meter mehr Bremsweg ... ist in deren Interesse. Aber WIE die 20 Meter MEHR zustandekommen ... das sagen sie schlauerweise nicht. Ich kann jedenfalls sagen, das ich meine BREMSPUNKTE nicht viel anders wähle, als im Sommer ... und auch nicht anders (also stärker Bremse, wenn unnötig) bremse als sonst. Wenn Ich am System und der Nutzung nichts ändere, und die Performance eines Bauteils würde SO MASSIV leiden, müßte ich das doch beim Anfahren auf eine Ampel (auf die ich TÄGLICH zufahre) merken. Soll heißen, wenn sich mein Bremsweg um 20 Meter verschlechtern würde (!) dann dürfte ich nicht an der Stopplinie zum stehen kommen, sondern auf der anderen Strassenseite im Schaufenster landen, oder ?! Und eine SOLCHE Veränderung würde man merken, es sei denn man ist blind und blöd gleichzeitig. Insbesondere dieses Jahr hätte ich es merken müssen, weil ich ja im Grunde GAR KEINE Umstellungsphase hatte, oder ?! Es war von einem Tag auf den anderen im Grunde "Kalt", womit eine schleichende Änderung des Bremsverhaltens ausgeschlossen werden kann.

Im übrigen ... baut man einen Unfall und rauscht wem hinten drauf ... dann hat man Schuld am Unfall, weil man nicht genug Abstand gehalten hat. Das ist und war es. Fertig und Aus. Und die Mär' das die Versicherung nicht zahlt ist Quatsch. Dazu gibt es keine rechtliche Grundlage, der einzige Faktor der bleibt, ist das die KASKOVERSICHERUNG sich weigern kann, oder den eigenen Schaden nur teilweise übernimmt, das ist rechtens und sollte BEDACHT werden, bevor ich auf Schnee rumgurke. Für mich aber beim Arbeitswagen uninteressant ... da der EH keine Kaskoversicherung hat, im übrigen auch kein ESP, ABS oder sonstige Spiellereien ...

Und es geht dabei auch nicht um NIX kosten ... sondern um einen ganz anderen wichtigen Faktor. Der Nutzenfaktor ist nicht da. Einen Reifen für 50 oder 60 Euro kaufen (und ich brauch 4 Stück davon) ... ist eben TEURER als selbst 2 Woche BUS Fahren. Und ... das ist NOCHMALS sicherer als auf Schnee mit einem Winterreifen rumdackeln ... Und dabei nicht zu vergessen, das auf diese Weise KEINE Energie verschwendet wird und kein SONDERMÜLL produziert wird und ein Reifen mit 5000 km Laufleistung am Ende nicht WEGGEWORFEN werden muss.
Es ist in der Tat so, das NICHT jeder Mensch zwingend einen Winterreifen braucht. Das sollte einfach akzeptiert werden. Jeder WENIGFAHRER der bei Schnee auf's Auto verzichten kann ... kann auch meistens auf nen Winterreifen verzichten. Die Sache sieht anders aus, wenn ich gezwungenermaßen im Winter (viel) fahren muss und nicht ggf. umsteigen kann auf andere Verkehrsmittel (So mach ich es mit meinem zweiten Wagen, ich kann in Frankfurt nicht in die Bahn steigen und das Auto in Frankfurt stehen lassen, geht nicht, ich muss damit auch bei schlechten Bedingungen so sicher wie möglich fahren können, Fazit es MÜSSEN Winterreifen drauf).

MFG Kester

Ich bete sicher nicht die Argumente nach 😉 Hab nur selber mehrfach die prakt. Erfahrung gemacht wie gewaltig der Unterschied auf SCHNEE ist.

Aber auch NUR da, sprich Schnee, Eis und ähnliche Bedingungen. Und so geht es doch bei dieser grundlegend sinnvollen Regelung darum eine Grenze zu definieren, ab welchen Bedingungen WR Pflicht sind und wie man das am besten vor Antritt der Fahrt rausfinden kann als normaler Autofahrer.

Gruß Meik

Moin,

Ging um die Beiträge darüber ... wo wieder quasi behauptet wurde, der Sommerreifen wäre eine Todesgefahr ... Das ist aber nicht so, geschweige denn so dramatisch wie gerne dargestellt. Da stecken harte kommerzielle Interessen hinter 😁

Auf Schnee ist der Sommerreifen KLAR im Nachteil. Steht nicht zur Debatte, ist Fakt.

MFG Kester

Ich sehe das große Problem, dass ich nicht weiß, wem ich vertrauen kann - die meisten Tests werden von Seiten der Reifenindustrie oder vom ADAC, dem ich da auch keine objektive Sicht der Dinge zutraue, gemacht. Dass da die Winterreifen besser abschneiden (wieviel besser wird oft auch nicht deutlich gesagt) ist ja eigentlich selbstverständlich...

Ich fahre also nun GJR und hoffe, die halten noch ein Weilchen, damit ich mir diese Sorgen nicht so bald wieder machen muss... (zumal der Spaß ja auch teuer genug ist) Mit ein bisschen Pech kommt aber nächstes Jahr ein Test, der sagt, dass ein GJR bei Nässe und -2.33Grad einem anderen Winterreifen total unterlegen ist (als Beispiel) und dann ist wieder wochenlang in Presse und Motor-Talk zu lesen, wie man denn so lebensmüde sein kann, mit GJR rumzufahren...

MfG, HeRo

An den Messwerten (Bremsweg etc) unter verschiedenen Bedingungen kann auch der ADAC nicht viel mogeln. Das ist schon ziemlich objektiv. Nur ist einfach jeder Reifen anders. Der eine ist besser auf Schnee, der andere besser auf nasser Fahrbahn, der andere bei 3° besser als der andere und bei 10° wieder andersrum......

Der einzige grosse Unterschied ist bei Schnee und Eis, wo die SR einfach massiv unterlegen sind. GJR finden sich meist irgendwo dazwischen wieder. Sind aus meiner Sicht im Flachland mit wenig Schnee eine gute Alternative. Zumal man nicht bei jedem Tag über 10° wieder auf SR wechseln kann. Unter den Bed. braucht sich daher keiner Vorwürfe machen zu lassen. In die Berge würde ich damit allerdings nicht.

Gruß Meik

Ich denke jeder sollte selber entscheiden, ob er Winterreifen braucht.
Nur sollte derjenige, der keine WR hat und im Schnee stecken bleibt, die Konsequenzen tragen müssen.

Denn auch der Rheinländer, der zum Skiurlaub nach Tirol fährt braucht dann Winterreifen. Und hier kann nun wirklich keiner mehr argumentieren, dass er nicht mit Schnee gerechnet hat 😉.

Und eines noch: Vielleicht findet ja demnächst ein Umdenken statt. Bei mir in der Berufsschulklasse (alls um die 20 Jahre) fahren fast alle (bis auf ein oder zwei von 17) mit Winterreifen und das im Rheinland 😁.

Hallo,

kommt der Winter wirklich so plötzlich??
Ooh ja, bin am Nachmittag bei strahlenden Sonnenschein zur Arbeit gefahren(Spätschicht). Im Radio wurde noch gesagt, daß mit Schneefällen zu rechnen ist. Da hat die ganze Runde laut gelacht, mit den Kommentar "Ach was, bei uns doch nicht". Als wir zum Feierabend vor die Türe kommen, liegt doch eine schöne Schneedecke da.😁
Was würde denn jetzt ein " Ich fahre nicht, wenn Schnee liegt" Fahrer mit SR machen? Womöglich in der Firma übernachten?😁 Natürlich sind bei uns alle nach Hause gefahren, egal ob SR oder WR drauf.

Gruß Markie

Ich bin auch heute auf einen Weihnachtsmarkt gefahren und da hat es ein wenig geschneit. Wir sind dann in eine Kneipe gegangen und als wir wieder rauskamen, waren 15 cm Schneedecke auf der Strasse.

Meine Winterreifen haben mich locker nach Hause gebracht aber zwischendrin musste ich zweimal ca. 10 Minuten warten, weil in zwei Auffahrten Leute total quer standen und es ewig dauerte, bis die so am Straßenrand standen, dass man vorbeifahren konnte.

Am geilsten war ein Smart mit fetten Schlappen. Der hat beim Beschleunigen nur Kreise gedreht. Solange, bis der Fahrer endlich gemerkt hat, dass er einfach nur rückwärts fahren muss, da der Wagen dann ein bisschen (aber nur ein bisschen) stabiler fährt.

// Joscha

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