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Klima/Lüfter bald vor dem Aus?

Saab 9000
Themenstarteram 6. August 2013 um 20:21

Hallo Saab-Gemeinde,

nach eine 1000 km Fahrt bei nahezu 40 Grad hat die Klimaanlage angefangen zu streiken.

Kurz vor dem Ende der Reise hat das Gebläse angefangen, graue Schaumstoffstücke aus allen Lüftungsschachten zu spriessen.

Es hat nicht so ganz nach Konfetti-Regen ausgeschaut, in Feierlaune bin ich auch nicht gewesen, da die Fahrt ziemlich unangenehm geworden ist.

Ich vermute, die Dichtungen in den Lüftungsschachten sind so weit vergammelt und porös, dass sie sich schon lösen.

Die Schaumstoff-Fetzen waren dazu noch nass. Da ich einen Leck vom Wärmetauscher vermutte, könnte es sich um Kühlflüssigkeit handeln, oder?

Heute habe ich noch dazu ein Pfeifen vom Gebläse festgestellt. Anscheinend sind die Teile in den Lüftermotor reingekommen, der anfängt sich allmählich zu verabschieden.

Ich bin dankbar für jegliche Kommentare und Hilfen, wie ich das Ganze wieder säubern und reparieren kann.

Grüße aus Wien

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5 Antworten

Welches Baujahr hast du denn? Riecht es im Auto nach Glykol / Kühlmittel? Ich glaube eher nicht.

Ich nehme an du hast Stücke von einem feinporigen grauen Schaumstoff gefunden!

Das ist eine Schamstoffmatte die in das Lüftergehäuse auf eine Aluminiumplatte geklebt wurde, nach meiner Meinung um die Luftgeräusche etwas zu vermindern. Da löst sich nach all den Jahren schon mal der Kleber auf, immerhin herrschen dort ganz erhebliche Temperaturschwankungen. Das kannst du getrost ignorieren, die Profis nehmen oft das Teil komplett raus wenn sie mal das Gebläse ausbauen mussten. Ist halt auch für die Mädels etwas unangenehm wenn Sie plötzlich grau eingenebelt werden.

Wenn diese Teile nass sind, dann ist das Kondensflüssigkeit die nicht abgelaufen und dazu noch in Richting Gebläße geschwappt ist. Hast du eventuell in einer flott gefahrenen Linkskurve plötzlich so eigenartige Geräusche aus der Mitte des Armaturenbretts vernommen?

Verstopft ist da immer ein kleiner Gummiablauf der das Kondenswasser das sich am Klimaverdampfer sammelt und dann nach unten zu den Abläufen im Aquarium geleitet wird. Da dieses Gummiteil nmM als Ventil funktionieren soll, ist das Ende zu einer dünnen Lippe geformt aus der dann das Wasser laufen kann aber keine kleinen Krappelviecher in Richtung Klimakompressor zurückkriechen können. Da aber bedingt durch Staub, Pollen etc. oft sehr klebrige Substanzen sich mit dem Wasser vermischen und das ganze eben nicht mit Druck druchgespült sondern nur durch die leichte Neigung dezent ablaufen kann, verklebt diese Lippe regelmäßig und das Wasser sammelt sich bis es am Ende in Richtung Gebläse läuft. Bei 1000 km in dieser Temperatur da kommen schon mal schnell einige Liter Kondenswasser zusammen und das kann ja auch nur im Stand wieder nach oben hin verdunsten. Man merkt das am schnellsten, wenn es kurz nach Anlaufen der Lüftung erstmal richtig muffig nach alten abgestanden Wasser riecht.

Ich geh da immer wie folgt vor, hab es erst am WE nach einer 4000 km langen Urlaubsreise gemacht.

Ich baue den Pollenfilter aus und blasen den richtig sauber, dann (ich habe da eine Pistole mit sehr langem Rohr) blase ich die Blätter und alles was sich so gesammelt hat aus dem Bereich vor den Kühllammellen, dann ist schon mal der Bereich sauber.

Dann kann man entweder Klimaanlagenreiniger nehmen und die Rippen einsprühen. Ich machs etwas aufwendiger. Zuerst gieße ich etwas Wasser über die Rippen, etwa einen halben bis einen Liter und prüfe ob das Wasser unterer dem Aquarium an den Gummihutzen zügig abläuft. Wenn nicht dann nehme ich unter dem Aquarium die Gummihutze auf der Befahrerseite raus und fasse mit der Hand von unten in die Öffnung. Jetzt sollte man mit den Fingern dieses oben beschriebene Gummiventil fühlen können. Ich kenne einige die haben es geschafft, die Spitze vorne abzuschneiden oder es komplett herauszuziehen. Ich nehme einfach die Lippe zwischen zwei Finger und massiere das solange bis ich fühle wie das Wasser jetzt abfliest.

Dann sprühe ich an Stelle des Klimareinigers jede Menge Küchenentfetter von Mellerut auf die Lammellen und lasse das einige Minuten einwirken. Dann wird mit reichlich Spülwasser der Reiniger wieder ausgespühlt und eventuell wieder das Ventile bearbeitet. Ich mach das solange, bis ich das Gefühl habe, jetzt läuft das Wasser das ich oben vorsichtig reingieße, unten wieder ohne spürbare Verzügerung rausläuft. Dann sollte dieses Gummiteil für die nächsten Monate relativ fettfrei sein und nicht wieder sofort verkleben.

Dann noch die Gummihutze reinigen und wieder einbauen und schon sollte die Klima nicht mehr stinken und dass Wasser sauber ablaufen.

Und als rascher Test, ob der Lüfterkasten "unter Wasser " steht:

Haube auf und von der Beifahrerseite aus den rechten Ablauf an der Spritzwand unten ertasten.

Diesen Gummirüssel abziehen und dahinter das o.g. "Ventil" ertasten.

Durch Zusammendrücken lässt es sich öffnen ....und die Brühe fliesst ab.

Themenstarteram 7. August 2013 um 13:42

Hallo rpe,

danke für die ausführliche Information! Meine Kommentare dazu.

Zitat:

Welches Baujahr hast du denn? Riecht es im Auto nach Glykol / Kühlmittel? Ich glaube eher nicht.

96-er Saab CS LPT, in meinem Besitz seit einem Jahr, vom Anfang an habe ich ein komisches Geruch vernommen. Eher faul, als süsslich. Im Winter beschlagen die Scheiben, vor allem wenn ich das Auto kurz stehen lasse, bekomme ich einen Streifen am Fenster auf der Fahrerseite.

Die Gummimatte auf der Beifahrerseite ist leicht nass, der Fussboden auch, dazu noch ein unwesentlicher Kühlmittelverlust.

Aus den früheren Posts hier kann ich auf einen Leck schliessen.

Zitat:

Wenn diese Teile nass sind, dann ist das Kondensflüssigkeit die nicht abgelaufen und dazu noch in Richting Gebläße geschwappt ist. Hast du eventuell in einer flott gefahrenen Linkskurve plötzlich so eigenartige Geräusche aus der Mitte des Armaturenbretts vernommen?

Ja, da hast du Recht. Das habe ich bisher zweimal vernehmen können.

Der Lüfter hörte sich, einen Tag nach der Reise, ziemlich komisch an. Ich hoffe er läuft noch weiter.

Zitat:

Ich machs etwas aufwendiger. Zuerst gieße ich etwas Wasser über die Rippen, etwa einen halben bis einen Liter und prüfe ob das Wasser unterer dem Aquarium an den Gummihutzen zügig abläuft. Wenn nicht dann nehme ich unter dem Aquarium die Gummihutze auf der Befahrerseite raus und fasse mit der Hand von unten in die Öffnung. Jetzt sollte man mit den Fingern dieses oben beschriebene Gummiventil fühlen können. Ich kenne einige die haben es geschafft, die Spitze vorne abzuschneiden oder es komplett herauszuziehen. Ich nehme einfach die Lippe zwischen zwei Finger und massiere das solange bis ich fühle wie das Wasser jetzt abfliest.

Zitat:

Haube auf und von der Beifahrerseite aus den rechten Ablauf an der Spritzwand unten ertasten.

Diesen Gummirüssel abziehen und dahinter das o.g. "Ventil" ertasten.

Durch Zusammendrücken lässt es sich öffnen ....und die Brühe fliesst ab.

Das sollte, glaube ich, das Problem mit dem Kondenswasser lösen, wenn bislang bei der Hitze nicht verdampft ist.

Zitat:

Das ist eine Schamstoffmatte die in das Lüftergehäuse auf eine Aluminiumplatte geklebt wurde, nach meiner Meinung um die Luftgeräusche etwas zu vermindern. Da löst sich nach all den Jahren schon mal der Kleber auf, immerhin herrschen dort ganz erhebliche Temperaturschwankungen. Das kannst du getrost ignorieren, die Profis nehmen oft das Teil komplett raus wenn sie mal das Gebläse ausbauen mussten.

Wenn es zum Tausch von Verdampfer und Gebläsemotor kommt, dann könnte ich diese Schaumstoff-Dichtung wechseln, oder?

Wenn du keinen spürbaren Kühlwasserverlust hast dann würde ich vorerst da gar nichts wechseln. Also Aufgefüllt und nach 500 km ist er schon wieder bei Minimum.

Hat der Wagen ein Schiebedach??? IST GANZ WICHTIG

Mach erstmal die Arbeit mit dem Ventil, dann sehen wir weiter. kannst den Wagen ja mal auf eine saubere Stelle parken oder einen großen Karton drunterlegen, dann das Ventil wieder durchgängig machen und danach schaust du dir mal auf dem Boden an was da so alles rausgelaufen kommt.

Die Schaumstoffteile hören nach einer Zeit von alleine auf, da ist nicht sehr viel verbaut. Wenn sich da was in das Lüfterrad verirrt hat, dass kommt mit der Zeit auch von alleine raus. Nur wenn der Lüfter metallische Geräusche macht, kaum noch Leistung bringt oder nur noch qualvoll vor sich hin orgelt, dann ist es Zeit den auszubauen. Dann macht man auch zur Sicherheit noch den Wärmetauscher gleich mit wenn der Wagen schon über 200km gelaufen ist.

Da sprechen wir von 4 Stunden Arbeit, jede Menge Rückenschmerzen und Schnittwunden an beiden Händen. Also bei einem Laien.

Zitat:

 

Da sprechen wir von 4 Stunden Arbeit, jede Menge Rückenschmerzen und Schnittwunden an beiden Händen. Also bei einem Laien.

Nicht nur bei Laien...:)

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