Kleinwagen finanzieren, Tipps für mich?
Hallo,
ich habe vor mir einen Kleinwagen zu finanzieren, möglichst günstig in den Raten, ohne Anzahlung, Laufzeit 60 Monate. Wichtig: sorgenfrei muss es sein und zwar für genau 5 Jahre (aus persönlichen Gründen).
Anforderungen:
- 5 Jahre Garantie
- 5 Jahre Wartung frei
- Evtl Vollkasko günstig dabei, muss aber nicht weil ich bei 39% bin.
- Nur Stadt/Land
- 9000km/Jahr
- Klima
- (evtl Alufelgen)
- Radio mit USB oder Bluetooth
- kein weißes oder rotes Auto
Nun suche ich schon eine Weile im Netz: Kia (Rio), Fiat (500), Hyundai (i10), Seat (Ibiza) uvm. aber ich sehe mittlerweile vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Hier erscheint wieder der Eyecatcher für 99€, dann fängt man an zu konfigurieren und stellt fest, dass das Auto nackt ist, ohne Überführung etc.
Um auf den Punkt zu kommen: ich habe mir heute mal beim Seat den Ibiza rechnen lassen und finde es ein vernünftiges Angebot, was haltet ihr davon? Ich möchte zu einem Ende kommen, der Winter naht und ich brauche ein Auto:
Seat Ibiza SC Reference 1.0 MPI 55kW Benziner
Sonderlackierung: Midnight Schwarz Metallic (extra)
Innenausstattung: Anthrazit
Sonderausstattung (mein Wunsch):
LM-Felgen "Marsala" 15'' incl. Ganzjahresreifen
Bluetooth-Schnittstelle für Freisprechen und Audiostreaming
Multifunktionslenkrad
Vollkasko für 2 Jahre
5 Jahre Garantie
5 Jahre Wartung frei
Nun die Rechnung:
Hauspreis: 12.543,-
+ KSB - Beitrag: 732,91,-
+ Überführung/Zulassung/KFZ-Brief-Gebühr: 948,00
= Nettokreditbetrag: 14.224,81,-
+ Zinsen (bei 0,99%): 494,02,-
= Darlehenssumme: 14.718,83€
Laufzeit: 60 Monate
Schlussrate bei 10.000km / Jahr: 5.605,43
Monatliche Rate: 151,89€
+ Wartung (5 Jahre): 12,99€ mon.
+ Vollkasko + GAP + Tierschaden: 29,56€ mon.
(danach fahre ich auf 39% VK)
194,44€ im Monat ohne Anzahlung und dann 5 Jahre sorgenfrei fahren.
PS: Zur Info mein Gehalt liegt bei 2100€ Netto/Monat und habe sonst keine Belastungen. Falls das wichtig ist.
Seht ihr das als ein gutes Angebot an?
Habt ihr noch Geheimtipps für andere Marken?
Was taugt SIXT Vario Finanzierungc bzw. SIXT allgemein?
Vielen Dank im Voraus!
Gruß Ajs85
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@guterautokredit schrieb am 10. Oktober 2015 um 10:02:36 Uhr:
Eine alternative wäre ein gewöhnlicher Ratenkredit bei der Bank. Dem Kfz-Händler gegenüber trittst du nur als Barzahler auf und handelst einen fetten Rabatt (ca. 20 %) mit ihm aus. Das Auto kostet dich in diesem Fall nur ca. 10.034 Euro. Dieses Geld nimmst du als Kreditsumme auf und zahlst es ab.
Vermutlich ist Dir entgangen, dass der Hauspreis des Händlers bei dem genannten Ibiza-Angebot bereits deutlich niedriger als der Listenpreis ist (ca. 17 %). Zusätzliche 20 % sind absolut unrealistisch.
Im übrigen sind die Zeiten vorbei, wo man als Barzahler deutlich höhere Nachlässe erhält. Weshalb sollte der Händler dem Barzahler auch bessere Konditionen einräumen? Ihm ist egal, ob er sein Geld vom Käufer direkt oder von der Bank erhält. Eine Ausnahme wäre nur dann gegeben, wenn sich der Händler an günstigen Kreditkonditionen beteiligen müsste; dies ist aber beim derzeit günstigen Zinsniveau eher unwahrscheinlich.
Gruß
Der Chaosmanager
60 Antworten
Zitat:
@Stratos Zero schrieb am 10. Oktober 2015 um 13:11:39 Uhr:
Trotzdem ist es insgesamt deutlich günstiger, wenn er einen Kredit nimmt und Bar zahlt.
???
Wie kommst Du zu Dieser Aussage?
Gruß
Der Chaosmanager
Zitat:
@Stratos Zero schrieb am 10. Oktober 2015 um 13:11:39 Uhr:
Trotzdem ist es insgesamt deutlich günstiger, wenn er einen Kredit nimmt und Bar zahlt.
Ich habe es auch dreimal hin und her gerechnet, es kommt nichts deutliches bei rum, egal ob man es Bar mit Kredit macht oder man es so über den Händler macht.
Dabei macht bei dem Internethändler, wo ich vor rund 2 Jahren gekauft habe das Fahrzeug inkl. Sonderausstattung 11039€ (23%). Fehlen tun hier aber noch die 2 Jahre Vollkasko und die Garantieverlängerung auf 5 Jahre. Damit dürfte man so ziehmlich bei dem "Hauspreis" landen. Dagegen sind die Zinsen sicher günstiger, dafür der KSB viel zu teuer ... macht auch ca. das was man bei der Hausbank zahlt.
Finanziell nimmt es sich also nicht wirklich was. Allerdings würde ich auch ganz klar die Barzahlung bevorzugen. Man fährt an sich die 5 Jahre genauso sorgenfrei, sofern das alles so passt.
Aber: Wenn sich doch etwas ändert, wie die Kilometerleistung oder die Laufzeit, dann hat man alle Freiheiten der Welt. Und diese Option kann Gold wert sein 😉.
@Chaosmanager
Zitat:
Vermutlich ist Dir entgangen, dass der Hauspreis des Händlers bei dem genannten Ibiza-Angebot bereits deutlich niedriger als der Listenpreis ist (ca. 17 %). Zusätzliche 20 % sind absolut unrealistisch.
Für den Barzahler ist grundsätzlich nur das Preisschild maßgeblich. Steht bei dem Auto "10.000 Euro", ist das der Preis über den verhandelt wird. Ob da schon irgendwo anders Vergünstigungen bestehen, interessiert eigentlich nicht. Dass der Händler auf dem Listenpreis herumreiten wird, ist natürlich klar.
Wieviele Prozent du als Barzahler herausholst, hängt von deinem Verhandlungsgeschick und der Nachfrage ab. Stehen noch 10 Kunden beim Händler, wird er dich links liegen lassen, wenn du zu hohe Rabatte forderst. Steht aber niemand da, gib ihm einfach eine Woche Bedenkzeit. Ist er das Auto bis dahin nicht losgeworden, soll er es dir zum ausgehandelten Preis geben.
Zitat:
Im übrigen sind die Zeiten vorbei, wo man als Barzahler deutlich höhere Nachlässe erhält.
Da hast du dich aber sauber ins Bockshorn jagen lassen. Dreh den Spieß doch einfach mal um und sag dem Händler, dass dir ein Konkurrent einen Rabatt gewähren würde, du aber lieber bei ihm kaufen würdest.
Zitat:
Weshalb sollte der Händler dem Barzahler auch bessere Konditionen einräumen? Ihm ist egal, ob er sein Geld vom Käufer direkt oder von der Bank erhält.
Falsch. Eine Barzahlung bedeutet für ihn erheblich weniger Aufwand, er hat das Geld sofort Bar auf die Kralle. Bei einem Kredit besteht immer die Möglichkeit, dass es zu einem Zahlungsausfall kommt. Das geringere Risiko bei Barzahlung vergütet er dir durch einen Rabatt (sofern du dich nicht ins Bockshorn jagen lässt).
Zitat:
Eine Ausnahme wäre nur dann gegeben, wenn sich der Händler an günstigen Kreditkonditionen beteiligen müsste; dies ist aber beim derzeit günstigen Zinsniveau eher unwahrscheinlich.
Das Zinsniveau ist nicht so günstig wie es aussieht. Klar, du zahlst wenig Zinsen wenn du einen typischen Autokredit aufnimmst. Dafür gibt es aber verschiedene Einschränkungen (Zweckgebundenheit, Werkstattbindung,...). Machst du es über einen normalen Ratenkredit, fallen die Einschränkungen weg, dafür steigt aber natürlich der Zinssatz beim Kredit.
Grüße,
GuterAutokredit
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Zitat:
@guterautokredit schrieb am 12. Oktober 2015 um 09:28:44 Uhr:
Falsch. Eine Barzahlung bedeutet für ihn erheblich weniger Aufwand, er hat das Geld sofort Bar auf die Kralle. Bei einem Kredit besteht immer die Möglichkeit, dass es zu einem Zahlungsausfall kommt. Das geringere Risiko bei Barzahlung vergütet er dir durch einen Rabatt (sofern du dich nicht ins Bockshorn jagen lässt).
Den Händler interessiert es nicht, ob du die Raten zahlst oder nicht. Das ist eine Sache zwischen dir und der Bank...
Zitat:
@guterautokredit schrieb am 12. Oktober 2015 um 09:28:44 Uhr:
Wieviele Prozent du als Barzahler herausholst, hängt von deinem Verhandlungsgeschick und der Nachfrage ab. Stehen noch 10 Kunden beim Händler, wird er dich links liegen lassen, wenn du zu hohe Rabatte forderst. Steht aber niemand da, gib ihm einfach eine Woche Bedenkzeit. Ist er das Auto bis dahin nicht losgeworden, soll er es dir zum ausgehandelten Preis geben.
Natürlich hängt es am Verhandlungsgeschick, aber es hat trotzdem Grenzen.
Auch wenn kein Kunde kommt, sind die Grenzen da gegeben, wo er nichts mehr dran verdient.
Daher wird er immer seine Mindestmarge haben, anders kann er auch gar nicht überleben. Wo es früher kaum möglich war herauszufinden wo dieser Punkt liegt, erkennt man das heute durch die Internethändler ganz gut. Denn die haben nur eine sehr kleine Marge, die in der Regel noch unter der Mindestmarge eines Händlers vor Ort liegt.
Und da ist der TE sicher absolut am Limit. Mehr wird sich da nicht rausholen lassen, auch wenn er das Geld bar auf den Tisch legt. Das ist gut verhandelt von ihm.
Zitat:
@guterautokredit schrieb am 12. Oktober 2015 um 09:28:44 Uhr:
Da hast du dich aber sauber ins Bockshorn jagen lassen. Dreh den Spieß doch einfach mal um und sag dem Händler, dass dir ein Konkurrent einen Rabatt gewähren würde, du aber lieber bei ihm kaufen würdest.
Kannst du gerne tun, bringen wird es aber nicht wirklich viel. Denn die wissen ganz genau was die Konkurrenz so verlangt.
Zitat:
@guterautokredit schrieb am 12. Oktober 2015 um 09:28:44 Uhr:
Falsch. Eine Barzahlung bedeutet für ihn erheblich weniger Aufwand, er hat das Geld sofort Bar auf die Kralle. Bei einem Kredit besteht immer die Möglichkeit, dass es zu einem Zahlungsausfall kommt. Das geringere Risiko bei Barzahlung vergütet er dir durch einen Rabatt (sofern du dich nicht ins Bockshorn jagen lässt).
Nein, der Händler hat überhaupt keinen Aufwand damit. Darum unterscheiden sich der Barkauf und die Finanzierung auch nicht.
Die Bank hat einen gewissen Aufwand und ein gewisses Risiko. Dieses lässt sie sich bezahlen mittels Zins und in diesem Fall den KSB. Insgesamt passt aber auch das Angebot an der Stelle und dürfte bei der Hausbank auch nicht günstiger zu bekommen sein (die will ihren Aufwand und ihr Risiko ja ebenfalls vergütet haben).
Zitat:
Dass der Händler auf dem Listenpreis herumreiten wird, ist natürlich klar.
Vom Listenpreis war in meinem Post nicht die Rede, sondern davon, dass der TE bereits einen Nachlass von ca. 17 % erhalten hat.
Zitat:
Steht aber niemand da, gib ihm einfach eine Woche Bedenkzeit. Ist er das Auto bis dahin nicht losgeworden, soll er es dir zum ausgehandelten Preis geben.
... und welche Motivation sollte ein Händler haben, Dir ein Auto unter seinem Einstandspreis zu verkaufen?
Zitat:
Da hast du dich aber sauber ins Bockshorn jagen lassen. Dreh den Spieß doch einfach mal um und sag dem Händler, dass dir ein Konkurrent einen Rabatt gewähren würde, du aber lieber bei ihm kaufen würdest.
Du darfst mir glauben, dass ich mich nicht ins Bockshorn jagen lasse. Für jeden Händler gibt es eine Schmerzgrenze. Unter die wird er nicht gehen, weil er seine Existenz aufs Spiel setzen würde.
Zitat:
Eine Barzahlung bedeutet für ihn erheblich weniger Aufwand, er hat das Geld sofort Bar auf die Kralle. Bei einem Kredit besteht immer die Möglichkeit, dass es zu einem Zahlungsausfall kommt. Das geringere Risiko bei Barzahlung vergütet er dir durch einen Rabatt (sofern du dich nicht ins Bockshorn jagen lässt).
Ich weiß nicht, von welchem Aufwand Du sprichst und auch nicht von welchem Risiko. Bei einer Finanzierung erhält der Händler das Geld sofort von der Bank - er hat überhaupt kein Risiko. Sollte die Bank einen Zahlungsausfall beklagen müssen, tangiert dies den Händler überhaupt nicht, da er den Kaufpreis schon längst erhalten hat.
Gruß
Der Chaosmanager
Zitat:
@manudrescher schrieb am 9. Oktober 2015 um 12:07:13 Uhr:
@SpyderRyderIch fahre selbst ebenfalls den aktuellen Aygo.
Ich gebe zu, das war ggf. etwas überspitzt ausgedrückt ;-)
[...]
Ich finde es respektabel, dass es für dich "entspannt" war...ich finde das auf der AB eher absolut unentspannt.
Moin, war ein paar Tage nicht hier, darum hier erst die Antwort dazu. Nun, ich vergleiche einfach mal den Aygo mit meinem 44PS-Oldtimer. Selbst mit dem schaffe ich es, auf der Bahn bei Geschwindigkeiten zwischen 100 und 130 zu überleben. Ja, überholen dauert länger und ja, manchmal lässt man es besser. Andererseits: gerade beim Aygo kann man das etwas knappe Drehmoment ja auch durch Verwenden der kleinen Gänge überspielen. Der Kleine läuft knapp Tacho 100 im Zweiten und an die 140 im Dritten, und dann beschleunigt er auch. Wenn man das nicht zu oft macht, bleibt es trotzdem bei 5 Litern Verbrauch.
Ist halt mehr Arbeit als mit einem größeren Auto, keine Frage. Aber ich fand den kleinen Dreizylinder auch akustisch ganz amüsant und bin deswegen trotz meines Fahrprofils mit 90% Autobahn (Strecken bis 600 km) sehr zufrieden gewesen. Sollte ich jemals geschäftlich Schiffbruch erleiden und auf ein kleines Modell zurück rüsten müssen, nehme ich wieder so einen Wagen als Dienst-Rasenmäher ;-) Bis dahin erfreue ich mich, zugegeben, an größeren Modelle.
Grüße
SpyderRyder
Zitat:
Den Händler interessiert es nicht, ob du die Raten zahlst oder nicht. Das ist eine Sache zwischen dir und der Bank...
Du kannst nicht dutzende von Kreditarten über einen Kamm scheren. Bei der typischen, von den Kfz-Händlern angebotene Ballonfinanzierung übernimmt der Händler die Kommunikation zwischen dir und der Bank. Wäre es anders, könntest du ja gleich zur BMW- oder Audibank gehen und der Händler müsste gar keine Kredite anbieten. Kommt es zum Zahlungsausfall, betrifft das zwar eigentlich nur dich und die Autobank, der Händler ist aber als Vermittler dazwischengeschaltet und muss sich dann trotzdem mit dem Kram herumschlagen.
Zitat:
Natürlich hängt es am Verhandlungsgeschick, aber es hat trotzdem Grenzen.
Auch wenn kein Kunde kommt, sind die Grenzen da gegeben, wo er nichts mehr dran verdient.
Daher wird er immer seine Mindestmarge haben, anders kann er auch gar nicht überleben. Wo es früher kaum möglich war herauszufinden wo dieser Punkt liegt, erkennt man das heute durch die Internethändler ganz gut. Denn die haben nur eine sehr kleine Marge, die in der Regel noch unter der Mindestmarge eines Händlers vor Ort liegt.
Und da ist der TE sicher absolut am Limit. Mehr wird sich da nicht rausholen lassen, auch wenn er das Geld bar auf den Tisch legt. Das ist gut verhandelt von ihm.
Bevor es den Kfz-Handel im Internet gab, lag die "Mindestmarge" des Händlers bestimmt doppelt so hoch wie heute. Und es wurde fleißig behauptet, dass man unmöglich günstiger verkaufen kann. Und plötzlich ging es doch.
Der Internethändler kann seine Marge natürlich niedriger ansetzen, weil er keine Verkaufsräume benötigt. Damit kann ein stationärer Händler nicht konkurrieren.
Trotzdem denke ich, dass für die Händler nach wie vor genug Gewinn herausspringt. Das würden sie natürlich nie zugeben. Vor dem Kunden nagen sie immer am Hungertuch und versuchen den Preis möglichst weit oben zu halten. Wie sagte es schon Goethe? Jammern ist der Gruß des Kaufmanns.
Zitat:
Kannst du gerne tun, bringen wird es aber nicht wirklich viel. Denn die wissen ganz genau was die Konkurrenz so verlangt.
Und trotzdem ist es gut für den Händler, wenn er dem Konkurrenten einen Kunden abspenstig machen kann.
Zitat:
Nein, der Händler hat überhaupt keinen Aufwand damit. Darum unterscheiden sich der Barkauf und die Finanzierung auch nicht.
Wird er von einem Autohersteller - sagen wir BMW - als Mittelsmann eingespannt, hat er sehr wohl Aufwand. Er muss dann die gesamte Kommunikation zwischen Kunde und BMW-Bank übernehmen. Auf diese Weise spart sich die BMW-Bank eigene Angestellte.
Zitat:
Die Bank hat einen gewissen Aufwand und ein gewisses Risiko. Dieses lässt sie sich bezahlen mittels Zins und in diesem Fall den KSB. Insgesamt passt aber auch das Angebot an der Stelle und dürfte bei der Hausbank auch nicht günstiger zu bekommen sein (die will ihren Aufwand und ihr Risiko ja ebenfalls vergütet haben).
Das kommt auf die Art des Kredits an. Bei einem zweckgebundenen Autokredit kassiert die Bank gerne den Fahrzeugbrief ein. Sie hat somit dein Auto als Sicherheit. Warum dann zusätzlich noch ein KSB als Sicherheit abgeschlossen wird? Ganz einfach: Zwei Finanzprodukte verkaufen ist besser als nur eines verkaufen.
Nimmt der TE einen normalen Ratenkredit auf, kann er sich eine Bank suchen, die keinen Abschluss eines KSB verlangt. Hat der TE eine gute Bonität, sollte das kein Problem sein. Auch der Fahrzeugbrief wird nicht eingezogen. Und er kann außerdem als Barzahler beim Autohändler auftreten.
Zitat:
@guterautokredit schrieb am 13. Oktober 2015 um 17:19:41 Uhr:
Trotzdem denke ich, dass für die Händler nach wie vor genug Gewinn herausspringt. Das würden sie natürlich nie zugeben. Vor dem Kunden nagen sie immer am Hungertuch und versuchen den Preis möglichst weit oben zu halten. Wie sagte es schon Goethe? Jammern ist der Gruß des Kaufmanns.
Naja, man könnte auch einfach handeln dazu sagen ... also das was du hier so fleißig empfiehlst.
Zitat:
@guterautokredit schrieb am 13. Oktober 2015 um 17:19:41 Uhr:
Und trotzdem ist es gut für den Händler, wenn er dem Konkurrenten einen Kunden abspenstig machen kann.
Aber nicht zu weniger als seiner Mindestmarge und erst recht nicht unter dem Einkaufspreis.
Zitat:
@guterautokredit schrieb am 13. Oktober 2015 um 17:19:41 Uhr:
Wird er von einem Autohersteller - sagen wir BMW - als Mittelsmann eingespannt, hat er sehr wohl Aufwand. Er muss dann die gesamte Kommunikation zwischen Kunde und BMW-Bank übernehmen. Auf diese Weise spart sich die BMW-Bank eigene Angestellte.
Die gesamte Kommunikation besteht darin, ggf. mit dem Kunden den Kreditantrag auszufüllen.
Da braucht man nicht zu meinen, dass wäre nun unheimlich viel Arbeit.
Zitat:
@guterautokredit schrieb am 13. Oktober 2015 um 17:19:41 Uhr:
Das kommt auf die Art des Kredits an. Bei einem zweckgebundenen Autokredit kassiert die Bank gerne den Fahrzeugbrief ein. Sie hat somit dein Auto als Sicherheit. Warum dann zusätzlich noch ein KSB als Sicherheit abgeschlossen wird? Ganz einfach: Zwei Finanzprodukte verkaufen ist besser als nur eines verkaufen.Nimmt der TE einen normalen Ratenkredit auf, kann er sich eine Bank suchen, die keinen Abschluss eines KSB verlangt. Hat der TE eine gute Bonität, sollte das kein Problem sein. Auch der Fahrzeugbrief wird nicht eingezogen. Und er kann außerdem als Barzahler beim Autohändler auftreten.
Klar macht die Bank hier auch ihr Geld. Allerdings von dem Zins allein könnte sie wohl nicht leben. Inkl. KSB kommen wir hier auf einen Zins von rund 3%. Das ist absolut ok und würde bei einem Ratenkredit wohl auch nicht günstiger werden.
Ansonsten hilft es eben nichts als Barzahler aufzutreten. Ich sehe beim TE schlicht und einfach auch keine Luft mehr, mehr herauszuhandeln. Das ist ein sehr gutes Angebot.
Zitat:
@guterautokredit schrieb am 13. Oktober 2015 um 17:19:41 Uhr:
Bevor es den Kfz-Handel im Internet gab, lag die "Mindestmarge" des Händlers bestimmt doppelt so hoch wie heute. Und es wurde fleißig behauptet, dass man unmöglich günstiger verkaufen kann. Und plötzlich ging es doch.
Der Internethändler kann seine Marge natürlich niedriger ansetzen, weil er keine Verkaufsräume benötigt. Damit kann ein stationärer Händler nicht konkurrieren.
Trotzdem denke ich, dass für die Händler nach wie vor genug Gewinn herausspringt. Das würden sie natürlich nie zugeben. Vor dem Kunden nagen sie immer am Hungertuch und versuchen den Preis möglichst weit oben zu halten. Wie sagte es schon Goethe? Jammern ist der Gruß des Kaufmanns.
Von welchen "Internethändlern" sprichst du hier? Ich kenne nur die Vermittlungsagenturen, die deutschlandweit den Händler suchen, der das günstigste Angebot macht. Und das sind dann völlig normale "stationäre" Vertragshändler, die aus verschiedenen Gründen sehr gute Rabattkonditionen für Neuwagen anbieten können. Oftmals sind das recht große Autohausketten, die eben sehr viele Neuwagen bestellen. Ein kleiner Vertragshändler hat meist viel schlechtere Konditionen, wenn er beim Hersteller Autos bestellt. Es stimmt also keineswegs, wenn du pauschal sagst, dass alle Händler ausreichend große Verhandlungsspielräume für Rabatte hätten.
Zumal: Dass für den Händler etwas beim Geschäft herausspringt, ist völlig normal - genau so wie sein Versuch, den Verkaufspreis möglichst hoch zu halten. Da ist auch nichts unseriös dran, sondern so funktioniert das nun mal im kaufmännischen Bereich. Nullsummengeschäfte sind sicher nicht der Sinn von freiem Handel.
Außerdem: Barzahlen bringt keinen Rabatt zusätzlich im Vergleich zu Finanzierung. Die Gründe hat Chaosmanager bereits dargelegt.
Der Händler erhält von der finanzierenden Bank den Kaufpreis sofort. Was glaubst du, warum die Bank den Fahrzeugbrief einbehält? Weil die Bank, während die Finanzierung nicht abgeschlossen ist, die Eigentümerin des Autos bleibt und NICHT der Händler.
Aus eigener Erfahrung hat sich das bisher Geschriebene bei meinen letzten drei Autokäufen überdies bestätigt. Selbst der Verkäufer hat eingeräumt, dass Barzahlung keine Rabattvorteile bringt, da es ihm völlig egal ist, ob in Bar gezahlt oder finanziert wird.
Zitat:
Naja, man könnte auch einfach handeln dazu sagen ... also das was du hier so fleißig empfiehlst.
Richtig. Genau darum geht es.
Zitat:
Aber nicht zu weniger als seiner Mindestmarge und erst recht nicht unter dem Einkaufspreis.
Schon klar. Das wird kein Händler tun. Deshalb ist der Kaufpreis von vornherein so angelegt, dass einem hartnäckigen Feilscher noch ein Rabatt gewährt werden kann.
Zitat:
Die gesamte Kommunikation besteht darin, ggf. mit dem Kunden den Kreditantrag auszufüllen.
Da braucht man nicht zu meinen, dass wäre nun unheimlich viel Arbeit.
Das stimmt auch. Es wird aber gerne so getan, als wäre das viel Arbeit. Wäre der Kfz-Händler ein Rechtsanwalt, würde er für Schreibkram in dieser Größenordnung 500 Euro Bearbeitungsgebühr verlangen, ohne dabei mit der Wimper zu zucken. Grund: Erhöhter Verwaltungsaufwand.
Zitat:
Klar macht die Bank hier auch ihr Geld. Allerdings von dem Zins allein könnte sie wohl nicht leben. Inkl. KSB kommen wir hier auf einen Zins von rund 3%. Das ist absolut ok und würde bei einem Ratenkredit wohl auch nicht günstiger werden.
Der Zinssatz beim Ratenkredit wäre etwas höher. Das ist der Preis für die Freiheiten, die man erhält (kein Einzug des Fahrzeugbriefes, keine Werkstattbindung, etc.)
Zitat:
Ansonsten hilft es eben nichts als Barzahler aufzutreten. Ich sehe beim TE schlicht und einfach auch keine Luft mehr, mehr herauszuhandeln. Das ist ein sehr gutes Angebot.
Hab nochmal nachgeguckt. Der TE hat eine sehr lange Kreditlaufzeit gewählt. Die drückt natürlich den Zinssatz. Allerdings ist er 60 Monate gebunden, darf nur 9.000 km pro Jahr fahren und am Ende der Kreditlaufzeit wird das Auto nicht mehr viel wert sein. Bei der Wartung ist er an eine Vertragswerkstatt gebunden, auch die Versicherung darf er nicht frei wählen.
Zitat:
Von welchen "Internethändlern" sprichst du hier? Ich kenne nur die Vermittlungsagenturen, die deutschlandweit den Händler suchen, der das günstigste Angebot macht. Und das sind dann völlig normale "stationäre" Vertragshändler, die aus verschiedenen Gründen sehr gute Rabattkonditionen für Neuwagen anbieten können. Oftmals sind das recht große Autohausketten, die eben sehr viele Neuwagen bestellen. Ein kleiner Vertragshändler hat meist viel schlechtere Konditionen, wenn er beim Hersteller Autos bestellt. Es stimmt also keineswegs, wenn du pauschal sagst, dass alle Händler ausreichend große Verhandlungsspielräume für Rabatte hätten.
Ich lass das jetzt mal einfach so stehen. Es würde beweisen, dass Einkaufspreis nicht gleich Einkaufspreis ist. Und auch, dass die Mindestmarge bei den Händlern unterschiedlich ist.
Zitat:
Zumal: Dass für den Händler etwas beim Geschäft herausspringt, ist völlig normal - genau so wie sein Versuch, den Verkaufspreis möglichst hoch zu halten. Da ist auch nichts unseriös dran, sondern so funktioniert das nun mal im kaufmännischen Bereich. Nullsummengeschäfte sind sicher nicht der Sinn von freiem Handel.
Wo habe ich etwas anderes behauptet?
Zitat:
Außerdem: Barzahlen bringt keinen Rabatt zusätzlich im Vergleich zu Finanzierung. Die Gründe hat Chaosmanager bereits dargelegt.
Mein Modell (Normaler Ratenkredit + beim Kfz-Händler als Barzahler auftreten) ist auch eine Art der Finanzierung. Nur eben mit deutlich mehr Freiheiten + Rabatt.
Zitat:
Der Händler erhält von der finanzierenden Bank den Kaufpreis sofort. Was glaubst du, warum die Bank den Fahrzeugbrief einbehält? Weil die Bank, während die Finanzierung nicht abgeschlossen ist, die Eigentümerin des Autos bleibt und NICHT der Händler.
Ja und? Hab ich doch geschrieben. Abgesehen davon: Beim Modell normaler Ratenkredit wird an keiner Stelle der Fahrzeugbrief einbehalten.
Zitat:
Aus eigener Erfahrung hat sich das bisher Geschriebene bei meinen letzten drei Autokäufen überdies bestätigt. Selbst der Verkäufer hat eingeräumt, dass Barzahlung keine Rabattvorteile bringt, da es ihm völlig egal ist, ob in Bar gezahlt oder finanziert wird.
Auf diese Weise hat er gekonnt die Gefahr abgewendet, dass du einen Barzahler-Rabatt aushandeln willst.
Ich gehe jetzt nicht mehr im Einzelnen auf das Geschriebene ein. Man sieht hier sehr deutlich, wie du alles so drehst, wie du es brauchst, auch schon im vorigen Beitrag, wo du auf Jupp78 eingegangen bist.
Ich bleibe dabei: Barzahlung bringt keine zusätzlichen Rabatte gegenüber Finanzierung über Herstellerbanken. Die absolut logische Erklärung dafür wurde dir bereits in aller Deutlichkeit von Chaosmanager geliefert.
Nur zum ersten Absatz bezüglich deines "Internethändler"-Arguments: Irgendwie hast du nicht erfasst, was ich geschrieben habe. Nicht alle Händler können die gleichen Nachlässe gewähren. Nur weil Händler A einen 16%-igen Rabatt auf einen Neuwagen gibt (und damit trotzdem noch ein für sich lohnendes Geschäft macht), ist das bei Händler B nicht zwingend der Fall. Wenn also ein Händler sagt, er könne nicht unter Preis X gehen, da er sonst mit dem Geschäft Verluste macht, ist das mitnichten per se eine Lüge. Nichts anderes habe ich geschrieben. Aber genau das hast du in deinen vorigen Beiträgen suggeriert - zumindest habe ich das so aufgenommen.
Nur eines noch: Sei versichert, dass ich bei meinem Neuwagenkäufen stets einen sehr hohen Nachlass heraushandeln konnte. Einen "Barzahler-Rabatt" gibt es jedoch nicht mehr. Wenn dir das ein Händler angeblich eingeräumt hat, dann nur, weil du vorher nicht ans Maximum des jeweiligen Händlers gehandelt hast - dann hat er dir halt noch ein Häppchen zugeworfen, dass er dir gegenüber als sogenannten Barzahler-Nachlass bezeichnet hat. Dieser Nachlass hat dann aber nichts mit der Barzahlung zu tun gehabt.