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Finanzieren & Leihen nicht viel teurer als barkaufen ?

Themenstarteram 20. März 2008 um 16:44

Das sagt die finanztest:

Ergebnis des Finanztest-Vergleichs: Der Kunde zahlt sowohl mit dem klassischen Ratenkredit als auch mit dem Drei-Wege-Modell kaum mehr als beim Barkauf.

& In einzelnen Fällen kann eine Finanzierung sogar etwas günstiger als der Barkauf sein. Nämlich dann, wenn der Käufer für sein Gespartes einen besseren Zins bekommt, als er für den Kredit bezahlen muss.

QUELLE

Mich persönlich interessiert vor allem das leihen und somit die Aussage "Die monatliche Rate ist nur etwa halb so hoch wie bei einer klassischen Finanzierung. ". Wobei ich das auto weggeben und ein neues aktuelleres leihen würde.

Ich hätte die Möglichkeit es sowohl privat als auch gewerblich zu machen. Was meint ihr ?

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6 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von sanatik

 

Mich persönlich interessiert vor allem das leihen und somit die Aussage "Die monatliche Rate ist nur etwa halb so hoch wie bei einer klassischen Finanzierung. ". Wobei ich das auto weggeben und ein neues aktuelleres leihen würde.

Die Raten sind bei Drei-Wege und bei Leasing niedriger als bei klassischer Finanzierung, weil das "Ballonfinanzierungen" sind (Leasing ist jedenfalls wirtschaftlich mehr oder weniger dasselbe). D.h. in allen Fällen kommt zum Ende der Laufzeit nochmal eine dicke Restzahlung, idR in der Nähe des prognostizierten Restwerts.

Du zahlst mit (der Anzahlung und) den Raten daher nur für die tatsächliche Nutzung und den Wertverlust des Autos, wohingegen Du bei einer klassischen Finanzierung nach und nach das Ding erwirbst.

Was besser ist, muss man im Einzelfall durchrechnen. Pauschale Aussagen sind immer Mist.

Einbayer

Themenstarteram 22. März 2008 um 16:01

ja bei mir steht fest das ich das auto rund 2-3 jahre fahren und aktualisieren möchte. Am besten solange die Herstellergarantie oder die maximal anschlussgarantie machbar ist und dann weg damit.

Optimal wäre es natürlich erst das auto nach seinem grössten wertverlust also nach 2-3 jahren zu holen aber auch nach einem jahr hat man ja schon viel wertverlust hinter sich und es ist dann schon ein unterschied ob man ein fast neues oder 3 jahre altes auto mit durchgefurzten sesseln fährt.

 

Zitat:

Original geschrieben von sanatik

....es ist dann schon ein unterschied ob man ein fast neues oder 3 jahre altes auto mit durchgefurzten sesseln fährt.

Bei wirklich hochwertigen Fahrzeugen merkt man da i.d.R. keinen Unterschied.

Zitat:

Original geschrieben von sanatik

ja bei mir steht fest das ich das auto rund 2-3 jahre fahren und aktualisieren möchte. Am besten solange die Herstellergarantie oder die maximal anschlussgarantie machbar ist und dann weg damit.

Optimal wäre es natürlich erst das auto nach seinem grössten wertverlust also nach 2-3 jahren zu holen aber auch nach einem jahr hat man ja schon viel wertverlust hinter sich und es ist dann schon ein unterschied ob man ein fast neues oder 3 jahre altes auto mit durchgefurzten sesseln fährt.

Dann sollte für Dich 3-Wege oder Leasing sinnvoll sein, wenn die Konditionen passen. Die Kapitalbindung ist deutlich niedriger als bei Barkauf bzw. klassischer Finanzierung, weil Du ja, wie gesagt, nur die Nutzung zahlst.

Neben den Raten musst Du allerdings während der Laufzeit die Anzahlung für das Neufahrzeug ansparen, da Du am Ende der Laufzeit bei Rückgabe des Wagens ja kein Geld bekommst (keine Inzahlungnahme, das Ding gehört Dir ja nicht), es besteht sogar eine Gefahr, dass Du noch was nachzahlen musst (Restwert/km-abhängig). Umgekehrt kann es auch sein, dass Du auch ein bisschen was bekommst, aber eben nicht den Restwert, sondern maximal Differenz prognostizierter Restwert und tatsächlicher Restwert.

Manche Hersteller bieten Leasing / Finanzierung auch für Jahreswagen an, vielleicht schaust Du da mal. Dann bist Du nach drei Jahren aber meist raus aus der Garantie. Wenn's Dir ums Ärger vermeiden geht, kannst Du es ja auch mit Full-Service-Leasing versuchen, dann zahlst Du außer Raten und Sprit praktisch nichts mehr, auch keine Wartung. (Macht im übrigen transparent, was so ein Auto kostet, monatlich.)

Einbayer

Was Einbayer da so schreibt ist nicht zu empfehlen und auch nicht so ganz richtig.

Die Vorteile der 3 Wege finanzierung sind, daß du der Besitzer von dem Fahrzeug bist und die Bank den Fahrzeugbrief als Eigentumsvorbehalt behält. Desweiteren kannst dann auch dein Fahrzeug privat verkaufen. Das geht beim Leasing alles nicht, weil du das Fahrzeug nur geliehen hast und nicht der Besitzer bist. Denn im Gegensatz zu der 3 Wege finanzierung steht dann im Fahrzeugbrief nicht dein Name.

Solltest du dich für einen neuen Wagen mal entscheiden nach z.B. 3 Jahren und der Händler bietet Konditionen an wie z.B bei Neukauf 3000Euro über Gebrauchtwagenwert, so kannst du dein Auto dafür abgeben und hast direkt die 3000Euro Anzahlung oder zahlst nur 2000 Euro davon an und bekommst 1000Euro vom Händler ausbezahlt. Das geht alles beim Leasing nicht.

Bei der 3 Wege finanzierung kauft der Händler nur das Fahrzeug von der Bank ab und hat mit dir im voraus einen Vertrag geschlossen das sie dir dein Auto abkaufen nach der Kreditlaufzeit zu dem geschätzten Gebrauchtwagenpreis wenn du das Fahrzeug nicht mehr behalten willst. Du kannst es aber auch Privat verkaufen und den Kredit bei der Bank ablösen u.s.w. Da der Marktwert meist höher ist, wie der Händler es mit dir im Vertrag stehen hat. Quasi hast Du alle Möglichkeiten mit deinem 3 Wege finanzierten Auto!

Privatleasing lohnt sich also nicht und durch die ganzen Vorteile durch die 3 Wege finanzierung kann es wirklich günstiger sein, denn z.B ein Polo kostet mit dem Fan-Paket 800Euro Zinsen in vier Jahren. Wenn ich jetzt mein Geld auf ein Tagelsgeldkonto lege bekomme ich mehr Zinsen als wie ich für das Fahrzeug als Zinsen bezahlen muß. Somit mache ich mit meinem angelegten Geld sogar noch plus als wenn ich mit hohen Zinsen eine klassische Finanzierung mache oder das Geld direkt auf den Tisch des Händlers lege.

Hi,

ich weiß nicht, was ich empfohlen habe, was falsch sein soll, aber im Gegensatz zu vielen anderen hier bin ich nicht von irgendeinem Weg überzeugt, sondern würde Dir nur raten, bestimmte Wege nach den Konditionen miteinander zu vergleichen. Das stimmt ja fast alles, was MM da schreibt.

Falls die Leasingkonditionen (gewerblich oder privat) anders subventioniert sind als die Finanzierung, kann sich Leasing (auch privat bzw. gewerblich für privat) auch im Vergleich zur 3-Wege Finanzierung lohnen. Falls es andersrum ist, lohnt sich die Finanzierung. Muss man halt anschauen.

Ob ich Eigentümer bin oder nicht, ist mir allerdings völlig egal, muss ich dazu sagen. (Ich lease gerade und die Bank behält den Brief nicht wegen "Eigentumsvorbehalt" (das ist was anderes), sondern weil sie schlicht Eigentümer ist.) Ich habe aber eine Kaufoption zum kalkulierten Restwert, hätte also immer die Möglichkeit, das Fahrzeug am Ende des Leasingvertrags - wie beim 3-Wege - zu einem festgelegten Preis zu übernehmen und nach Lust privat weiter zu verkaufen, falls ich glaube, das Restwertgutachten ist zu niedrig (ansonsten bekomme ich die Differenz eh zu 75% wieder). Allerdings war in meinem Fall das Leasing durch den Hersteller stärker subventioniert als die Finanzierung, deswegen (und wohl nur deswegen) hat sich das gerechnet.

Unter Vernachlässigung nicht vorhersehbarer Faktoren wie die von MM angesprochene Gebrauchtwagenprämie (wobei man das evtl. auch bei Rückgabe des Leasing-Fahrzeugs verhandeln kann...), etwaiger psychologische Faktoren (Eigentümer?) und ähnlichem lassen sich die verschiedenen Optionen durch Berechnung des jeweiligen Barwerts der Zahlungen vergleichen.

Nimm den Zinssatz, den Du beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto bekommst und diskontiere alle Zahlungen über die Laufzeit ab. Was dann den niedrigsten Barwert hat, das ist "am billigsten".

Einbayer

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