Kirchhof: Firmenwagen

Volvo

Liebe Geschäftswagenfahrer,

unser voraussichtlich neuer Finanzonkel Kirchhof hat inzwischen auch seine Überlegungen zum Betriebsvermögen von Freiberuflern und Unternehmen dargelegt. Für unsere Elche würde das folgendes bedeuten.

Nicht mehr absetzbar sollen Aufwendungen sein, die teilweise auch privat genutzt werden können: Firmenwagen, Arbeitszimmer. Die Aufwendung für ein Geschäftsfahrzeug ist dann steuerlich abzugsfähig, wenn damit grundsätzlich nur Geschäftsfahrten durchgeführt werden. Das setzt den Besitz eines privaten Zweitwagens voraus oder eine große Überzeugungskraft des Steuerpflichtigen gegenüber dem Finanzamt. Denn alle Privatfahrten müßten bei Anerkennung des einzigen Wagens als Firmenwagen mit dem ÖPNV durchgeführt werden.

Das Kirchhof-Programm dürfte somit eine Sonderkonjunktur zum Erwerb eines Zweitwagens auslösen .....😉

Die Gurke mit Cabrio-Überlegungen 😁

243 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Spreewald-VOLVO


mehr mittel für die forschung und bildung in ost wie west. wobei die förderung im osten relativ stärker wachsen müsste als im osten. zudem müsste dort die industrieforschung angekurbelt werden, indem cluster mit kritischer (!!) masse gebildet werden. die gibt es in sachsen aus historischen gründen, weil sich dort fast die gesamte industrieforschung der ddr konzentrierte.

Also wieder irgendwo ein paar hundert millionen vergraben bzw als Standorthilfe den Firmen geben? Industrieforschung läßt sich nicht vom Staat verordnen. Das bringt nix. Die großen Firmen würden nur die Kohle abgreifen.

Dann lieber Hochschulen bauen und den Studenten/Profs hilfen geben um Ideen marktreif zu machen. Das ist billiger und organisches Wachstum gesünder. Ideen kann man sich zB in den USA holen. Pharmazieunternehmen gehen mittlerweile da hin wo gute Unis sind. Allerdings dauert das viele Jahre sowas aufzubauen und noch ein paar bis das auch auf Otto Normalverbrauchen abstrahlt. Nichts mit dem man Wähler fangen kann

Rapace

muss ich repace teils recht geben, aber du kannst industrieforschung ankurbeln, indem du die ansiedlung bestimmter industriezweige förderst - um zunächst eine kritische masse an einem standort zu erreichen. einzelstandorte wie lufthansa-technik arnstadt oder eko eisenhüttenstadt halte ich für wenig zunkunftsträchtig, sofern sich nicht ähnliche firmen im umkreis ansiedeln. da ist wiederum staatliche strukturpolitik gefragt, die mehr bietet als einen schluck aus der subventionspulle.....

die gurke

Du sagst es, Strukturpolitik. Strukturen schaffen. Infrastruktur (dazu zähle ich auch entsprechend ausgebildete Menschen etc.) Aber gemacht wird einzelne Firmen ansiedeln mit viel, viel Geld (AMD, Siemens, die Banken in Bayern...) Das läßt sich dem Wähler verkaufen. Helfen tut es selten.

Rapace

Danke für den Tip Spreewald-Volvo. War auch schon öfter in SA. ISt dort zwar sehr nett, aber als Weißer nicht wirklich sicher.
Viele Grüße
Selenum

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Ein weiterer zu bedenkender Punkt. In den USA funktioniert die Verbindung von industrie- und Hochschulforschung wesentlich besser. In Deutschland dagegen muss der Hochschulforscher Angst haben, wenn er im Auftrag der Industrie forscht, am nächsten Montag im Spiegel zu stehen. Weiterhin erschwerend kommt hinzu, dass die Hochschulen größtenteils in Landesbesitz sind und wenn ein Wissenschaftler Dirttmittel aus der Industrie einwirbt, dass Land die Hand aufhält und gerne bis zu 20% Verwaltungsgebühr kassiert. Auf sowas reagieren Unternehmen, die für ihr Geld arbeiten müssen sehr sensibel.
Viele Grüße
Selenum

Hm - die Ideen waren noch nie unser Problem.
Die Entwicklung zur Anwendungsreife und eine zielgerichtete, zur Not auch aggressive Vermarktung - da hapert es.
Aber da sind wir wieder dem Thema Unternehmerkultur und Selbstverantwortung. Die Risiken eingehen, um die Chancen zu erschließen. Das ist ja durch den allfürsorglichentmündigenden Staat leider völlig abhenden gekommen. 😮

Und jetzt stehen wir da - in dem eisigen Wettbewerb mit unseren dünnen Sozialhemdchen und frieren ...... 😰

Wir sollten weniger fragen, was andere für uns tun können ....

meint der eMkay

Zitat:

Original geschrieben von [Emkay]


... Wir sollten weniger fragen, was andere für uns tun können .... meint der eMkay

"Meine" Rede: "Don´t ask what your country can do for you - ask what you can do for your country!" Aber das muss in die Köpfe der Leute rein - was bei Erwachsenen kaum mehr gehen dürfte. Aber unsere Kids müssen damit aufwachsen! Leider ist unsere Erziehungslandschaft aber eher auf das Gegenteil ausgerichtet (Ellenbogengesellschaft, Genußkonzept, Solidarprinzip, Versicherungsprinzip, ...)

Gute Fahrt!
Torsten - der XC-Fan (und sieht schwarz in der Richtung ;-)

Zitat:

Original geschrieben von XC-Fan


"Meine" Rede: "Don´t ask what your country can do for you - ask what you can do for your country!" Aber das muss in die Köpfe der Leute rein - was bei Erwachsenen kaum mehr gehen dürfte. Aber unsere Kids müssen damit aufwachsen! Leider ist unsere Erziehungslandschaft aber eher auf das Gegenteil ausgerichtet (Ellenbogengesellschaft, Genußkonzept, Solidarprinzip, Versicherungsprinzip, ...)

Gute Fahrt!
Torsten - der XC-Fan (und sieht schwarz in der Richtung ;-)

Also ich sehe da eher ROT !!! 😠

eMkay - hat kürzlich in einer Fußgängerzone die linkslinken "Umverteilungsspinner" getroffen 😰
- Mayday - Mayday - Mir war nicht klar daß Leute ihr Gehirn so komplett abschalten können .....

eMkay - LLZFA

falscher Thread!

Gruß Martin

Zitat:

Original geschrieben von Spreewald-VOLVO


indem cluster mit kritischer (!!) masse gebildet werden. die gibt es in sachsen aus historischen gründen, weil sich dort fast die gesamte industrieforschung der ddr konzentrierte. darum auch der vorsprung sachsens. brandenburg hatte 1990 keine einzige universität noch multi-fachliche hochschule.

Es hört sich bei Dir immer so an, als wäre das nur im Osten so.

Auch im Westen gibt es diese Konzentrationen!!!

Das Saarland z.B. ist auch nicht als Hochtechnologiestandort verschrien...

Bayern und Baden-Württemberg (die Sachsen des Westen 😉 ) sind auch nicht der Massstab für Westdeutschland (auch wenn ich mir das manchmal wünsche), wobei es sebst dort strukturschwa(e)che(re) Gebiete gibt.

Man muss sich auch nur die Entwicklung des Ruhrgebietes ansehen. Dort wurde auch jahrelang gepennt und von Politik und Wirtschaft auf das falsche Pferd gesetzt!

Gruß

Martin

Hält nichts von staatlichen Regularien!

Zitat:

Original geschrieben von XC70D5


Es hört sich bei Dir immer so an, als wäre das nur im Osten so.

Auch im Westen gibt es diese Konzentrationen!!!

Das Saarland z.B. ist auch nicht als Hochtechnologiestandort verschrien...

Bayern und Baden-Württemberg (die Sachsen des Westen 😉 ) sind auch nicht der Massstab für Westdeutschland (auch wenn ich mir das manchmal wünsche), wobei es sebst dort strukturschwa(e)che(re) Gebiete gibt.

Man muss sich auch nur die Entwicklung des Ruhrgebietes ansehen. Dort wurde auch jahrelang gepennt und von Politik und Wirtschaft auf das falsche Pferd gesetzt!

Gruß

Martin

Hält nichts von staatlichen Regularien!

Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott ......

eMkay, hält die Solo-Rumwurschtelei vieler Firmen dito für ein Problem. vernetztes Denken und vernetztes Handeln - Deutschland als Handlungsentwicklungsland .....

Zitat:

Original geschrieben von [Emkay]


vernetztes Denken und vernetztes Handeln

Es kommt nur darauf an, wer denkt und handelt!!!

Was passiert, wenn der Staat denkt und handelt, haben wir ja schon mehrfach bewiesen bekommen...

Gruß

Martin

hallo tuppermartin,

das problem der unterschiedlichen wahrnehmung und des teilweisen nichtverstehens ist, dass man zwar parallele entwicklungen in ost wie west hat. jedoch sind die negativtrends im osten in ihrer quantität so weit fortgeschritten, dass sie in eine neue (negative) qualität umschlagen, die wiederum neue quantitäten hervorbringen.

kurz: alle haben grund zum jammern. aber sie jammern im ost-west-vergleich auf unterschiedlich hohem niveau.

darum muss die dosis für lösungskonzepte in ost wie west unterschiedlich stark sein - auch wenn die diagnose ähnlich ist

die philosophische gurke 😉

Zitat:

Original geschrieben von Spreewald-VOLVO


hallo tuppermartin,

das problem der unterschiedlichen wahrnehmung und des teilweisen nichtverstehens ist, dass man zwar parallele entwicklungen in ost wie west hat. jedoch sind die negativtrends im osten in ihrer quantität so weit fortgeschritten, dass sie in eine neue (negative) qualität umschlagen, die wiederum neue quantitäten hervorbringen.

kurz: alle haben grund zum jammern. aber sie jammern im ost-west-vergleich auf unterschiedlich hohem niveau.

darum muss die dosis für lösungskonzepte in ost wie west unterschiedlich stark sein - auch wenn die diagnose ähnlich ist

die philosophische gurke 😉

Ich halte die Therapie "alle kriegen gar nix" für grundgerecht und ausgewogen. Da das Klageniveau im Westen scheinbar höher ist, trifft es die dannauch stärker und die Ossis weniger...... 😛

eMkay, achtet auf das Ost/Westgefälle ....

Zitat:

Original geschrieben von [Emkay]


Ich halte die Therapie "alle kriegen gar nix" für grundgerecht und ausgewogen. Da das Klageniveau im Westen scheinbar höher ist, trifft es die dannauch stärker und die Ossis weniger......

Da muss ich

SO

zustimmen, da würde ich fast Audi fahren 😉

Gruß

Martin

Subventionskiller und Steuersenker (aber mich wählt ja keiner)

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