Keyless Entry: Griffreparatur sinnlos
Moinmoin,
Wollte hier mal kurz meine Erfahrungen zum Thema Griffreparatur abgeben.
Die Drucktaster zum Abschließen funktionieren bei meiner Kuh rundrum nicht, daher habe ich mir in der Bucht 4 defekte Griffe für 1,5€ "ersteigert", um da mal rein zuschauen
Fazit: Die Dinger sind von so lausiger Qualität (speziell die Vergussmasse), da ist echt nichts zu retten. Die drei Drähte sind an eine flexible Platine angesteckt und schauen im Allgemeinen aus der Vergussmasse heraus. Dort sind sie direkt, ungeschützt, der Witterung ausgesetzt, da liegt nur noch die Griffabdeckung drüber. Selbst mit Glasfaserradierer und Lötwasser ist da nichts mehr zu machen. Das ist verantwortlich für den Fehler der Öfffnungsfunktion.
Beim Taster habe ich versucht, durch injizieren von diversen Flüssigkieten (Btranskribiert, Kontaktspray) den vergnazten Kontakt zu spülen. Meine Idee war, zum Schluss Kontaktfett einzubringen, um das Ganze später gegen Feuchtigkeit zu schützen. Geht aber auch nicht, die Kontakte sind hoffnungslos verrottet, keine Chance.
Werde also jetzt vier neue kaufen (Stück 175€ inkl. steuern) und nochmal für 120€ lackieren lassen und versuchen, sie selbst zu wechseln.
Ansgar
Beste Antwort im Thema
Moin.
So, ich hatte jetzt endlich mal die Zeit, auch Bilder zu machen. Also wie gesagt, Hauptproblem ist die schrumpfende Vergussmasse und die Tatsache, dass die vergossenen Komponenten (Sind ja nicht viele) nicht tief genug in der Vergussmasse liegen. Ich hatte jedoch auch einen Griff, da war das Gummi des Tasters morsch und deswegen undicht.
Am ersten Bild seht ihr die Spalten, die sich zwischen Griffschale und Vergussmasse bilden. Hier dringt Feuchtigkeit ein, was erst einmal nicht kritisch sein sollte. Sägt man aber den Griff an der passenden Stelle auf, nämlich dort, wo die Anschlussdrähte auf die Soft-Platine aufgesteckt ist, dann sieht man schon den ersten Gnatz. Die Vergussmasse über den Anschlüssen ist viel zu dünn (Siehe weißer Punkt, hier ist die Vergussmasse schon porös.!
Wenn man jetzt diese hauchdünne Schicht komplett entfernt, sieht man das ganze Ausmaß des Schadens, alle drei Anschlüsse sind korrodiert. Hier etwas nachzulöten geht eigentlich gar nicht, das das erste, was weggammelt natürlich nicht die Anschlußstücke sind, sondern das hauchdünne Kupfer auf der Soft-Platine.
Ähnliches Bild beim Taster. Im fünften Bild sieht man oben am Griff einen winzigen kleinen Zipfel raussthen, das ist der Teil der Vergussmasse, der den Taster von der Außenwelt trennt. Auch hier viel zu dünn. Wie der Taster dann von innen aussieht, sieht man im nächsten Bild. Die Feuchtigkeit dringt also auch hier von oben ein (wenn die Griffe links montiert sind). Oder das Gummi ist porös. Was passiert, wenn man versucht, mit Kontaktfett den Taster zu schützen, sieht man im letzten Bild: Der Taster selbst hat sich aus seiner Position gelöst, ob durch das Fett selbst oder durch das Einbringen des Fettes, ist nicht nachvollziehbar.
Ich habe mir jetzt vier neue Griffe bestellt. Da werde ich noch mal prüfen, ob die Spalte zwischen Griffschale und Vergussmasse schon ab Werk bestehen, oder ob das ein alterungsbedingt ist. Auf jeden Fall werde ich vor dem Einbau der Griffe eine anständige Dichtmasse einsetzen. Wie oben bereits erwähnt, gibt es aus dem Dachdeckerbereich etwas, das auch auf nassen Flächen noch klebt, auch nach Jahren noch, und das eigentlich auch nicht aushärtet. (Hatte ich vor Jahren beim Hausbau, muss aber noch recherchieren, wer das herstellt.)
Das war es erst einmal an dieser Stelle.
Gruß,
Ansgar
37 Antworten
Bei meinem ersten Q7 wurde im Laufe der Zeit 5 mal ein Griff getauscht.
Bei meiner jetzigen Q ist nach nicht mal 2,5 Jahren auch schon wieder der erste Griff durch. Zum Glück hab ich diesmal eine gekauft mit 3 Jahren Anschlussgarantie. Wenn es stimmt, was du schreibst (Dichtmasse schrumpft) würde das erklären, warum bei mir immer auf der Beifahrerseite die Griffe zuerst hin sind. Da scheint nämlich immer die Sonne drauf, wenn ich vor dem Haus stehe. und das würde es ja begünstigen.
Bei mir gingen aber bisher immer nur die Schließtaster kaputt, der Sensor fürs Tür Öffnen funktionierte immer.
Moin.
So, ich hatte jetzt endlich mal die Zeit, auch Bilder zu machen. Also wie gesagt, Hauptproblem ist die schrumpfende Vergussmasse und die Tatsache, dass die vergossenen Komponenten (Sind ja nicht viele) nicht tief genug in der Vergussmasse liegen. Ich hatte jedoch auch einen Griff, da war das Gummi des Tasters morsch und deswegen undicht.
Am ersten Bild seht ihr die Spalten, die sich zwischen Griffschale und Vergussmasse bilden. Hier dringt Feuchtigkeit ein, was erst einmal nicht kritisch sein sollte. Sägt man aber den Griff an der passenden Stelle auf, nämlich dort, wo die Anschlussdrähte auf die Soft-Platine aufgesteckt ist, dann sieht man schon den ersten Gnatz. Die Vergussmasse über den Anschlüssen ist viel zu dünn (Siehe weißer Punkt, hier ist die Vergussmasse schon porös.!
Wenn man jetzt diese hauchdünne Schicht komplett entfernt, sieht man das ganze Ausmaß des Schadens, alle drei Anschlüsse sind korrodiert. Hier etwas nachzulöten geht eigentlich gar nicht, das das erste, was weggammelt natürlich nicht die Anschlußstücke sind, sondern das hauchdünne Kupfer auf der Soft-Platine.
Ähnliches Bild beim Taster. Im fünften Bild sieht man oben am Griff einen winzigen kleinen Zipfel raussthen, das ist der Teil der Vergussmasse, der den Taster von der Außenwelt trennt. Auch hier viel zu dünn. Wie der Taster dann von innen aussieht, sieht man im nächsten Bild. Die Feuchtigkeit dringt also auch hier von oben ein (wenn die Griffe links montiert sind). Oder das Gummi ist porös. Was passiert, wenn man versucht, mit Kontaktfett den Taster zu schützen, sieht man im letzten Bild: Der Taster selbst hat sich aus seiner Position gelöst, ob durch das Fett selbst oder durch das Einbringen des Fettes, ist nicht nachvollziehbar.
Ich habe mir jetzt vier neue Griffe bestellt. Da werde ich noch mal prüfen, ob die Spalte zwischen Griffschale und Vergussmasse schon ab Werk bestehen, oder ob das ein alterungsbedingt ist. Auf jeden Fall werde ich vor dem Einbau der Griffe eine anständige Dichtmasse einsetzen. Wie oben bereits erwähnt, gibt es aus dem Dachdeckerbereich etwas, das auch auf nassen Flächen noch klebt, auch nach Jahren noch, und das eigentlich auch nicht aushärtet. (Hatte ich vor Jahren beim Hausbau, muss aber noch recherchieren, wer das herstellt.)
Das war es erst einmal an dieser Stelle.
Gruß,
Ansgar
Hi Ansgar,
schonmal an plastidip gedacht. Das Zeug habe ich bei mir auch im Shop (Modellbau-Sektor).
Da kannst nen Fön reinschmeissen und nach trocknung unter Wasser betreiben :-)
Das Zeug ist flüssiges Gummi. Ich glaube das wäre das beste bei neuen Griffen.
Kannst ja mal googlen.
chers
Andjej
Ähnliche Themen
Moin moin,
wie siehts denn aus so nach drei jähren mit deinem griff Experiment ?
Zitat:
@Ansgar Zeumer schrieb am 1. März 2015 um 08:15:44 Uhr:
Moin.
So, ich hatte jetzt endlich mal die Zeit, auch Bilder zu machen. Also wie gesagt, Hauptproblem ist die schrumpfende Vergussmasse und die Tatsache, dass die vergossenen Komponenten (Sind ja nicht viele) nicht tief genug in der Vergussmasse liegen. Ich hatte jedoch auch einen Griff, da war das Gummi des Tasters morsch und deswegen undicht.
Am ersten Bild seht ihr die Spalten, die sich zwischen Griffschale und Vergussmasse bilden. Hier dringt Feuchtigkeit ein, was erst einmal nicht kritisch sein sollte. Sägt man aber den Griff an der passenden Stelle auf, nämlich dort, wo die Anschlussdrähte auf die Soft-Platine aufgesteckt ist, dann sieht man schon den ersten Gnatz. Die Vergussmasse über den Anschlüssen ist viel zu dünn (Siehe weißer Punkt, hier ist die Vergussmasse schon porös.!
Wenn man jetzt diese hauchdünne Schicht komplett entfernt, sieht man das ganze Ausmaß des Schadens, alle drei Anschlüsse sind korrodiert. Hier etwas nachzulöten geht eigentlich gar nicht, das das erste, was weggammelt natürlich nicht die Anschlußstücke sind, sondern das hauchdünne Kupfer auf der Soft-Platine.
Ähnliches Bild beim Taster. Im fünften Bild sieht man oben am Griff einen winzigen kleinen Zipfel raussthen, das ist der Teil der Vergussmasse, der den Taster von der Außenwelt trennt. Auch hier viel zu dünn. Wie der Taster dann von innen aussieht, sieht man im nächsten Bild. Die Feuchtigkeit dringt also auch hier von oben ein (wenn die Griffe links montiert sind). Oder das Gummi ist porös. Was passiert, wenn man versucht, mit Kontaktfett den Taster zu schützen, sieht man im letzten Bild: Der Taster selbst hat sich aus seiner Position gelöst, ob durch das Fett selbst oder durch das Einbringen des Fettes, ist nicht nachvollziehbar.Ich habe mir jetzt vier neue Griffe bestellt. Da werde ich noch mal prüfen, ob die Spalte zwischen Griffschale und Vergussmasse schon ab Werk bestehen, oder ob das ein alterungsbedingt ist. Auf jeden Fall werde ich vor dem Einbau der Griffe eine anständige Dichtmasse einsetzen. Wie oben bereits erwähnt, gibt es aus dem Dachdeckerbereich etwas, das auch auf nassen Flächen noch klebt, auch nach Jahren noch, und das eigentlich auch nicht aushärtet. (Hatte ich vor Jahren beim Hausbau, muss aber noch recherchieren, wer das herstellt.)
Das war es erst einmal an dieser Stelle.
Gruß,
Ansgar
Hi, kann gerne eine kurze Info geben, aber mein Fall ist nicht repräsentativ: Ich fahre nur ca. 10000km im Jahr, das Auto steht geparkt auf der Nordseite unter einem Carport. Bisher keine Ausfälle! Beim Austausch hatte ich aber auch festgestellt, das ein Griff auf der Beifahrerseite noch funktioniert. Das heißt, entweder ist der schon mal getäuscht worden oder er war zufällig noch in Ordung und ist durch Nordseite und Carport „konserviert“
Grüße
Ansgar
Ich hab auch schon mehrfach getauscht und wieder kaputte Griffe seit Langem.
Ich habe jetzt aber auch so meine Bedenken, ob die kaputten Taster vielleicht auch an meiner Batterie saugen.
Kann das sein? Hat da jemand nen Schaltplan? 3 Kabel könnten ja zu nem Wechsler gehören.
Wie gehen denn die Griffe zu zerlegen? Vielleicht bekomm ich da bessere taster rein.
Zitat:
@coolkuh schrieb am 14. April 2018 um 22:19:37 Uhr:
Ich hab auch schon mehrfach getauscht und wieder kaputte Griffe seit Langem.
Ich habe jetzt aber auch so meine Bedenken, ob die kaputten Taster vielleicht auch an meiner Batterie saugen.
Kann das sein? Hat da jemand nen Schaltplan? 3 Kabel könnten ja zu nem Wechsler gehören.Wie gehen denn die Griffe zu zerlegen? Vielleicht bekomm ich da bessere taster rein.
Schau mal hier: https://www.drive2.ru/l/8312485/
So weit war ich auch schon...nur ist meist ist der Gummi der Tastenbetätigung eingerissen...sonst wäre ja auch kein Wasser da rein gekommen...dafür gibt’s keinen Ersatz und ich habe keine Idee wie man das dauerhaft abdichtet. Mir ist das zu aufwändig, im Verleich mit der zu erwartenden Nutzungsdauer. Micha
Hi das doch ein gutes Geschäft für den Hersteller Hab jetzt 2 neue Griffe ergattert Und die alten werd ich mir dann mal zur Brust nehmen
Zitat:
@Shaoqiang schrieb am 19. Februar 2015 um 18:47:32 Uhr:
Kuh EZ 10/2010immer noch die ersten griffe
Same here. Kuh steht den ganzen Tag völlig ungeschützt mitten in Wien. Alle Türen vollständig Keyless Go.
Man merkt es erst, wenn es nicht mehr richtig funktioniert. Die Steuergeräte legen aber schon lange vorher Fehler ab...dann ist es nur noch eine Frage der Zeit. Vielleicht habt Ihr aber auch Glück. 🙂 Micha
Habe meinen freundlichen Mal darauf angesprochen und er meinte auch dass dies recht häufig vorkommen kann. Da ich alles beim freundlichen machen lasse, wollte ich wissen was dies kosten würde:
ca. 800 € sagt er (also Auto hinstellen mit kaputten Ding und repariert wieder holen).
Da verzichte ich dann aber echt auf das Schlüssellose einsteigen...
Das Problem ist, irgendwann arbeitet das System nicht mehr sauber und zieht Dir die Batterie leer. Kenn ich aus eigener Erfahrung. Ich hatte keinen Bock die Griffe zu tauschen...bis dann alle vier diverse Fehler meldeten und die Batterie auf dem letzten Loch pfiff...dann hab ich für fast 800€ vier neue Griffe gekauft, lackiert und getauscht...2 Jahre Garantie gibt's auf die Dinger...mittlerweile wieder zwei Stück, aber auf Garantie, getauscht...wird nicht besser. Jetzt sind die zwei Jahre rum...den nächsten muss ich wieder kaufen.
Micha
Hätte ich das damals gewusst hätte ich mir 2 Sätze extra gekauft alle Lacken lassen und weggelegt mittlerweile Kosten sie schon das doppelte wie vor 3 Jahren ;-)