Kettenradproblem 280/350 M272 - Wie hoch ist das Risiko?

Mercedes E-Klasse W211

Hallo zusammen,

ich möchte mir in naher Zukunft einen E 350 (nur vllt. auch CLS) zulegen. Hab mich in letzter Zeit etwas in die Kettenradproblematik eingelesen und bin jetzt ziemlich verunsichert.

Es ist klar, dass man fast nur negative Beiträge liest. Wer schreibt schon was über seinen Motor, wenn er normal läuft wie es sein sollte 😁

Wäre es jetzt dumm und riskant einen M272 Bj.04-06 zu kaufen? Kulanz wird ja meist nur bis 50% angeboten.
Soll ich doch lieber ein bisschen warten und dann ein Facelift Modell nehmen? Wobei bei den ersten Facelift Modellen auch nicht sichergestellt ist, dass da kein alter Motor mit weichem Kettenrad drin ist.

Ich weiß wirklich nicht was am sinnvollsten ist. Für mich kommt nur Mercedes in Frage und nichts unter 6 Zylindern. Diesel ist auch nicht mein Fall. Der 500er ist mir im Unterhalt und bei möglichen Reparaturen am Ende dann doch zu teuer.

Beste Antwort im Thema

Am besten wenn man einen sucht, fragen ob dieses Kettenrad schon mal erneuert worden ist. Ggf. nach der Fahrgestellnummer fragen und bei Mercedes nachhaken. Wenn nämlich keine Kulanz übernommer wird, kann das ganz schnell mal bis zu 3000 Euro Kosten.

MfG

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Zitat:

Original geschrieben von mangafa2


Was hast du in den 2 Jahren gespart wenn du es 5 Jahre fahren willst? Zeig mal her deine Rechnung bitte das interessiert mich, denn der Gas Preis soll ja 2016 richtig hoch sein.

Morgen...!

Das der Gaspreis steigen soll, sagen mir die Leute schon seit 2006, seitdem ich meine alte C-Klasse hab umrüsten lassen!

Du meinst vielleicht die Steuervergünstigung, welche, nach jetzigem Stand, zum 31.12.2018 wegfällt.

MfG André

Ich bin mir nicht sicher ich hatte das mal hier gelesen, aber mich würde es mal interessieren was man so ca. spart im Jahr wenn man 15.000km fährt.

Zitat:

Original geschrieben von mangafa2


Ich bin mir nicht sicher ich hatte das mal hier gelesen, aber mich würde es mal interessieren was man so ca. spart im Jahr wenn man 15.000km fährt.

Morgen...!

Bei mir sind es grob über dem Daumen:

Pro 10.000 km "spare" ich, bei meinem 500ter, knappe 1000 €!

MfG André

Superbenzin Kosten auf 10.000km:
10000km*12L/100km=1200L*1,60€=1920€

LPG Kosten auf 10.000km:
10000km*13,5L/100km=1350L*0,80€=1080€

Ersparnis auf 10.000km: 1920€-1080€=840€

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Was das Gas betrifft, sehe ich das noch anders, ich kaufe meine Autos wegen dem Gasumbau nur von Privat.
Privat bekomme ich einen Mercedes mit größerem Motor wesentlich günstiger als bei Mercedes direkt und dann rüste ich um, am Ende Zählt für mich der Gesamtpreis, der bisher immer noch günstiger war als bei MB.
Und dann kommt die Freude beim Tanken, ich tanke meinen 350èr für 30-40 Euro voll (zur Zeit 61 Cent), andere brauchen weit über 100 Euro.
Ich fahre mein Auto aber auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern aus Freude, welche mit Gas um ein vielfaches höher ist!!!

Ich bin auch nicht so fixiert drauf vom MB Händler zu kaufen. Da weiß man nie wer das Auto davor gefahren hat. Wenn man privat kauft bekommt man wenigstens einen Eindruck vom Fahrzeughalter. Wenn das Auto gepflegt ist spricht nichts dagegen.

Der einzige Vorteil beim Händler ist die Garantie. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass in der Garantiezeit etwas kaputt geht, es unter die Garantie fällt und sich der Mehrpreis gelohnt hat? 😉

Zitat:

Original geschrieben von Tomekk S.


Ich bin auch nicht so fixiert drauf vom MB Händler zu kaufen. Da weiß man nie wer das Auto davor gefahren hat. Wenn man privat kauft bekommt man wenigstens einen Eindruck vom Fahrzeughalter. Wenn das Auto gepflegt ist spricht nichts dagegen.

Der einzige Vorteil beim Händler ist die Garantie. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass in der Garantiezeit etwas kaputt geht, es unter die Garantie fällt und sich der Mehrpreis gelohnt hat? 😉

Das würde ich nicht unterschätzen. Entweder Du hast soviel in Hinterhand daß Du Reparaturkosten im hohen 4 stelligen Bereich wegsteckst oder Du solltest wirklich nach Garantie sehen. An den Schätzchen geht manchmal mehr kaputt als man denkt. Wenn das Glück beim Kauf gerade Urlaub gemacht hat, kann das schon interessant werden.

Gruß
Stequ

Zitat:

Original geschrieben von Tomekk S.


Ich bin auch nicht so fixiert drauf vom MB Händler zu kaufen. Da weiß man nie wer das Auto davor gefahren hat. Wenn man privat kauft bekommt man wenigstens einen Eindruck vom Fahrzeughalter. Wenn das Auto gepflegt ist spricht nichts dagegen.

Der einzige Vorteil beim Händler ist die Garantie. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass in der Garantiezeit etwas kaputt geht, es unter die Garantie fällt und sich der Mehrpreis gelohnt hat? 😉

Richtig und eine Garantie kann wenn gewünscht auch bei einem Auto von Privat abgeschlossen werden, da gibt es mehr wie einen Anbieter.

Zitat:

Original geschrieben von Tomekk S.


Superbenzin Kosten auf 10.000km:
10000km*12L/100km=1200L*1,60€=1920€

LPG Kosten auf 10.000km:
10000km*13,5L/100km=1350L*0,80€=1080€

Ersparnis auf 10.000km: 1920€-1080€=840€

Macht einen Mehrverbrauch von 12,5% - Deine Kiste läuft dann viiiiiiiiiiiiiel zu mager! Realistisch sind doch vielmehr 20%. Daraus folgt:

10.000 km x 12,0 l/100km x 1,60 €/l = 1.920 €
10.000 km x 14,4 l/100km x 0,80 €/l = 1.152 €
Betriebskostenersparnis auf 10.000km ~ 770 €.

Von wegen 50% Ersparnis. Das sind nur 40%.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Du fährst extrem wenig. Solltest Du den Wagen im Alltag bewegen, bedeutet dies relativ viel Kurzstrecke. Kurzstrecke bedeutet mehr Startbenzin, das die Rechnung noch weiter zu Deinen Lasten kippen lässt.

Auch unterschlägst Du etwaige Mehrausgaben bei der Hauptuntersuchung, dem Regelwartungsintervall usw. Realistisch kommst Du bei ~1/3 Ersparnis an (nach Amortisation).

Aber das alles ist nicht das Schlimmste: Am Schlimmsten ist der Fall eines Motorproblems. Wir hatten hier im Forum einen V8 (M 273) und einen V6 (M 272), die zur Dauerbaustelle wurden, bzw. deren Fehler nie eingegrenzt werden konnte!

Zu Deiner Frage Kettenradproblematik. Wie Dir schon an anderer Stelle geschrieben ist bekannt, ab welcher Motornummer die gehärteten Räder ab Werk verbaut wurden. Einfach nachschauen vor dem Kauf.

Ich muss hier auch mal sagen bin natürlich offen, wenn ich falsch rechne und sehe es dann auch ein 😁

Wenn die tägliche Strecke 2 mal 20-25km wären, lohnt es sich dann oder eher nicht?

Wenn ich das Geld erst nach 3 Jahren drin habe ist das schon eine lange Zeit, aber auch wenn ich das Auto dann nur noch 2 Jahre fahr spar ich immerhin ~1500€ - nicht gerade wenig.

Was man auch nicht außer acht lassen sollte:
LPG volltanken: 🙂
Benzin volltanken: 😠

😁 😁

Zitat:

Original geschrieben von Tomekk S.


wie kommst du auf 57.000km? Kommt mir doch ziemlich viel vor.

Ich komm auf 36.000km, gerechnet mit 1,5 Liter Mehrverbrauch im Gasbetrieb und 2500€ Umbaukosten

Edit: Hab mit 1,60€/L Super gerechnet (E10 tank ich nicht) und 0,80€/L LPG

Zitat:

Original geschrieben von pcAndre


Schreib mal bitte deine grobe Rechnungsgrundlage. Deine Amortisationsschwelle ist schon recht hoch. Bei mir würden selbst nach heutigen Preisen knappe 46 tkm genügen.

Hallo zusammen,

Bei der Berechnung der Kostenersparnis beim Kraftstoff kommt noch das Startbenzin meiner Verdampfer-Anlage hinzu, was bei meinem Fahrprofil um 0,9l/100km liegt. Außerdem habe ich zur Berechnung die günstigsten verfügbare Benzinsorte herangezogen. Damit komme ich auf eine realistische Ersparnis von 35%.

Meiner Berechnung der Amortisationsschwelle liegen nicht nur die Umrüstkosten sondern auch alle LPG bezogenen Mehrkosten für Wartung, Reparaturen, GWP-Prüfung usw. zugrunde.

Viele Grüße
Christian

Hallo

Zur Ursprungsfrage: Als ich meinen 350er vor 4 Jahren gekauft hatte, las ich hier im Forum und auf verlinkten Quellen von ca. 5% Problematik bei den Motoren aus dem kritischen Zeitraum. Angeblich wären die Motoren über 100.000 km Fahrleistung schon über die kritische Schwelle raus. Stimmt leider nicht. Laut einem Bekannten, der bei Mercedes arbeitet, werden diese Zahlen inzwischen weit höher geschätzt, speziell bei den CLS (den Grund kennt keiner). Ich hatte das Problem dann bei knapp 130.000 km bekommen. War nicht lustig.

Ich würde Dir raten, einen zu suchen, bei dem das Kettenrad bereits gewechselt wurde. Dann bist Du auf der sicheren Seite. Zum Gas-Umbau kann ich ebenfalls nur raten. Alleine, dass die Tankuhr der Zapfsäule schneller läuft als die Euros, finde ich jedes mal klasse. Und weniger Abgase produziert man zudem. Die genaue Rechnung habe ich nicht mehr im Kopf, aber ich meine nach 20-30.000 kam war der Umbau amortisiert.

Beste Grüsse und viel Glück beim Kauf

Markus

Zitat:

Original geschrieben von MG964


Zur Ursprungsfrage: Als ich meinen 350er vor 4 Jahren gekauft hatte, las ich hier im Forum und auf verlinkten Quellen von ca. 5% Problematik bei den Motoren aus dem kritischen Zeitraum. Angeblich wären die Motoren über 100.000 km Fahrleistung schon über die kritische Schwelle raus. Stimmt leider nicht. Laut einem Bekannten, der bei Mercedes arbeitet, werden diese Zahlen inzwischen weit höher geschätzt, speziell bei den CLS (den Grund kennt keiner). Ich hatte das Problem dann bei knapp 130.000 km bekommen. War nicht lustig.

Aus meiner Sicht kann es praktisch jeden treffen, dessen Motornummer im kritischen Bereich ist, denn alle diese M272 Motoren bis Nr. ...468993 wurden anscheinend mit dem weichen Kettenrad ausgeliefert. Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit und evtl. des Fahrstils, der darüber entscheidet bei welcher km-Leistung letztentlich die MKL angeht. Ich habe mich daher bewusst für ein Modelljahr 2008 entschieden. Motornummer weit über ...800000.

Warum der Fehler angeblich bei den CLS häufiger auftreten soll kann ich mir so nicht erklären. Würde mal behaupten, dass im Verhältnis zur verkauften Gesamtstückzahl der Baureihe 219 eventuell ein höherer Anteil mit dem M272 ausgestattet ist als beim 211er. Im 219er wurden auch die 6-Zylinder Benziner M112 nicht mehr angeboten. Somit ist ja auch jeder 6-Zylinder Benziner im 219er ein M272!

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