Kein Kraftschluss im kalten Zustand!? - Audi A6 4g Biturbo ZF Getriebe

Audi A6 C7/4G

Hallo zusammen,
ich habe mir vor gut 6 Monaten einen A6 Avant zugelegt. Zuvor habe ich noch nie einen Automatik gefahren, daher fehlt mir jeglicher Vergleich.
Zum Fahrzeug - 3 Liter 313 PS BJ 2013.

Ich habe folgendes Problem, je nach Temperatur (gerade bei kalten Nächten) und länge der Standzeit (ca. 1 Nacht), dass der Wagen die ersten ca. 4 Kilometer keinen Kraftschluss hat. Ägerlich ist, dass ich nicht selten direkt im Ort auf den Berg fahren muss. Der Motor dreht hoch und schaltet, aber es entsteht kein Kraftschluss und ich bewege mich mit rutschender Kupplung die Straße entlang, erst nach ca. 4 Kilometer packt die Kupplung fest zu.
Danach ist alles in Ordnung...bis zum nächsten Tag.

Der Wagen war jetzt 2 x beim Audi Partner, Fehler erkannt, dies sei schon ärgerlich, man könne aber nichts daran ändern, der Fehler liege an der Temperatur vom Öl. Software wurde noch mal aktualisiert, aber keine Veränderung. Laut Audi gab es das Problem beim Q5, dort gab es dann ein Update. Für den A6 liege dies nicht vor, da das Problem so nicht bekannt sei.

Kennt von Euch einer das Problem oder ist das bei meinem Wagen weitestgehend ein Einzelfall.
Es kann doch nicht so schwer sein, dass Audi einfach in der Softwre die Temperatur verändert, auch um im kalten Zustand den Motor zu schonen. Die Frage ist, warum tritt dieser Fehler denn nicht beim Neuwagen auf - die Aussage mit der Öltemperatur ergibt keinen Sinn?!

Audi sagt, man könne mir nicht helfen.
Hat von Euch einer das Problem in den Griff bekommen oder zeichnet sich hier ein Getriebeproblem ab. Ich würde den Wagen ungern zurück geben.

VG
Michael

Beste Antwort im Thema

Bei diesen Diskussionen wird das Pferd m.E. auch gern mal vom Schwanz her aufgezäumt! Der Wandlerschlupf bei kaltem Getriebe ist eine vom Getriebehersteller gewollte längere Trennung der WÜK, eben weil der Wandler (und damit auch der Rest des Getriebes) erst mal auf Temperatur kommen soll (und der Motor übrigens auch!). Danach gehts schließlich umso besser und schonender voran!

Wie bekommt man aber das Getriebe schnell auf Temperatur, und das auch noch, ohne daß der Motor bei niedrigsten Drehzahlen hohes Drehmoment liefern muß? Richtig: es muß Motorleistung via erhöhte Drehzahl bei moderatem Drehmoment darin verbraten werden, anstatt sie wie üblich gleich auf die Straße zu bringen! Nur dann wird alles schnell genug betriebswarm, und der Normalzustand ist erreicht.

Genau diese Motorleistung bei den gewohnten "Schleich-Drehzahlen" fehlt dann eben für kurze Zeit auf der Straße! Na und? Die Restleistung des BiTDI reicht ja wohl dicke, um auch dann noch den bewußten Fiat zu überholen! Nur ist eben die Drehzahl mal kurzzeitig etwas höher als gewohnt; sonst nix. Auch dem eiskalten Motor geht es mit 2.000 - 3.000 Touren und wenig Drehmoment (= geringer Lagerdruck) besser als mit nur 1.400 Touren bei fast 700 Nm, wie sonst gewohnt!

Und GENAU DA liegt der Hase im Pfeffer! Wo der RS6-Fahrer bei 6.000 Touren noch "Luft nach oben" sieht, heult der Dieselfahrer noch weit schlimmer auf als sein eigener Motor, wenn mal ausnahmsweise die 3.000 Touren erreicht werden, ohne daß zeitgleich die Vmax-Abregelung greift! 😁

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Das wäre doch mal eine nette Zusatzausrüstung... Eine Beheizbare Getriebeölwanne

Bei diesen Diskussionen wird das Pferd m.E. auch gern mal vom Schwanz her aufgezäumt! Der Wandlerschlupf bei kaltem Getriebe ist eine vom Getriebehersteller gewollte längere Trennung der WÜK, eben weil der Wandler (und damit auch der Rest des Getriebes) erst mal auf Temperatur kommen soll (und der Motor übrigens auch!). Danach gehts schließlich umso besser und schonender voran!

Wie bekommt man aber das Getriebe schnell auf Temperatur, und das auch noch, ohne daß der Motor bei niedrigsten Drehzahlen hohes Drehmoment liefern muß? Richtig: es muß Motorleistung via erhöhte Drehzahl bei moderatem Drehmoment darin verbraten werden, anstatt sie wie üblich gleich auf die Straße zu bringen! Nur dann wird alles schnell genug betriebswarm, und der Normalzustand ist erreicht.

Genau diese Motorleistung bei den gewohnten "Schleich-Drehzahlen" fehlt dann eben für kurze Zeit auf der Straße! Na und? Die Restleistung des BiTDI reicht ja wohl dicke, um auch dann noch den bewußten Fiat zu überholen! Nur ist eben die Drehzahl mal kurzzeitig etwas höher als gewohnt; sonst nix. Auch dem eiskalten Motor geht es mit 2.000 - 3.000 Touren und wenig Drehmoment (= geringer Lagerdruck) besser als mit nur 1.400 Touren bei fast 700 Nm, wie sonst gewohnt!

Und GENAU DA liegt der Hase im Pfeffer! Wo der RS6-Fahrer bei 6.000 Touren noch "Luft nach oben" sieht, heult der Dieselfahrer noch weit schlimmer auf als sein eigener Motor, wenn mal ausnahmsweise die 3.000 Touren erreicht werden, ohne daß zeitgleich die Vmax-Abregelung greift! 😁

Guten Morgen!

Probier mal den Efficiency Modus. Fahr ich immer wenn der Motor kalt ist. In dem Efficiency Modus ist bei mir fast kein Wandlerschlupf und bei 25km/h bin ich schon im 3ten gang.

Zitat:

@Makkidon schrieb am 24. Februar 2017 um 09:06:56 Uhr:


Guten Morgen!

Probier mal den Efficiency Modus. Fahr ich immer wenn der Motor kalt ist. In dem Efficiency Modus ist bei mir fast kein Wandlerschlupf und bei 25km/h bin ich schon im 3ten gang.

Jep, das könnte zwar klappen, aber es wäre genau das Gegenteil dessen, was der Hersteller mit dem Schlupf eigentlich erreichen wollte: schnelle Erwärmung des Antriebs auf Betriebstemperatur! Bei kaltem Antrieb und mit 25 km/h schon im Dritten "muß" ja sozusagen der Schmierfilm reißen! Das mag sich für den Fahrer vllt. gut anhören; gesund für den Antrieb isses auf keinen Fall! 🙄

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Bei mir ist es zwar ein anderer Motor und ein anderes Getriebe, aber im E-Modus erreicht bei mir das Öl erst sehr spät Betriebstemperatur...vielleicht, weil der Zuheizer aufgrund des Efficiency-Programms und dem damit zum Ausdruck gebrachten Sparwunsches gar nicht mitläuft. Wenn es beim Bi-Turbo ähnlich ist, wäre das also eher kontraproduktiv.
Ich bin auch eher der Meinung, dass man sich nicht zu viele Gedanken um das Steuern irgendwelcher Aufwärm-Prozesse im Auto machen sollte. Die kann man sowieso nur begrenzt beeinflussen...von daher: D (oder S) rein und sachte losfahren. So mache ich's zumindest...

Eine Frage an die Experten hier.
Ist es normal dass das Wandler Getriebe beim BiTD jetzt bei diesen tiefen Temperaturen auf den ersten 3-4 km relativ zäh schaltet?

Fahrzeug: A6 BiTD Baujahr 03/2013

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

https://www.motor-talk.de/.../...-4g-biturbo-zf-getriebe-t5955625.html

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

Zäh schalten ist noch milde ausgedrückt.
Meiner 5/2013 schaltet sich einen Wolf und kommt dabei nicht vom Acker.
gerade gestern morgen wieder, draußen -3C° und auf den ersten 8km hat er bis in den 7 Gang die komplette Kraft verschliffen. Ging mit Mühe auf 90km/h bei fast 3000rpm. Und das vom 2. bis in den 7. Gang permanent bei fast 3000RPM.
Meine Frau fuhr mit ihrem Golf II 55PS (Winterhobel) vor mir, ich hatte keine Chance zu überholen, ohne das die Drehzahl dabei ins Nirwana geht.
Egal welcher der 7 Gänge drin ist, gebe ich bei etwa 1200rpm Gas, geht nur die Drehzahl auf auf fast 3000rpm und er nimmt kein einziges Km/h an Geschwindigkeit zu. Über 3000rpm kommt er dann ganz langsam in die Puschen.
Nach etwa 8km ist dann die Drehzahl schlagartig auf 1200rpm abgefallen und dann zog er erst richtig.

Audi sagt, alles normal.

Für mich ist das einfach nur läscherlich. So eine Technik und über 300PS und dann wird man von 25Jahre alten 55PS versemmelt.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

Der Verweis auf den Thread von V6Hagen erklärt es aber ganz gut. Scheint normal zu sein und beruhigt mich erstmal. Sonst habe ich das Phänomen nicht...

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

Genau so empfinde ich die Situation auch und kann alle Erläuterungen nachvollziehen. Trotzdem bleiben 2 Fragen:
- Weshalb muß dann immer ein DSG-Fahrer vor mir sein ohne dieses "Problem ? 😁
- Benimmt sich jedes BMW-Automatik-Fahrzeug genau so ? Vielleicht meckern die nur nicht, weil denen der "innerfamiliäre" Vergleich zum DSG fehlt ? 😰

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

Bei BMW ist natürlich alles anders - Wandlerschlupf bei Hitze 😁

Edit: Bei Kälte wohl auch -> dito bei Kälte

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

und schon wieder ne halbe Seite die das Forum unübersichtlich macht... obwohl verlinkt auf den entsprechenden Fred...

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

Bin hier eher zufällig vorbeigeschneit. Da nach BMW gefragt wurde, hier mal meine Erfahrungen.

Mein BMW hat die ZF8HP an einen 3l Diesel gekoppelt. Mitte 2012 und aktuell fast 150k km. Bei Kauf mit 120k km habe ich einen Ölservice bei Rogatyn (an der Stelle eine klare Empfehlung an diese Spezi!) gemacht. Hat subjektiv genauso geschalten wie vor dem Service. Aber das Gewissen ist beruhigt.

Zu meinen Erfahrungen:
Ich merke einen leichten Unterschied zwischen kaltem und warmem Getriebe. Kalt scheint die Wandlerüberbrücken einen Müh größer zu sein oder die Kupplungen rutschen ein bisschen. Man merkt die Gangwechsel leicht. Im warmen Zustand kann man das nur noch am Drehzahlmesser oder durch die Geräuschkulisse ausmachen.
Heute morgen habe ich den Wagen bei -7 Grad gestartet. Kurz Enteiser auf die Scheibe. Nach 1min ging es los. Es gab nichts zu meckern. Rückwärtsgang und Drive gingen ohne Ruck rein. Wagen ist butterweich aus der Parklücke. Anfahrtsverzögerung an den Ampeln gab es nicht. Gangwechsel waren auf den ersten paar Meter leicht zu spüren. Natürlich geht er ein bissel verzögerter/zäher zu Sache. Kann aber kaum sagen, ob es am kalten Motor oder Getriebe liegt. Jedoch nicht vergleichbar mit den Beschreibungen des TEs. Ab 60-70 Grad sind Gangwechsel nicht mehr zu merken und er dreht ein wenig freier hoch.
Die Beschreibungen spiegeln eher Meckern auf hohem Niveau wider. Generell bin ich täglich sehr zufrieden mit dem Antrieb, wenn ich es mit meinem A5 Multitronic vergleiche.

Wie dem auch sei. Im A6 3l BiTDI arbeitet doch auch das ZF8HP. Klar, mit ein paar Modifikationen, anderen Steuergeräten und anderer Software. Die Grundeinheit ist identisch. Da ist es frech von Audi zu behaupten, das beschriebene Verhalten vom TE wäre bei einem aktuellen Wagen mit einem Neuwert um die 80k€ Stand der Technik.
Irgendwie schade. Der A6 FL BiTDI/Competition steht ganz oben auf meiner Liste der nächsten möglichen Wagen.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

OK, ich denke dieses "Wort zum Sonntag" sollte auch die letzten Zweifler zufrieden stellen (mich auch). 😎

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

Du hast nach einem BMW-Vergleich (bzw. einem Audi-fremden ZF-Vergleich) gefragt 😉
Ein Jeep Grand Cherokee (3,6l V6 Benziner plus ZF8HP), den ich 6.000km gefahren bin, hatte bei Minustemperaturen keine Probleme.

Bin zwar schon eine ganze Reihe DSGs gefahren. Jedoch nicht im kalten Zustand bei Minustemperaturen. Höre aber fast täglich im Winter das Gemecker zweier Kollegen mit DSG. Anfahrverzögerungen um die 2s. Gänge werden auch bei wenig Gas weit über 2.000U/min gezogen. Gangwechsel ruppig. Scheint auch nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein.

Ein Audi-Ingenieur müsste halt mal erklären, warum bei die bei kalten Temperaturen den Schlupf so extrem hochdrehen. Der genaue technische Hintergrund würde mich interessieren.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wandler Getriebe bei kalten Temperaturen' überführt.]

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