Kaufentscheidung - Wertverlust - Wiederverkauf

VW Tiguan 2 (AD)

Guten Morgen liebe Gemeinde,

ich würde gerne für meine Frau einen Tiguan als Zweitwagen bestellen.
Was soweit klar ist ist die Farbe, die Ausstattung und das es ein Benziner werden soll.

Wir haben den 1.4er HL mit DSG und 4Motion probegefahren und waren uns schnell einig das es durchaus ausreichend für die Bedürfnisse meiner Frau ist, mehr jedoch nicht.
Vergleichsweise wurde dann noch der 2.0 TSI mit 180PS Probegefahren. Dieser entsprach dann unseren Vorstellung in Gänze, so dass ich diesen auch bestellen würde.
Jetzt habe ich spasseshalber den 2.0 TSI mit 220PS konfiguriert und gesehen, dass dieser nur knapp 1.800,- EUR teurer ist. Leider kann ich diesen bei meinem Händler nicht Probefahren so dass es ein Blindkauf wäre. Ist das nochmal ein Schritt nach vorne?

Meint Ihr, dass ich die 1.800,- beim Wiederverkauf nicht wieder reinhole? Mir ist bewusst, dass Ihr alle keine Glaskugel habt. Aber mit Sicherheit haben einige von euch schon einen gewissen Erfahrungsschatz.

Vielen Dank für Eure Antworten.
Maik

Beste Antwort im Thema

Mit der Frage der Wiederverkaufsmöglichkeiten befasste ich mich bisher grundsätzlich bei jedem Auto, dass ich gekauft habe. Dabei gilt es - abhängig von der geplanten Haltedauer - Trends zu erkennen und deren Nachhaltigkeit richtig zu beurteilen.

Premiumfahrzeuge der Oberklasse gehen später nur in Vollausstattung weg. Fehlen übliche Ausstattungsmerkmale (z.B. Automatikgetriebe, Lederaussstattungen, etc.), stehen sich die Fahrzeuge die Reifen platt, bis sie mit großen Preisabschlägen doch noch einen Liebhaber finden. Dabei darf man nicht vergessen, dass der Wertverlust durchaus so groß ist, dass nach nur 1 Jahr nur noch 50% und weniger vom Listenpreis übrig bleiben. Besonders, wenn dann noch ein Modellwechsel erfolgt ist. Bestes Beispiel hierfür ist der 5er-BMW.

Das gleiche gilt auch für Sportwagen und Cabrios (Roadster) - die Nachfrage besteht zunächst bei Vollausstattern mit großer Motorleistung (wenn sich diese als standfest erwiesen hat). Hier spielt aber dann die produzierte Stückzahl stark mit ein. Wenige produzierte Fahrzeuge schaffen Knappheit auf dem Markt und halten demzufolge die Preise auf höherem Niveau.

Die "Brot-und-Butter"-Autos gehen vorwiegend über Preis und Motorisierung (günstig im Unterhalt ist bevorzugt). Gewisse Ausstattungsmerkmale, wie Klimaautomatik, Panoramadach, Lederausstattung, LED-Licht und die nun angebotenen Assistenzsysteme erhöhen die Verkaufschancen enorm. Der Wertverlust an der Sonderausstattung ist allerdings höher anzusetzen als für das Basisfahrzeug selbst (kann man auch wunderbar daran sehen, wie die Zeiwerte der Sonderausstattungen bei Schwacke ermittelt werden).

Der Tiguan liegt momentan im SUV-Trend. Schneidet in den Vergleichstests immer gut ab. Das schafft schon einmal eine hohe Nachfrage, die die Erwartungen/Planungen von VW offenbar übersteigt (sieht man an den Lieferzeiten). Für den Wiederverkaufswert wird damit die Angebotsmenge an Fahrzeugen auf dem Markt entscheidend. Wiederverkauf nach 2 Jahren bringt wahrscheinlich noch einen hohen Restwert, da das Angebot noch knapp ist. Kommen aber die Leasingrückläufer auf den Markt, könnte das Angebot die Nachfrage übersteigen.

Hier kommt dann die richtige Lackierung und vor allem die Ausstattung ins Spiel, um sich Vorteile zu verschaffen. Der Nullausstatter verschwindet in der Masse. Der Standardausstatter geht ebenso preislich unter, steht aber nicht ganz so lange wie ein Nullausstatter. Gut ausgestattete Fahrzeuge haben jedoch gute Verkaufschancen bei noch akzeptablem Preisniveau.

Ich habe schon viele Experimente in dieser Richtung gemacht.

Das beste "Geschäft" ging mit einem SL auf, den ich 13,5 Jahre hatte und mit einem ansehnlichen Wertzuwachs in 2015 verkaufen konnte.

Selbst im Kleinwagenbereich ist so etwas möglich. Ich hatte mich in 2008 für einen knallgelben AUDI A2 für meine Frau entschieden. Der AUDI A2 war als Neuwagen ein Ladenhüter - gekauft wurde für das gleiche Geld lieber ein größerer Golf. Der A2 ist inzwischen schon zuim Kult- und Liebhaberauto geworden. Unser A2 wurde erst in 11/2005 zugelassen, obwohl in 6/2005 produziert, ist ein Sondermodell Color Storm, mit guter Ausstattung (kein Panoramadach, da defektanfällig) und hat jetzt erst die 44.000-km-Marke überschritten. Wir haben ihn seit 10/2008 und werden ihn wahrscheinlich mit nur einem sehr geringen Wertverlust zum damaligen Gebrauchtpreis verkaufen können. Die Nachfrage nach guten A2 mit geringer Laufleistung ist inzwischen hoch. Meine Strategie war: Gegen den Neuwagentrend zu kaufen und das Besondere (Alukarosserie) in den Vordergrund zu stellen. Für einen Kleinwagen ist die Zeitwertentwicklung nicht normal - ein Polo mit gleicher Technik, Ausrüstung und Laufleistung hat ungefähr nur noch den halben Wert des A2. Ob meine "Rechnung" aufgeht, zeigt sich im nächsten Jahr. Dann werden wir den A2 verkaufen, weil wir ihn eigentlich nicht wirklich brauchen. Wenn sich die Lieferzeit mit dem Tiguan verzögern sollte, bin ich aber froh, wenn der A2 noch da ist. Meinen Dienstwagen gebe ich definitiv in der 50. KW zurück.

Jetzt mal losgelöst vom Wiederverkaufsthema. Ich habe meine Betrachtungsweise für unser Alltagsauto geändert. Das hat etwas mit meinem Alter und dem näher rückenden Ruhestand zu tun.

Meinen Tiguan habe ich mit fast allem bestellt, was aus meiner Sicht für mein Wohlbefinden mit dem Auto sinnvoll ist.
Sogar eine Anhängerkupplung habe ich mitbestellt, obwohl ich derzeit keinen Anhänger habe. Wir haben aber vielleicht vor, uns einen Wohnwagen zu Testzwecken zu mieten und wenn das die Art von Urlaub ist, die uns zusagt, sogar einen zu kaufen. Das ist momentan aber nur eine auf den Ruhestand gerichtete Idee.

Ich mache mir keine Gedanken, wie der Wiederverkaufswert nach 6 Jahren oder später sein wird, denn ich möchte einfach Freude am Fahren mit dem Tiguan haben. Dazu muss er so sein, wie ich ihn möchte und nicht wie ein Gebrauchtwageninterressent ihn sich leisten kann.

Beim Motor habe ich mich bewusst für den 150-PS-TDI entschieden, weil er wunderbar zum Charakter des Tiguan passt. Ich würde mit dem Tiguan eher selten schneller als 160 km/h fahren. Daher sind mir die 340 NM Drehmoment bei geringerer Drehzahl wichtiger, als eine hohe Motorleistung.

Vielleicht wird dieser Tiguan aber auch ein Langzeitexperiment im Sinne eines altersgerechten Fahrzeuges (vielleicht des letzten, das ich gekauft habe). Daher sind auch alle Assisstenzsysteme dabei, die das Fahren im Alter sicherer machen.

Das ist nur meine momentane Sichtweise und sicher nicht auf andere übertragbar.

Gruß aus'm Ländle
Ulrich

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Zitat:

@xPhonic schrieb am 20. Juli 2017 um 10:10:49 Uhr:


Also zwecks Wiederverkauf haben alle schlechte Karten da der Tiguan so gut verkauft wird das in ein paar Jahren auch der Gebrauchtwagenmarkt dementsprechend groß sein wird!

... wenn das so wäre, dann dürfte sich ein Golf oder Passat Variant auch nur schlecht verkaufen ! - Ist aber nicht so.

Gruß aus'm Ländle
Ulrich

So war das auch nicht gemeint, das er sich schlecht verkauft. Sondern das die Auswahl so riesig ist das man Ausstattung und Größe Motoren nicht bezahlt bekommt, das hätte ich wohl dazuschreiben sollen. Als ich meinen bestellt habe war der Gebrauchtwagenmarkt so klein das er gebraucht genauso viel gekostet hat wie neu mit Rabatt, da er ja gerade 1 Jahr am Markt war

Ich denke das kannst du so pauschal nicht sagen. Das beste Beispiel ist der Golf. Millionenfach verkauft und als gebrauchter immer noch recht gut gehandelt.
Und ich denke bzw. hoffe das man sich in der Masse der 08/15 Tiguane dann mit einer besonderen Motor/Ausstattungsvariante hervorheben kann.
Aber vielleicht ist da auch nur der Wunsch Vater des Gedankens. ;-)

Ich denke, dass man mit einer guten Ausstattung zumindest immer zuerst wahrgenommen wird nd von daher eine größere Verkaufschance hat.

Wieviel man allerdings mehr bekommt kann man vorher nicht sagen. Ich denke aber das es Fakt ist, dass die Sonderausstattungen einem viel höheren Wertverlust unterliegen als das nackte normal ausgestattete Auto!

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Für mich persönlich hebt ein Schiebedach das Auto von anderen ab und ich wäre immer bereit etwas mehr Geld für einen Gebrauchtwagen mit Schiebedach auszugeben.

Mit der Frage der Wiederverkaufsmöglichkeiten befasste ich mich bisher grundsätzlich bei jedem Auto, dass ich gekauft habe. Dabei gilt es - abhängig von der geplanten Haltedauer - Trends zu erkennen und deren Nachhaltigkeit richtig zu beurteilen.

Premiumfahrzeuge der Oberklasse gehen später nur in Vollausstattung weg. Fehlen übliche Ausstattungsmerkmale (z.B. Automatikgetriebe, Lederaussstattungen, etc.), stehen sich die Fahrzeuge die Reifen platt, bis sie mit großen Preisabschlägen doch noch einen Liebhaber finden. Dabei darf man nicht vergessen, dass der Wertverlust durchaus so groß ist, dass nach nur 1 Jahr nur noch 50% und weniger vom Listenpreis übrig bleiben. Besonders, wenn dann noch ein Modellwechsel erfolgt ist. Bestes Beispiel hierfür ist der 5er-BMW.

Das gleiche gilt auch für Sportwagen und Cabrios (Roadster) - die Nachfrage besteht zunächst bei Vollausstattern mit großer Motorleistung (wenn sich diese als standfest erwiesen hat). Hier spielt aber dann die produzierte Stückzahl stark mit ein. Wenige produzierte Fahrzeuge schaffen Knappheit auf dem Markt und halten demzufolge die Preise auf höherem Niveau.

Die "Brot-und-Butter"-Autos gehen vorwiegend über Preis und Motorisierung (günstig im Unterhalt ist bevorzugt). Gewisse Ausstattungsmerkmale, wie Klimaautomatik, Panoramadach, Lederausstattung, LED-Licht und die nun angebotenen Assistenzsysteme erhöhen die Verkaufschancen enorm. Der Wertverlust an der Sonderausstattung ist allerdings höher anzusetzen als für das Basisfahrzeug selbst (kann man auch wunderbar daran sehen, wie die Zeiwerte der Sonderausstattungen bei Schwacke ermittelt werden).

Der Tiguan liegt momentan im SUV-Trend. Schneidet in den Vergleichstests immer gut ab. Das schafft schon einmal eine hohe Nachfrage, die die Erwartungen/Planungen von VW offenbar übersteigt (sieht man an den Lieferzeiten). Für den Wiederverkaufswert wird damit die Angebotsmenge an Fahrzeugen auf dem Markt entscheidend. Wiederverkauf nach 2 Jahren bringt wahrscheinlich noch einen hohen Restwert, da das Angebot noch knapp ist. Kommen aber die Leasingrückläufer auf den Markt, könnte das Angebot die Nachfrage übersteigen.

Hier kommt dann die richtige Lackierung und vor allem die Ausstattung ins Spiel, um sich Vorteile zu verschaffen. Der Nullausstatter verschwindet in der Masse. Der Standardausstatter geht ebenso preislich unter, steht aber nicht ganz so lange wie ein Nullausstatter. Gut ausgestattete Fahrzeuge haben jedoch gute Verkaufschancen bei noch akzeptablem Preisniveau.

Ich habe schon viele Experimente in dieser Richtung gemacht.

Das beste "Geschäft" ging mit einem SL auf, den ich 13,5 Jahre hatte und mit einem ansehnlichen Wertzuwachs in 2015 verkaufen konnte.

Selbst im Kleinwagenbereich ist so etwas möglich. Ich hatte mich in 2008 für einen knallgelben AUDI A2 für meine Frau entschieden. Der AUDI A2 war als Neuwagen ein Ladenhüter - gekauft wurde für das gleiche Geld lieber ein größerer Golf. Der A2 ist inzwischen schon zuim Kult- und Liebhaberauto geworden. Unser A2 wurde erst in 11/2005 zugelassen, obwohl in 6/2005 produziert, ist ein Sondermodell Color Storm, mit guter Ausstattung (kein Panoramadach, da defektanfällig) und hat jetzt erst die 44.000-km-Marke überschritten. Wir haben ihn seit 10/2008 und werden ihn wahrscheinlich mit nur einem sehr geringen Wertverlust zum damaligen Gebrauchtpreis verkaufen können. Die Nachfrage nach guten A2 mit geringer Laufleistung ist inzwischen hoch. Meine Strategie war: Gegen den Neuwagentrend zu kaufen und das Besondere (Alukarosserie) in den Vordergrund zu stellen. Für einen Kleinwagen ist die Zeitwertentwicklung nicht normal - ein Polo mit gleicher Technik, Ausrüstung und Laufleistung hat ungefähr nur noch den halben Wert des A2. Ob meine "Rechnung" aufgeht, zeigt sich im nächsten Jahr. Dann werden wir den A2 verkaufen, weil wir ihn eigentlich nicht wirklich brauchen. Wenn sich die Lieferzeit mit dem Tiguan verzögern sollte, bin ich aber froh, wenn der A2 noch da ist. Meinen Dienstwagen gebe ich definitiv in der 50. KW zurück.

Jetzt mal losgelöst vom Wiederverkaufsthema. Ich habe meine Betrachtungsweise für unser Alltagsauto geändert. Das hat etwas mit meinem Alter und dem näher rückenden Ruhestand zu tun.

Meinen Tiguan habe ich mit fast allem bestellt, was aus meiner Sicht für mein Wohlbefinden mit dem Auto sinnvoll ist.
Sogar eine Anhängerkupplung habe ich mitbestellt, obwohl ich derzeit keinen Anhänger habe. Wir haben aber vielleicht vor, uns einen Wohnwagen zu Testzwecken zu mieten und wenn das die Art von Urlaub ist, die uns zusagt, sogar einen zu kaufen. Das ist momentan aber nur eine auf den Ruhestand gerichtete Idee.

Ich mache mir keine Gedanken, wie der Wiederverkaufswert nach 6 Jahren oder später sein wird, denn ich möchte einfach Freude am Fahren mit dem Tiguan haben. Dazu muss er so sein, wie ich ihn möchte und nicht wie ein Gebrauchtwageninterressent ihn sich leisten kann.

Beim Motor habe ich mich bewusst für den 150-PS-TDI entschieden, weil er wunderbar zum Charakter des Tiguan passt. Ich würde mit dem Tiguan eher selten schneller als 160 km/h fahren. Daher sind mir die 340 NM Drehmoment bei geringerer Drehzahl wichtiger, als eine hohe Motorleistung.

Vielleicht wird dieser Tiguan aber auch ein Langzeitexperiment im Sinne eines altersgerechten Fahrzeuges (vielleicht des letzten, das ich gekauft habe). Daher sind auch alle Assisstenzsysteme dabei, die das Fahren im Alter sicherer machen.

Das ist nur meine momentane Sichtweise und sicher nicht auf andere übertragbar.

Gruß aus'm Ländle
Ulrich

Vielen Dank für den tollen Beitrag Ullrich. Genau so seh ich das auch. In erster Linie kaufe ich das Auto für meine Bedürfnisse. Und wenn ich dann dadurch noch einen guten Restwert erzielen kann bin ich zufrieden.
Eins sollte jedem Autokäufer sowieso klar sein: man kann eigentlich nur verlieren! Die Frage ist nur wieviel. ;-)
Ich werde dann am Samstag meinen Tiguan als 2.0 mit 220 PS bestellen und hoffen das wir eine schöne Zeit haben werden. Und in zwei Jahren werden die Karten neu gemischt! :-)

Ich denke damit machst du nichts falsch. Schau dir mal meinen A3 im Profil an. Den gebe ich für eine Tiguan bei meinem Händler wieder ab. Die lecken sich schon die Finger nach dem Wagen. Vor allem hat er seit letzten Jahr auch eine originale Standheizung. Das man mit viel Sonderausstattung immer viel Verlust macht ist pauschal nicht zu sagen. Ich bestelle auch demnächst einen 220PS TSI

Zitat:

@dlorek schrieb am 20. Juli 2017 um 12:55:03 Uhr:


Schau dir mal meinen A3 im Profil an. Den gebe ich für eine Tiguan bei meinem Händler wieder ab. Die lecken sich schon die Finger nach dem Wagen.

schick ist er, leider für Familie etwas zu Kompakt 😁

vg
Stefan

Zitat:

@REDSUN schrieb am 20. Juli 2017 um 13:53:10 Uhr:



Zitat:

@dlorek schrieb am 20. Juli 2017 um 12:55:03 Uhr:


Schau dir mal meinen A3 im Profil an. Den gebe ich für eine Tiguan bei meinem Händler wieder ab. Die lecken sich schon die Finger nach dem Wagen.

schick ist er, leider für Familie etwas zu Kompakt 😁

vg
Stefan

das haben wir mit Junior (3 Monate) jetzt auch gemerkt. 340L Kofferraum sind einfach "nichts". Deshalb muss was größeres her.

Schönen Gruß aus Bremen 😉

Bei den Preisen für gebrauchte Fahrzeuge ist aber auch auffallend, dass sie SEHR differieren. Für meinen Tiguan 1 TDI 2,0 4 Motion Bj 2009 100 000 km bekam ich ein Händlerangebot von 11000€ von "wir kaufen dein Auto" 9000€ und Feder Privatverkauf in "Willhaben.at" brachte letztlich 13400€

Zitat:

@Wohli schrieb am 20. Juli 2017 um 16:02:32 Uhr:


Bei den Preisen für gebrauchte Fahrzeuge ist aber auch auffallend, dass sie SEHR differieren. Für meinen Tiguan 1 TDI 2,0 4 Motion Bj 2009 100 000 km bekam ich ein Händlerangebot von 11000€ von "wir kaufen dein Auto" 9000€ und Feder Privatverkauf in "Willhaben.at" brachte letztlich 13400€

Da vergleichst du aber auch Äpfel mit Birnen !

"wir kaufen dein Auto" ist für Leute, die schnell Geld brauchen oder eine alte Karre schnell loswerden möchten. Für höherpreisige Autos sind die eher unbrauchbar. Wenn das ein Onlineangebot war, kannst du davon ausgehen, dass du dann vor Ort nach dem "detaillierten" Fahrzeugcheck nochmals einen Abschlag hinnehmen darfst. ... In der Presse kommen die irgendwie anders weg als in der Fernsehwerbung von denen dargestellt. Mehr darf ich wohl öffentlich nicht schreiben.

Ein Händler wird immer weniger zahlen können, als ein Privatkäufer. Letztendlich muss er einen Gebrauchtwagen mit Gewährleistung weiter verkaufen, benötigt noch eine Gewinnspanne und muss seine laufenden Kosten für den Gebrauchtwagenhandel abdecken. Wenn man schnell Geld braucht oder seinen Gebrauchtwagen in Zahlung geben muss, damit weniger zu finanzieren ist, sind normale Neu- / Gebrauchtwagenhändler sicher eine Option, für den der es unkompliziert will.

Der Verkauf an privat ist spannend und fast immer mit dem höchsten Erlös verbunden. Man muss nur etwas Zeit haben, denn bis der richtige kommt, können schon ein paar Tage vergehen. Der Richtige kommt natürlich schneller, wenn der Gebrauchtwagen die richtige Ausstattung hat.

Ich verkaufe nur noch an Privatleute. Es bringt mehr Geld und macht auch noch Spaß (natürlich nur, wenn man keine "Möhre" an den Mann bringen muss).

Mir ist es nicht unwichtig, wer einen von mir gepflegten Gebrauchtwagen bekommt.
Das Audi-Coupe (T89) meiner Frau, das wir unserem Sohn überlassen hatten und das eigentlich zum Oldtimer reifen sollte, ist durch einen Unfallflüchtigen so stark am hinteren Seitenteil (nur leicht eingedrückt) beschädigt worden, dass es als Sammlerfahrzeug keinen Wert mehr hatte. Jahrelange Pflege waren dahin - die Reparaturkosten lagen bei 2/3 des Zeitwertes.
Ein Händlerangebot lag bei 100 EUR (da hätte ich es lieber in Einzelteilen verkauf). - Gekauft hatte es dann ein Auszubildender (Mechatroniker bei VW) der daraus eine rollende Restaurierung gemacht hatte, für 1.000 EUR. Dem habe ich das 20 Jahre alte Coupé gerne überlassen, denn hier hatte ich das Gefühl, dass er es wertschätzt und gut behandeln wird. Das Coupé war noch im Originalzustand und hatte erst 123.000 km gelaufen ! - Der Zeitwert fing gerade an wieder zu steigen, schade drum.

Gruß aus'm Ländle
Ulrich

Also zunächst einmal: Ihre Probleme möchte ich haben, beneidenswert!

Aus dem Posting schließe ich, dass, Geld keine Rolle spielt. Also nehme ich den Wagen, der am meisten Spaß macht. Dass ist der 220 PS Motor.

Das Leben ist zu kurz, um Kompromisse einzugehen.

Chelut

Zitat:

@chelut schrieb am 20. Juli 2017 um 19:04:58 Uhr:


Also zunächst einmal: Ihre Probleme möchte ich haben, beneidenswert!

Aus dem Posting schließe ich, dass, Geld keine Rolle spielt. Also nehme ich den Wagen, der am meisten Spaß macht. Dass ist der 220 PS Motor.

Das Leben ist zu kurz, um Kompromisse einzugehen.

Chelut

... naja, nur der Motor wäre mir zu wenig. 😉
Aber jeder Jeck ist anders.

Gruß aus'm Ländle
Ulrich

Zitat:

@Kitzblitz schrieb am 20. Juli 2017 um 11:24:53 Uhr:


Mit der Frage der Wiederverkaufsmöglichkeiten befasste ich mich bisher grundsätzlich bei jedem Auto, dass ich gekauft habe. Dabei gilt es - abhängig von der geplanten Haltedauer - Trends zu erkennen und deren Nachhaltigkeit richtig zu beurteilen.

Das kann ich nicht so nachvollziehen. Ich kaufe mir doch eine Auto was mir gefällt und nicht nach den eventuellen Bedürfnissen des Nachbesitzers.

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