Kaufentscheidung: Diesel vs. Benziner
Hallo,
ich will mir in der nächsten Zeit einen neuen Wagen zulegen.
Die Marke und das Modell stehen fest, aber zwischen Benziner und Diesel
kann ich mich noch nicht so richtig entscheiden.
Hier noch kurz meine Fahrgewohnheiten:
Ich fahre:
jeden Tag (Mo-Fr):
2 x 3km zur Arbeit und zurück (Stadtverkehr)
3-4 mal in der Woche:
2x15km um meine Frau von der Arbeit abzuholen (10%Stadt/40%Land/50%BAB)
am Wochenende:
ca. 100km: Strecken um die 15-25km (40%Stadt/30%Land/30%BAB)
Dazu kommen noch unregelmäßige Fahrten (Besuche bei Verwandten/Urlaub/usw. ...):
20x150-200km im Jahr (10%Stadt/15%Land/75%BAB)
Insgesamt fahre ich ca. 25.000 km im Jahr.
Nach der Gesamtfahrleistung zu beurteile wäre denke ich ein Diesel empfehlenswerter, doch die Kurzstrecken unter der Wochen machen mir Sorgen.
Was meint Ihr?
Danke
Grüsse, Artur
62 Antworten
Und die deutlichen Mehrkosten in der Steuer und der Anschaffung. So schnell wie früher rechnen sich die Diesel heute nichtmehr.
Hm,
also mit dem Benziner lassen sich in der Stadt mit 9-10 Litern fahren, und auf der Ab kommst du mit 7 L hin. Ich finde den 118d nicht wirklich toll, ist zwar schön leise und dreht auch bis fast 5.000 aber man spürt den Durchzug nicht so wirklich, irgendwie fehlt da die Kraft. Der 118i lässt sich wunderbar fahren und hat vor allem auch einen ziemlich netten Sound. Nun gut, da ich selber beides fahre kann ich keine Empfehlung ausprechen. Aber, da der 120i normalerweise preislich mit dem 118d übereinstimmt, würde ich zum 120i raten. Sonst der 120d, der hat ordentlich Leistung 😉
Schöne Grüße,
lifestyle_wk
Hallo
Ich habe mich letzthin für das 120d Cabrio entschieden. Im Vergleich zum 120i hat mir der Durchzug des 120d viel besser gefallen. Auch wenn ich den 120d mit dem meines Touran 2.0 tdi vergleiche dann schneidet der 120d besser ab.
Gruss
Oli
wie ihr euch vllt. denken könnt kenne ich mich mit den BMW Motoren nicht so aus (siehe Name, Signatur 🙂 ). Bis zu welcher Drehzahl macht es denn Sinn einen BMW Diesel zu fahren? Von ca. 2000-3000 erfolgt afaik der größte Schub, über 3000 wird es zäh und man schaltet doch dann --> Benziner können dann immernoch im selben gang weiterfahren. Also ist die Beschleunigung/Schub nicht durch das subjektive empfinden zu hoch?
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also ich finde es am geilsten im 3. gang bei 2800 umdrehungen ca. zu fahren. wenn man da drauf steigt gehts richtig vorwärts bei meinem 120d.
finde diesel lohnt sich immer wegen den geringeren verbrauch. die mehrkosten an steuern rechnet sich gar nicht.
habe vorher einen audi a3 3.2 quaddro gefahren und jetzt den 120d. bin bei vollast mit dem audi 320km weit gekommen. mit dem bmw locker 600km. fahre ca. 30000km im jahr.
das einzige unschöne ist halt der diesel im gegensatz zu nen v6.
aber bei nen verbrauch von 6,8 liter bei sportlicher fahrweise kommt ein 3.0 oder der audi damals niemals hin. hab damals 13 liter gebraucht.
Das ist ein typischer Turbo (Diesel) Effekt.
Der starke Anstieg zwischen 2000 und 3000 führt subjektiv für mehr Schub, als es wirklich ist.
Da wir aber keine Rennen fahren, spielt es eigentlich keine Rolle, ob der gefühlte subjektive Schub messtechnisch weniger "wert" ist, als gefühlt.
Mir macht das subjektive Empfinden mehr Spaß, auch wenn es gezeitet langsamer, als eine gleichmäßige Saugmotor Beschleunigung ist.
Etwa nerfig ist das häufige Schalten, was aber auch zu dem subjektiven Eindruck führt.
Zumindestens den 120d und besonders den 123d kann man auch gut mal höher drehen. Die VAG TDI machen eher "zu".
Diesel oder Benziner im Premiumsegment von der Fahrleistung und von Sparargumenten abhängig zu machen, ist nicht ganz zielführend. Aus irgend einem Grund muss es ja auch ein BMW sein - die sparsamsten Preise haben die nicht - aber man bekommt eben was dafür geboten. Genauso sollte die Entscheidung pro/kontra Diesel fallen: im Gegensatz zu den Benzinern bekommt man schon bei den kleinen Dieselmotoren etwas geboten, egal wie weit man fährt.
Zitat:
Original geschrieben von stuebby82
achso, und ein diesel hat einen höheren wiederverkaufswert.
Dieses Argument werde ich in 10 Jahren noch nicht verstehen - vielleicht liegt's daran, dass es einfach keinen Sinn macht:
Wieso soll man ein Auto mit einem 10% hören Preis mit der Begründung kaufen, dass man beim Wiederverkauf 5% mehr bekommt? Dann hat man immer noch 5% verloren.
Das selbe gilt auch für Sonderausstattung.
Zitat:
Original geschrieben von Astra_GTC_1.7CDTI
wie ihr euch vllt. denken könnt kenne ich mich mit den BMW Motoren nicht so aus (siehe Name, Signatur 🙂 ). Bis zu welcher Drehzahl macht es denn Sinn einen BMW Diesel zu fahren? Von ca. 2000-3000 erfolgt afaik der größte Schub, über 3000 wird es zäh und man schaltet doch dann --> Benziner können dann immernoch im selben gang weiterfahren. Also ist die Beschleunigung/Schub nicht durch das subjektive empfinden zu hoch?
Das gilt besonders für Turbodiesel mit dem bekannten Turbobumms. Bei BMW fällt der aber wesentlich weniger stark auf, denn die Leistungsentfaltung fällt besonders bei 120d und noch stärker beim 123d harmonischer aus. Der 120d entfaltet sein maximales Drehmoment zwischen 1750 und 3000 Umdrehungen, die maximale Leistung liegt bei 4000 Umdrehungen an. Beim 123d ist der Drehmomentbereich um 250 Umdrehungen nach oben verschoben (2000-3250 Umdrehungen) und die maximale Leistung gibts bei 4400 Umdrehungen. Wie man sieht bringt es durchaus etwas, wenn man die Gänge höher zieht, wobei man bei dem Drehmoment auch früher schalten kann. Bei Fahrzeugen mit ausgeprägtem "Turbobumms" (z.B. VAG Konzern) fühlt sich das Fahrzeug bei besagtem Tritt ins Kreuz deutlich kräftiger an, aber sowas gibt es auch bei aufgeladenen Benzinern.
Zitat:
Original geschrieben von Jens Zerl
Dieses Argument werde ich in 10 Jahren noch nicht verstehen - vielleicht liegt's daran, dass es einfach keinen Sinn macht:Wieso soll man ein Auto mit einem 10% hören Preis mit der Begründung kaufen, dass man beim Wiederverkauf 5% mehr bekommt? Dann hat man immer noch 5% verloren.
Das selbe gilt auch für Sonderausstattung.
Ich konstruiere mal ein Beispiel.
Diesel NP 22.000 € Wertverlust nach 3 Jahren 45%
Benzin NP 20.000 € Wertverlust nach 3 Jahren 55%
Den Diesel werde ich also für 12.100 € und den Benziner für 9.000 € verkaufen. Die Differenz zwischen beiden hat sich also um 1.100 € erhöht.
Im Rahmen der Berechnung der Gesamtkosten (Kaufpreis, Zinsen, Verbrauch, Versicherung, Steuern, Wartung aber OHNE Wertverlust) sind 1.100 € ein erhblicher Faktor zu Gunsten des Diesels. Diese Rechnung habe einmal für 118d vs. 118i ohne den Wertverlust durchgführt und komme auf einen Break-Even-Point von 15.000 - 20.000 km pro Jahr je nachdem, wie lange man den Wagen fährt.
Es lohnt sich schon einen BMW-Diesel auszudrehen, zumal sie das recht willig tun. Nur so wird die Beschleunigung maximal. Das schöne an den Dieseln ist auch, dass sie eine elektrische Zusatzheizung im Kühlkreislauf haben, es im Winter also genausoschnell warm wird wie in einem Benziner. Also 118i und 116i würde ich sein lassen, falls Fahrspaß im Vordergrund steht. Beim 118d nervt die lange Übersetzung ein wenig. Im Prinzip geht es da bei 120d und 120i mit Fahrspaß los, wenn es finanziell nicht wehtut, dann aber am liebsten doch einen 6Zylinder-Benziner.
Also ich zähle mich eher zu den "Konservativen Diesel Fahrern" !
Ein Dieselmotor muß schon sorgfälltig warm gefahren werden und nicht immer "gedreht" werden!
Bei dem recht üppigen Drehmoment aus dem "Keller" ist das hochjubeln auch nicht erforderlich!
Dadurch erreichen diese Motoren eine sehr hohe Lebenserwartung/Standzeit , die mit einem jenseits der 6000 Touren drehenden Benziner nicht unbedingt erreicht wird!
Soll heißen: einen mit 80000km behafteten Diesel kaufe ich lieber als einen Benziner!😉
Zitat:
Original geschrieben von CUXZ4
Ich konstruiere mal ein Beispiel.
Diesel NP 22.000 € Wertverlust nach 3 Jahren 45%
Benzin NP 20.000 € Wertverlust nach 3 Jahren 55%Den Diesel werde ich also für 12.100 € und den Benziner für 9.000 € verkaufen. Die Differenz zwischen beiden hat sich also um 1.100 € erhöht.
Das ist ja ein schön konstruiertes Beispiel, nur der Realität entspricht es nicht.
Händler-Einkaufspreis für einen 1er, 3 Jahre, 45000km laut DAT:
118i: 10.770 EUR
118d: 11.257 EUR
D.h. wenn Du den Wagen nach drei Jahren verkaufst, dann hat der bessere Wertverlust die Mehrkosten bei der Anschaffung eben nicht wett gemacht.
Keine Ahnung, wie Du zu Deinen Zahlen kommst.
Zitat:
Original geschrieben von Astra_GTC_1.7CDTI
Von ca. 2000-3000 erfolgt afaik der größte Schub, über 3000 wird es zäh und man schaltet doch dann --> Benziner können dann immernoch im selben gang weiterfahren. Also ist die Beschleunigung/Schub nicht durch das subjektive empfinden zu hoch?
Im Prinzip ja. Allerdings darf man einen Fehler nicht machen und direkt nach dem größten Drehmoment schalten. Ein 120D bringt bei 3500 U/min im 3. Gang immer noch mehr Schub als bei 2500 U/min im 4. Das größere Drehmoment muss ja gegen ein viel größeren Widerstand durch die Übersetzung des höheren Gngs ankämpfen.
Hallo,
ich habe ein ähnliches Fahrprofil und fahre einen 118d FL. Er ist jetzt ein Jahr alt, ich bin sehr zufrieden und es gab keine Probleme!
Bei dem Diesel habe ich mehr an den 120d gedacht, allerdings den älteren mit 163PS,
da sich die Preise bei diesen Baujahren im Vergleich zu 118d nicht arg unterscheiden.
Ich werde mich wohl doch für den Diesel entscheiden, bin zwar noch nie im Besitz von einem gewesen, aber werde diesen Schritt mal wagen. Das Tanken mit meinen bisherigen Benzinern mit einem Durchschnittsverbrauch von 10-12l hat mir schon immer jeglichen Fahrspaß verdorben.