Kaufberatung Suzuki Vitara vs S-Cross
Hallo, da ich mich automäßig etwas verkleinern will, überlege ich mir einen Vitara oder S-Cross zuzulegen. Was mich ein wenig wundert ist die Tatsache, wieso Suzuki zwei Modelle im Angebot hat, die fast gleich sind, während z.B. der Beleno wegfällt. Rein optisch gefällt mir der Vitara besser, er schien mir sogar größer zu sein, vergleicht man aber die Daten ist er sogar kleiner.
Wie sind eure Erfahrungen bezüglich Raumangebot, Sitze, Kofferraum (ich möchte z.B. einen mittelgroßen Hund transportieren)? Wie steht es um die Verarbeitungsqualität? Wie ist der reale Verbrauch des 1,4 Boosterjet? Ich bedanke mich schon mal für eure Erfahrungen.
Beste Antwort im Thema
Als Themenstarter bin ich auch raus, denn ich hab mich ja inzwischen entschieden, für einen Vitara Comfort+, und bereue es nicht. Heute würde ich mich zwar für eine andere Marke entscheiden, aber nicht wegen der Qualität, sondern weil man nicht in der Lage ist eine Automatik bei Virtara oder S-Cross anzubieten, für mich ein No-Go.
Danke für die interessante Diskussion.
88 Antworten
Die Hupe an unserem Vitara ist im übrigen das nächste was ausgewechselt wird...
Da ist echt was dran was GBMueller so schreibt 😁
Ich kann manche Leute verstehen die genervt von den kleinen Macken sind und sich dann schnell wieder neu umsehen. Man könnte aber auch schauen wie man es beheben lassen kann, meist ist es ja gar nicht so teuer oder mit viel Aufwand verbunden, so wie bei mir...(falls jemand aktuell genervt von seinem 1.6 Automatik 4x4 zufällig auch noch in der Farbe Savannah Ivory ist und ihn günstig in gute Hände abgeben will...)
Wie dem auch sei, der Vitara ist definitiv ein gutes Auto für das Geld, und schick sieht er zudem auch noch aus !
Wartungsfreundlich ist er sowieso wenn man das irgendwann mal selber übernehmen will.
Klar geht es von Anfang an etwas besser, dann aber auch meist für viel mehr €uros.
Natürlich sieht man wegen einer beschissenen Hupe nicht vom Kauf ab. Mir war auch sofort klar, dass ich sie direkt tauschen würde. Und ja, der Vitara ist wirklich hübsch und gefällt mir optisch immer noch. Fast jeden Morgen kommt mir ein Club-Modell entgegen, das erkenn ich sogar im Dunkeln an den Scheinwerfern und empfinde keinen Groll im Vorbeifahren. Aber dennoch ist es gut, dass ich einen Schlussstrich gezogen habe. Der Tivoli ist leiser, hochwertiger, schwerer, bequemer, er zieht besser, Lenkung und Federung sind besser, im Vergleich zum Vitara fährt er wie auf Schienen. Bezahlt wird das meiste davon an der Tanksäule. 😉 Also, Frieden.
Zitat:
@GBMueller schrieb am 2. Oktober 2020 um 20:20:24 Uhr:
Der Tivoli ist leiser, hochwertiger, schwerer, bequemer, er zieht besser, Lenkung und Federung sind besser, im Vergleich zum Vitara fährt er wie auf Schienen.
Tivoli hatten wir auch überlegt, aber dann bereits vor der Probefahrt wieder verworfen, da einfach kein Händler vor Ort, noch in akzeptabler Entfernung. Der nächste SsangYong Händler ist 70km weit weg, ausschließlich Landstraße - den Kick muss ich mir dann nicht geben. Suzuki ist im übernächsten Nachbardorf (15km).
Für uns in der näheren Auswahl war noch Fiat 500X bez. Jeep Renegade. Gut, dass wir es nicht gemacht haben. Der Fiathändler am Ort macht Ende des Jahres dicht, der nächste wäre Jeep/Fiat gewesen, aber auch schon 35km entfernt in der übernächsten Stadt. Ansonsten haben wir bis auf die Exoten (Jaguar, LandRover, Nissan) alles vor Ort; Renault, Honda, Mitsubishi und Hyundai sind jeweils in den Nachbarstädten.
Ich habe Anfang des letzten Jahrzehnts 5 Jahre lang einen Skoda Yeti gefahren. Schönes Auto, inzwischen aber nur noch antiquarisch erhältlich - mit entsprechend alter Technik und Konzeption (und hohem Verbrauch als Benziner). Die neuen Skodas sind absolut nicht mein/unser Geschmack. Und da wir mit Suzuki gute Erfahrungen gemacht haben, wurde es dann wieder ein Suzuki.
LG
Mi-go
Zitat:
@mi-go schrieb am 3. Oktober 2020 um 19:32:29 Uhr:
Tivoli hatten wir auch überlegt, aber dann bereits vor der Probefahrt wieder verworfen, da einfach kein Händler vor Ort, noch in akzeptabler Entfernung. Der nächste SsangYong Händler ist 70km weit weg, ausschließlich Landstraße - den Kick muss ich mir dann nicht geben. Suzuki ist im übernächsten Nachbardorf (15km).
Ein 70 km entfernter Händler wäre für mich auch ein Ausschlussgrund. In meinem Fall ist es aber derselbe Händler geblieben, unter 10 km von zu Hause. Der Tivoli (als Modell, nicht mein jetziger) war ein Ersatzwagen während einer Suzuki-Garantiereparatur und hat mir die Augen geöffnet. Natürlich war ich auch zuerst skeptisch und fand bzw. finde den Namen recht blöd. Aber wie heißt es so schön? Don't judge a book by its cover.
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Zitat:
@GBMueller schrieb am 2. Oktober 2020 um 20:20:24 Uhr:
Der Tivoli ist leiser, hochwertiger, schwerer, bequemer, er zieht besser, Lenkung und Federung sind besser, im Vergleich zum Vitara fährt er wie auf Schienen. Bezahlt wird das meiste davon an der Tanksäule. 😉 Also, Frieden.
Nun der ADAC hat da offenbar andere Ansichten. Die Verarbeitung des Tivoli bekommt die Note 4,2 gegen 3,6 beim Vitara, der Innenraum bekommt 2,8 zu 2,4, die Sicherheit 2,9 gegenüber 1,8. Auch bei Komfort und Fahrverhalten bekommt der Vitara durchweg bessere Noten. Ein Nogo sind 8,2 Liter Normverbrauch (ich vergleiche den Tivoli mit Allrad, Automatik, 1,5L Turbobenziner gegen den Vitara Comfort+). Der Listenpreis übrigens war beim Comfort+ 30.400, der vergleichbar ausgestattete Tivoli kommt auf 31.280, und das super Allgrip System des Suzuki ist dem Tivoli 4WD deutlich überlegen.
Die Geräusche, die am Vitara doch so störend sind, hat der ADAC beim Tivoli mit 70,6 dB zu 71,0 dB gemessen, also quasi gleich??? Und gar nicht geht für einen Hundebesitzer ein Kofferraum mit 295 gegen 485 Liter sowie eine über 10cm höhere Ladekante. Auch das Guckloch im Heck ist zu vergessen.
Mag sein, dass der Tivoli auch ein schönes Auto ist, aber aus genannten Gründen kommt er für mich überhaupt nicht annähernd in eine engere Wahl. Meine Werkstatt übrigens, die einst Nissan Händler war, ist Ssangyong Händler geworden, habe mir die Wagen angesehen. Nun ist sie übrigens insolvent, das neue Angebot hat nicht überzeugt.
Was lernen wir daraus? Wer sich vorher etwas intensiver mit dem Auto befasst hat, das er kauft, so dass er keine negativen Überraschungen erlebt, findet letztlich immer das eigene Auto besser als andere.
Sorry, aber die Liste der ADAC-Skandale ist mir wirklich ein bisschen zu lang, um mich auch nur fünf Minuten mit irgendwelchen "Tests" von denen zu befassen. Zwei qualitativ unterirdische Suzukis und fünf damit vergeudete Jahre sind für mich wesentlich relevanter.
Ich frage mich warum käuft man sich ein zweiten Suzuki wen man bein ersten schon nicht zufrieden ist ????? Ist man dan nicht selber schuld :-)
Ich fahre schon seit anfang der 80 Jahre mit Suzuki. Habe vom LJ80 bis zuletzt den s-cross gefahren und habe in al den Jahren nur 1x eine panne gehabt ( Kurbelwellen Sensor) .
Verarbeitung und Qualität is für den Preis was man für ein Suzuki bezahlt ok.
Wil man mehr dan kostet es auch viel mehr.
Bin vor etwa 8 jahre auf Skoda umgestiegen (Yeti 1.4TSI mit DSG) . Das Auto habe ich nach 15Monaten verkauft da hatte ich die Schnauze vol von der Karre. Verarbeitung und comfort schlecht, verbrauch viel zu hoch, andauernt probleme mit dem DSG . Antword von Skoda alles in rahmen , 0 Kulans .
Zitat:
@GBMueller schrieb am 3. Oktober 2020 um 21:20:13 Uhr:
Sorry, aber die Liste der ADAC-Skandale ist mir wirklich ein bisschen zu lang, um mich auch nur fünf Minuten mit irgendwelchen "Tests" von denen zu befassen.
Das ist Ihr gutes Recht. Aber bei einer Geräuschmessung oder dem Ausmessen des Kofferraums kann man nicht viel Skandale machen, es sind einfach nur Zahlen zum vergleichen. Im übrigen ging es hier nicht um einen Vergleich von Suzuki mit Ssangyong. Sie könnten ja in einem eigenen Thread über Ihre Erfahrungen mit letzterem berichten. Ich bin jetzt hier wirklich raus.
Zitat:
@B.karl schrieb am 6. Oktober 2020 um 09:54:58 Uhr:
Ich frage mich warum käuft man sich ein zweiten Suzuki wen man bein ersten schon nicht zufrieden ist ????? Ist man dan nicht selber schuld :-)
Ich hatte den S-Cross für einen Ausrutscher gehalten und mich darauf besonnen, jedem - damit auch Suzuki - eine zweite Chance zu geben. Ist in die Hose gegangen, denn unterm Strich war der Vitara noch schlimmer.
Wir waren am langen WE etwas mehr unterwegs. Darunter diverse schlechte Straße, auch welche, die wegen "Straßenschäden" auf 50 begrenzt waren. Am Montag über die Autobahn in die nächste Großstadt.
Wir hatten nichts zu meckern. Kein Geklapper auf den schlechten Straßen, kein Geknarze oder ähnliches. Auf der Autobahn war auch alles Super, durchzugsstark auch an Steigungen und beim Überholen. Der Vitara Turbo ist zwar kein Leisetreter, aber als Laut empfinden wir ihn auch nicht. Verbrauch war niedrig. Sehr entspanntes Fahren.
Vielleicht haben wir bei unserem Suzuki-Ungarn Werkswagen aber auch ein gutes Exemplar erwischt?!
Meine Frau ist weiterhin voll des Lobes und auch ich kann nicht meckern (mal von dem Radio "ewig an" mal abgesehen).
LG
Mi-go
Man kann natürlich endlos diskutieren.
Ich versuche mal neutral zu bleiben (beziehe mich aber nur auf Benziner, die Diesel-Fahrzeuge kenne ich nicht):
Vitara und S-Cross sind sehr zuverlässig und bereiten aus technischer Sicht nahezu null Probleme.
Egal ob Motor, Getriebe, Elektrik/Elektronik, alles ist dauerhaltbar. Außerplanmäßige Werksstattaufenthalte gibt es diesbezüglich so gut wie gar nicht.
Aber:
Die Materialanmutung ist nicht auf all zu hohem Niveau (die Türverkleidungen beim Vitara sind aus peinlichem Hartplastik) und geräuschempfindlich sollte man auch nicht sein! Es knirscht und knarrt bei einem Suzuki immer mal etwas und die Schalldämmung ist "ausbaufähig".
Aber dafür wird Gewicht gespart, was dem Verbrauch zu Gute kommt. Verbrauchswerte um die 6 Ltr. sind normal und werden von der höherwertig anmutende Konkurenz (z.B. Sportage/ix35) bei weitem nicht erreicht.
Und gerade der 1.4er Boosterjet verleiht dem "Leichtgewicht" eine unerwartete Agilität.
Die Lacke sind auch nicht überragend, Vogelkot "brennt" sich leicht ein, aber das Problem haben andere auch. (hier hat aber der Wettbewerb aus Korea die Nase vorn).
Die Sitze sind auf eher unterem Asia-Niveau. VW, Opel etc. sind da meilenweit voraus! Aber ganz so schnell durch, wie beim Jimny, Grand-Vitara, Swift-Sport, sind sie nicht.
Alles in allem keine Fahrzeuge für Automobilenthusiasten, aber der pragmatische Autokäufer macht nichts verkehrt.
Stimmt (leider) alles. An der reinen Zuverlässigkeit habe ich auch nie gezweifelt. Der Lack ist super empfindlich und die Lackierarbeit ist erstens stellenweise mangelhaft und zweitens extrem sparsam ausgeführt. Beim Tivoli sind z.B. Tankeinfüllstutzen-Mulde und Türlaibungen voll deckend und klar durchlackiert. Beim Vitara sieht das alles aus, als wäre die Lackieranlage mittendrin ausgefallen, von der Reserveradmulde mal ganz zu schweigen. Das mit den Sitzen stimmt leider auch. Ich hatte und habe keine Rückenprobleme, aber längere Fahrten im Vitara waren (u.a. deswegen) kein Vergnügen.
Also was mich an der ganzen Diskussion immer wundert, ist die Tatsache, dass fast jeder zugibt, dass es sich um die genannten Modelle um Robuste und haltbare Autos handelt.
In fast jeder dritten Kaufberatung ist das sozusagen ein 'muss' Kriterium neben dem möglichst günstigen Preis und dem Aussehen.
Aber niemand kommt anscheinend auf die Idee oder hält es für nötig, wie ich es bereits schon erwähnt habe, diesen paar Störfaktoren mit ein wenig Einsatz oder einer kleinen Investition entgegenzuwirken, sprich Dämmen lassen oder selber machen, Moosgummi gegen das knarzen usw… Nein lieber neu kaufen oder 10k€ mehr ausgeben für doch nicht so robust etc… 🙂
Der Lack ist etwas empfindlich ja, aber nicht so empfindlich wie beschrieben, und wenn man den Vogelkot nicht Tagelang drauf lässt, dann geht auch das wieder weg.
Auch die erwähnten Stellen wie Tankstutzen usw. sind bei mir sauber durchlackiert. Ich habe das Gefühl, das der ein oder andere hier irgendein Sondermodell vom Typ 'Montagsauto' bekommen hat.
Ich hab mir, wie schon mal erwähnt, kürzlich einen ganz neuen S-Cross Hybrid angesehen. Zusammen mit meinen beiden Suzukis wäre der dann hinsichtlich der Lackierqualität das dritte Montagsauto, denn auch dort waren Tankstutzen und Kofferraumboden nur extrem spärlich angenebelt.