Katastrophales Nassbremsverhalten
Hallo,
ich fahre seit August 2004 einen Golf IV Variant, TDI PD 96 kw, EZ 12/2003. Derzeitiger Km-Stand 25000. Bis jetzt war ich auch durchaus zufrieden.
Bei der derzeitigen Straßenverhältnissen, d. h. Temparaturen um den Gefrierpunkt, Nässe und Salz hat der Wagen jedoch ein katastrophales, ich meine gar lebensgefähliches Bremsverhalten. Fahre ich früh aus meiner Ausfahrt, hat der Wagen vielleicht 20 Prozent Bremsleistung, ich stünde, wenn ich es nicht wüsste jedesmal auf der Vorfahrtsstraße. Ebenso katastrophal bremst es sich auf der Landstraße/Autobahn, wenn ich nicht alle 5 km die Bremse betätige. Es tut sich beim erstmaligen Bremsen kaum was, mann muss die Nerven haben, die Bremse zu lösen, wieder zu bremsen, dann geht es mit viel Glück.
Gerade war ich bei meinem Freundlichen, der sagt, dass Problem (Nassbremsverhalten) ist durchaus bekannt, aber VW verweigert in der Regel jegliche Ansprüche und meint, man müsse seine Fahrweise den Straßenverhältnissen anpassen.
Er könne mir auf meine Kosten jedoch eine Nassbremslösung (veränderte Ableitbleche an der Vorderbremse) montieren. Man habe das Problem, je nachdem welche Bremscheiben/-klötze gerade im Werk verbaut wurden.
Ich finde das skandalös. Fahre nur noch mit schlotternden Knien auf der Autobahn. Ein plötzlicher Stau und ich hänge dem Vordermann drin, wenn ich es früh lebend aus meiner Hofausfahrt geschafft habe.
Hat jemand ähnliche Probleme? Ich habe keine Lust mir die Bleche verbauen zu lassen, die ja nur die Symptome lindern, aber den eignentlichen Mangel nicht beheben. Oder muss ich mir wirklich selbst neue Scheiben und Klötze kaufen, und dass bei einem Auto während der Garantiezeit?
26 Antworten
Vor zwei Jahren ca. hatte Audi mal das Problem mit dem Salzfilm auf den Bremsscheiben. Wurde in der AutoBild groß drüber berichtet. Da es ja ein Konzern ist, kann es durchaus sein, dass das bei VW genauso auftritt.
Ich hatte die Probleme auch schon zweimal diesen Winter, allerdings immer nur bei der ersten oder zweiten Bremsung nach dem Losfahren. Die Bremswirkung war bei mir auch fast null. Da ich immer nur so 10-20km/h drauf hatte, wars egal. Ich bin aber fast voll raufgelatscht und hatte nur eine schwache bis mittlere Bremsleistung...
Ich glaube das Problem besteht bei vielen Herstellern! Vom Audi A4 kenne ich das aus eigener Erfahrung!! Als es damals in den Medien war hat Audi darauf reagiert in dem sie irgendein Blechteil rangeschraubt haben das die Luft wohl anders geleitet hat!! Oder so ähnlich 🙂
Bei Mercedes weiß ich das die neuren Modelle mit der elektrohydraulischen Bremse auf längeren Autobahnettapen wohl die Bremsbeläge sich alle paar Minuten oder so an die Bremsscheiben legen ohne das man was merkt um den Film der durch Nässe oder Streusalz zu entfernen!!
Also ich glaube damit muß man manchmal Leben auch wenn man in so einer Situation manchmal glaubt das Leben ist gleich vorbei🙂
Hallo,
ich glaube nicht, dass ich übertreibe. Es ist nämlich nicht so, dass die Bremsen unter Einwirkung von Streusalz etwas schlechter funktionieren - damit könnte ich leben. Sie funktionieren sowohl früh, wenn ich vom Hof fahre als auch bei längeren Überlandfahrten beim ersten Bremsvorgang einfach kaum bis überhaupt nicht. Hätte mir das bis vor einer Woche auch nicht vorstellen können.
Katastrophal und lebensgefährlich hört sich sicherlich dramatisch an, aber was ist es denn sonst, wenn das Sicherheitskriterium eines Autos nicht richtig funktioniert. Da sieht man in tollen Fernsehbeiträgen Prototypen über zugefrorene Seen in Lappland und durch die Gluthitze Arizonas rasen, alles wird bis aufs Kleinste getestet, und ich soll mich damit abfinden, dass keine 200 km von der Produktionsstätte des Autos unter alltäglichen Bedingungen die Bremsen mangelhaft funktionieren.
Habe gestern direkt mit VW in Wolfsburg telefoniert, sie haben den Sachverhalt aufgenommen und wollen sich nach Klärung mit der entsprechenden Fachabteilung bei mir melden.
Ähnliche Themen
@kearny:
Da ja nicht alle Golf IV dieses Problem haben, wird bei Dir ein spezieller Fall vorliegen, in dem wahrscheinlich neue Bremsbeläge + Bremsscheiben und eine Gangbarmachung des Bremssattels das Problem lösen sollte.
Aber gut, daß Du Dich in WOB gemeldet hast. Das ist so einfach nicht akzeptabel.
Schönen Gruß
Habe das gleiche extreme Problem bezügl. Nassbremsverhalten (Golf V5, Bj. 4/01).
Bei mir äußert sich das so, daß ich nach ein paar Kilometern Autobahn (wenn es regnet und Fahrbahn sehr naß ist) beim Bremsen zunächst fast keine Reaktion bekomme, erst wenn ich dann richtig fest zutrete, setzt die Bremswirkung ein. Das wiederholt sich dann, sobald ich wieder so 2-3 Kilometer auf der nassen Fahrbahn unterwegs bin.
Mit Salz etc. hat das bei mir nichts zu tun, Problem tritt immer bei Nässe auf, im Sommer und Winter!
Hatte das weder vorher beim G3 VR6 noch beim vorherigen G2 GTi.
Fakt ist, daß ich dadurch schon 2 x in haarsträubende Situationen geraten bin (Beinahe-Auffahrunfall), weil man einfach nicht dran denkt.
Gruß
Hajot
hi
ich habe meinen golf jetzt schon den zweiten winter, aber bremsprobleme hab ich bis jetzt nicht feststellen können (weder mit den alten scheiben / beläge noch mit den neuen).
ich hoffe mal das das bei mir nicht auch noch kommt.
cu, funki
das selbe problem, wie bei hajot auch bei mir ( golf v6 07/01 ).
egal, ob sommer oder winter, salz oder auch nicht; die bremse ist auf nässe die ersten 50 meter sozusagen nicht vorhanden.
kann ich bei meinem V6 bestaetigen. der hat uebrigens die gleiche bremse wie audi tt quattro, daher sollte es auch die betreffen.
Das Problem ist bei VW alt bekannt.
Beim Passat wird auf Kulanz eine Ersatzlösung eingebaut.
Ist so ein Blech, welches da irgendwie für Ableitung der Nässe sorgt oder so, dass da gar nicht mehr so viel hinkommt.
Ich würde da so lange einen Aufstand machen, bin ich da kostenlos was bekomme.
Wenn die schon beim Passat nachgegeben haben, wieso dann nicht auch beim Golf.
Andernfalls Anwalt holen und verklagen. So kann es nicht gehen.
GemFire
Bei meinem Golf (5/2003) hab ich jetzt öfter das Problem, dass der Wagen morgens erstmal "freigebremst" werden muss. Es ertönt ein fürchterliches Schaben und die Karre bremst kaum. Danach ist wieder alles ok. Wahrscheinlich liegt das am z.Zt. feuchten Klima und dem Streusalz, vermute ich mal. Bei Nässe habe ich ab und zu auch eine Schrecksekunde , bevor die Bremse richtig greift. Gut für den Adrenalinspiegel. Beläge und Scheiben sind in Ordnung, sollten die ja auch sein bei 25.000 km 😉
Ich hab mal davon gehört das im Winter die Bremsbeläge einfrieren können, sowohl wenn der Wagen steht, als auch wenn man eine längere Zeit nicht bremst (auf der Autobahn zum Beispiel)...
Das könnte neben dem Salzwasserfilm noch eine Erklärung sein, warum man in der ersten Sekunde "ins Leere" tritt...