Kaputte Kopfdichtung?
Moin Leute.
Es handelt sich um einen M52 520 BJ 97 mit LPG.
Im letzten Sommer hatte ich drei Stehenbleiber wegen zu hoher Temperatur. Zuerst das Thermosthat, dann ein undichter Kühler und zuletzt ein geplatzter Schlauch. Am Fahrzeug ist mittlerweile das gesamte Külsystem erneuert.(auch Wapu Drucklüfter und co). Ein Latentwärmespeicher oder eine Standheizung gibt es nicht. Die Kopfdichtung wurde hier schon mal gemacht (2011, bei ca. 180t km).
Seit dem letzten Liegenbleiber habe ich folgendes Verhalten:
1. Steht der Wagen übernacht, geht er am nächsten Tag etwas schlecht an. Es laufen nicht alle Zylinder. Nach 5-20s und etwas Gas geben ist das wieder weg und der Wagen läuft ordentlich.
2. Das Fahrzeug hat nach Fahrt mit Gas auch nach einem Tag Standzeit etwas Druck auf dem oberen Kühlschlauch am Kühler und hat scheinbar auch Wasser rausgedrückt.
3. Es befindet sich gelber Schleim am Öldeckel (Fahrzeug wurde zuletzt aber auch nicht weiter als 70km pro Tag bewegt und in der Regel eher 2x15km
4. CO-Test war negativ.
5. Wenn ich nur auf Benzin fahre, erscheint mir das Problem kleiner und er verliert auch scheinbar kein Wasser. Allerdings startet er trotzdem schlecht.
6. Kein weißer Dampf aus dem Auspuff
Ich sollte nicht unerwähnt lassen, dass ich das Fahrzeug mag und es nicht abgeben will. Einige baue ich selber und bin auch technisch nicht unbegabt. Wollte bis vor kurzem noch die VANOS-Ringe selbst wechseln. Es hat mittlerweile 351t km runter.
Meine Vermutungen:
1. Verdampfer kaputt (Gas kommt ins Külsystem)
2. ZKD kaputt
3. irgendwas anderes
Hat jemand von euch eine Idee wie ich die ZKD ausschließen kann? Können weitere Schäden Ursache dieses Verhaltens sein?
Grüße
Gert
63 Antworten
Wir hatten auch einen E39 523i. Baujahr 1998. Der wurde oft gefahren, es war auch kein gelblicher Schleim am Öldeckel. Das Problem war aber das er ständig heiß lief und starker Druck auf den Schläuchen war. Thermostat gewechselt, ohne Erfolg. Als letztes wurde der Deckel für Kühlflüssigkeitseinlass gewechselt. Der Druck war weg, dennoch war es schon zu spät und das Wasser kochte nach kurzer Zeit auf, gelber Schleim auf dem Öldeckel. Resultat Kopfdichtung war hinüber. Mein Tipp den erwähnten Deckel wechseln und auch auf die Wartungsliste aufschreiben. Lieber des öfteren wechseln 😉
Okay mach ich.
Also es war jetzt einige Zeit Stillstand da ich auf Messe in Amsterdam war. Die Werkstatt hat mittlerweile die Maschine getauscht und eingebaut. Die Ansaugbrücke mit der Gasanlage ist noch nicht montiert und man fragte jetzt nach "meiner Hilfe" 😁
Interessanterweise hat bei dem Motor das Schwungrad samt Kupplung nicht gepasst. Ich kann mir das kaum erklären, da beide Motoren aus derselben Produktion desselben Jahres stammen. Nur kam der neue aus einem Touring und kommt jetzt in eine Limo. Vielleicht liegt es daran. Neue Ölwannendichtung und neues Öl hat er auch schon bekommen. Ventildeckel und Vanos habe ja ich schon gemacht.
Nein es war ein Schalter. Wie auf den Bildern zu erkennen hängt auch das Getriebe smat Schaltung mit dran.Spender war wie gesagt ein Kombi.
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Moin,
am DIenstag ging es weiter. Anbei die Bilder 🙂 Ich bin mir allerdings nicht so recht sicher ob ich alles richtig verdrahtet habe. Unsicher bin ich beim Stecker der VANOS. DIeser müsste m.E. ja an die Einspritzleiste angeschlossen werden oder ? Außerdem bin ich noch unsicher ob ich ggf. das Kabel von LLR und LMM vertauscht habe. Ich gehe aber mal davon aus, dass das kürzere von beiden zum LLR führt.
Jetzt muss nur noch der Kühlkreislauf dran und dann kann es losgehen. Die Gasanlage habe ich zusammen mit der Ansaugbrücke angeschlossen.
Oje ich hoffe danach geht alles. Soviel wie hier habe ich noch nie allein an so einem Motor gemacht. An sich wirkte aber alles recht schlüssig als ich montiert habe.
Habt ihr noch Tipps für mich ?
Grüße
Gert
Stecker kann man doch normalerweise gar nicht vertauschen es sei denn man macht es mit Gewalt.
Es soll schon einige gegeben haben die haben unter der ASB den KWS Stecker mit dem NWS vertauscht aber auch das ging nur mit Gewalt weil die unterschiedliche Kerbungen haben.
Aber wo ein Wille ist auch ein Weg auch wenn dieser zu einem Irrweg führt.🙂🙂🙂
Hallo,
das mit den Kerbungen ist leider nur bedingt richtig. Vielen der 3poligen Stecker haben exakt die gleichen Kerbungen. Zumindest bei mir. Sie ließen sich auch alle leicht einbauen. Habe auf dem Bild schon erkannt dass ich die Stecker der beiden Drosselklappen vertauscht habe.
Auf basis der Ablängung habe ich auch die meisten zuordnen können 🙂 Manche sind aber echt fies gleich lang. Im montierten Zustand werden die Kabel hier und da durch Kabelbinder gehalten. Da ich aber den Kabelbaum behalten habe und ´den ja vom originalmotor getrennt habe war danach nicht alles so einfach 😉
Zitat:
@gert2230 schrieb am 10. Februar 2016 um 14:53:23 Uhr:
Ich verstehe deine Logik gerade nicht richtig. Wenn ich auch im kalten Druck auf dem System habe und dann den Deckel aufdrehe entweicht der Druck doch über diese Öffnung. Ist das nicht eher ein Zeichen das der Deckel völlig in Ordnung ist ? Das ein undichtes Kühlsystem zu Schwierigkeite n führt ist mir auch klar. Deswegen schreibe ich ja hier mit euch 😁
Das Überdruckventil sitzt normalerweise im Deckel.
Wenn die ZKD kaputt wäre, hättest du schon nach kurzer Standzeit KEINEN DRUCK mehr auf der Kühlung, aber in der Regel noch kein Öl im Kühlwasser. Erst wenn die Dichtung so kaputt ist, das das Öl trotz der höheren Viskosität durchdrückt, hättest du auch Öl im Wasser. Während der Fahrt hält der Öldruck das Wasser großteils zurück, aber sofort nach abschalten des Motors würde der Druck im Kühlsystem sich über die defekte ZKD abbauen.
Wie gesagt, ich hatte laut der Kompressionsmessung 0-2 bar Kompression auf dem ersten Zylinder... Somit wird irgendwas größeres an der Maschine kaputt gegangen sein. Schließlich sind mir bei der letzten Fahrt zur Werkstatt auch noch die Kühlschläuche geplatzt.
Ich denke gegen Ende der Woche habe ich den alten Motor mal auseinander gebaut und nachgesehen. Die Bilder werde ich dann auch gleich posten.
#Update:
Ich habe gestern den Rest verbaut und den Motor das erste mal gestartet. Zuerst hatte er gar keine Kompression, lief dann aber. Der Meister meinte, es sei das Öl aus den Hydros gelaufen und die Ventile würden dann nicht aufgehen?
Naja auf jeden Fall läuft er seitdem einwandfrei. Muss noch Kühlwasser, Klimaflüssigkeit und Servoöl rein.
Zum alten Motor: Ich habe ihn gestern auch auseinandergenommen und konnte keinen Fehler finden 🙁 Die Kopfdichtung ist völlig intakt. In der Laufbuchsegibt es keine Risse oder sonst irgendwas komisches. Der Meister sagte, der Motor sieht noch völlig ok aus. Wenn Wasser im Block gewesen wäre, gäbe es wohl auswaschungen und er müsste viel sauberer sein. Der Zylinderkopf sieht auch völlig in Ordnung aus. Bin ratlos ?!
Hast du was konstruktives 😁 ?
Es sprach ja einiges dafür:
- immense Schleimbildung trotz Langstrecke
- keine Kompression auf Zylinder 1 und lief nur auf 5 Töpfen bei intakten Zündspulen)
- mehrfache Überhitzungen im Vorfeld
- Überhitzung und Schlauchplatzer auf dem Weg zur Werkstatt
Ich nehme vielleicht noch mal den Kopf auseinander. Der Block wird auf jeden Fall ein hübschess Tischchen für die Wohnstube 🙂