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Jemand ist mir reingefahren

VW Golf 7 (AU/5G)
Themenstarteram 4. November 2019 um 21:24

Hey Leute.

Eben war die Polizei bei mir und hat mir mitgeteilt, dass jemand in mein Auto gefahren sei. Sie haben mir die Kontaktdaten des Unfallverursachers gegeben. Habe versucht mich mit ihm ihn Verbindung zu setzen, aber es ist bis jetzt noch niemand dran gegangen. Mein Auto war geparkt an der Straße vor meinem Haus. Wie soll ich jetzt weiter vorgehen, muss ich mich mit meiner Versicherung in Verbindung setzen?

Beste Antwort im Thema

Es wäre langsam Zeit, das "Verkehr & Sicherheit Forum" in "DumusstaufjedenFallzum(Fach)anwaltgehenForum" umzubenennen.

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Zitat:

@berlin-paul schrieb am 5. November 2019 um 23:25:12 Uhr:

In der Konstellation des TE ist der Rat zum Anwalt zu gehen eine sinnvolle Hilfestellung. Eine Notwendigjeit zur Grundsatzdiskussion besteht hier nicht.

Selbstverständlich nicht,[auf Bitte des angesprochenen gelöscht,Moorteufelchen/MT-Moderation]....

Zitat:

@8848 schrieb am 6. November 2019 um 00:02:08 Uhr:

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 5. November 2019 um 22:41:41 Uhr:

Es gibt allerdings einige User, die fast schon reflexmäßig den Gang zum Anwalt empfehlen.

Genauso wie es einige User gibt, die anscheinend eine panische Angst vor Anwälten haben und dann versuchen, auch andere mit dieser Angst anzustecken.

Was mich anbelangt, handelt es sich weniger um Angst als um Realismus. In vielen Fällen kann ein Anwalt die Situation nicht verbessern. Es gibt sogar Dinge, die man ohne Anwalt besser regeln kann, wenn man über die nötigen Kenntnisse verfügt. Ich suche immer zunächst den unbürokratischen Weg und einvernehmliche Lösungen. Einen Anwalt habe auch ich schon eingeschaltet, wenn es überhaupt nicht anders ging, oder meine Kenntnisse eben nicht ausreichten.

Auf keinen Fall kann ich mich der Meinung vieler hier anschließen, die immer sofort den Gang zum Anwalt empfehlen.

Undifferenziert jemand zum Anwalt schicken, ist Quatsch. Man muss immer die Gesamtsituation ansehen: wie gut kennt sich der Geschädigte aus, welches Regulierungsergebnis soll erreicht werden (Reparatur, Auszahlung auf Gutachtenbasis), wie eindeutig ist die Schuldfrage, wie kooperativ ist die gegnerische Versicherung, will man dem Gegenüber die Anwaltskosten aufbürden, etc.

Jeder hier ist potentiell auf beiden Seiten: wer heute der Geschädigte ist, kann schon morgen ein Unfallverursacher sein. Dann freut man sich vielleicht, wenn es ohne Polizei und ohne Anwalt geht. Ich habe zum Beispiel vor einigen Wochen beim Spurwechsel jemanden übersehen und der hat sich beim Ausweichen die rechte Felge am Bordstein kaputtgefahren. Daten ausgetauscht, der hat eine Felge und einen Reifen gekauft und die Spur vermessen lassen, ich habe ihm 390.- € überwiesen und fertig war die Laube. Mein Rabatt war gerettet und der Aufwand auf beiden Seiten minimal. Da habe ich mich gefreut.

Es ist durchaus so, dass auch Anwälte Zeit kosten, wenn man die Angelegenheit sonst mit ein paar Telefonanrufen regeln kann. Das will alles einbezogen werden in die Überlegungen.

Tatsächlich gibt es in diesem Board einen Anwaltsreflex und eine blinden Anwaltsglauben: geh nur zum Anwalt und der wird es richten. So einfach ist es aber nicht.

Genau so einen Fall meine ich. Man kann auch heutzutage, wo leider viel zu oft gestritten wird, Dinge einvernehmlich ohne Anwalt regeln, so dass es zum Vorteil aller Beteiligten ist.

Zitat:

@Kai R. schrieb am 5. November 2019 um 16:30:01 Uhr:

mal ein anderer Aspekt: Kleinerer Schaden, der Verursacher war brav und hat die Polizei verständigt. Das würde ich honorieren.

In so einem Fall kann man auch mal selber kooperativ sein und die Kosten gering halten, evtl. will der Verursacher ja seinen Rabatt retten und zahlt den Schaden selbst. In so einem Fall ist es auch möglich den Unfallschaden günstig zu beheben und das Ganze direkt mit dem Verursacher zu regeln. Ohne Anwalt.

Na klar geht das bei kleineren Schäden. Bei der 100,- € - SmartRepair-Rechnung wird hier auch niemand zum Anwalt raten.

Man kann immer sprechen. Mir hat letztens jemand ne Delle in den vorgeschädigten Kotflügel gefahren. Ich habe mir 200€ zahlen lassen und gut, auch weil endlich mal jemand nach einem Parkrempler auch Bescheid gesagt hat. Habe sogar noch die Polizei abbestellt, damit die Gegnerin die 35€ spart.

Aber mal ehrlich: Wann ist ein Schaden schon so eine Bagatelle? Und wie weiß ich, ob hinterm Blech nicht noch was anderes vereiert ist?

Man kann ja einmal mit dem Verursacher telefonieren. Aber im Grunde immer zum Anwalt. Vor allem, wenn man nicht reparieren möchte. Warum auch nicht?

Zitat:

@Taxidiesel schrieb am 6. November 2019 um 15:31:15 Uhr:

Man kann immer sprechen. Mir hat letztens jemand ne Delle in den vorgeschädigten Kotflügel gefahren. Ich habe mir 200€ zahlen lassen und gut, auch weil endlich mal jemand nach einem Parkrempler auch Bescheid gesagt hat. Habe sogar noch die Polizei abbestellt, damit die Gegnerin die 35€ spart.

Aber mal ehrlich: Wann ist ein Schaden schon so eine Bagatelle? Und wie weiß ich, ob hinterm Blech nicht noch was anderes vereiert ist?

Man kann ja einmal mit dem Verursacher telefonieren. Aber im Grunde immer zum Anwalt. Vor allem, wenn man nicht reparieren möchte. Warum auch nicht?

Weil damit Kosten produziert werden, die in vielen Fällen unnötig sind und die meist von Versicherungen getragen werden, wodurch die Beiträge sicher nicht nach unten gehen.

Halte ich nicht für ein valides Argument. Sicherlich wird es mit Anwalt und SV teurer als mit KV von und Reparatur durch die Partnerwerkstatt des Versicherers des Schädigers. Darum wird das ja auch stets so generös angeboten. Aber warum sollten dritte auf Ansprüche verzichten, damit dein Beitrag vielleicht etwas weniger steigt?

Und gehst du so vor, wenn dir einer ins Auto fährt?

Man kann sich einigen, bei Bagatellschäden oft auch ohne Versicherung. Ab einer gewissen Größenordnung ist mir persönlich das Risiko ohne Anwalt zu groß.

Sollte die Versicherung etwas kürzen (so 200 € bei einem Schaden von 1.500 €), hat man das Recht auf einen Anwalt sozusagen verspielt, Für einen Streitwert von 200 € wird man es schwer haben, einen Anwalt zu finden - das hätte bei 1.500 € eventuell noch anders ausgesehen.

Zitat:

@Taxidiesel schrieb am 6. November 2019 um 17:48:09 Uhr:

Halte ich nicht für ein valides Argument. Sicherlich wird es mit Anwalt und SV teurer als mit KV von und Reparatur durch die Partnerwerkstatt des Versicherers des Schädigers. Darum wird das ja auch stets so generös angeboten. Aber warum sollten dritte auf Ansprüche verzichten, damit dein Beitrag vielleicht etwas weniger steigt?

Und gehst du so vor, wenn dir einer ins Auto fährt?

Als mir vor drei Jahren einer ins Auto gefahren ist, habe ich das ohne Anwalt geregelt, obwohl ich eine Rechtsschutzversicherung hatte. Mit Anwalt wäre nichts anderes rausgekommen.

Auf den Anwalt zu verzichten, bedeutet nicht automatisch auf Leistung zu verzichten. Woher kommt denn eigentlich die Meinung, dass man nur mit Anwalt seinen tatsächlichen Anspruch durchsetzen kann?

Wer seine Ansprüche kennt, kann die selber geltend machen. Aber wer kennt die schon? Ich bekomme in meinem Dunstkreis schon eine gewisse Hilflosigkeit und Unkenntnis mit. Angefangen vom Recht, den eigenen Gutachter zu wählen über die Wahlmöglichkeit zwischen Mietwagen und Nutzungsausfall bis zu den grundsätzlichen Ansprüchen auf fiktive Abrechnung etc.

Und es ist häufig einfach bequemer, da aus einer Hand.

Die Leute belasten ihre RSV mit allem möglichen Prinzip-Scheiss, belasten wegen jedem Zipperlein die Krankenkasse, rechnen irgendwelche Unachtsamkeiten über die Privat-HP ab etc. Das soll kein Whataboutism sein, ich wundere mich nur darüber, dass man ausgerechnet die Versicherung einer Anderen Person schonen sollte.

Zitat:

@Taxidiesel schrieb am 6. November 2019 um 15:31:15 Uhr:

Aber im Grunde immer zum Anwalt. ...... Warum auch nicht?

Und genau deshalb werden die Tarife für Rechtsschutzversicherungen laufend erhöht.

Zudem steigt der Arbeitsaufwand, meist für Nichtigkeiten, bei den Gerichten ins Immense.

Zitat:

@Oskar78 schrieb am 6. November 2019 um 21:23:28 Uhr:

Zitat:

@Taxidiesel schrieb am 6. November 2019 um 15:31:15 Uhr:

Aber im Grunde immer zum Anwalt. ...... Warum auch nicht?

Und genau deshalb werden die Tarife für Rechtsschutzversicherungen laufend erhöht.

Zudem steigt der Arbeitsaufwand, meist für Nichtigkeiten, bei den Gerichten ins Immense.

Mal gut, dass die Prämien für RSV´s überwiegend in der Sparte Berufs-RS steigen... ;)

Im V-RS bleiben die Prämien eher niedrig... Aber das liegt dann wohl an den Haftpflicht-Ansprüchen der Geschädigten nach einem Unfall.

Die Verkehrs-RS braucht man doch gar nicht einschalten. Und die Arbeit der Gerichte steigt doch nur, wenn es zur Klage kommt. Und das sollte es doch gar nicht, bei solch einfachen Fällen ;)

Zitat:

@Taxidiesel schrieb am 6. November 2019 um 21:47:14 Uhr:

Die Verkehrs-RS braucht man doch gar nicht einschalten. Und die Arbeit der Gerichte steigt doch nur, wenn es zur Klage kommt. Und das sollte es doch gar nicht, bei solch einfachen Fällen ;)

Ganz großer Irrtum. :):mad::mad::mad:

Die VS wehr,t sich trotz Anwalt und alles landet vor Gericht.

Zig Fälle liegen vor Gericht und das dauert und dauert, da die Gerichte mit Lappalien überlaste werden-

Alles Dank der div. Rechtsschutzversicherungen.

Siehe hier im Forum wo um 10 € gestritten wird und Rechtsschutzversicherung in Anspruch genommen wird..

Man streitet um ein Vergehen was man begangen hat, aber dafür nicht nach Gesetz und Ordnung absolut nicht bezahlen will.

Bei mehr als 50% vor Gericht handelt es sich wirklich um Lappalien.

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