Ist es richtig das Winterrreifen nur bei Schnee nutzlich sind

Ist es richtig das Winterrreifen nur bei Schnee nutzlich sind?

Beste Antwort im Thema

Endlich wieder ein Winterreifenthread.

Den ganzen Sommer musste ich warten.

Achtung Spoiler:

"Wahrheiten":
Winterreifen nimmt man von O bis O
Wintereifen halten max. 6 Jahre
Winterreifen sind ab 7 Grad abwärts immer, ausnahmslos besser
Billige China-Winterreifen sind besser als sehr gute Sommerreifen.
Ganzjahresreifen sind nur ein billiger Kompromiss der auf 0,5% der Fläche Deutschlands sinnvoll ist

Weisheiten:
Wer Ganzjahresreifen fährt ist nur zu faul zum wechseln
Wenn man sich keine Winterreifen leisten kann darf man kein Auto fahren
Der Reifen ist die einzige Schnittstelle zwischen dir und der Strasse, du willst doch hier nicht sparen

So, ich glaube das war es in etwa was denn hier kommen wird.

Wie immer im Leben ist die einzig richtige Antwort: Kommt drauf an!

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Zitat:

@torre01 schrieb am 29. Oktober 2016 um 08:51:29 Uhr:



Zitat:

@downforze84 schrieb am 29. Oktober 2016 um 02:09:46 Uhr:


Reifen haben im Auslieferungszustand etwas mehr als 7mm Profil. Da wechsel ich als damaliger Student nicht bei 4mm den ganzen Satz aus.

Aber einen Reifen mit weniger als 4mm Pofil kannst Du auf Schnee und Matsch vergessen. Zusätzlich schwimmen Reifen mit geringer Profiltiefe deutlich früher auf.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Reifen mit 4 mm sich von einem mit 7 mm deutlich unterscheidet.

Zitat:

@downforze84 schrieb am 29. Oktober 2016 um 22:31:07 Uhr:



Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Reifen mit 4 mm sich von einem mit 7 mm deutlich unterscheidet.

Ist in mancher Hinsicht aber so. Und wenn du statt 7mm einen neuen Reifen nimmst (normalerweise 9mm), dann umso mehr. Der ADAC hat sich mal die Mühe gemacht, den gleichen Winterreifen bei verschiedenen Profiltiefen zu testen. Die Ergebnisse sind recht eindeutig.

Zitat:

Beim Bremsen auf Schnee ist die Differenz zu den profilärmeren Gebrauchtreifen prinzipiell nicht so groß, weil vor allem die Gummimischung und der Keileffekt des Schnees für die Verzögerung entscheidend sind. Trotzdem: Der Vier-Millimeter-Reifen verursacht schon aus Tempo 30 einen 3,2 Meter längeren Bremsweg als der Neureifen.

Noch gravierender sind die Unterschiede bei der Zugkraft auf Schnee, wenn vom Reifen viel Grip beim Anfahren oder an Steigungen gefordert wird. Hier kommt es auf die Anzahl und Tiefe der Lamellen an: Die Profilrillen nehmen den lockeren Schnee auf und die Lamellenkante verzahnt sich mit dem härteren Untergrund. So wird verständlich, dass schon die Variante mit 7,5 Millimeter Restprofil gegenüber dem tiefer profilierten Neureifen nur noch 60 Prozent der Zugkraft aufbringen kann. Der abgefahrene Vier-Millimeter-Pneu schafft sogar nur weniger als die Hälfte. Ein Sommerreifen, den wir zum Vergleich ausprobiert haben, versagte auf Schnee komplett: Nur ein Viertel der Zugkraft eines neuen Winterreifens und ein um 7,5 Meter längerer Bremsweg schon aus Tempo 30 sind gefährlich.

Auch bei Nässe verliert der Reifen mit stärkerem Profilabrieb immer mehr (siehe Link und dann im Menü "wann aufbrauchen"😉.

https://www.adac.de/infotestrat/reifen/winterreifen/

Na gut. Auf Schnee wurde das getestet. Das erscheint mir logisch, weil der Schnee sich ja in den Rillen verfangen soll. Tiefere Rillen = mehr Haftung. Bei Trockenheit dürfte das egal sein und bis zu einer gewissen Wassertiefe auch.
Was solls. Ich werde mir trotzdem nicht alle 2 Monate neue Reifen kaufen, um den Idealzustand zu erhalten. Das erscheint mir etwas unwirtschaftlich. Dann investiere ich lieber alle paar Jahre in das etwas bessere Modell und bin trotz Abnutzung noch im Mittelfeld.

Trotzdem würde ich mich nicht bei Eisregen mit Ganzjahresreifen auf die Straße wagen, da dort die Gummimischung auf jedem Fall härter ist.

Mit Winterreifen sehe ich da eher keine Probleme, außer die Schleicher, die mit Sommerreifen unterwegs sind und im Wege stehen.

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Na ... mach das mal und berichte dann. Eisregen ist auch auf Winterschluppen eine Erfahrung der besonderen Art. 🙂

Zitat:

@downforze84 schrieb am 30. Oktober 2016 um 20:27:22 Uhr:


Na gut. Auf Schnee wurde das getestet. Das erscheint mir logisch, weil der Schnee sich ja in den Rillen verfangen soll. Tiefere Rillen = mehr Haftung. Bei Trockenheit dürfte das egal sein und bis zu einer gewissen Wassertiefe auch.
Was solls. Ich werde mir trotzdem nicht alle 2 Monate neue Reifen kaufen, um den Idealzustand zu erhalten. Das erscheint mir etwas unwirtschaftlich. Dann investiere ich lieber alle paar Jahre in das etwas bessere Modell und bin trotz Abnutzung noch im Mittelfeld.

Du hast Recht, bei Trockenheit ist es egal. Bei Regen allerdings nicht, da verringert sich die Aquaplaning-Geschwindigkeit und verlängert sich der Bremsweg schon signifikant. Siehe Bericht, ich hab ja nicht alles zitiert.

Ich denke schon, dass 4mm ein guter Richtwert ist. Übrigens ist in Österreich für Winterreifen sogar eine Mindestprofiltiefe von 4mm vorgeschrieben. Unsere Nachbarn wissen warum.

Übrigens: Wenn du so viel fährst, dann brauchst du auch nicht unbedingt von O bis O die Winterreifen aufzuziehen. Wenn du das bei Bedarf kurzfristig selbst daheim machen kannst, wenn die Wettervorhersage ein Glätterisiko vorhersagst, spricht nichts dagegen, die WR nur bei Bedarf aufzuziehen und sonst nicht.

Natürlich musst du dir dann GANZ sicher sein, dass kein völlig überraschender Wintereinbruch kommt, und im Zweifelsfall doch die WInterreifen aufziehen.

Zitat:

@Corsadiesel schrieb am 30. Oktober 2016 um 21:30:15 Uhr:


Trotzdem würde ich mich nicht bei Eisregen mit Ganzjahresreifen auf die Straße wagen, da dort die Gummimischung auf jedem Fall härter ist.

Mit Winterreifen sehe ich da eher keine Probleme, außer die Schleicher, die mit Sommerreifen unterwegs sind und im Wege stehen.

Ganz ehrlich, bei Eisregen ab einer bestimmten Intensität würde ich bleiben wo ich bin und erstmal alle Termine absagen. Auch wenn ich ganz frische Winterreifen aufgezogen hätte.

Kommt zum Glück nicht allzu oft vor.

Zitat:

@ifdmcom schrieb am 23. Oktober 2016 um 13:37:54 Uhr:


Ist es richtig das Winterrreifen nur bei Schnee nutzlich sind?

Sie sollen auch im Wüstensand hilfreich sein.

Also nutzlich sind meine Winterreifen nicht.

Aber nützlich!

Wenn der kleine Kevin von nebenan mal wieder Klingelstreich spielt, dann kann man sie wunderbar als Wurfgeschoß aus dem 5. Stock benutzen. 😉

Gruß
Frank

Ist das diese sogannte "Schatz, ich schmeiß mal eben die Winterräder ans Auto."-Variante?

Zitat:

@CV626 schrieb am 31. Oktober 2016 um 00:08:37 Uhr:



Zitat:

@Corsadiesel schrieb am 30. Oktober 2016 um 21:30:15 Uhr:


Trotzdem würde ich mich nicht bei Eisregen mit Ganzjahresreifen auf die Straße wagen, da dort die Gummimischung auf jedem Fall härter ist.

Mit Winterreifen sehe ich da eher keine Probleme, außer die Schleicher, die mit Sommerreifen unterwegs sind und im Wege stehen.

Ganz ehrlich, bei Eisregen ab einer bestimmten Intensität würde ich bleiben wo ich bin und erstmal alle Termine absagen. Auch wenn ich ganz frische Winterreifen aufgezogen hätte.

Kommt zum Glück nicht allzu oft vor.

Ist fasst richtig, nur wenn der Eisregen Dich wärend einer Tour erwischt, bleist Du dann unterwegs auf dem Parkplatz stehen ?

Ich nicht.

Mit Sommer-/Ganzjahresreifen müßte ich das, mit Winterreifen eben nicht.

@Corsadiesel
Eisregen ist so oder so Saugefährlich zumindest den Buckel runter, bin schon im Schritttempo Serpentinen runtergeschlichen, hätt ich mich ohne die Schneehügel am Rande zum Bremsen nicht getraut.
Hab im Winter immer ne Box Split dabei, sind halt wieder 3Kg Mehrgewicht.

Finde es übrigens immer sehr ärgerlich wenn bei Schneefahrten irgendwelche Trottel dicht auffahren weil es diesen "zu langsam" geht, aber mich somit an Testbremsungen hindern damit ich meine Geschwindigkeit dem Gripp anpassen kann.
Bin schließlich kein Hellseher wie manch anderer der auch bei Nebel seine 100Km/h fährt 😠
Es gibt schließlich nicht umsonst 421 Bezeichnungen für Schnee.

Dicht auffahren ist bei dem Wetter ohnehin nicht drin.

Wenn die Gegenspur einer geraden Straße im Flachland frei ist, kann auch der Schleicher überholt werden (habe ich öffters gemacht), man muß eben sein Auto beherrschen (auf jedem Fall keine Bremse nutzen) und mit Kupplung und Gas spielen.

Auf jedem Fall sollten die Schleicher zu Haus bleiben oder sich fahren lassen.

Zitat:

@Corsadiesel schrieb am 31. Oktober 2016 um 11:48:39 Uhr:


Auf jedem Fall sollten die Schleicher zu Haus bleiben oder sich fahren lassen.

Und wer ein Schleicher ist, bestimmst natürlich du !

Zitat:

@Corsadiesel schrieb am 31. Oktober 2016 um 09:44:54 Uhr:



Zitat:

@CV626 schrieb am 31. Oktober 2016 um 00:08:37 Uhr:


Ganz ehrlich, bei Eisregen ab einer bestimmten Intensität würde ich bleiben wo ich bin und erstmal alle Termine absagen. Auch wenn ich ganz frische Winterreifen aufgezogen hätte.

Kommt zum Glück nicht allzu oft vor.

Ist fasst richtig, nur wenn der Eisregen Dich wärend einer Tour erwischt, bleist Du dann unterwegs auf dem Parkplatz stehen ?

Ich nicht.

Mit Sommer-/Ganzjahresreifen müßte ich das, mit Winterreifen eben nicht.

Ich hatte diese Situation einmal. Da bin ich noch nicht mal zum Parkplatz gefahren, sondern hab gleich auf dem Standstreifen auf den Streudienst gewartet. Wie fast alle anderen VT auch.

Die Leute, die meinten weiterfahren zu müssen, standen halt einen Kilometer weiter hinter querstehenden Lkw...

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