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HILFE! Gebrauchtwagen: Erster Ölwechsel um 15.000 km überschritten! Lieber nicht kaufen???

BMW 1er E87 (Fünftürer)
Themenstarteram 7. November 2010 um 10:36

Hallo zusammen,

ich bin gerade auf der Suche nach einem gebrauchten Jahreswagen. Es soll ein 118d oder ein 116d werden. Nun habe ich einen 118d bei einem freien Händler gefunden. Er hat 44.000 km auf der Uhr und macht eigentlich einen guten Eindruck. Bis auf eins: Der 118d hat den ersten Ölwechsel NICHT bekommen, dieser ist laut Bordcomputer bereits seit 15.000km fällig.

Wäre dies aus Eurer Sicht ein Grund den Wagen lieber nicht zu kaufen? Ich habe da doch einige Bedenken, da ich selber immer sehr sorgältig mit sowas umgehe. Der Händler sagte zwar, er mache den Ölwechsel auf jeden Fall wenn ich den Wagen kaufen würde. Aber ich hätte dann ja keinen BMW Stempel im Serviceheft, da es sich wie gesagt um einen freien Händler handelt.

Kann der Motor dadurch eigentlich einen Schaden genommen haben?

Wie ist das eigentlich mit der BMW-Werksgarantie? Die müsste IMHO doch zwei Jahre lang gelten?! Da der 118d erst ein Jahr alt ist stellt sich mir natürlich auch die Frage, ob durch den um 15.000km überzogenen Ölwechsel die Werksgarantie hinüber ist? Weiß da jemand von Euch bescheid???

Ich bin Euch für jeden Tipp und Hinweis sehr dankbar.

Viele Grüße

CyberKnight

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17 Antworten

Hier kann man, was den Motor angeht, nur spekulieren. Mein Wissen beziehe ich aus diversen Beiträgen der üblichen Autopresse. Wahrscheinlich hat der Motor keinen üblen Schaden davongetragen. Ein etwas höherer Verschleiß und auch evtl. Spätschäden sind natürlich nicht auszuschließen.

Mit Sicherheit wird BMW im Rahmen der Werksgarantie keine Leistung mehr übernehmen, weil der Garantiebedingung der regelmäßigen Wartung IMHO grob fahrlässig nicht nachgekommen wurde. Hier könnte man also nur den freien Händler in die Pflicht nehmen, falls Spätschäden auftreten. Das ist aber sehr riskant für Dich; denn wer will 150.000 km später nachweisen, dass der Fehler am Motor durch einen verspäteten Ölwechsel verursacht wurde?

Was mir weit mehr zu denken geben würde, ist die Tatsache, dass der Vorbesitzer sich einen Sch... um sein Eigentum geschert hat und damit sehr nachlässig umgegangen ist, im Wissen, dass die Karre nach 1 Jahr sowieso wieder verkauft wird... Wer weiß, wie der Wagen gefahren wurde? Ist der Wagen sonst (Bremsscheiben, Fahrwerkskomponenten, Auspuff, Gebrauchsspuren, Steinschlagspuren, Reifen, Flüssigkeitsstände,...) in einem akzeptablen oder eher schlechten Zustand? Ich wäre auf jeden Fall sehr misstrauisch und würde die Finger von dem "Angebot" lassen.

Fangen wir doch mal damit an, BMW bietet garkeine Garantie an!

Dem Motor macht das sicherlich nix aus, aber die Gewährleistung/Kulanz seitens BMW ist sicher futsch, aber da könnte man ja auch dem Händler zurückgreifen.

Ich bin überrascht, dass der Wagen überhaupt bei einem freien Händler steht. Dachte, dass so junge Gebrauchte v.a. beim Vertragshändler stehen - meist verkauft man ja keinen Wagen so jung um dann auf etwas günstigeres/älteres umzusteigen. Guck doch mal ob du den Vorbesitzer erreichst - nur um auszuschließen, dass es ein Unfallwagen o.ä. ist.

Ggf. war es ja nur ein finanzieller Engpass - und da kann es auch sein, dass der Vorbesitzer den Ölwechsel selber gemacht hat, aber nicht die Zeit/Muße hatte den BC zurücksetzen zu lassen.

Ist aber alles Spekulation. Ich persönlich würde glaube ich bei einem freien Händler nicht einen so jungen Gebrauchten kaufen. Entweder gleich von privat, oder eben beim Vertragshändler.

Ich würde einen Jahreswagen auch nicht bei einem freien Händler kaufen und sicher keinen, der 45.000 km gefahren ist und bei dem noch nie das Öl gewechselt wurde. Es ist völlig richtig, dass das ziemliche Fragen zur Einstellung des Vorbesitzers aufwirft und auch zur Gewährleistung durch BMW. Zu sagen, 45.000 km schaden dem Motor nicht, ist sehr spekulativ. Zu sagen, es schaden auf jeden Fall ist zwar eben so spekulativ, aber ich gehe einfach davon aus, dass BMW schon weiß, mit welchen Intervallen man arbeiten kann. Und wenn 45.000 km gar kein Problem wären, würde man das sicher so in die Wartungsintervalle schreiben und groß damit werben.

Ich finde das Auto hat zu viele Fragezeichen, um es zu kaufen.

Themenstarteram 7. November 2010 um 13:53

Danke schonmal für Eure Antworten. Ihr bestätigt meine Zweifel. Ich habe Bedenken bzgl. etwaigen späteren Problemen und eben der Gewährleistung mit BMW.

@Sencer:

Der Vorbesitzer war anscheinend Sixt, das Auto war jedoch den kompletten Zeitraum über an eine Person fest vermietet. Der freie Händler garantiert, dass der BMW unfallfrei und aus 1.Hand (eben von Sixt) ist.

@CUXZ4:

Der Wagen ist eigentlich in einem akzeptablen Zustand, hat nur einen Kratzer an der Heckstoßstange oben, der wohl durch unvorsichtiges entladen des Kofferraumes zustande kam.

Hallo,

nun mal so als Gedanke: Könnte es sein, dass ein Ölwechsel gemacht wurde, aber im Boardcomputer nicht resettet wurde? Gibt es evtl eine Plakette für den Ölwechsel im Motoraum? Was steht denn im Serviceheft? Wurde(n) eine oder mehrere Inspektionen gemacht? Falls ja, wo? Falls ja, könnten man ja bei der Werkstatt nachfragen.

Gruß, Roman.

P.S.: Über 40 TKm ohne Ölwechsel, selbst bei LongLife Ölen, ist schon etwas heftig/ verantwortungslos.

Themenstarteram 7. November 2010 um 14:09

Zitat:

Original geschrieben von eisbaer757

...Könnte es sein, dass ein Ölwechsel gemacht wurde, aber im Boardcomputer nicht resettet wurde? Gibt es evtl eine Plakette für den Ölwechsel im Motoraum? Was steht denn im Serviceheft? Wurde(n) eine oder mehrere Inspektionen gemacht? Falls ja, wo? Falls ja, könnten man ja bei der Werkstatt nachfragen...

Der Ölwechsel wurde definitiv nicht gemacht. Es gibt keine Plakette im Motorraum und auch keinen Eintrag im Serviceheft und der Händler bestreitet dies auch gar nicht. Bis auf die Fahrzeugübergabe gibt es keinen einzigen Eintrag im Serviceheft. Es wurde definitiv noch keine Inspektion oder ähnliches durchgeführt. Er meinte nur, er macht diesen wenn ich das Auto kaufen sollte.

Zitat:

Original geschrieben von CyberKnight

.....

Ich bin Euch für jeden Tipp und Hinweis sehr dankbar.

Viele Grüße

CyberKnight

Finger weg!

Der Vorbestzer hat sich nicht gekümmert und der Händler ist auch nicht besser. Sonst hätte er längst den überfälligen Ölwechsel selbst veranlasst und wartet nicht erst auf den Käufer.

Ist der Händler eigentlich tatsächlich der Verkäufer oder "vermittelt" er nur. Da gehts nämlich um die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung!!!

ohje 15tkm überschritten....

leute ihr unterliegt alle den panikmachen der presse und industrie!

ich kenne viele autos, die haben bei 100000den ersten wechsel bekommen und haben bis 350000gehalten.

also nicht immer so ne panik!

Zitat:

Original geschrieben von Silomann81

ich kenne viele autos

Darf man fragen, wie viele du exakt selbst persönlich kennst, die die genannten Werte so erreicht haben?

Zitat:

Original geschrieben von MSchoeps

Zitat:

Original geschrieben von Silomann81

ich kenne viele autos

Darf man fragen, wie viele du exakt selbst persönlich kennst, die die genannten Werte so erreicht haben?

Ich habe die Kilometerzahlen bei meinem immer überschritten. Mein Wagen hat 19 Jahre gehalten dann wars auch langsam mal gut weil ich bald viele Rostprobleme bekommen hätte. Ich weiß nicht wo das großartig das Problem liegt. Es wird Moderne Motoren nicht gleich töten, wenn der Ölwechsel um 15.000km hinausgezögert wurde.

Ich würde das eher positiv sehen - du kannst das Risiko nun selbst abschätzen ;-)

Der Händler hätte auch einfach nen Ölwechsel machen können und den Service zurückstellen.

Ins Checkheft eben zwei Stemepel reinhauen und schon ist bei 44tkm der 2. Service gemacht worden.

Wenn der Preis stimmt und das Fahrzeug deinen Wünschen entspricht, nimm doch ne Ölprobe und lass die untersuchen. Bei entsprechenden Labors hilft dir Google und für 200-300€uro weist du dann, ob zu viel Kraftstoff, Metallabrieb oder sonst was im Öl ist, oder ob alles noch OK ist.

Schön, dass das bei deinem Wagen so toll geklappt hat, aber das lässt keine Rückschlüsse auf die allgemeine Schädlich- oder Unschädlichkeit einer solch drastischen Überziehung zu, insb. auch aus dem Grund, dass moderne Motoren immer weiter an die Belastungsgrenze getrieben werden, um effizientere und schnellere Motoren bauen zu können. Ein Diesel war vor 20 Jahren meist ein unverwüstlicher Motor, aber moderne Diesel mit der immer kräftigeren Aufladung, immer schneller drehenden Turboladern, etc nutzen die Grenzen des Materials einfach stärker aus. Überlegen wir doch einmal wofür das Öl im Motor gebraucht wird - einerseits zur Schmierung und andererseits zur Kühlung. Je stärker das Öl belastet wird und je länger die Belastung anhält, desto stärker werden die Molekülketten belastet und mit steigendem Alter verschmutzt das Öl immer mehr, es wird teilweise mit Kraftstoff "verdünnt", die mechanische Belastbarkeit und damit die Schmierfähigkeit lässt nach und die thermischen Eigenschaften verschlechtern sich ebenfalls - kurz um, das Öl kann weniger Wärme ableiten, es schmiert schlechter, der Ölfilm wird empfindlicher (und kann damit auch abreißen) und es schwirren Verunreinigungen darin herum, die auch nicht gerade den Verschleiß vermindern. Mit dem Motoröl wird ja nicht nur der Motorblock selbst gekühlt und geschmiert, sondern auch der Turbolader und genau der ist die Schwachstelle bei modernen Turbodieseln. Die thermische Belastung ist dort immens, da er direkt im heißen Abgasstrom sitzt und die Drehzahlen sind ebenfalls nicht zu verachten. Nicht ohne Grund soll man einen Motor nicht direkt nach einer längeren hohen Belastung (z.B. einige Kilometer Vollgasfahrt) abstellen, sondern ihn "kalt" fahren, da sonst u.a. das Öl am Turbolader verkoken kann, was auf kurz oder lang zu einem Turboschaden führen kann. Ebenfalls zu beachten ist, dass der Ölfilter mit der Zeit immer mehr Verschmutzungen aus dem Öl herausfiltert und sich damit mit der Zeit immer mehr zusetzt.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass der Vorbesitzer ein Autovermieter war, dann gibt es nur noch einen rationalen Gedanken, denn auch wenn der Wagen nur an eine Person vermietet wurde, so ist doch offensichtlich, dass der Fahrer sich um den Wagen nicht gekümmert hat und nicht pfleglich damit umgegangen ist, denn sonst wäre der Wartungsintervall nicht so eklatant überschritten worden, sodass davon auszugehen ist, dass der Fahrer den Wagen nicht sorgsam warm gefahren, ihn getreten und ihn auch nicht kalt gefahren hat. Finger weg von dem Wagen, es sei denn man ist bereit zu zocken und kann einen kapitalen Motorschaden mal eben so verkraften, denn die BMW Gewährleistung wird an dieser Stelle nicht mehr greifen und Kulanzanträge kann man bei dieser massiven Übertretung des Wartungsintervalls auch vergessen.

Zitat:

Original geschrieben von evrtobi

 

Wenn der Preis stimmt und das Fahrzeug deinen Wünschen entspricht, nimm doch ne Ölprobe und lass die untersuchen. Bei entsprechenden Labors hilft dir Google und für 200-300€uro weist du dann, ob zu viel Kraftstoff, Metallabrieb oder sonst was im Öl ist, oder ob alles noch OK ist.

Der MotorAnalyser kostet nur knappe 10,--Euro

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