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Hat Kirk Krekorian recht?

Themenstarteram 4. Februar 2004 um 1:49

Ich weiss nicht wie ihr dazu steht, aber ich habe so den Eindruck, dass DB und nun DC einige kleine Fehler gemacht hat.

Erst der Eklat mit Fokker Anfang der 90er. Dann der "Merger" mit der vom Ruin bedrohten Firma Chrysler. Dann die Beteiligung am schlechtesten unter den japanischen Autobauern Mitsubishi. Dann der Kampf gegen den Milliardaer Kirk Krekorian, der sich (teilweise glaube ich zu Recht) betuppt fuehlt. Und nun noch die Qualitaetsproblaeme mit allen Modellen - besonders C und M. Ueber die Hyundai Beteiligung fange ich lieber garnicht erst an.

Gibt es hier Meinungen ueber Krekorians Rechtsstreit mit DC?

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15 Antworten

Re: Hat Kirk Krekorian recht?

 

Zitat:

Original geschrieben von janulrich

Gibt es hier Meinungen ueber Krekorians Rechtsstreit mit DC?

Ich weiß zu wenig über Kerkorian und die Details des Streits, um eine konkrete Meinung dazu zu haben.

Aber waren es nicht auch die Börsen (und Investoren wie Kerkorian), die DB (und andere Firmen) in einige dieser Abenteuer gedrängt haben? Gerade Unternehmen, die stark in den USA engagiert sind (und welche Global Company ist das nicht?), schauen oft nur auf ihren Aktienkurs und vergessen darüber, was sie und ihre Marken groß gemacht hat.

Es hat immer geheißen, mit "Luxusautos" allein könnte ein Hersteller nicht überleben. Heute hat DC eine komplette Angebots-Palette - aber Geld verdienen sie immer noch nur mit den angeblich allein nicht überlebensfähigen "Luxusautos" (und dieses Geld verschwindet dann in irgendwelchen "schwarzen Löchern" wie Chrysler).

Natürlich hat es auch damit zu tun, dass Konzernlenker von ihrer Natur her "Empire Builders" sind - vieles geschieht aus persönlicher Eitelkeit. Außerdem ist es für deutsche Vorstände recht angenehm, Officers einer Global Company zu werden ... weil dann auch ihre Einkünfte auf US-Niveau steigen ...

Soviel ich verstanden habe, klagt Kerkorian, weil DB ihn angeblich über die Rentabilität ihrer Zukäufe in die Irre geführt hat. Ich frag mich halt: Wie dumm (oder von der Gier nach ertragreichen "Synergien" verblendet) muss man sein, um nicht selbst zu erkennen, dass mit Chrysler & Co kein Staat zu machen ist, und dass so verschiedene Unternehmenskulturen nicht zusammenpassen? Und das unmittelbar nach dem Flop von BMW mit Rover ...

Es mag ja stimmen, dass DB ihm damals nicht die Wahrheit gesagt hat - aber wirklich leid tut er mir nicht.

chrysler wird verkauft

Themenstarteram 5. Februar 2004 um 3:21

Also der Rechtstreit geht darum, dass bei einem Takeover im Gegensatz zu einem "merger of equals" wie es von J. S. dargestellt wurde, DB den Chrysler Aktionaeren eine Sonderpraemie haette bezahlen muessen. Diese Praemie ist bei einem Merger nicht faellig und so fuehlt sich K.K. als der groeste individuelle Chrysler Aktionaer um eine Riesensumme betrogen.

Ich glaube auch das da J.S. nicht offen genug war mit seinen Intentionen. Das C nun eine "division" ist sagt eigentlich alles.

Was Amis halt vergessen ist, das Chrysler schon lange Bankrott waehre, wuerde es nicht von MB sales subventioniert werden.

@danijelbrcko

wer sagt das, das C abgestossen werden soll?

Zitat:

Original geschrieben von janulrich

Also der Rechtstreit geht darum, dass bei einem Takeover im Gegensatz zu einem "merger of equals" wie es von J. S. dargestellt wurde, DB den Chrysler Aktionaeren eine Sonderpraemie haette bezahlen muessen. Diese Praemie ist bei einem Merger nicht faellig und so fuehlt sich K.K. als der groeste individuelle Chrysler Aktionaer um eine Riesensumme betrogen.

Ich glaube auch das da J.S. nicht offen genug war mit seinen Intentionen. Das C nun eine "division" ist sagt eigentlich alles.

Was Amis halt vergessen ist, das Chrysler schon lange Bankrott waehre, wuerde es nicht von MB sales subventioniert werden.

Ich verstehe ...

Juristisch gesehen mag er ja Recht haben (und sogar bekommen), aber, wie du sagt, de facto muss er froh sein, dass seine Aktien überhaupt noch was wert sind. Und die "Prämie" dafür, dass es so ist, zahlt jeder Mercedes-Käufer ... :(

Dass es kein "Merger of Equals" sein würde (weil die Partner eben nicht "equal" waren und sowas auch nicht funktioniert), hat außerdem jeder gewusst.

Da das Projekt Hubberts Baby ist, wird Chrysler wohl nicht wieder verkauft, solange er am Ruder ist ... abgesehen davon, dass man erst einen anderen Dummen finden müsste, der es kauft.

ich weiss es

Zitat:

Original geschrieben von danijelbrcko

ich weiss es

DCFA??

Aha! Deshalb! :D:D

Themenstarteram 6. Februar 2004 um 3:02

Ey wuddeline und danijelbcko, ihr sprecht in Raetseln.

Wer weis genau ob und warum C wieder verhoekert werden soll?

am 6. Februar 2004 um 14:11

Zitat:

Original geschrieben von paquito

 

Juristisch gesehen mag er ja Recht haben (und sogar bekommen), aber, wie du sagt, de facto muss er froh sein, dass seine Aktien überhaupt noch was wert sind. Und die "Prämie" dafür, dass es so ist, zahlt jeder Mercedes-Käufer ... :(

Genau das ist der Punkt und wenn KK recht bekommt, dann fange ich an zu klagen, weil ich durch den Merger und den dadurch bedingten abfallenden Aktienkurs auch eine Menge Geld verloren habe.

Das ist aber schon fast typisch. Statt das man froh ist aus einem brennenden Fahrzeug gezogen worden zu sein und dadurch das Leben gerettet wurde, klagt man, weil der Retter das Unfallopfer angeblich unsittlich berührt hat. Vielleicht kann man ja etwas Geld herausschlagen.

Ich werde diese Einstellung nie verstehen.

Gruß Lomax

am 6. Februar 2004 um 14:51

Zitat:

Original geschrieben von janulrich

Was Amis halt vergessen ist, das Chrysler schon lange Bankrott waehre, wuerde es nicht von MB sales subventioniert werden.

Ganz haben sie es nicht vergessen. Denn im Verfahren haben das sogar die Chrysler-Manager bestätigt.

Seitdem geht das Medieninteresse an dem armen alten "Scrooge", der von den bösen Krauts besch... wurde, mächtig zurück.

Und ohne Medieninteresse hat Kerkorian in USA keine Chance, weil er keine Beweise hat. Muss sich eh mächtig anstrengen, dass er das Verfahren überlebt... :rolleyes:

Außerdem wird Chrysler ja verkauft. Nachdem DC Milliarden reingesteckt hat, um sie erfolgreich konkurrenzfähig zu machen (im Gegendatz zu BMW-Rover), ist das jetzt natürlich ein perfekter Zeitpunkt. Gewinne einfahren kann schliesslich jeder. Yeah. :D

Hallo MB-Autofreunde

Recht hin oder her, das ist Politik und was da genau passiert wissen nur ausgewählte Leute.

Die Autos von Mercedes können nichts dafür.

Und meine Faszination für diese Fahrzeuge werden davon in keiner weise negativ beeinflusst.

und allzeit gute Fahrt

Themenstarteram 6. Februar 2004 um 20:42

KK argumentiert glaube ich so: wenn MBAG damals nicht als Kaufer fuer Renault (denen C zu teuer war) eingesprungen waehre haette halt jemand anderes C gekauft. Z.B. Toyota - somit haette er seine Praemie so oder so bekommen. Das Argument, das C heute bankrott waere - obwohl sehr gutes Argument - zaehlt bei ihm nicht.

Das ganze koennte ganz leicht geloest werden: Stuttgart muss nur Carlos Gosn fuer - sagen wir mal $30 Mio Jahresgehalt nach Detroit holen. Dafuer muss er C in die Rentabilitaet fuehren - was ihm wie man an Nissan sieht ein leichtes waehre.

over and out

Themenstarteram 19. Juni 2015 um 0:40

und dieser Thread bereits vor 11 Jahren.

Verschlafen mit nem Kaffee sitze ich hier und lese die ersten 5 Post. Irgendwie versteh ich nur Bahnhof und wundere mich auch warum ich die User nicht kenne. Da schau ich aufs Datum und mir war klar warum. Also wollte ich wenigstens noch wissen wer diesen Thread hochgeholt hat. Der TE selbst.

Respekt! Nach 11 Jahren wuesste ich nicht mehr das ich hier zu der verstorbenen Person mal was gepostet habe. ;)

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