Handhabung Klimaanlage vor Fahrtende
Allgemein gilt ja die Empfehlung Klimaanlage paar Minuten vor Fahrtende auszuschalten damit es durch die Feuchtigkeit keinen Nährboden für Keime gibt und es dann müffelt. Dabei wird aber nie genau erklärt ob nur Klimakompressor oder die ganze Lüftung aus.... Jetzt habe ich aber das Gefühl das ist eher nicht förderlich. Ich habe es immer nur Klima aus, Lüftung an gehandhabt und habe das Gefühl die Autos müffeln dann eher als wenn man einfach nichts macht und das Auto einfach abstellt. Auch irgendwie logisch, so wird die ganze feuchte Luft in den Kanälen verteilt statt einfach vom Verdampfer zu tropfen. Außer man macht das lange vor Fahrtende, und das sehe ich dann doch nicht ein. Wie seht ihr das?
Beste Antwort im Thema
Dazu kommt das ein Kühlschrank der normal benutzt wird kaum Betriebstunden hat. So lange er nicht geöffnet wird läuft der ein paar Minuten am Tag. Denn es muss nur die Luft im Innenraum kühlen und das bei einer starken Isolierung
Wesentlicher ist aber das das ganze System gasdicht verlötet ist, im Gegensatz zum Auto.
Beim Auto darf die Anlage permanent warme Luft runterkühlen die wegen der Entlüftung und mangelnder Isolierung umgehend wieder aus dem Auto verschwindet.
Aber mir stellt sich eine Frage, warum zahlt man eine Klima wenn man sie nicht nutzt? Und warum nutzt man die Automatik nicht wenn man sie hat? Die schaut schon das die Anlage sauber bleibt. Bei schwüler Wetterlage wird dann der Wärmetauscher schön durchgespült und der Lebensraum der Bakterien weggespült.
Die beste Pflege für eine Klima ist sie zu benutzen.
182 Antworten
Zitat:
@kuganeu schrieb am 18. August 2017 um 19:20:40 Uhr:
navec soll weiter sein Geld sinnlos verprassen,ich habe in meinen 30 Jahren noch nie eine Klimaanlage vor Fahrtende ausgeschaltet und keine machte irgend welche Probleme! und Kühlmittel etc habe ich auch erst dann aufgefüllt wenn die Kühlung nachgelassen hat aber da vergehen viele Jahre!!
Wieso verprasst navec sein Geld sinnlos?
navec hat eine Klimaautomatik und das einzige, was navec an der Klimaanlage macht, ist, die Solltemperatur am Temperatursteller gelegentlich an zu passen.
An der Tatsache, dass der Kompressor ohnehin immer läuft, wenn sich der Motor dreht, kann navec nichts ändern und wenn die Automatik Kühlleistung vom Kompressor abfordert, wird das schon seinen Grund haben...
Bis jetzt fand ich den Einsatz der Kühlung eigentlich immer richtig. Warum sollte ich da per Hand irgendwie noch mitmischen.
Die Klimaautomatik wurde von navec definitiv nicht zum Geldsparen bestellt.
Bei meinen bisherigen Neuwagen mit Kühlung hat es nie gemüffelt. Warum also sollte ich mich zwingen, darauf zu achten die Kühlung ein paar Minuten vor Fahrtende zu unterbrechen und beim nächsten Fahrtbeginn wieder manuell ein zu schalten?
Zitat:
@Rainy01 schrieb am 19. August 2017 um 09:43:27 Uhr:
Auch deswegen, weil ich deiner offensichtlich weitgehend exklusiven Meinung eben erheblich weniger Glauben schenke.
Ist dir wirklich nicht aufgefallen, dass alle die gleiche Meinung außer du? Der mit der exklusiven Meinung bist wohl du und weil wir alle einig sind, ist es auch deine Meinung, der man wenig Glauben schenken sollte. So zumindest meine Empfehlung an alle Leser hier.
Gruß
Uwe
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 19. August 2017 um 09:56:55 Uhr:
Ist dir wirklich nicht aufgefallen, dass alle die gleiche Meinung außer du?
Erstens ist das einmal mehr schlicht falsch und zweitens bezieht sich meine Aussage (Meinung) nicht einzig auf MT.
Zitat:
@Rainy01 schrieb am 19. August 2017 um 12:43:34 Uhr:
Erstens ist das einmal mehr schlicht falsch und zweitens bezieht sich meine Aussage (Meinung) nicht einzig auf MT.
Ich kann dazu nur sagen, dass ich einmal auf die Meinung, die du hier vertrittst gehört habe (Klima einige Minuten vor Fahrtende ausschalten) und es bereut habe. Ich kann eben daher nur jeden wärmsten ans Herz legen dieser Empfehlung nicht zu folgen.
Es ist schon bezeichnend, dass diese Empfehlung häufig in Verbindung mit der Empfehlung kommt, einmal im Jahr die Klima zu desinfizieren.
Seit dem ich der Empfehlung mit dem Ausschalten nicht mehr folge, oh Wunder, keine Probleme mehr mit müffelnden Klimaanlagen.
Daher ärgert es mich schon ein bisschen, wenn Leute andere in die Falle locken möchten, in die ich damals getappt bin.
Es ist auch bezeichnend, dass du sagst, dass es falsch ist, die Klima nicht auszuschalten, aber keine Begründung dafür lieferst (oder nicht liefern kannst).
Kommen wir noch mal zu dem Raucher zurück, der jährlich seine Wohnung tapeziert. Der wird sicherlich nicht behaupten, dass das Rauchen für weiße Tapeten sorgt. Insofern kann ich deiner Argumentation nicht folgen, dass das Ausschalten gegen Müffeln hilft, wenn du dann jährlich die Klimaanlage desinfizierst.
Es ist schon ok, wie du mit deiner Klimaanlage umgehst, da es deine Sache ist. Es gibt aber aus meiner Sicht keinen Grund, dass andere dies nachmachen.
Gruß
Uwe
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Leute ihr wollt doch nicht hermetische Kompressoren im Haushalt mit einer Klimaanlage im Auto vergleichen!
Hat euer Kühlschrank Gummileitungen in denen Kältemittel fließt?
Wer sich für Hermetische Kompressoren und deren Geschichte interessiert:
Danfoss hat ein Buch über seine Geschichte raus gegeben.
https://www.secop.com/.../danfoss_compressor_business_book_german.pdf
Dazu kommt das ein Kühlschrank der normal benutzt wird kaum Betriebstunden hat. So lange er nicht geöffnet wird läuft der ein paar Minuten am Tag. Denn es muss nur die Luft im Innenraum kühlen und das bei einer starken Isolierung
Wesentlicher ist aber das das ganze System gasdicht verlötet ist, im Gegensatz zum Auto.
Beim Auto darf die Anlage permanent warme Luft runterkühlen die wegen der Entlüftung und mangelnder Isolierung umgehend wieder aus dem Auto verschwindet.
Aber mir stellt sich eine Frage, warum zahlt man eine Klima wenn man sie nicht nutzt? Und warum nutzt man die Automatik nicht wenn man sie hat? Die schaut schon das die Anlage sauber bleibt. Bei schwüler Wetterlage wird dann der Wärmetauscher schön durchgespült und der Lebensraum der Bakterien weggespült.
Die beste Pflege für eine Klima ist sie zu benutzen.
Ich habe mir vor mehr als 30 Jahren aus einem damals schon über 10 Jahre alten Kühlschrank den Kompressor (von Danfoss) ausgebaut und damit einen kleinen, fast lautlosen Druckluftkompressor für die Kellerwerkstatt gebaut. Wasserabscheider, Überdruckventil, Manometer und Druckminderer für max. 6 bar drangeflanscht, und einen Sinterbronzefilter auf der Saugseite drangelötet. Damit kann man prima die Drehbank und die Tischbohrmaschine ausblasen, Teile trockenblasen oder reinigen. Als Druckspeicher dient ein ausgedientes, zylindrisches Druckausgleichsgefäß von einer Heizungsanlage mit ca. 10 Liter Volumen. Das Ding läuft bis auf den heutigen Tag perfekt. Und das, obwohl die schmierende Wirkung des Kühlmittels fehlt. 🙂
Gruß
electroman
Donald:
Zitat:
Dazu kommt das ein Kühlschrank der normal benutzt wird kaum Betriebstunden hat. So lange er nicht geöffnet wird läuft der ein paar Minuten am Tag. Denn es muss nur die Luft im Innenraum kühlen und das bei einer starken Isolierung
ein Kühlschrank läuft dafür aber 24h/Tag, das ganze Jahr über (8760h/Jahr) und eine Einschaltdauer von 10% wird real kaum unterschritten, so dass man durchaus auf ca 800 Kompressorbetriebsstunden pro Jahr kommt.
Ein Auto mit größerem Stadt-/Landstraßenanteil müsste, um ca auf die gleiche Betriebsstundenanzahl des Kompressors zu kommen, so um die 40000km/Jahr mit aktiver Kühlung fahren.
Das schafft wohl kaum jemand, denn zumindest im Winterhalbjahr wird lange Zeit gar nicht gekühlt.
Der große Unterschied zwischen Fz-Kühlung und Haushaltskühlschrank ist wohl eher der, dass die Fz-Kühlung viel mehr Eingangsleistung schluckt, als so ein Kühlschrankkompressor und diese Eingangsleistung zudem sehr stark schwankt.
Dazu kommen lange (bei modernen Autos: nahezu) Stillstandzeiten (Winter oder manuelle Abschaltung), die sich nicht unbedingt positiv auswirken und eben die Tatsache, dass die Installation komplexer und nicht gasdicht ausgeführt ist.
Man hat es shcon echt nicht leicht, wenn man sich etwas mit der gesamten Technik und wie man diese am besten behandelt beschäftigt. Ich kannte bis dato auch immer die Version mit Abschalten vorher zum trocknen...und nun das hier ...😉
Zitat:
@Frazer schrieb am 20. August 2017 um 15:26:00 Uhr:
Ich kannte bis dato auch immer die Version mit Abschalten vorher zum trocknen...und nun das hier ...;
Es gilt ja auch nicht als erwiesen, dass das Abschalten falsch wäre. 🙂
Moinsen,
Nach vielen Jahren mit Manuellen und Automatischen Klimanlagen verschiedenster Hersteller habe ich folgende Erfahrungen bei meiner Art der Nutzung gemacht.
Ich habe weder die manuellen noch die Klimaautomatiken im Sommerhalbjahr jemals vor Fahrtende abgestellt. Nach meiner Meinung spült das ablaufende Kondensat den Bakteriedreck genügend ab. Allerdings habe ich immer auf den Wechselintervall aller Filter geachtet und konsequent durchgewechselt.
Die Automatiken laufen das ganze Jahr im AUTO Betrieb durch.
Bei den manuellen Anlagen habe ich dann meist im Winterhalbjahr, wenn man sie sicher längere Zeit nicht braucht, die Anlage nach einer Fahrt an nem kühlen Tag ( vermutlich mit wenig bis keiner Kondensatbildung) ausgeschaltet.
Die Anlagen schalten sich fast alle wegen der Vereisungsgefahr des Kompressors , sowieso unterhalb plus 5 oder 7 Grad C Außentemperatur die Kühlung ab. Dann während des Winterhalbjahrs die manuelle Klimaanlage an nem relativ warmen Tag >7Grad mal für einige Minuten einschalten um das Kältemittel, in dem ja auch Komoressoröl enthalten ist, umzuwälzen und die Dichtungen geschmeidig zu halten.
Habe bisher mit keiner Anlage das berüchtigte "Müffeln" gehabt, auch nach 5-6Jahren nicht.
Meine Rede! Ne Klima geht auch ohne intensive Wartung. Vorausgesetzt sie ist gut konstruiert, was man bei den Opel Klimaanlagen die ich kenne nicht behaupten konnte.
Zitat:
@Florian333 schrieb am 20. August 2017 um 23:16:42 Uhr:
Es gilt ja auch nicht als erwiesen, dass das Abschalten falsch wäre. 🙂
Eben. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Abschalten vor Fahrtende nicht schlechter ist als nicht abschalten, im Gegenteil.
Zitat:
@kasemattenede schrieb am 20. August 2017 um 23:57:17 Uhr:
Nach meiner Meinung spült das ablaufende Kondensat den Bakteriedreck genügend ab.
Und genau das bezweifle ich. Sicherlich tropft immer Kondenswasser vom Verdampfer ab, aber ich kann mir nicht vorstellen dass aus den unzähligen und feinmaschigen Lamellen des Verdampfers das Kondenswasser wirklich komplett abtropfen/ablaufen kann wenn die Klimaanlage bis zum Schluss eingeschalten bleibt, sich also bis zum Fahrtende immer neues Kondenswasser bilden kann. Das dürfte schon die Adhäsionskraft zwischen dem Kondenswasser und der Verdampferoberfläche verhindern. Da halte ich die Chance, dass das Kondenswasser nach dem Abschalten der Klimaanlage und noch fünf Minuten Fahrtzeit mit Gebläseunterstützung deutlich besser abläuft bzw. abtrocknet und durch den dann bei Fahrtende trockenen bzw. mindestens deutlich trockeneren Verdampfer der Nährboden für Schimmel und Pilze erheblich schlechter ist. Und wenn sich erst einmal Schimmel und Pilze gebildet haben, vermute ich, dass das ablaufende Kondenswasser diese nicht abspülen kann, da sie am Verdampfer haften. Da hilft dann nur noch eine "Hochdruckreinigung" wie Contra-Sept oder ähnlichem.
Zitat:
Allerdings habe ich immer auf den Wechselintervall aller Filter geachtet und konsequent durchgewechselt.
Das sollte ohnehin selbstverständlich sein, alleine schon deswegen, wenn man sich mal klar macht, wie viele tausende und abertausende Kubikmeter Luft dort in einem Jahr durchströmen und gefiltert werden müssen...
WENN man der Anlage genügend Zeit zum trocknen im Luftstrom gibt mag das ja richtig sein, allerdings bezweifle ich das fünf Minuten dafür ausreichen. und wer schaltet die Klimaanlage schon 10-15min vor Fahrtende aus und steigt dann am Ende der Fahrt verschwitzt aus.
Also bleibt es bestenfalls bei wenigen Minuten und das wir meist zu wenig sein, was das ganze eher "verschlimmbessert"
Zitat:
@kasemattenede schrieb am 21. August 2017 um 08:39:54 Uhr:
WENN man der Anlage genügend Zeit zum trocknen im Luftstrom gibt mag das ja richtig sein, allerdings bezweifle ich das fünf Minuten dafür ausreichen.
Ich will garnicht akribisch an den besagten fünf Minuten festhalten. Sonnige 25 Grad bei recht niedriger Luftfeuchtigkeit sind sicher andere Bedingungen am Verdampfer als schwüle 32 Grad. Insofern kann man diese Zeitspanne sicher nicht allzu dogmatisch betrachten.
Zitat:
und wer schaltet die Klimaanlage schon 10-15min vor Fahrtende aus und steigt dann am Ende der Fahrt verschwitzt aus.
Auch hier gehe ich mit dir konform. Bei großer Schwüle würde ich das auch eher nicht tun. Bei besseren Bedinungen versuche ich die KA schon möglichst konsequent vorzeitig auszuschalten.
Zitat:
Also bleibt es bestenfalls bei wenigen Minuten und das wir meist zu wenig sein, was das ganze eher "verschlimmbessert"
Inwiefern verschlimmbessern?