Handhabung Klimaanlage vor Fahrtende

Allgemein gilt ja die Empfehlung Klimaanlage paar Minuten vor Fahrtende auszuschalten damit es durch die Feuchtigkeit keinen Nährboden für Keime gibt und es dann müffelt. Dabei wird aber nie genau erklärt ob nur Klimakompressor oder die ganze Lüftung aus.... Jetzt habe ich aber das Gefühl das ist eher nicht förderlich. Ich habe es immer nur Klima aus, Lüftung an gehandhabt und habe das Gefühl die Autos müffeln dann eher als wenn man einfach nichts macht und das Auto einfach abstellt. Auch irgendwie logisch, so wird die ganze feuchte Luft in den Kanälen verteilt statt einfach vom Verdampfer zu tropfen. Außer man macht das lange vor Fahrtende, und das sehe ich dann doch nicht ein. Wie seht ihr das?

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Dazu kommt das ein Kühlschrank der normal benutzt wird kaum Betriebstunden hat. So lange er nicht geöffnet wird läuft der ein paar Minuten am Tag. Denn es muss nur die Luft im Innenraum kühlen und das bei einer starken Isolierung
Wesentlicher ist aber das das ganze System gasdicht verlötet ist, im Gegensatz zum Auto.
Beim Auto darf die Anlage permanent warme Luft runterkühlen die wegen der Entlüftung und mangelnder Isolierung umgehend wieder aus dem Auto verschwindet.

Aber mir stellt sich eine Frage, warum zahlt man eine Klima wenn man sie nicht nutzt? Und warum nutzt man die Automatik nicht wenn man sie hat? Die schaut schon das die Anlage sauber bleibt. Bei schwüler Wetterlage wird dann der Wärmetauscher schön durchgespült und der Lebensraum der Bakterien weggespült.
Die beste Pflege für eine Klima ist sie zu benutzen.

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19°C ist aber arg wenig.
Da holt man sich doch Zug 😁
Ich stelle im Sommer bei meinem Fahrzeug immer auf 24°C

Die Klimaauto beim Astra H ist aber auch wirklich nicht sehr feinstufig zu justieren. Wo 24C dann oft zu warm sind, werden 23Grad zu kalt. Da fehlt definitiv was halbes. Düsen sind alles von mir weg, also ich kriege keinen direkten Zug ab.

Deswegen lasse ich sie im Sommer auch oft wie ne manuelle auf Stufe 1 mittrudeln.

Zitat:

@Caddy-vom-Daddy schrieb am 10. Oktober 2017 um 14:23:55 Uhr:


Bei diesen Downsizing-Motörchen (wie z.B. bei meinem Caddy 1.2 TSI / 105 PS) merkt man die Klima schon deutlich. Wenn ich bei eingeschalteter Klimaanlage an der Ampel genau so anfahre wie ohne, geht die Kiste direkt aus.

Damals bei meinem Audi A8 mit 4,2 l V8-Maschine und 300 PS war dagegen kein Unterschied feststellbar.

Auch der Unterschied beim Spritverbrauch mit / ohne Klima ist bei diesen Mikro-Maschinchen signifikant größer.
Differenz Audi A8 mit / ohne Klima: max. 0,1 l/100 km
Differenz VW Caddy mit / ohne Klima:
0,5 bis > 1 l/100 km

Hallo! Ich denke auch das Klimaanlagen (bei "mit oder ohne" Klimaautomatik, könnte es durchaus auch noch mal Unterschiede geben) in den verschiedensten Fahrzeugen Modellen, Ausstattung und eben PS-Zahl in Verbindung mit Drehmoment, sehr wohl gravierende/merkbare, messbare Unterschiede, ausmachen können.

Bei meinem Fronti bspw. schalte ich die Klimaanlage schon mal aus, wenn ich schnell in eine stark befahrene Kreuzung einbiegen muss (insbesondere voll beladen). Von Unten heraus merkt man dann das Mehr an Leistung deutlich. Den Spritverbrauch mit und ohne Klima kann ich nicht beurteilen, weil bei mir, wie schon erwähnt, die eher selten aus ist. Manchmal zwischendurch im Sommer, da der Fronti keine Klimaautomatik hat und man somit eine Idealtemperatur schlecht regulieren kann, außer über das Gebläse. Und im Winter dann schon mal auch etwas länger, wenn die Raumteperatur ideal und die Feuchtigkeit draußen ist.

Bei meinem TTT merke ich bspw. überhaupt keinen Unterschied, da geht auch nicht die Drehzahl im Stand hoch oder runter, je nach dem ob ich die Klima zuschalte oder abstelle. Zumindest nicht sicht- und hörbar ;-)) Der TTT geht auch im letzten Gang bis fast zum Drehzahlbegrenzer und erreicht dabei offensichtlich auch seine angegebene Höchstgeschwindigkeit, laut Tacho (abzüglich Voreilung;-)). Dabei könnte in der Beschleunigung ein "kleiner", für mich kaum subjektiv feststellbarer, Unterschied sein, je nach dem ob das Dach geöffnet oder geschlossen ist.

Kann mir gut vorstellen, dass Dein Eindruck, bzw. Deine Messungen durchaus gute Beispiele sind, und gerade das Verhältniss, Fahrzeuggewicht/Roll- und Luftwiderstand zur Motorisierung, sehr viel ausmachen kann, wenn man eine Klima in Betrieb hat oder eben nicht.

Gruß! toyotahelferlein (Wolfgang)

Zitat:

@Caddy-vom-Daddy schrieb am 10. Oktober 2017 um 19:00:05 Uhr:


Die Ursache ist IMHO eine andere. Das wurde auch schon mehrfach in verschiedenen Artikeln geschrieben:

Die Klimanlage zieht ca. 10 - 20 PS Leistung. Wenn Du ein Auto fährst, das leistungsmäßig ohnehin auf der letzten Rille unterwegs ist, wirkt sich das wesentlich stärker auf den Verbrauch aus.

Mit anderen Worten:
Ob beim A8 wirklich 300 oder nur 280 PS anliegen, ist in den meisten Fahrsituationen schlicht egal.
Der Caddy ist mit 1,2 Litern und 105 PS für Autobahnbetrieb einfach untermotorisiert. Wenn dann jetzt auch noch 10 bis 20 PS für die Klima wegfallen, säuft er noch mehr als sowieso schon.

Bei Tempomat 140 und Autobahn mit häufigen Steigungen / Gefällstrecken laufen da auch gerne mal 13 - 15 Liter auf 100 km durch. Bergauf hilft oft nur beherztes Zurückschalten und bis kurz vor den roten Bereich treten, um wenigstens Tempo 120 - 130 zu halten.

Bei meinem Fahrprofil habe ich mit dem Caddy in etwa den gleichen Verbrauch wie vorher mit dem A8, den ich aber meist mit Geschwindigkeiten von deutlich über 200 über die Bahn getrieben habe.

Downsizing ist schon toll 🙁

Der Kompressor einer Pkw-Klimaanlage nimmt (maximal) keine 10-20PS an mechanischer Leistung auf, sondern gibt höchstens Kälteleistung in ungefähr dieser Größenordnung ab...
Die mechanische Eingangs-Leistung ist, da es sich bei der Kühlung um eine Wärmepumpe handelt, höchstens ca die Hälfte.

Zum mehrverbrauch:
Beschäftige dich mal mit einem sogenannten Muscheldiagramm:

Für eine bestimmte Leistung kannst du dort den Verbrauch ermitteln und für eine bestimmte Mehrleistung ebenfalls.
Wenn du z.B. an einer Ampel im Leerlauf stehst, arbeiten nahezu alle Verbrennungsmotoren in einem ungünstigen Bereich und der sogenannte spezifische Verbrauch (g/kwh) ist daher recht schlecht.
Angenommen z.B.: 400g/kwh. (wird meist in Gramm angegeben, was aber grundsätzlich keine Rolle spielt)

dabei ist es egal, ob ein großer oder ein kleiner Motor vorhanden ist, denn es ist ja ein spezifischer Verbrauch.

Jetzt schaltet man die Kühlung ein und der Motor müsste, angenommen, z.B. durch den Kompressor 4kW mehr leisten.

Dann wird jeder der beiden Motoren 4kW mehr leisten müssen, was in beiden Fällen dann zu 1,6kg Mehrverbrauch pro Stunde führt. (4kW x 400g/kwh= 1600g/h)

sehr große Unterschiede kann es daher auch in der Realität gar nicht geben.

der kleine Motor hätte sogar einen Vorteil, denn für den sind 4kW im Verhältnis viel mehr, als für den großen Motor und daher würde der mit relativ größerer Last laufen, was i.d.R. einen besseren Wirkungsgrad (also weniger g/kwh) bedeutet.

Der absolute Mehrverbrauch (z.B. in L/h oder L/100km) müsste also grundsätzlich identisch sein.

Der relative Mehrverbrauch ist dann natürlich beim kleinen Motor größer, denn der große Motor säuft ja grundsätzlich schon mehr.

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Und wenn du den kleinen Motor richtig tretten musst um vom fleck zu kommen bist du immer schön in der Anfettun drin, das kostet halt Wirkungsgrad.

Zitat:

@Provaider schrieb am 11. Oktober 2017 um 17:13:00 Uhr:


Und wenn du den kleinen Motor richtig tretten musst um vom fleck zu kommen bist du immer schön in der Anfettun drin, das kostet halt Wirkungsgrad.

selbst so ein kleiner 1,2TSI wird erst dann angefettet, wenn er sich ziemlich am Ende seiner Leistungsfähigkeit befindet und so oft fährt man in diesem Bereich solo definitiv nicht.

An der Aussage, dass es grundsätzlich nicht nachvollziehbar ist, dass ein großer Motor weniger absoluten Mehrverbrauch durch den Kompressoreinsatz haben soll, als ein kleiner Motor, ändert das ohnehin nichts.

Ein 1,2 TSI ist kein kleiner Motor. Fahr mal nen 60PS Polo/Corsa etc ohne Aufladung mit Klima auf max. Das macht kein Spaß

Der 1.2 TSI ist in einem Fahrzeug mit knapp 1,9 m Höhe und ca. 1,6 Tonnen Gewicht auf der Autobahn hoffnungslos überfordert.

Bergauf in den Kassler Bergen bedeutet das z.B. 3. Gang und bis kurz vor den Begrenzer treten, um einigermaßen das Tempo halten zu können 😰

Ich fahre fast nur solche AB-Strecken durch die Mittelgebirge. Nicht umsonst laufen auf der Bahn dann auch mal 13 - 14 l / 100 km durch. Nicht Momentanverbrauch, sondern Durchschnitt auf der Gesamtstrecke. Aber dafür mit Klima... 😁

Dann muss man statt 130-140 halt einfach mal langsamer fahren.
Der Zeitverlust ist eh lächerlich gering.
Erst recht wenn man es dann noch in Verhältnis zu den gesparten Kosten setzt.

Ich bin selbst mit unserem Wohnmobil voll beladen in den Kasseler Bergen klargekommen.
Das sind 2.7 Meter Höhe, 3.5 Tonnen und 150PS (42PS/Tonne)

Das war mir klar, dass jetzt wieder solche hilfreichen "Tipps" kommen.

Ich fahre nicht zum Spaß Auto, sondern weil ich zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwo ankommen muss. Gerade im beruflichen Umfeld ist die Zeit nicht immer da, um "rechtzeitig" loszufahren. Wenn ich bis 13 Uhr einen Termin in Frankfurt habe und dann um 15 Uhr den nächsten z.B. in Bonn, habe ich nicht viele Optionen. Wenn dann noch der Termin in Frankfurt länger dauert...

130 - 140 km/h sind schon ein Zugeständnis an das Fahrzeug, da ich früher sehr viel flotter unterwegs war. Noch langsamer fahre ich sicher nicht 😉

Es ging hier auch nicht um Verbrauchsoptimierung aufgrund der Fahrweise, sondern um Klimanlagen und deren Auswirkungen auf den Verbrauch 😛

Zitat:

@Caddy-vom-Daddy schrieb am 12. Oktober 2017 um 11:21:41 Uhr:


Das war mir klar, dass jetzt wieder solche "Tipps" kommen.

Ich fahre nicht zum Spaß Auto, sondern weil ich zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwo ankommen muss. Gerade im beruflichen Umfeld ist die Zeit nicht immer da, um "rechtzeitig" loszufahren. Wenn ich bis 13 Uhr einen Termin in Frankfurt habe und dann um 15 Uhr den nächsten z.B. in Bonn, habe ich nicht viele Optionen. Wenn dann noch der Termin in Frankfurt länger dauert...

In dem Fall geht es natürlich nicht. Das stimmt.

Ich persönlich fahre 30tkm/Jahr Autobahn und habe mich auf Reisetempo 120 eingeschossen.
Wenn man mit nicht so viel Zeitdruck unterwegs ist ist das nicht nur die entspannteste Geschwindigkeit, sondern auch ideal von Fahrzeit/Verbrauch

Um die 120 km/h fahre ich extrem ungerne. Für die rechte Spur bin ich dann zu schnell, auf der linken sollte man in unserer Gegend mindestens 140 fahren, um nicht "angeschoben" zu werden 😉

Wie @Caddy-vom-Daddy schon schrieb, es ging ja hier um die Verwendung von Klimaanlage und Klimaautomatik.

In erster Linie um die Vermeidung von Schimmel in der Frischluftzufuhr. Und da scheiden sich die Geister. Warum die vorzeitige Abschaltung (vor Fahrtende) noch nicht den Weg in die Bedienungsanleitung gefunden hat ;-)) wundert mich schon ein wenig. Da es nachweislich mehr Vorteile gibt die Klima sehr oft zu benutzen (auch bspw. wegen der Schmierung des Kompressors) werde ich mich von meinen "beschriebenen" Gewohnheiten auch nicht lösen. Es sei den es gibt eine "streng" wissenschaftliche, reproduzierbare Erklärung, die mich eines besseren Belehren würde.;-))

Zum Thema "Mehrverbrauch" (mehr oder weniger und deren Zusammenhänge ;-)) gibt es auch keine wirklich bewiesene These (sonst wäre es auch keine ;-)).

ja, na klar, wenn man quasi eine quer stehende Schrankwand als Auto hat, kommt ein schwächerer Motor geschwindigkeitsmäßig früher an seine Grenzen und wird auch bei geringerer Geschwindigkeit bereits angefettet.

Im Durchschnitt fährt man mit solchen Autos aber keine 130-140km/h (wenn man das häufig machen muss, wählt man gewöhnlich eine andere Motorisierung. bei solchen Fz eigentlich standardmässig einen Diesel).
Bei Landstraßentempo bis 100km/h braucht aber selbst ein Caddy keine 60PS und daher würde sogar ein 60PS-Sauger im Caddy dann noch nicht anfetten.

Ein Kompressor braucht zudem durchschnittlich auch keine 4kW und von daher hält sich das alles in Grenzen.

Wie gesagt, im Durchschnitt wird sich der absolute Mehrverbrauch bei Kompressorbetrieb, unabhängig von der Motorgröße, im vergleichbaren Rahmen bewegen.

Wenn meine Schrankwand mal in Bewegung ist ;-)), gerade auf der Autobahn, mit wenig Lastwechseln, dann ist die Richtgeschwindigkeit ziemlich sparsam ,-)).

Aber wie wirkt sich das auf den Betrieb mit Klima aus, bzw. wenn man diese "Aus" lässt? Das ist (war) doch die Frage und ob es da Unterschiede gibt, zu anderen Fahrzeugkombinationen ? Wissentschaftlich wurde da bisher nichts belegt/untersucht. Rein Physikalisch betrachtet, muss es da zum Teil erhebliche Unterschiede geben, je nachdem wie und wo "nominelle" Leistung verbraucht wird.

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