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größeres Prob / Ruckeln, Ausgehen & Qualmen

Themenstarteram 5. Oktober 2006 um 12:26

Hallo!

Ich fahre seit Dez 1997 einen Ford Ka, 1,3l mit 44kW. Das allseits bekannte Nockenwellenproblem wurde kurz nach der Garantie auf Kulanz durch eine Ford-Vertragswerkstatt durch Austausch erledigt.

Nun zu dem eigentlichen Problem: Zum ersten Mal nach ca. 2,5 Jahren und 30.000 km stellte sich eine Art Ruckeln beim Fahren ein. Als dieses schlimmer wurde und die Aussetzer, die das Ruckeln waren, länger anhielten, merkte man, dass es ein Leistungsverlust war. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h muss man bei anhaltendem Problem Vollgas geben, um auf ebener Strecke die Geschwindigkeit halten zu können. Das Problem verschlechterte sich zusehends, so dass ich die Vertragswerkstatt aufsuchte. Nach dem obligatorischen Vorführeffekt habe ich das Auto einen Tag dort gelassen. Man teilte mir nachher mit, das Kabel der Lambdasonde habe «merkwürdig» und etwas angekokelt ausgesehen. Dieses sei dann erneuert und der Fehlerspeicher gelöscht worden.

Für etwa 3 Wochen war dann auch wieder alles gut, bis es dann wieder anfing, die gleichen Probleme zu machen. Der erste Werkstattbesuch konnte nicht helfen, da das Problem sehr selten auftrat. Wie nicht anders zu erwarten wurde es wieder schlimmer. Dieses Mal konnte ich am Ende eine dunkle (dunkelst braun bis schwarz) «Ruß»-Wolke erkennen, wenn der Leistungsverlust auftrat. Der folgende Werkstattbesuch brachte eine (angeblich) defekte Lambdasonde ans Tageslicht. Nach Ersatz und Fehlerspeicherlöschung war dann (erstmal) alles wieder gut.

Etwa weitere 3 Jahre und knapp 30.000 km später konnte ich es nicht glauben, denn das Problem trat erneut auf. Wieder das gleiche, erst ganz wenig, natürlich nicht in der Vertragswerkstatt. Als es fast unerträglich bzw. unfahrbar war, der erneute Besuch beim Ford-Händler. Wieder einen Tag dort gelassen, was erneut die Lambdasonde als Defekt ergab. Was folgte dürfte klar sein: Austausch und Fehlerspeicherlöschung.

Da wurde ich zwar schon etwas irritiert, dachte aber noch an einen sehr unglücklichen Zufall, dass die Lambdasonde gerade bei mir zwei Mal kaputt geht. Nach der Auskunft des Meisters in der Werkstatt sei ihnen das Problem beim Ka und seinen «Verwandten» nicht bekannt.

Erste Recherchen damals im Internet verliefen ebenfalls im Sande, das Problem schien wirklich nicht grundsätzlich zu bestehen. So glaubte ich der Werkstatt und freute mich über einen erneut gut fahrenden Ka.

Umso schlimmer nun nach knapp 3 Jahren und etwa 22.000 km, im April 2006, dass das Problem erneut auftritt. Mittlerweile wunderte ich mich auch schon etwas über die leichte Regelmäßigkeit mit der es auftritt, die scheinbar aus Laufzeit und -leistung zusammengesetzt werden kann. Wenn ich weniger fahre, so braucht es scheinbar etwas länger, bis es auftritt, aber nicht immer bis zu einer festen Laufleistung.

Dieses Mal sagte ich der Vertragswerkstatt gleich, dass ich nicht an einen Defekt der Lambdasonde glaube, bzw. das es wohl eine andere Ursache für den erneuten Defekt geben müsse. Dazu wollte ich bei der Diagnose und Reparatur auf jeden Fall dabei bleiben. Eine erste Durchsicht ergab keine Probleme, die Inspektionen waren auch immer durchgeführt worden. Erste Anmerkung war, die Zündkerzen von NGK seien aber nicht von denen verbaut worden und hätten öfters Probleme verursacht. Hier wurde mir ein Austausch empfohlen.

Das dann angeschlossene Diagnosegerät spuckte keine Fehler direkt aus. Nach erweiterter Diagnose kamen, angeblich «kleinere» Fehler zutage. Genau eingrenzen konnte der Mitarbeiter es aber auch nicht. Als mögliche Ursachen wurden Lambdasonde, Kraftstofffilter, Abgasanlage und andere Dinge genannt, von denen der Mitarbeiter und der Meister alle nachgesehen und ausgeschlossen haben.

Eine Fahrt mit angeschlossenem Diagnosegerät verlief natürlich fast ohne Probleme, nur zwei Mal ruckte er kurz. Auf meinen Hinweis, dass er nun bei starken Problemen auch im Leerlauf mal ausgeht, kam der Meister auf das Leerlaufregelventil. Auf Probe wurde ein, glücklicherweise lagerndes, Ersatzteil eingebaut. Die Probefahrt verlief problemlos. Dann sollte ich es einige Tage testen, mit dem Versprechen, dass ich nicht alles bezahlen müsste, wenn das Problem erneut auftritt.

Wie zu erwarten hatte ich ca. 3 Wochen Ruhe. Dann ging es erneut los. Zu erst besorgte ich mir selber originale Zündkerzen und tauschte diese aus. Von einer wirklichen Besserung konnte nicht die Rede sein, nur ca. 2 Tage war alles besser. Als die Probleme ziemlich heftig und sicher auftraten, folgte der nächste Besuch bei meiner Werkstatt.

Mal wieder der bekannte Vorführeffekt. Es traten keine Probleme auf. Mein Hinweis, es sei immer, wenn das Diagnosegerät als erstes angeschlossen wird, so gut wie weg, wurde kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen. So zeigte es auch die bekannten Fehler an, also ein Problem, nicht genau welches und mögliche Ursachen (s.o.). Dann bestand ich darauf, ein paar Tage weiter zu fahren, bis es wieder deutlich auftritt und dann als erstes eine Probefahrt ohne Diagnosegerät mit dem Meister zu machen. So wurde es gemacht und siehe da, er war erstaunt, wie heftig das Problem sei.

Das Diagnosegerät lieferte das Übliche. Nach einer guten Stunde und dem Rat verschiedener Mitarbeiter wurden Unregelmäßigkeiten im Kammfilter entdeckt. Dieser wurde resettet, was erstmal eine Besserung brachte. Meine Vermutung, dass das aber nicht die Ursache sein kann, sondern nur ein Nebeneffekt ist, bestätigte sich nach ca. 2 Monaten, als das Problem erneut auftrat.

Erneute Recherchen im Internet ergaben mehrere Dinge: Die Ka´s haben scheinbar wirklich Probleme mit dem Leerlaufregelventil, wobei ich aufgrund der andauernden Probleme nicht glaube, dass es daran (auch) lag. Lambdasonden konnte ich nicht als bekanntes Problem finden, vor allem würde es mich wundern, wenn diese so häufig kaputt gehen, denn eine scheint bei mir nicht mal 30.000 km zu halten. Auch die Probleme scheinen eher einmalig zu sein. Dieses Ruckeln durch Leistungsverlust konnte ich nicht finden, öfters gibt es mal «Hochdrehen im Leerlauf» oder grundsätzlicher Leistungsverlust.

Ein Tipp beruhte darauf, etwas auszutauschen und den Fehlerspeicher zu löschen, in dem die Batterie für mind. 15 Minuten getrennt wird. Das Löschen habe ich nun so selber durchgeführt, was Anfangs wirklich zu einer Besserung für etwa 3 Monate führte. Mitlerweile hilft das auch nicht mehr.

Soweit ich Stecker im Motorraum finden konnte, habe ich alle getrennt, gereinigt und mit Kontakt60 eingesprüht.

Das Drosselklappenpoti habe ich durchgemessen und es liefert je nach Stellung gleichmäßige Werte.

Dieses konnte ich auch mit einem erworbenen OBD-II "Stecker" und entsprechender Software auslesen.

Hier konnte ich nach jetzt etwa 2 Monaten ohne Fehlerspeicherlöschung nur den Fehler P0171 "Gemisch zu mager (Bank 1)" auslesen. Diesen habe ich gelöscht und bis jetzt, ca. 3 Tage, ist noch keiner wieder vorhanden, obwohl das Problem massiv auftritt.

Die letzten Tage habe ich beim rückwärts Einparken in die Garage danach einen Geruch vernommen, als ob ich unseren 2-Takt Rasenmäher dort betrieben hätte. Könnte doch irgendwie Öl in die Verbrennung geraten und was könnte ich dagegen machen (lassen)?

Nun bin ich mit meinem Latein am Ende, obwohl ich auch einiges an technischem Verständnis habe. Besonders stutzig macht mich die Tatsache, dass das Problem recht frühzeitig im Autoleben auftrat und durch Tausch der Lambdasonde für immer etwa die gleiche Zeit behoben werden konnte. Meiner Meinung nach müsste es ein grundlegendes Problem geben, welches die Symptome verursacht. Es würde mich sehr freuen, wenn jemand mir Ansätze für eine selbst auszuführende Reparatur oder Tipps geben könnten, die ich in eine Werkstatt mitnehmen könnte. Ungern würde ich wieder eine teure Reparatur durchführen lassen, die nicht die eigentlich Ursache behebt.

Bitte entschuldigt Sie den langen Text, aber ich wollte es möglichst ausführlich und genau schildern.

 

PS: Etwas, was mich sehr freuen würde: Könnte mir jemand evtl. ein paar Dinge in folgende Bilder einzeichnen? Es geht mir dabei eher um selten erklärte Dinge. Drosselklappe, Luftmengenmesser, Lambdasonde sind mir bekannt, aber sowas wie Abgasrückführung oder Kurbelgehäuseentlüfung (hab ich im Zusammenhang mir Qualmen irgendwo gelesen) konnte ich nicht erkennen.

http://people.freenet.de/waehrungsspekulanten/motor/IMG_1481.jpg

Was ist z.B. das im folgenden rot markierte?

http://people.freenet.de/waehrungsspekulanten/motor/IMG_1481_2.jpg

Danke sehr für die Hilfe!

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8 Antworten
am 5. Oktober 2006 um 19:42

vieleicht zickt ja einfach das motorsteuergerät das ist zumindestens das was wir als letztes durch probe austausch überprüfen wenn wir wochenlang im kreis laufen aber hört sich doch alles sehr seltsam an

Jetzt mal ganz anders gedacht:

Könnte es ein Schaden an den Kolbenringen oder der Kopfdichtung oder ein Riss im Zylinderkopf sein?

Meine erste Vermutung bei der geschilderten "Rauchwolke"

Hast Du höheren Ölverbrauch?

Evtl. Kommt die Lambdasonde mit dem Öl im Abgas nicht klar, regelt runder und dann läuft ein Zylinder zu mager, denn er ist ja im Grunde nicht zu mager. Comprende?

Also ich tippe auf zu mageres Gemisch als Ursache für Deine Probleme. Die Ursache für das zu magere Gemisch musst Du wie oben geschrieben eruieren lassen.

Noch ein Tipp: Fahr endlich mal zu einer kompetenteren Werkstatt und lass dich nicht abmelken!

Ich habe nen V8 als "Zweitwagen" und habe so viel Inkompetenz bei einem Motörchen wie im KA nie gelesen.

Da ist doch alles noch "Dampfbetrieben"....

Mein Vorschlag:

Kompression prüfen

Kühlwasser auf Öl prüfen.

Ölstand regelm. kontrollieren - auf Benzingeruch prüfen.

Einspritzdruck und Zeitpunkte beim Bosch Dienst checken lassen

Alle Filter erneuern.

Katalysator auf Defekt (Verstopfung könnte auch ein Grund sein - Monolith hinüber) prüfen.

Soweit erstmal.

Grüße

Stefan

Themenstarteram 6. Oktober 2006 um 9:48

Danke für die Antworten.

Also höheren Ölverlust kann ich nur teileise bejahen.

Von Kauf (Neuwagen) des Ka an hat er pro Inspektionsintervall (15.000 km) immer so knapp 0,5 l Öl verbraucht, was denke ich ein recht guter Wert ist.

Bis zu einem Auto-Alter von ca. 5 Jahren bin ich ungefähr jedes Jahr gleich viel km gefahren. Das erste Mal trat das Problem aber ja schon nach etwa 2,5 Jahren auf.

Ab etwa 6 Jahren, also 1 Jahr nachdem ich weniger fahre, braucht er bis jetzt (Alter 9 Jahre) ca. 2x 0,5 l Öl pro Inspektionsintervall (15.000 km).

Das Öl kontrolliere ich so gut wie bei jedem Tanken, damit ich einen Verlust möglichst schnell bemerke (mein letztes Auto ist daran zugrunde gegangen, aber das war auch anderweitig schrottreif ;)).

Also meiner Erfahrung nach sind 1 l Öl auf 15.000 km nicht besonders viel, vor allem da er ja nun fast nur noch auf Kurzstrecke läuft.

Habe das eben nochmal kontrolliert und konnte am Ölmessstab oder an der Nachfüllöffnung keinen Benzingeruch feststellen.

Das Kühlwasser kontrolliere ich regelmäßig, aber da gibt es keine Veränderung und auch dort kann ich kein Benzin riechen. Einmal gab es einen Verlust, der begründete sich aber auf einen Bruch einer Plastik-Schlauchschelle ... Wer baut sowas aus Plastik??? :D

Filter sind alle bei den diversen Problem-Anfällen schon getauscht worden.

Kompression, Einspritzdruck und Zeitpunkt werde ich mal kontrollieren lassen, ebenso den Katalysator. Wobei mich bei letzerem interessieren würde, wie man sowas überhaupt prüft.

Gestern habe ich den Luftmassenmesser erstmal ausgebaut (auf Tipps, die ich im Internet gefunden habe, zu dem Motor und dem Fehlercode) und werde den gleich, wenn Pause ist, hier im Betrieb mal durchblasen und vorsichtig reinigen.

Kann man Schäden an den Kolbenringen, Kopfdichtung und dem Zylinderkopf selber sehen / feststellen?

Wo ich da grad so drüber nachdenke. Die Probleme traten das erste Mal kurze Zeit (wohl ein paar Monate) nach dem Nockenwellenaustausch statt. Könnte da evtl. ein Fehler unterlaufen sein (Pfusch will ich mal nicht sagen)?

Motorsteuergerät hab ich auch schon dran gedacht. Könnte auch eins relativ günstig aus einem Totalschaden-Ka bekommen. Kann ich das selber austauschen, muß ich dabei was beachten (Programmierung, Batterie abklemmen etc.) und wo sitzt das? :)

Vielen Dank für die Mühen!

Zitat:

Original geschrieben von TheRealEckat

Kann man Schäden an den Kolbenringen, Kopfdichtung und dem Zylinderkopf selber sehen / feststellen?

Wo ich da grad so drüber nachdenke. Die Probleme traten das erste Mal kurze Zeit (wohl ein paar Monate) nach dem Nockenwellenaustausch statt. Könnte da evtl. ein Fehler unterlaufen sein (Pfusch will ich mal nicht sagen)?

Hallo, man kann mit einem Endoskop die Zylinder durch die Öffnung der Zündkerzenfassung kontrollieren.

Ich hole jetzt gleich meinen ersten KA ab und wollte mal fragen, was denn das Problem mit der Nocke ist?

Warum leiden so viele KAs darunter.

Ich denke sie läuft ein wie beim alten 190er Benz (auch schon alles erlebt! Ford kann auch ned schlimmer sein als Benz...)

Zitat:

Original geschrieben von StefansCLK

Hallo, man kann mit einem Endoskop die Zylinder durch die Öffnung der Zündkerzenfassung kontrollieren.

Ich hole jetzt gleich meinen ersten KA ab und wollte mal fragen, was denn das Problem mit der Nocke ist?

Warum leiden so viele KAs darunter.

Ich denke sie läuft ein wie beim alten 190er Benz (auch schon alles erlebt! Ford kann auch ned schlimmer sein als Benz...)

War es eine unten liegende Nockenwelle beim Benz?

Ich hab es schonmal hinter mir, bei der Nocke am Ford muss der Montor nach unten raus.

Einem Ford Ka würde ich jede andere Deutsche Marke vorziehen!

Themenstarteram 6. Oktober 2006 um 14:02

Zitat:

Original geschrieben von StefansCLK

Ich hole jetzt gleich meinen ersten KA ab und wollte mal fragen, was denn das Problem mit der Nocke ist?

Warum leiden so viele KAs darunter.

Ich denke sie läuft ein wie beim alten 190er Benz (auch schon alles erlebt! Ford kann auch ned schlimmer sein als Benz...)

Also exakte Gründe weiß ich nicht 100%ig. Aber wenn ich richtig informiert bin, hatten Ka's bis etwa 1998 eine Nockenwelle drin, die sich zu stark "abnutzte". Danach und bei den Reparaturen wurden wohl gehärtete Nockenwellen eingebaut.

Da hatte ich damals noch Glück, das war ca. 1,5 Jahre nach dem Kauf und wurde zu 100% auf Kulanz von Ford erneuert.

Achja, wegen Abzocke bei der Werkstatt. Die Ford-Werkstatt geniest hier in der Gegend einen ausgezeichneten Ruf und ich habe mit ihr, bis auf dieses Problem, ausschließlich sehr gute Erfahrungen zu einem fairen Preis gemacht. Dazu war ich bei einer freien Werkstatt am Ort, deren Besitzer (Meister) ich persönlich kenne, und bei einem Bosch-Service. Beide anderen haben auch nichts oder nur das gleiche gefunden :(

Themenstarteram 19. Oktober 2006 um 11:23

So, bin wieder etwas weiter. Den LMM habe ich so gut es ging mit Druckluft ausgeblasen. An dem eigentlichen Sensor hat sich ein wenig getan, er wurde etwas sauberer.

Leider mußte ein Kollege mit einem Schraubenzieher kontrollieren, was das in dem Röhrchen genau ist. Manche Menschen können so grobmotorisch sein :mad:

Naja, die ersten Kilometer erwiesen sich dennoch als recht zufriedenstellend. Bis es kam ... das Rucken. Weniger, dafür aber umso heftiger. :(

Nun hat es sich zwar etwas gelegt (immer noch weniger und nicht mehr soooo heftig).

Könnte man nun daraus entnehmen, dass ein neuer LMM noch mehr Abhilfe schaffen könnte?

Danach habe ich die Ventile selber neu eingestellt. Natürlich vorher die Ventildeckeldichtung besorgt.

Das ging, im Rückblick betrachtet, auch ganz gut. Hier aber noch ein Tipp, der bei der oft geposteten (eingescannten) Anleitung dazu nicht drin steht und dessen Fehlen mich viele Nerven gekostet hat.

Man soll die Reimenscheibe drehen, bis sich am 4. Zylinder die Ventile (Kipphebel) überschneiden.

Hierbei gibt es einen ersten Stolperstein. Sie überschneiden sich bei mir nur, wird dann wohl bei allen so sein, wenn sie ganz oben sind. Dadurch ergeben sich aber 2 Möglichkeiten. Einmal wenn das Auslaßventil noch oben geht, geht direkt im Anschluß das Einlaßventil nach unten. Dieses ist der korrekte Zeitpunkt.

Zweite, falsche Möglichkeit, dass Einlaßventil ist gerade wieder oben, denn dann bleibt das Auslaßventil noch eine ganze Weile oben. Das fand ich nicht eindeutig genug erklärt für Laien.

Der weitaus wichtigere Punkt ist aber, dass man die Kipphebel erstmal nach hinten drücken muß, damit ein Abstand zwischen diesem und dem Ventil-"Stab" entsteht.

Es stand halt nur da, "wenn sich die Ventile des 4. Zylinders überschneiden, Ventile am 1. Zylinder einstellen". Ich versuchte also meine Fühlerblattlehre beim 1. Zylinder dazwischen zu schieben, was mir aber auch mit mäßiger Gewalt nicht gelang. Also habe ich mit einem 11er Ringschlüssel die Einstallschraube so weit losgedreht, bis das angegebene Ventilspiel eingestellt war. Zur Verdeutlichung: Die Einstellschrauben, der Kipphebel, die oben standen, waren vorher alle fast in gleicher Höhe (geschätzt max. 1 mm Unterschied). Mein nun eingestelltes Ventil, bzw. die Einstellschraube, war mind. 10 mm höher! Als das bei dem zweiten Zylinder auch so zu sein schien, habe ich mir das Sytem erstmal genauer angesehen/erfühlt. Die Kipphebel haben als Endanschlag auf der anderen Seite als die Ventile, eine bewegliche Stange mit einem trichterähnlichen Ende, in das die Einstellschraube der Kipphebel trifft. Ich hatte nun die Einstellschraube so weit herausgedreht, dass diese Stütz-Stangen zur Seite wegkippen konnten. Ich will mir nicht ausdenken, was passiert wäre, wenn ich den Motor so in Betrieb genommen hätte :(

Nun ja, an sich ist es einfach. Man dreht die Riemenscheibe (oder ein Vorderrad (in der Luft)), bis sich die Ventile am 4. Zylinder so überschneiden, dass das Auslaßventil gerade oben ist und das Einlaßventil nach unten gehen will. [Das kann man auch ruhig mit ein paar Umdrehungen sich erstmal ansehen.]

Dann müssen die Ventile am 1. Zylinder eingestellt werden. Dazu habe ich dann erstmal den 11er Ringschlüssel auf die Einstellschrauben der beiden Ventile gesetzt und so nach hinten-oben gedrückt, damit sich der Kipphebel von dem Ventil abhob. Das erforderte ein Bischen Kraft, aber man merkt das recht gut, wenn er nach hinten gekippt ist.

Danach ging das dann auch mit dem Ventile einstellen ganz einfach. Bei denen, die ich vorher nicht verstellt hatte, war zwar teilweise 0,05 mm Differenz zum Sollwert, aber die Einstellschraube musste ich nur um einige wenige Grad, schätze so vielleicht 5°, verstellen.

Der Motor läuft nun wieder etwas runder und mit weniger "Nageln".

Ich hoffe, ich konnte damit einigen eifrigen Bastlern evtl. eine Hilfe geben.

Themenstarteram 6. Dezember 2006 um 15:41

So, ich mal wieder :)

Das Problem ist behoben. Wie sich herausgestellt hat, war wohl ein kombiniertes Problem Schuld. Der LMM war etwas verdreckt, es wurde immer mehr Kurzstrecke gefahren und dabei verruste die Lambdasonde komplett und lieferte natürlich keine ordentlichen Werte mehr.

Den LMM habe ich gaaaaanz vorsichtig mit Wattestäbchen und Druckluft gereinigt und eine neue Lambdasonde eingebaut (org. NGK, neu über ebay für 40 EUR inkl. Versand). Dazu hab ich gleich die Zündkerzen gewechselt, da auch diese gelitten hatten.

Nun läuft er wieder wunderbar und hat auch soeben die AU beim TÜV mit Bestwerten bestanden :D

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