Gefährdung durch schwere Pick-Ups
Zitat:
... auch der erschwerte Pick-up profitiert kaum, sorgt aber sogar für sieben weitere Todesfälle bei den Unfallgegnern. Die Ergebnisse zeigen also, dass mit zunehmend schwereren Fahrzeugen die Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer steigt – ohne dass die besonders aggressiv aufrüstenden Pick-up-Fahrer dadurch besser geschützt würden ...
Quelle: https://www.spiegel.de/.../...4dbbbdb4-dc0b-4c84-baf9-6c91ca44d3cb?...
Warum verbietet man solche Fahrzeuge, von denen eine erhöhte Gefährdung ausgeht, nicht bzw. erteilt eine Zulassung nur bei nachgewiesener Erfordernis? Und dazu zählt sicherlich nicht der Transport einer gekauften besonders schweren Armbanduhr, so wie vermutlich der Fahrer des in dem Artikel abgebildeten Monsters vor einem Luxus-Shop in der Frankfurter Innenstadt.
Mir ist bewusst, dass diese Art von Fahrzeugen eher eine Nische auf europäischen Straßen einnimmt. Aber dadurch wäre ein Verbot oder eine erschwerte Zulassung doch relativ einfach umsetzbar. Also warum nicht?
Zur Einordnung: Meine Frage ist nicht von Neid getrieben. Sondern von "Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet" (stammt wohl aus der französischen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789).
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Zitat:
@Melosine schrieb am 09. Feb. 2025 um 18:41:34 Uhr:
räumt es doch finanziell besser gestellten das Recht ein, mehr Ressourcen zu verbrauchen.
Aufwachen. Das wirst du nicht ändern. Meinst du ernsthaft, du könntest Luxusvillen verbieten, Privatflugzeuge, Superyachten, Privatgestüte?
Und, ernsthaft: Solche Anliegen hegst du nur, solange du nicht selbst einer dieser "Bessergestellten" bist.
Nun, ich gehöre auch nicht dazu. Aber diese Zwangssozialisierung lehne ich rundheraus ab.
Zitat:
@Blubber-AWD schrieb am 9. Februar 2025 um 19:02:44 Uhr:
Zitat:
@Melosine schrieb am 09. Feb. 2025 um 18:41:34 Uhr:
räumt es doch finanziell besser gestellten das Recht ein, mehr Ressourcen zu verbrauchen.Aufwachen. Das wirst du nicht ändern.
Ich bin hellwach und mir ist klar, dass man das nicht ändern kann. Zumindest nicht kurz- oder mittelfristig.
Richtig ist es deswegen trotzdem nicht.
Zum konkreten Thema: Ein Verkaufsverbot einzufordern macht keinen Sinn, da sich sowas nicht durchsetzten lässt.
Ein Einfahrverbot in Innenstädte würde ich begrüßen. Für alle privaten Fahrzeuge ab einer gewissen beanspruchten Verkehrsfläche.
Zitat:
@windelexpress schrieb am 9. Februar 2025 um 18:48:34 Uhr:
Zitat:
@Astradruide schrieb am 9. Februar 2025 um 18:33:55 Uhr:
Nur aus Prinzip sollte keiner mehr zahlen, wenn er nicht auch mehr Platz - wie z.B. 2 Stellplätze - verbraucht.
Ich würde in manchen Parkhäusern gerne für zwei Parkplätze zahlen, weil es immer wieder welche hinbekommen, sich nach mir kommend so auf die Linie zu stellen, dass ich nicht ins Auto komme. Und die blaue Parkerleichterung steht mir noch nicht zu.
Dieses Anspruchsverhalten ist auch bei besagtem Thema ein Problem, große Kiste fahren, zu groß für die eigenen Verhältnisse, aber von allen anderen entgegenkommen erwarten.
Ein Verbot käme auch für mich nicht in frage, dinge wie Flächenverbrauch etc. sind jedoch Diskussionswürdig.
Zitat:
@Blubber-AWD schrieb am 9. Februar 2025 um 16:37:17 Uhr:
Schon, aber niemand fordert deshalb ein generelles Hundehaltungsverbot für alle.Es geht bei dem Wunsch nach einem Pickup-Verbot ja nicht darum, einzelne Pickupfahrer am gefährdenden Fahren zu hindern, sondern darum, Pickups generell zu verbieten.
Mir geht es nicht um ein Verbot, sondern darum, es so teuer zu machen, dass die Dinger nur noch genutzt werden, wenn sie wirklich gebraucht werden. Für den Lifestyle stattdessen kann man sich ja einen Hund anschaffen.
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Und dann gibt es bestimmt eine neue Behörde, die die Notwendigkeit vor der Anschaffung überprüft. Da fällt mir auf Anhieb vieles ein, welches so teuer gemacht werden sollte, dass der Konsum unterbleibt. Alkohol und Nikotin wären da ein gutes Beispiel.
Zucker bitte auch. Eine Behörde braucht es da nicht. Einfach die KFZ-Steuer für die PKW Zulassung hoch dafür. Wer damit arbeitet, legt es sowieso auf die Kunden um.
Zitat:
@Scimitar83 schrieb am 09. Feb. 2025 um 19:19:21 Uhr:
es so teuer zu machen, dass die Dinger nur noch genutzt werden, wenn sie wirklich gebraucht werden.
Ach was. Die, die solche Autos ohne Notwendigkeit fahren, tun das, weil sie es sich leisten können. Die, die solche Fahrzeuge brauchen, sind meist nicht reich.
Programme wie die von dir angedachten belasten die Falschen, spalten die Gesellschaft und treiben die Schere noch weiter auseinander.
Nenne mir einen stichhaltigen Punkt, warum ein Privatmensch einen Truck braucht, weil andere Fahrzeuge/ Anhänger das nicht leisten können. Dann nehme ich alles zurück.
Wer Handlungsbedarf generiert, wo kein Handlungsbedarf besteht, verfolgt oftmals lediglich eigene Interessen.
Letztendlich wird es sich schneller von alleine Lösen als dass das Problem bzgl. Parkplätze für solche Fahrzeuge auftritt.
Fakt: Weder der Parkraum noch der Straßenraum der mehr oder minder ausschließlich PKW vorbehalten ist wird größer. Eher im Gegenteil.
Der Raum für motorisierten Individualverkehr wird kleiner.
Den Rest erledigt im Zweifel die Nachbarschaft. Wenn in einer Straße drei überdimensionierte Fahrzeuge den wenigen Parkraum noch weiter verknappen... da wird sich die Nachbarschaft/Stadtgesellschaft regen und der Drops ist gelutscht.
Zitat:
@Astradruide schrieb am 9. Februar 2025 um 18:49:37 Uhr:
Falscher Neidansatz ... diese Leute zahlen dann auch über Anschaffung und Unterhalt deutlich mehr in die Staatskasse ein. Sie zahlen auch nciht nur direkt mehr ins Staatssäckel, sie bezahlen dmait ja auch wieder an andere Stelle viel mehr für Leistungen von denen andere leben - könnte man Finanzierung von Arbeitsplätzen nennen. ... man könnte den Neidansatz gleich auf Eigenheime ausdehnen .... und schwups haben wir Bürgerkrieg.
Stimmt.... Danke für deine Worte.
Ich wohne zur Miete und habe 2 Pickup, eine Katze und 2 Kinder.
Da ich Kinder habe und kein SUV mit E und 400 PS fühle ich mich mit mein 2 Pickup mit einer Gesamtleistung von 293 PS echt benachteiligt. Nach dem was ich hier lese auch diskriminiert ;?)
Im nächsten Leben werde ich kinderlos bleiben bei den Eltern wohnen, Bürgergeld beziehen, mir ein angemessenes E- Auto mit 400 PS kaufen und auf den Rest meckern der nicht so tickt wie ich.
Die Diskussion ist völlig überflüssig und wer es noch nicht gescheckt hat, streitet weiter.
Ich gehe dann mal ohne schlechtes Gewissen ne Runde Pickup fahren.
Nur welchen von beiden sollte ich nehmen. Schwere Entscheidung. 🙂 🙂 🙂.
Überflüssig sind Pick-Ups. Die Diskussion darüber ist eine Folge dessen, dass es leider einige Automodelle gibt (auch andere Klassen), welche den sozial geteilten Raum über die Maßen hinaus beanspruchen. Darüber darf man reden.
Zitat:
@Scimitar83 schrieb am 9. Februar 2025 um 19:35:56 Uhr:
Überflüssig sind Pick-Ups.
😕
10 Ballen Stroh bekommst du auch mit Gewalt nicht in einem Volvo-Kombi transportiert.
Zitat:
@Timbow7777 schrieb am 9. Februar 2025 um 19:42:48 Uhr:
10 Ballen Stroh bekommst du auch mit Gewalt nicht in einem Volvo-Kombi transportiert.
Mit 10 Ballen Stroh auf der Ladefläche fährt man aber auch nicht in die Frankfurter Innenstadt.