Gebrauchtwagen finanzieren als Bafög-Empfänger?

Moin,
wollte mal ein paar Meinungen zu meinem Anliegen einholen.

Bin 21 Jahre alt, gehe noch zur Schule, danach Ausbildung, wohne alleine in einer Mietwohnung (380€ all inclusive) und beziehe Bafög (622€), Kindergeld (194€) und habe einen Nebenjob (ca. 350€).

Ich würde mir gerne einen kleinen Gebrauchten gönnen, um unregelmäßig Ausflüge/Urlaub/Termine wahrnehmen zu können, bis maximal 3000€. Leider hab ich kaum Rücklagen, in der Familie kann niemand unterstützen/bürgen.

Lohnt sich bei einem so geringem Kaufpreis überhaupt eine Finanzierung direkt beim Händler, oder ist das zu riskant? Und gibts überhaupt Banken, die ohne Bürgen Kredite vergeben? Meine finanzielle Situation ist ja nicht mal allzu schlecht, bisher hab ich nur keine Rücklagen bilden können, da ich den Nebenjob noch nicht so lange hab und anfangs leider viel Geld sinnlos verballert habe.

Danke schonmal.

Beste Antwort im Thema

Führe mal für einen Monat ein Haushaltsbuch und schreibe dort jede einzelne Ausgabe ein, also auch die Currywurst zwischendurch usw. Dann schau mal, was übrig bleibt. Wenn wirklich was übrig bleiben sollte, lege diesen Betrag, der der Finanzierungsrate entsprechen sollte, jeden Monat mindestens ein halbes Jahr zur Seite. Wenn Du das nur einen Monat nicht schaffen solltest, weißt Du, dass Du eine Finanzierung nicht bedienen kannst. Wenn Du es schaffen solltest, hättest Du eine schöne Anzahlung zur Verfügung.

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Wobei die 380,- € Miete (warm) durchaus steigerungsfähig sind. Strom wird teurer, Gas wird teurer, und mit etwas Pech möchte der Vermieter auch mal mehr Miete haben. Was ist, wenn dir der Nebenjob gekündigt wird?

Daher glaube ich nicht, dass dir eine seriöse Bank einen Kredit gewähren wird. Und an unseriöse Anbieter würde ich mich nicht wenden, wird zu teuer.

Gerade die laufenden Kosten eines Gebrauchtwagen in der unteren Preisklasse sind nicht zu kalkulieren. Geh mal in einen Versicherungsrechner, gib dort deine Daten ein für ein x-beliebiges Auto (Fiesta, Corsa oä.), als 21-jähriger Fahranfänger (?) hast du noch keinen SF-Rabatt, zahlst also sehr viel.

Hängt m.E. viel davon ab, wann die Schule beendet wird und was für eine Ausbildung dann begonnen werden soll. Eine betriebliche Ausbildung, ein duales Studium, also mit entsprechender Ausbildungsvergütung für dich? Ist bereits ein fester Ausbildungsvertrag geschlossen worden? Was ist dann mit den Nebenjob, kannst du ihn noch ausüben.

Alternative, falls in deiner Stadt angeboten: Car Sharing.

Mein Studium ist ja schon viele Monde her, ich kann mich wage erinnern nicht mal im Traum als Bafögempfänger und zusätzlich Jobber ein Auto hätte haben wollen oder können.

Ich empfehle Bus und Bahn und für die Ausflüge nen Leier (neudeutsch Carsharing)!

Gruß vom Armani-Biker, der mit wenig auskommt aber nicht auskommen muß...

Ontopic: die einzig realistische Möglichkeit an den „Kredit“ zu kommen, sehe ich in zweckungebundenen Bildungskrediten/Studienkrediten mit Einmalauszahlungen. hätte den Vorteil, dass diese oft bis zum Studienende gestundet werden können. Kostet dann relativ betrachtet ein Vermögen, absolut reden wir aber immernoch von nur 3000€. Das tut dem zukünftigen Ich vielleicht deutlich weh (und das darf es auch ruhig), wird ihn aber nicht umhauen. Problem ist halt, dass man sich damit genau alle Möglichkeiten verbaut, wenn man den Kredit denn mal wirklich brauchen sollte. Gerade wenn es die Familie ohnehin nicht dicke hat, kommt man im Laufe seiner Ausbildung schnell mal in eine solche Situation. Schneller als man sich wünscht.

Offtopic: ich würde es auch nicht machen. Gründe stehen oben. Man verbrennt am Ende mit etwas Pech mäßig Geld und ärgert sich schwarz. Alles in allem wird es aber irgendwie mehr oder weniger angenehm zu Wippen sein.
Ganz ehrlich, TE: mach es! Dein Cashflow ist ok. Da sieht man hier oft andere Beispiele. Aber: mach es nicht mit 3000€. Kauf dir eine Mühle mit möglichst viel Rest-TÜV. Irgendeinen alten 3er Golf/Polo vom gerade „verstorbenem“ Opa. Da ist das finanzielle Risiko gering, du bist trotzdem mobil und kannst viele Kosten durch selberschrauben drücken.

Dann aber nicht per Finanzierung, sondern drei Monate intensives Sparen und dann kaufen.

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Zitat:

@PeterBH schrieb am 28. Dezember 2018 um 19:23:04 Uhr:


Dann aber nicht per Finanzierung, sondern drei Monate intensives Sparen und dann kaufen.

Das war der Sinn meines Vorschlages, erst einmal ein halbes Jahr zu sehen, wieviel Geld wirklich übrig ist

Sollten ja eigentlich 350,- € im Monat übrig bleiben, da der Nebenjob noch ziemlich neu ist. Und die Phase des sinnlosen Geldausgebens bei einem Ziel vor Augen beendet sein müsste.

Zitat:

@Haasinger schrieb am 28. Dezember 2018 um 17:38:36 Uhr:


Essen ~350

Du musst es dir als Student ja gegönnt haben. Als Student kommt man mit 100-150€ pro Monat sehr gut zurecht würde ich behaupten, wenn man kein Veganer oder Bodybuilder ist.

Der TE hat monatlich über 1000€ netto zur Verfügung und hier tun alle so, als müsste er unter einer Brücke pennen. Ist euch bewusst, wie viele Leute in diesem Land dieses Geld pro Monat haben oder nur wenig mehr bzw. sogar noch weniger?

Ich würde mir ne alte Schlurre für 1000€ holen, nen Polo oder Golf, da gibts an jedem Schrotti Ersatzteile und die Karren halten normalerweise auch gut. Den dann von privat, bar bezahlt und dann mal gucken - fehlt das Geld fürs Auto bleibts eben stehen und/oder wird für 200€ Resterlös an nen Bastler verkauft. Ich bin während meines Studiums nur solche alten Autos gefahren.

Zitat:

@asphyx89 schrieb am 28. Dezember 2018 um 20:49:59 Uhr:



Du musst es dir als Student ja gegönnt haben. Als Student kommt man mit 100-150€ pro Monat sehr gut zurecht würde ich behaupten, wenn man kein Veganer oder Bodybuilder ist.

Davon kann man sich keineswegs ausgewogen und gesund ernähren, man sollte als durchaus reale Annahmen zu Grunde legen.

Zitat:

@asphyx89 schrieb am 28. Dezember 2018 um 20:49:59 Uhr:



Zitat:

@Haasinger schrieb am 28. Dezember 2018 um 17:38:36 Uhr:


Essen ~350

Du musst es dir als Student ja gegönnt haben. Als Student kommt man mit 100-150€ pro Monat sehr gut zurecht würde ich behaupten, wenn man kein Veganer oder Bodybuilder ist.

Der TE hat monatlich über 1000€ netto zur Verfügung und hier tun alle so, als müsste er unter einer Brücke pennen. Ist euch bewusst, wie viele Leute in diesem Land dieses Geld pro Monat haben oder nur wenig mehr bzw. sogar noch weniger?

Ich würde mir ne alte Schlurre für 1000€ holen, nen Polo oder Golf, da gibts an jedem Schrotti Ersatzteile und die Karren halten normalerweise auch gut. Den dann von privat, bar bezahlt und dann mal gucken - fehlt das Geld fürs Auto bleibts eben stehen und/oder wird für 200€ Resterlös an nen Bastler verkauft. Ich bin während meines Studiums nur solche alten Autos gefahren.

Die von dir angesprochenen Leute haben aber dann idR kein Auto finanziert. Bzw. Können es schlichtweg nicht.

Aber im Tenor bin ich aber bei dir. Wobei man sagen muss, dass 3er Golf und Polo 6N so langsam auch in die Jahre kommen. Irgendwann ist dann auch Schicht mit Teilen vom Schrotti.

Sorry, aber mit 100-150 DM bin ich selbst in den 70igern als Student nicht ausgekommen, waren damals schon rund 400,- DM (ohne Miete).

Für meine studierende Tochter habe ich gerade ein Fachbuch bestellt - 35,- €. Und das war nicht das erste und nicht das letzte Buch. Den Semesterbeitrag habe ich gestern überwiesen - 327,- €.

Incl. Miete, Strom, Heizung, Wasser, Internet, Rundfunkbeitrag, Krankenkasse usw. kostet uns das Studium rund 1.300,- € monatlich. Und da kommen die fixen Unterhaltskosten für ihren Smart noch extra. Ab und zu dann noch mal eine Tankfüllung oder etwas Garderobe.

Zitat:

@asphyx89 schrieb am 28. Dezember 2018 um 20:49:59 Uhr:



Zitat:

@Haasinger schrieb am 28. Dezember 2018 um 17:38:36 Uhr:


Essen ~350

Du musst es dir als Student ja gegönnt haben. Als Student kommt man mit 100-150€ pro Monat sehr gut zurecht würde ich behaupten, wenn man kein Veganer oder Bodybuilder ist.

Sorry, habe den üblichen Schlüssel angelegt. Klar kann man mit 50€ übern Monat kommen, aber der normale Mensch liegt doch bei etwa 10€ am Tag. Wenn man dann mal n bisschen Fastfood zwischen schiebt kann es auch mehr werden.

Als Student braucht man definitiv keine 300€ für Essen jeden Monat, so ein Unsinn. Fünf Tage die Woche kann man in der Mensa für 2-5€ pro Mahlzeit essen. Kochen entfällt also schon mal, oder man kocht abends dann nochmal. Aber da kommt man im Leben nicht auf >300€ pro Monat, wenn man nicht tagtäglich Biosteak essen will. Woher nehmt ihr diese absurde Annahme?

Alle guten Lebensmittel kosten nicht viel. Kartoffeln, (Nudeln), Reis, Haferflocken, Quark/Skyr, Nüsse, Milch, Eier, Käse, Gemüse, etwas Obst und ab und zu Fleisch. Das ist ausgewogen und ich sehe hier keinen großen Kostenfaktor. So kann man sich sogar als Sportler gut ernähren und hat viel Eiweiß.

Aus eigener Erfahrung. Wenn man sich gesund und ausgewogen ernähren möchte benötigt man mehr als 3-5€ pro Tag. Eher im Bereich von 7-10€ ohne dabei besonders viel Fleisch zu essen. Nicht jedem Studenten steht eine Mensa zur Verfügung. Man sollte, sofern man denn studiert hat, sich auch einmal mit anderen Studenten unterhalten.

Zitat:

@S_C_R_A_M_B_L_E_R schrieb am 28. Dezember 2018 um 21:38:53 Uhr:


Aus eigener Erfahrung. Wenn man sich gesund und ausgewogen ernähren möchte benötigt man mehr als 3-5€ pro Tag. Eher im Bereich von 7-10€ ohne dabei besonders viel Fleisch zu essen. Nicht jedem Studenten steht eine Mensa zur Verfügung. Man sollte, sofern man denn studiert hat, sich auch einmal mit anderen Studenten unterhalten.

Ich sagte 2-5€ pro Mahlzeit in der Kantine, nicht 2-5€ pro Tag. Du musst schon genauer lesen. Von Einzelfallstudenten, die ohne Kantine auskommen müssen, war hier ebenfalls nicht die Rede. Du weichst demnach schon aus. Ich bleibe bei meiner Behauptung, dass man keine 300€ für Nahrungsmittel pro Monat benötigt - schon gar nicht als Student, wenn man auf seine Ausgaben achten möchte.

Zitat:

@asphyx89 schrieb am 28. Dezember 2018 um 21:41:38 Uhr:



Ich sagte 2-5€ pro Mahlzeit in der Kantine, nicht 2-5€ pro Tag. Du musst schon genauer lesen.

Zitat:

@asphyx89 schrieb am 28. Dezember 2018 um 20:49:59 Uhr:



Du musst es dir als Student ja gegönnt haben. Als Student kommt man mit 100-150€ pro Monat sehr gut zurecht würde ich behaupten, wenn man kein Veganer oder Bodybuilder ist.

Möchtest du diesen Widerspruch auflösen? Bei 30 Tagen pro Monat sprichst du sehr wohl von 3-5€ pro Tag.
Es ist letztendlich auch nicht von Belang für die hier diskutierte Frage.

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