Führerschein Klasse A für 200er Vespa Roller

Hallo zusammen,

ich würde gerne einen Motorrad Führerschein der Klasse A machen.
Eigentlich will ich kein Motorrad fahren, ich will mir nur einen Jugendtraum erfüllen
und mir irgendwann mal eine alte Vespa PX 200 kaufen um im Sommer damit kleine Fahrten zu machen.

Jetzt werde ihr bestimmt sagen, dann mach doch nicht direkt den großen Klasse A, aber ich habe mir die Preise mal angeschaut, selbst wenn ich nur einen 125er Schein machen würde um eine 125er Vespa zu fahren, bin ich auch fast 1000€ los und die Klasse A kostet gerade mal ca. 300€ mehr.

Im Moment kann ich es mir absolut nicht vorstellen außer einem Vespa Roller auch was anderes zu fahren, aber wenn meine Kinder mal "Erwachsen" sind, könnte ich es mir gut vorstellen eine "Blubbermaschine" (so nenne ich die Bikes, die nicht schnell sind, sondern einfach nur cool aussehen und krach machen) zu fahren. Darum halt jetzt direkt den großen Schein um in Zukunft dann nicht nochmal was neu machen zu müssen.

Ehrlich gesagt, habe ich etwas muffensausen vor dem Führerschein, da ich da ja auch Autobahnfahrten etc. mit etwas höherer Geschwindigkeit haben werde. Bin nicht so der Geschwindigkeitstyp und habe ehrlich gesagt da auch ein bisschen Angst vor.

Ach ja, zu meiner Person, ich bin fast 40 Jahre alt und habe seit meinen 18. einen Autoführerschein. Bin damals auch Mofa und auch 50er Roller gefahren.

Wollte einfach mal eure Meinung als Erfahrene Motorradfahrer dazu hören.

Danke und Gruß
Vespafan200

48 Antworten

Ich habe auf einer 200er Vespa 1973 Klasse 1 gemacht (vorher 5 Jahre Klasse 4).
War zwar keine PX, aber für mich steht seitdem fest: nie wieder Roller. Die
1 Fahrstunde hat dazu gereicht.

Ähhh aktuelle Gesetzeslage:

Wer im Besitz des A2 Führerscheins ist, muss zum erlangen der Klasse A lediglich erneut die Praktische Prüfung ablegen. Kein Unterricht und keine Fahrstunden nötig. Somit halten sich die "Mehrkosten" im Rahmen.

http://www.motorradonline.de/.../651214

Führerschein Klasse A2


A2 Ist der aktuelle Stufenführerschein

Ab 18 Jahren kann der Aufstieg in die Klasse A2 folgen. Mit ihr dürfen Motorräder ohne Hubraumbeschränkung mit einer maximalen Leistung von 35 kW/48 PS gefahren werden. Allerdings gilt für A2-Motorräder ein maximales Leistungsgewicht von 0,2 kW pro Kilo Fahrzeuggewicht, sprich ein 35-kW-Bike muss mindes­tens 175 Kilo wiegen (Leergewicht laut Fahrzeugpapieren). Wer den Führerschein A1 schon hat, muss für den Erwerb von A2 nur mehr eine von 60 auf 40 Minuten verkürzte praktische Fahrprüfung ablegen. Keine Theorie mehr. Auch sind für den Aufstieg keine verbindlichen Sonderfahrten oder Fahrstunden mehr vorgeschrieben. Dasselbe – also 40 Minuten Praxisprüfung, keine Theorie, keine Fahrstunden-Vorschrift – gilt für den weiteren Aufstieg von Klasse A2 in die offene Klasse A. Sie ist frühestens zwei Jahre nach Erwerb der Klasse A2 möglich, sprich ab 20 Jahren. Wer mit 18 einsteigen will, kann direkt die Klasse A2 erwerben, muss (ohne vorherigen A1) dafür eine theoretische Prüfung und 60 Minuten Praxis absolvieren (nach Ausbildung mit mindestens zwölf Fahrstunden aufgeteilt auf drei Sonderfahrten). Weiter in Klasse A geht dann es wie oben beschrieben.

Offene Führerscheinklasse A


Der direkte Einstieg (ohne vorherige Klasse A1 oder A2) in die offene Klasse A ist ab 24 Jahren möglich.

Für Spätberufene hat das aktuelle Führerscheinrecht folgendes Angebot parat: Wer seinen Autoführerschein (Klasse B, früher 3) vor dem 1.4.1980 erworben hat, kann durch Bestehen einer verkürzten praktischen Fahrprüfung (40 Minuten) den Motorradführerschein der Klasse A2 (35 kW/48 PS, max. 0,2 kW/kg Leergewicht, kein Hubraumlimit**) machen. Fahrstunden sind hierfür nicht verbindlich vorgeschrieben. Eine gewisse Zahl wird allerdings nötig sein, allein schon, um sich mit den Standard-Prüfsitua­tionen vertraut zu machen.

**In den EU-Ländern gilt ferner: Ungedrosselt darf ein mit Klasse A2 gefahrenes Motorrad nicht mehr als 70 kW/96 PS haben. Diese Regelung wurde von Deutschland als einzigem EU-Land nicht umgesetzt.

Das gerenne kann man sich aber sparen.

Hatten wir alles schon ausführlich erörtert. Müssen langsam alle wissen.

Darüber hinaus hast Du den Direkteinstieg in Klasse A mit 21 vergessen. Das ist der wirklich interessante Teil.

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Zitat:

@vespafan200 schrieb am 19. Juni 2015 um 10:58:29 Uhr:



@Papstpower: Ja, das mit den kleinen Reifen kenne ich. Aber irgendwie ist es halt ein Jugendtraum so eine schöne alte Vespa PX200 zu fahren. Das ist einer der Hauptgründe für den Schein. Und da ich ja auch nur ein "Schönwetter" Fahrer sein will und wahrscheinlich niemals die Vespa ausfahren kann (Stadtfahrt) sinkt das Risiko ja auch ein bisschen.

Nochmals vielen Dank für eure Infos, ich denke ihr habt damit meine erste Meinung bestätigt direkt den A zu machen.

LG

Ich sage dir wie es kommen wird. Du machst den offenen Schein, hast deinen Roller und min ein weiteres Motorrad zu stehn... So gehts den meisten hier. Ich habe meine VN900 Custom für den Spass und Freizeitgebrauch. Mit dem Honda PCX (Roller) fahre ich zur Arbeit. Der Hang geht nunmal klar zur 3. und 4. Maschine 😛

Wohin "der Hang geht" geht weiß ich zwar nicht, aber dass die "meisten hier" ein weiteres Motorrad, oder gar eine dritte oder gar vierte Maschine stehen haben, wage ich mal anzuzweifeln. Nicht anzweifeln tue ich indess belegte Fakten, nämlich in Deutschland 3,9 Mio Motorradbesitzer mit insgesamt 4,2 Mio Motorrädern. Motorrad pro Kopf kann man ausrechnen. Wiedemauchsei ...viele fahren einfach gerne Roller, und bleiben auch dabei, (weils irgendwie chillig ist, oder nur bequem?), und wollen echt nicht mehr. Ich zum Beispiel, aber vielleichtbin ich da zurückgeblieben ...

Ich hab auch nur ein Mopped.
Könnte mir aber auch drei vorstellen.

Aber das Ursprungsthema war ja der Moppedschein. Und da kanns eigentlich nur A geben.

@vespafan200:
Ich hatte eine zeitlang auch nur eine 200 Vespa. Mangels geeigneter Strecken bin ich damit fast nur in der Stadt herumgefahren und alles war soweit ok. Fahren über gerade flache Landstrassen bringt es eh nicht und ein Motorrad war uninteressant.

Dann kam mein Umzug in die Schweiz und ich bin aus Neugier hier mal etwas herumgefahren. Nach zwei Ausfahrten mit dem Roller war klar, dass ein richtiges Motorrad hermusste!

Lange Rede, kurzer Sinn:
Wenn Du auch geeignete Landstrassen in Deiner Umgebung hast, dann überlege Dir, ob nicht doch ein Motorrad besser wäre. Es macht dort viel mehr Spass und so viel praktischer ist ein Roller auch nicht in der Stadt. Ist es eher langweilig (Umgebung Köln, Düsseldorf zum Beispiel), dann ist ein Roller ok.

Ist natürlich alles stark subjektiv. Es gibt auch Leute, die fahren gerne in Köln und Umgebung mit dem Mopped herum.

Nun ja, wenn man unbedingt eine PX200 mit Viergang-Handschaltung und 10"-Bereifung fahren möchte, dann wird man wissen, worauf man sich einlässt.

Die Gefahr ist nur, wenn man das vorher nicht weiß, man hinterher feststellt, wieviel besser das Fahrschulmotorrad fuhr. 😉

Auf jeden Fall den großen Schein machen. Das Leben ist noch lang...

Das Fahrschulmotorrad wird er kennenlernen. Und beim Roller wird er hoffentlich vor dem Kauf eine ausgiebige Probefahrt machen.
Eventuell hat sich danach der Traum mit dem Roller ausgeträumt 😉

Aber die Realität kann ab und zu sogar was Besseres als Erträumtes bieten.

Zitat:

@Martin Gunslinger schrieb am 19. Juni 2015 um 22:28:13 Uhr:


Wohin "der Hang geht" geht weiß ich zwar nicht, aber dass die "meisten hier" ein weiteres Motorrad, oder gar eine dritte oder gar vierte Maschine stehen haben, wage ich mal anzuzweifeln.

Zweifel ruhig, aber es stimmt, (hab auch 3 Möpies)

die legt man sich ja nicht auf einmal sofort zu,

wer sein Herz fürs Mopedfahren entdeckt hat will auch fahren und je mehr es Spaß macht des do mehr bemerkt man über die Jahre:

Die perfekte AlleskannMaschine gibts nicht,

mein klassischer Wiedereinstieg mit der (vermutlich Deiner) "Blubbermaschine" meiner geliebten XV brachte die Lust zum vorschein aber meiner "Chefin" wars zu unbequem Ergo kam eine K100RS dazu die wurde zu einer LT, Reisesofa und reichlich genutzt auch mit "Chefin" und Gepäck auf Urlaubsstrecken.

dann kam ein Handliches Stadt-Kurzstrecken Rollerlie (500er) dazu.

Mein Tip ist klar,
mach den A direkt dann hast Du alle Möglichkeiten offen und vergiss die Angst vor "zuviel" Pferdchen,
die meisten großen Fahrschulmopeds liegen in der 80 PS Klasse und Nein niemand zwingt Dich zum Vollgas.
Wenn Du wenig erfahrung hast beginnen Deine ersten Stunden sowieso auf den kleineren Mopeds und steigern sich dann.

grüßchen und viel Spaß Frank

Es könnte gut sein, dass am Ende des Jahres bei mir vier Mop(p)peds in der Garage stehen. (Ein Cruiser, eine Reiseenduro, eine Enduro und ein MoPed.) Mal sehen wie sich das entwickelt.

Es gab aber auch Zeiten, da war ich kurz davor, selbst den Roller noch zu verkaufen, weil der es auch nicht gebracht hat. Es kommt immer auf die Umstände und die Möglichkeiten an.

@vespafan200

Wir wissen nicht, wie alt du bist und welche Führerscheine du wann schon gemacht hast, aber wenn du statt des 125er Scheins den A2 oder gleich den "großen" A machst, dann bist du einfach auf der sicheren Seite. Es hat auch noch ein paar andere Vorteile, ein "großes" Motorrad fahren zu dürfen. So ist die Nachfrage nach Rollern mit 125 Kubik größer als nach solchen mit etwas über 125 Kubik, weil einfach viel weniger Leute den passenden Führerschein haben. Dazu kommt, dass Zweiräder, die man erst ab 18 fahren darf, in der Versicherung deutlich billiger sind als solche, die schon ab 16 zu fahren sind. Dass der kleine A1 recht teuer ist, hast du ja bereits festgestellt, und die Mehrkosten für einen "großen" Führerschein hast du durchaus bald drin, wenn du beim Rollerkauf und der Versicherung sparen kannst.

Eigentlich dürfte dir der A2 bis 48 PS dicke langen, zumal es nur wenige Roller gibt, die mehr als 48 PS haben. Andererseits dürfte der Preisunterschied zwischen einem A- und einem A2-Schein nicht besonders groß sein. Und es ist ja nicht auszuschließen, dass du (auch auf einem Roller) mal auf den Geschmack kommst und in ein paar Jahren statt eines P200 einen Vespa GS350 oder gar einen BMW C650 haben willst - und der geht schon ganz anders zur Sache.

Meine NC kommt dem Alleskönner-Modell wohl noch am nächsten.
Allerdings ist sie in der Stadt unhandlicher als ein Roller, DCT ist etwas unkomfortabler als Variomatik, und für außerorts ist sie leistungsschwächer als ein herkömmliches Modell, dazu kommt die billige Federung.
Also musste jetzt doch eine zweite dazu..

Ich denke mal auch, dass zur Vespa noch was dazukommen wird. Es gibt auch so viele tolle Standardmodelle (CBF600 ABS o.ä.) am Markt zu so guten Preisen, dass es kaum einen Grund gibt, sich sowas nicht dazuzustellen, finde ich.

Zitat:

@sampleman schrieb am 22. Juni 2015 um 17:42:07 Uhr:


@vespafan200

Wir wissen nicht, wie alt du bist und welche Führerscheine du wann schon gemacht hast, ........

Zitat von der TE.

"Ach ja, zu meiner Person, ich bin fast 40 Jahre alt und habe seit meinen 18. einen Autoführerschein. Bin damals auch Mofa und auch 50er Roller gefahren."

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