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Führerschein Kl.3 (rosa) erweitern auf uneingeschranktes CE

Themenstarteram 20. Januar 2018 um 11:36

Hallo,

ich möchte die FS Klasse CE für schwere Gespanne erwerben.

Habe den alten FS Klasse 3 (seit 1994). Dieser würde ja die neuen Klassen C1, C1E und per Antrag auch CE(79) abdecken.

Für die Erweiterung auf uneingeschränktes CE brauche ich entsprechende Theorieblöcke und eine Theorieprüfung, Schulungsfahrten und Pflichtfahrten, soweit ist es mir schon klar. Was mir nicht klar ist, ob ich auch eine Fahrprüfung ablegen müsste. Ist die Fahrprüfung durch die quasi für C1E erfolgte Fahrprüfung (die ja für Kl.3 nur mit dem PKW stattfand) dafür gültig oder muss ich einem Prüfer meine Lenkkünste auf schwerem Fahrzeug beweisen.

Gruß

Daniel

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11 Antworten

Hallo,

Du musst definitiv Fahrstunden und Prüfung machen

Zitat:

@bergziegenhirte schrieb am 20. Januar 2018 um 11:36:08 Uhr:

...

Was mir nicht klar ist, ob ich auch eine Fahrprüfung ablegen müsste.

...

....selten so gelacht. Da führen se extra neue Führerscheinklassen ein um eine klare Linie zwischen PKW und LKW ("Ausmaße & Durckluftbremse") zu ziehen... und dann willst du mit deinem PKW Lappen bis 7,5to. prüfungsfrei schwere LKWs fahren.

Ich hab 1998 den "Rosa-Schein" Klasse 3 gemacht, 2007 den CE und 2009 den A(direkt)... für den CE brauchste das volle Programm... Übungsstunden, Pflichtstunden, Theorie, Theorieprüfung und sogar 2 praktische Fahrprüfungen (1 x C und 1 x CE). 2007 hat mich das in der Fahrschule ca. 2.300,- EUR und insgesamt ca. 510,- EUR an Prüfungsgebühren (10,- EUR für die Theoretische und 2 x 250,- EUR für die Praktischen) gekostet.

Willst du jetzt auch noch gewerblich fahren... also alles was nicht durch die Ausnahmen in §1 Absatz 2 des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes gedeckt ist brauchste heutzutage auch noch die Grundqualifikation und alle 5 Jahre zur Verlängerung die 5 Module für die Schlüsselzahl "95".

Zitat:

@gast356 schrieb am 20. Januar 2018 um 13:26:04 Uhr:

Zitat:

@bergziegenhirte schrieb am 20. Januar 2018 um 11:36:08 Uhr:

...

Was mir nicht klar ist, ob ich auch eine Fahrprüfung ablegen müsste.

...

....selten so gelacht. Da führen se extra neue Führerscheinklassen ein um eine klare Linie zwischen PKW und LKW ("Ausmaße & Durckluftbremse") zu ziehen... und dann willst du mit deinem PKW Lappen bis 7,5to. prüfungsfrei schwere LKWs fahren...

Ich musste zwar auch etwas den Kopf schütteln über diese Anfrage, aber lachen braucht man deshalb nicht; denn nach deiner Argumentation (u.a. Druckluftbremse) hätte ich mit meinem "alten Dreier" (Pkw-FS) einen Lkw mit 7,49t zGG + druckluftgebremsten Anhänger (bis zum 1,5-fachen zGG des Zugfahrzeugs) nicht fahren dürfen (ergibt rechnerisch ein Gesamtgewicht von über 18,7t), weil lt. deiner Aussage "Ausmaße & Druckluftbremse" eines Lkw im grassen Unterschied zum Pkw stehen. :rolleyes:

Mit diesem "alten Dreier" Pkw-FS wurden besonders in den 90er Jahren die leichten Jumbozüge (bis 18,75m Länge) bzw. Speditionsammelguttransporte (Fahrzeugkombinationen bis 18,5t) gefahren - also durchaus "ansehnliche" Lkw-Kombinationen.

...ja, das war so.

Aber -ich glaube da stehe ich jetzt mit meiner Einschätzung nicht alleine da- man kann froh sein, dass ein sehr großer Teil mit der alten Klasse 3 seiner gesunden Selbsteinschätzung gefolgt ist und die Finger von allem gelassen hat, was größer als ein PKW ist.

Schon klar.

Aber wenn man langsam auf immer grössere Gespanne umgestiegen ist, dann ging das schon. Wenn man nicht ganz unvernünftig war, dann gewöhnte man sich schnell an die grösseren Abmessungen und einem veränderten Fahrverhalten.

Und wenn man dann auf druckluftgebremste Kombinationen umgestiegen ist, dann wurde man damals meistens auch ein paar Tage lang eingewiesen (soviel Zeit hatte man sich damals noch genehmigt:rolleyes:), damit man nicht gleich Schrott gebaut hat und man unterwegs bei kleineren Problemen sich selbst zu helfen gewusst hat.

Aber genug OT jetzt ...:rolleyes: ... ansonsten ist ja zur Anfrage alles gesagt, denke ich.

Zitat:

@motorina schrieb am 20. Januar 2018 um 20:32:21 Uhr:

Schon klar.

Aber wenn man langsam auf immer grössere Gespanne umgestiegen ist, dann ging das schon. Wenn man nicht ganz unvernünftig war, dann gewöhnte man sich schnell an die grösseren Abmessungen und einem veränderten Fahrverhalten.

Und wenn man dann auf druckluftgebremste Kombinationen umgestiegen ist, dann wurde man damals meistens auch ein paar Tage lang eingewiesen (soviel Zeit hatte man sich damals noch genehmigt:rolleyes:), damit man nicht gleich Schrott gebaut hat und man unterwegs bei kleineren Problemen sich selbst zu helfen gewusst hat.

Aber genug OT jetzt ...:rolleyes: ... ansonsten ist ja zur Anfrage alles gesagt, denke ich.

...aber es war halt auch möglich, dass man einfach so zu Sixt, Buchbinder,... und wie sie alle heißen marschiert ist und sich den Schlüssel für nen 7,5to-LKW mit den Ausmaßen eines ausgewachsenen LKWs... 2,50 / 2,55 (mit Spiegel knapp 3,0m) breit, 8, 10, ...m -was weiß ich wie- lang und mit 4,0m Höhe geben hat lassen.

Einweisung gleich null... ich weiß noch mein erster LKW, den ich damals gefahren hab war ein Vorführ Atego mit Planenaufbau vom örtlichen Mercedes-Händler, den wir für nen kleinen Umzug ausgeliehen hatten. Einweisung... hier Lenkrad, hier Schalthebel Gänge stehen ja drauf, die Ladebordwand mußte mit dem Schalter hier im Armaturenbrett einschalten und mit den beiden Köpfen da hinten aufmachen... das wars, ab in die freie Wildbahn.

Mein Onkel, der Jahre vorher schon mal nen LKW etwas professioneller gefahren hat, hat mir noch den Tipp gegeben bei Einmündungen immer möglichst im 90° Winkel stehen zu bleiben um als Fahrer den Querverkehr sehen zu können.

Eine vernünftige Fahrausbildung für den dann schon C1 gabs dann ein paar Jahre später bei der Bundeswehr... wobei diese 3 wöchige Ausbildung in einem Fahrausbildungszentrum der BW (in Vollzeit) echt super war - das war später für den CE eine richtige echte Hilfe.

Da wurde mehr Wissen vermittelt, als die meisten zivilen Fahrlehrer überhaupt haben... wie ich schon mehrfach feststellen mußte.

 

Zitat:

...muss ich einem Prüfer meine Lenkkünste auf schwerem Fahrzeug beweisen.

...

...so wie sich das für mich liest, hast du eine vollkommen falsche Vorstellung, was es heißt mit einem ausgewachsenen LKW -2,55 (+Spiegel) x 16,50 bzw. 18,75m x 4,0m und mit Gewichten über 15 Tonnen (leer) bis zu 40 evtl. sogar über 40 Tonnen- zu fahren.

Solltest du das wirklich in Angriff nehmen, dann wirst du dich noch wundern...

Themenstarteram 20. Januar 2018 um 22:49

Zitat:

@gast356 schrieb am 20. Januar 2018 um 20:52:46 Uhr:

Zitat:

...muss ich einem Prüfer meine Lenkkünste auf schwerem Fahrzeug beweisen.

...

...so wie sich das für mich liest, hast du eine vollkommen falsche Vorstellung, was es heißt mit einem ausgewachsenen LKW -2,55 (+Spiegel) x 16,50 bzw. 18,75m x 4,0m und mit Gewichten über 15 Tonnen (leer) bis zu 40 evtl. sogar über 40 Tonnen- zu fahren.

Solltest du das wirklich in Angriff nehmen, dann wirst du dich noch wundern...

Nö, ich wollte lediglich wissen, ob Fahrprüfungen anstehen. Ihr habt ja aureichend niedergeschrieben, dass man sich nur wundern kann, was man mit einem 3er-Schein schon alles bewegen durfte. Meine erste Fahrt mit einem beladenen 7,5to Kipper (Iveco Zeta) mit gefülltem Asphaltkocher-Hänger hinten dran habe ich auf dem Beifahrersitz genossen, dann vorsichtig auf einem Lagerplatz erste Fahrübungen damit gamcht und dann in Begleitung des erfahrenen Fahrers die Straße angepeilt. Und ja, Bremsen fühlt sich dann ganz anders an als im Polo.

Dementsprechend hatte ich auch nicht vor hopps mit einem Vierzigtonner loszuschüsseln. Es gibg nur um die Frage, ob dieser Fahrschulprozess mit einer Fahrprüfung abschließt. Wie gesagt, wundern kann man sich auch in Deutschland über vielen.

Danke allen, die hier sachlich geantwortet haben :-)

Themenstarteram 20. Januar 2018 um 23:53

Zitat:

Willst du jetzt auch noch gewerblich fahren... also alles was nicht durch die Ausnahmen in §1 Absatz 2 des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes gedeckt ist brauchste heutzutage auch noch die Grundqualifikation und alle 5 Jahre zur Verlängerung die 5 Module für die Schlüsselzahl "95".

Die Grundqualifikation ist mit der Klasse 3 bereits abgedeckt. Nur die Weiterbildungen sind erforderlich.

https://www.eu-bkf.de/de/home/fahrer/besitzstand.htm

Zitat:

@gast356 schrieb am 20. Januar 2018 um 13:26:04 Uhr:

Willst du jetzt auch noch gewerblich fahren... also alles was nicht durch die Ausnahmen in §1 Absatz 2 des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes gedeckt ist brauchste heutzutage auch noch die Grundqualifikation und alle 5 Jahre zur Verlängerung die 5 Module für die Schlüsselzahl "95".

Grundquali hat er schon -> Besitzstand, da FS Kl. 3 vor 1999 erworben!

edit: ups sorry, hatte irgendwie nicht bis zum Ende gescrollt. Genau - brauchst nur die Weiterbildung - ist schonmal die halbe Miete sag' ich dir!

Bei der Klasse 3-Prüfung hast du nur einen PKW gefahren und auch auf einem PKW die Prüfung gemacht. Ich versehe nicht, warum das ausreichen sollte, selbst wenn du Fahrpraxis auf kleinen LkW hast.

Bei CE musst du einen Glieder- oder Sattelzug mit 2,55 Breite und bis zu 18,75 m Länge nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts fahren könnnen.

Das sind ganz andere Dimensionen. Da nicht sicher wäre, ob solche "Lenkkünste" ausreichen, wie du sie mit einem Asphaltkocher vor etlichen Jahren erworben hast, haben die Behörden eine Faherlaubnispfüng in der Fahrzeugklasse CE in jedem Fall vorgeschreben.

Du musst nicht nur eine einfache Fahrprüfung machen, du musst insgesamt 4 Teilprüfungen machen (C-Solo, Abfahrtkontrolle, CE-Prüfung und CE-mit Anhänger rangieren).

Und um das tun zu dürfen, musst du eine ärztliche- und augenärztliche Eigungsprüfung vorlegen.

16 Pflichtfahrstunden

10 Doppelstunden Theorie Pflicht Für Klasse C

4 Doppelstunden Theorie Pflicht Für Klasse CE

60 Minuten Prüfungsfahrt für Klasse C

60 Minuten Prüfungsfahrt für Klasse CE

Dann noch die 5 x 7 Stunden Fortbildung nach Berufskraftfahrer Qualifikationsgesetz

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