Fragen zum Umgang mit Akku

VW ID.4

Hallo,

zwei Fragen, um den Akku zu schonen.

- Laut Internet soll man den Akku möglichst zwischen 20-80% Ladung halten. Wenn man aber 70% der Kapazität braucht, was ist für den Akku besser? Auf 90% laden und bis 20% runterfahren, oder bis 80% Laden und auf 10% runterfahren? Die Strecke ist immer die gleiche, also keine "Reichweitenangst".

- Welche Ladungsleistung ist für den Akku zu Hause am schonensten? Also mit einer 11kw Wallbox, wo man die Ladeleistung einstellen kann? Da Zeit nahezu niemals eine Rolle spielt, ist es da schonender mit 3,7kw zu laden? Oder 7,2kw? Oder doch 11kw?

Danke

76 Antworten

Zitat:

@ID.37 schrieb am 9. April 2024 um 23:16:43 Uhr:



Zitat:

😁
@xavair1 schrieb am 9. April 2024 um 19:54:29 Uhr:

Naja, bei 28,5kwp kann ich im Winter, wenn Schnee auf der Anlage liegt, nicht laden. Aber sonst müsste sich das meist ausgehen. Ich denke, dass ich 90% aus der PV laden kann.

Dann wird dein Akku im Winter wohl kaputt gehen 😁 🙂🙄

Ich meinte nicht mit PV Strom laden.

Zitat:

@MacV8 schrieb am 10. April 2024 um 07:41:01 Uhr:


Wie lange hast Du die PV-Anlage? Ich habe 9,6 kWp und an normalen, bewölkten Tagen im Moment produziere ich 10-15 kWh. Das wären bei Dir also 30-45 kWh, was lange nicht reicht, um den Akku jeden Tag vollzuladen, zumal die Hauslast ja auch noch abgezogen werden muss.
Das Problem scheint also schon einmal kleiner zu sein, als Du annimmst.
Ich würde erstmal sehen, dass ich an guten Tagen so viel Ertrag wie möglich mitnehme, also bis 90 % lade und an den schlechten Tagen wirst Du froh sein, wenn Du überhaupt 80-90 % schaffst und muss sowieso zukaufen.

Ich fahr ja nur 1-2 mal pro Woche in die Arbeit.

Dann würde ich das Auto immer auf 80 % laden und an den Tagen, vor dem nächsten Tag auf der Arbeit, ggf. auf 90%. Damit machst Du auf jeden Fall nichts falsch.

Oder vielleicht auf 85 % laden und mit 15 % Zuhause ankommen.

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Bei der Standzeit gilt immer die Regel "je weniger Ladezustand desto besser".
Oberhalb 80% ist die Alterung sehr hoch.
Hier
ist ein schöner Vortrag dazu. Auf Seite 22 sieht man den Einfluss des Ladezustands.
Am besten wäre es bei unter 50% zu stehen.
Man sieht dass auch 80% schon deutlich schlechter sind und 100% sind ganz schlimm.
Deshalb werden auch 90% nicht gut sein.

Neben dem Ladezustand spielt aber auch die Temperatur eine entscheidende Rolle.

Wenn man eine Photovoltaik Anlage hat dann sollte man immer "so viel wie nötig" laden, dass man nicht den Strom aus dem Netz nehmen muss. Für alle anderen lohnt es sich erst mal gar nicht zu laden sondern den Abfahrtstimer zu verwenden.

Ich finde Deine Aussage in den Unterlagen nicht wieder.

Erstens sind dort teilweise Temperaturen von 40-60°C angezogen, die für diesen Fall nicht relevant sind und insbesondere zweitens geht es hier nicht darum, das Auto mehrere 100 Tage zu laden. Im Gegenteil ist in der Grafik erkennbar, dass eine kurzzeitige Lagerung eher unkritisch ist und sich der SOC erst bei längerer Lagerung negativ auswirkt.
Genauso findet man das auch in anderen Studien und der Bedienungsanleitung, dass man das Auto ggf. auch bis zum max. SOC aufladen darf, es aber eben damit nur sehr kurz lagern sollte. Einige wenige Stunden fallen dabei durchaus unter sehr kurz, insbesondere wenn mit overprovisioning nur ein SOC von ca. 80-85 % erreicht wird.

Ich bleibe bei meiner Aussage - don‘t panic. Das BMS fängt das meiste ab und solange man das Auto nicht tagelang mit hohem SOC stehen lässt ist das halb so wild.
Und das ist alles noch deutlich unkritischer, als ständiges Schnellladen. Denn mit so einer milden PV-Ladung tut man dem Akku auf jeden Fall etwas gutes.

Vielleicht mal ein Wert aus dem Tagesgeschäft: Ich fahre seit drei Jahren als Leasingauto einen Audi e-tron. PV auf dem Dach habe ich nicht, dafür eine extrem günstige Ladekarte meines örtlichen Versorgers. Die kW Kosten sind sogar gut 30% günstiger, als an der heimischen Wallbox.

Deshalb lade ich so viel wie möglich extern. Mittlerweile habe ich sogar einen HPC Lader 400 m entfernt. Sorry, Leasingauto, der Akku wird öfter als nötig bis 100% geladen, sogar sehr oft an HPC. Erst gestern wieder auf dem Baumarktparkplatz, mit 40% Restakku angekommen, in 33 Minuten war er wieder bei 100%.

Die Reichweitenanzeige pendelt voll geladen immer um die 400 km. Das war vor drei Jahren so, das ist heute so. Nach 55 TKM immer noch, 394 km gestern. Vor wenigen Wochen waren es 406 km.

Schön für Leasing. Wenn man vor hat, das Auto 10-15 Jahre zu fahren, bekommt das alles eine andere Relevanz. Und es geht nicht um Ausnahmen (wenn ich 100% brauche, dann lad ich 100%) , sondern grundsàtzliche Fragen, wo ich es so und so machen könnte, ohne mehr Aufwand. Also eine reine Anwendungsfrage.

Du hast schon ein wenig recht, sich mal kurz Gedanken zu machen. Aber nicht zu viel 😉

Wie jetzt schon mehrfach genannt, ist es wahrscheinlich egal, wie man das genau handhabt, ob nun bis 90% hoch oder bis 10% runter. Immer nur zwischen 20-80% geht nicht, da muss du halt die Kröte schlucken. Früher war es wohl auch egal, ob man nun bei 80 oder 90 Grad Öltemperatur den Motor belastet hat. Meinem Vater war das eh immer egal, der ist mit Vollgas aus der Garage 😁

Volvo scheint das heute auch egal, die haben weder eine Öl- noch Wassertemperaturanzeige.

Schöner und passender Vergleich, mit der Öltemperatur ;-) .

Zitat:

@MacV8 schrieb am 11. April 2024 um 07:22:00 Uhr:


Ich finde Deine Aussage in den Unterlagen nicht wieder.

Erstens sind dort teilweise Temperaturen von 40-60°C angezogen, die für diesen Fall nicht relevant sind und insbesondere zweitens geht es hier nicht darum, das Auto mehrere 100 Tage zu laden. Im Gegenteil ist in der Grafik erkennbar, dass eine kurzzeitige Lagerung eher unkritisch ist und sich der SOC erst bei längerer Lagerung negativ auswirkt.
Genauso findet man das auch in anderen Studien und der Bedienungsanleitung, dass man das Auto ggf. auch bis zum max. SOC aufladen darf, es aber eben damit nur sehr kurz lagern sollte. Einige wenige Stunden fallen dabei durchaus unter sehr kurz, insbesondere wenn mit overprovisioning nur ein SOC von ca. 80-85 % erreicht wird.

Ich bleibe bei meiner Aussage - don‘t panic. Das BMS fängt das meiste ab und solange man das Auto nicht tagelang mit hohem SOC stehen lässt ist das halb so wild.
Und das ist alles noch deutlich unkritischer, als ständiges Schnellladen. Denn mit so einer milden PV-Ladung tut man dem Akku auf jeden Fall etwas gutes.

ich habe doch gar nicht geschrieben, dass man nicht auf 100% laden sollte sondern dass man es nicht bei 100% stehen lassen sollte. Wenn Du die Batterie jeden Tag mit der "milden PV Anlage" mittags auf 100% lädst und dann über Stunden stehen lässt ist das garantiert nicht gut. Das BMS fängt da auch nichts ab. Wenn Du es auf 100% lädst und stehen lässt dann bleibt es bei 100% und schadet. Man kann die Zeiten addieren. Also 2 Jahre einen halben Tag bei 100% stehen lassen wirken genauso wie 1 Jahr durchgängig. Die Standzeiten bei anderen SOCs und andere Alterungseffekte müssen noch addiert werden.

Die Kurven auf Seite 22 sind bei 35°C. Wenn Du genau hinschaust siehst Du eine Halbierung der Alterung von 100% auf 80% und eine weitere deutliche Verbesserung unter 50%.

Zitat:

@krani42 schrieb am 10. April 2024 um 23:09:41 Uhr:


Bei der Standzeit gilt immer die Regel "je weniger Ladezustand desto besser".
Oberhalb 80% ist die Alterung sehr hoch.
Hier
ist ein schöner Vortrag dazu. Auf Seite 22 sieht man den Einfluss des Ladezustands.
Am besten wäre es bei unter 50% zu stehen.
Man sieht dass auch 80% schon deutlich schlechter sind und 100% sind ganz schlimm.
Deshalb werden auch 90% nicht gut sein.

Neben dem Ladezustand spielt aber auch die Temperatur eine entscheidende Rolle.

Zu der verlinkten Abhandlung von 2019 kann ich nur sagen: "Grau ist alle Theorie"
Die BEV-Hersteller wissen das mit Sicherheit, sonst würden sie keine entsprechenden Garantien geben.

Ich gehe übrigens davon aus, dass "Lagerung" aus deinem Pamphlet und 12Std Standzeit eines vollgeladenen Akku eines BEV nicht gleichzusetzen ist.
Zumal im regulären Betrieb ganz andere Lastzustände (keine gleichmäßige Entladung / Rekuperation), Temperaturen usw. auftreten, die den Akku eines BEV ganz anders fordern.
Dazu kommt dann noch, dass gleiche Zellen des gleichen Herstellers unterschiedliche Lebensdauer haben.
Bei der Menge an Zellen in einem BEV-Akku gar nicht vorhersehbar.

Übrigens wurde mir vor über 2 Jahren, nach einer Probefahrt in einem BEV, von einem Verkäufer wortwörtlich gesagt: ZITAT " Warum machen sie sich Gedanken über die Ladungen des Akku, nach Ablauf des Leasings geben sie das Fahrzeug zurück. So lange wird er schon halten, bzw. haben sie ja auch Garantie!" ZITAT Ende

Der Gedanke des TO, ein BEV mit der Erwartung ihn 10 Jahre oder länger zu fahren ist zu dem heutigen Stand der Technik wohl leider völlig illusorisch, LEIDER!

MfG
PS. Wenn ich unseren ID bei Temperaturen um 0-10 Grad nicht zu 100% auflade, kann ich gleich den Verbrenner nehmen, damit ich auch ankomme, ohne Ladepause.

Warum ist es illusorisch ein BEV zehn Jahre zu fahren? Es gibt doch genug BEV die zehn Jahre oder älter sind, die auch ohne große Einschränkungen mit dem ersten Akku fahren.

Das ist alles so viel Blabla und Angstmache als ob vor nem Jahr erst die Batterie erfunden worden wäre.

Zitat:

@Ben_F schrieb am 16. April 2024 um 12:52:55 Uhr:


Warum ist es illusorisch ein BEV zehn Jahre zu fahren? Es gibt doch genug BEV die zehn Jahre oder älter sind, die auch ohne große Einschränkungen mit dem ersten Akku fahren.

Das ist alles so viel Blabla und Angstmache als ob vor nem Jahr erst die Batterie erfunden worden wäre.

Die "Angstmache" stammt bestimmt nicht von mir.😕
Mir ist es, wie geschrieben doch völlig egal, mit welchem Batteriezustand ich das Auto nach Leasingende abgebe (siehe hierzu auch mein Zitat eines Verkäufers). Diesen "Winter" habe ich wegen der Mobilität den Akku des ID eigentlich ständig bis 100% laden müssen! So What.

Welche Einschränkungen die älteren BEV betreffen kann ich nicht sagen, darüber wird wohl zu wenig kommuniziert.
Mein Argument gegen einen derzeitigen Kauf eines BEV und 10 Jahre oder länger fahren ist die technische Weiterentwicklung - und das nicht nur im Batteriemanagement, sondern Software, Hardware und Infrastruktur allgemein. Bestes Negativbeispiel ist derzeit VW mit den groß angekündigten Software Updates OTA. Meiner musste bisher jedes Mal zu den eigentlichen Updates für 2-3 Tage in die Werkstatt und der aktuelle Stand ist immer noch nicht realisiert. (Wird wohl aus technischer Sicht (Komponenten) auch nicht erreicht werden).

MfG
PS. Vielleicht auch deshalb, weil ich noch nie ein Auto so lange gefahren / besessen habe und ein Oldtimer im Stall ist eine ganz andere Hausnummer.

Der Fortschritt hört nie auf. Egal ob Elektro oder Verbrenner. Aber wenn die Kiste läuft und man zufrieden ist, mit dem was die kann, dann kann man die doch durchaus 10-15 Jahre fahren?

Ich würde meinen Golf erst gegen einen neuen Verbrenner tauschen, wenn er GAME OVER ist.
Ein neues (Verbrenner-) Auto könnte im Moment nichts besser (zumindest worauf ich Wert lege), als mein Golf. Er ist sparsam, relativ leise, Ausstattung super etc.

Beim Elektro Auto sehe ich das analog. Wenns nach 10 Jahren gut läuft, gutes Licht hat, inne leise ist, Sitzheizung hat, etc ; warum nicht einfach weiter fahren?

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