Frage zur (Nicht-)Benutzung von TFL

Hallo Zusammen,

immer wieder fallen mir im Straßenverkehr 2 Arten von Verkehrsteilnehmern auf.

Gattung 1: Fahrzeug verfügt über werkseitiges TFL, dies wurde aber durch den Fahrer offensichtlich im Menü deaktiviert.
Welche rational erklärbaren Gründe gibt es, dass man das TFL absichtlich wieder ausmacht?

Gattung 2: Fahrzeug verfügt ebenfalls über werkseitiges TFL, dieses ist deaktiviert oder abgeschaltet und dafür wurden in die Stoßstange billige ATU-Nachrüst-TFL "fachmännisch" eingebaut.
An der Stelle schüttel ich immer nur sehr verwundert den Kopf.

Übersehe ich irgendwelche logischen Gründe? 😕

Gruß Martin

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Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 10:13:29 Uhr:


Ergo sehe ich nicht ein, Benzin oder Wartungskosten darauf zu verschwenden.

Das ist nicht dein ernst, oder? 😰

Den Mehrverbrauch an Sprit darfst du mir gern mal vorrechnen, den das TFL verursacht.

Übrigens: auch deine Bremsen, Reifen, Klima, ... verursachen Wartungskosten. Also bitte ebenfalls nicht benutzen. 🙄

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Zitat:

@Sir Donald schrieb am 17. Juni 2015 um 15:51:19 Uhr:



Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 10:13:29 Uhr:


Mein neues Auto hat auch erzwungenermaßen TFL und ich werd alles versuchen, dass ich das irgendwie ausbekomme.
Die Frage ist ob dann die BE nicht erlischt. Wenn das TFL Teil der Betriebserlaubnis ist ist es Essig mit Stilllegen.

Mall Ehrlich, keine anderen Probleme als das TFL?

Die Ausstattung mit Tagfahrlicht ist seit 2011 für alle neuen Fahrzeugmodelle in der EU vorgeschrieben, die Benutzung aber nicht in jedem Land.

Wenn ich wollte, könnte ich es einfach im Fahrzeug-Menu abschalten. Aber warum sollte ich wollen?

Du sagst es doch selbst, es ist nicht vorgeschrieben. Wäre es vorgeschrieben, würden wir hier nicht diskutieren. Und meine Abschaltversuche werden sich natürlich auf offizielle Wege beschränken, wie du schon sagst, z.B. über das Menü.

Ich halte es einfach für absoluten Schwachsinn, bei guter Sicht braucht man kein zusätzliches Licht um gesehen zu werden, bei schlechter Sicht ist ohnehin das Abblendlicht zu benutzen. Ich bin noch nie in Gelegenheit gekommen, ein Auto zu übersehen, weil es am helllichten Tag nicht mit Licht herumgefahren ist...

Ich denke, wenn es einen Sicherheitsgewinn gibt, dann maximal dadurch, dass die Helden, die ihr Licht zu spät einschalten, bei Dämmerung mit TFL besser zu sehen sind. Ansonsten seh ich eher Gefahr, dass andere VT schlechter gesehen werden, weil sie nicht wie ein Christbaum beleuchtet sind...

Kaufen sich die TFL -Befürworter auch alle nur Autos in grellen, gut sichtbaren Farben oder ist dann der angebliche Sicherheitsgewinn wieder weniger wichtig wie die Optik?

Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 16:39:28 Uhr:


Ich halte es einfach für absoluten Schwachsinn, bei guter Sicht braucht man kein zusätzliches Licht um gesehen zu werden, bei schlechter Sicht ist ohnehin das Abblendlicht zu benutzen. Ich bin noch nie in Gelegenheit gekommen, ein Auto zu übersehen, weil es am helllichten Tag nicht mit Licht herumgefahren ist...

Mir scheint, du fährst recht wenig oder nur in Großstädten.

Ich erlebe auf nahezu jeder größeren Tour eine Situation, wo ich mir denke "gut, dass derjenige TFL an hat".

(nicht falsch verstehen, dass sind nicht immer irgendwelche brenzligen Situationen, sondern einfach nur wo man merkt, dass man den anderen jetzt doch recht deutlich schon wahrgenommen hat).

Kommt mir persönlich immer wieder in Waldstücken vor.

Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 16:39:28 Uhr:


Ich halte es einfach für absoluten Schwachsinn, bei guter Sicht braucht man kein zusätzliches Licht um gesehen zu werden, bei schlechter Sicht ist ohnehin das Abblendlicht zu benutzen. Ich bin noch nie in Gelegenheit gekommen, ein Auto zu übersehen, weil es am helllichten Tag nicht mit Licht herumgefahren ist...

Mir fallen da einige Situationen ein, in denen Fahrzeuge mit TFL wesentlich besser gesehen werden. Stichwort: Helligkeitsunterschiede (Waldränder, Alleen etc.), Gegenverkehr bei Gegenlicht usw. Da gibt's nix zu beschönigen. Ja, ich weiß: Geh mal zum Augenarzt, kauf Dir ne Brille blablabla. Keine Angst: Ich werde regelmäßig durch den Arbeitgeber und die Feuerwehr nach G25 untersucht, gerade erst im April das letzte mal mit Bravour bestanden...

Zitat:

Kaufen sich die TFL -Befürworter auch alle nur Autos in grellen, gut sichtbaren Farben oder ist dann der angebliche Sicherheitsgewinn wieder weniger wichtig wie die Optik?

Nö, die aktuelle Wagenfarbe hat der Arbeitgeber vorgegeben. Wenn ich aber dieses Sicherheitsfeature schon habe, nutze ich es auch. Wie gesagt: ein stichhaltiges Argument dagegen konnte noch keiner liefern...

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Ich fahre so gut wie jede Art von Strecke und etwas über 20 tkm im Jahr. Wenn ich merke, dass die derzeitige Situation Licht erfordern könnte, weil ich z.B. selber die anderen oder die Straße nicht so gut sehe, schalte ich mein Abblendlicht ein. Dann bin ich deutlich besser zu sehen, als mit einer TFL-Funzel und v.a. sieht der Hintermann auch was.

TFL ist für solche Situationen nur ein Kompromiss, da hab ich lieber mitdenkende Autofahrer ohne TFL um mich, als TFL-Benutzer, die sich darauf verlassen, dass das bisschen Licht dann reicht und den Rest die Lichtautomatik erledigt.

Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 17:26:04 Uhr:


Ich fahre so gut wie jede Art von Strecke und etwas über 20 tkm im Jahr. Wenn ich merke, dass die derzeitige Situation Licht erfordern könnte, weil ich z.B. selber die anderen oder die Straße nicht so gut sehe, schalte ich mein Abblendlicht ein. Dann bin ich deutlich besser zu sehen, als mit einer TFL-Funzel und v.a. sieht der Hintermann auch was.

Naja, dann halten wir Dir mal Deine geringe Fahrpraxis zugute 😉

Auf meinen ca. 3x bis 4x so vielen Kilometern pro Jahr sehe ich genug Situationen, in denen das Tagfahrlicht die Erkennbarkeit des Gegenverkehrs enorm verbessert. Und in den typischen, von mir und von MartinSHL geschilderten Situationen braucht es eben keine bessere Beleuchtung von hinten. Wenn die auch mal vorgeschrieben werden sollte: warum nicht, schaden tut's nicht. Aber bei Beleuchtungsverhältnissen, in denen das Rücklicht notwendig wäre, ist i.d.R. Abblendlicht vorne auch die bessere Wahl.

Zitat:

TFL ist für solche Situationen nur ein Kompromiss, da hab ich lieber mitdenkende Autofahrer ohne TFL um mich, als TFL-Benutzer, die sich darauf verlassen, dass das bisschen Licht dann reicht und den Rest die Lichtautomatik erledigt.

Und wieder so eine Plattheit ohne echten argumentativen Inhalt. Belege bitte mal, warum TFL zum Verdummen der Autofahrer führen soll. Vielleicht tut dies die Lichtautomatik, die hat aber erst mal nix mit dem TFL zu tun. Meine letzten 5 Fahrzeuge hatten schon Lichtautomatik (und die wurde mit jedem Fahrzeug besser), aber erst die letzten beiden hatten TFL. Und ich sehe genauso viele Dämmerungs-Lichtmuffel mit TFL wie solche gänzlich ohne jede Beleuchtung...

Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 17:26:04 Uhr:


Ich fahre so gut wie jede Art von Strecke und etwas über 20 tkm im Jahr. Wenn ich merke, dass die derzeitige Situation Licht erfordern könnte, weil ich z.B. selber die anderen oder die Straße nicht so gut sehe, schalte ich mein Abblendlicht ein. Dann bin ich deutlich besser zu sehen, als mit einer TFL-Funzel und v.a. sieht der Hintermann auch was.

TFL ist für solche Situationen nur ein Kompromiss, da hab ich lieber mitdenkende Autofahrer ohne TFL um mich, als TFL-Benutzer, die sich darauf verlassen, dass das bisschen Licht dann reicht und den Rest die Lichtautomatik erledigt.

Ich würde ja nun nicht unbedingt solche "Extremsituationen" anführen, wo es schon dunkel ist, etc.

Mein Fahrzeug ist grau. Das hebt sich bekanntermaßen von ebenfalls grauem Asphalt nicht soooo dolle ab.

Für mich ist Tagfahrlicht daher schon von Vorteil, weil ich so einfach früher gesehen werde. Merkt man auch selber bei anderen dunkleren Autos, dass man sie ohne Licht in bestimmten Situationen später wahrnimmt. Und da muss es kein Wetter sein, das Licht erfordert. Ein schattiger oder auch sehr sonniger Abschnitt reicht da schon. Oder ein Wechsel von beidem.

Hintere Beleuchtung braucht es in dem Fall nicht, da die Geschwindigkeitsunterschiede der Fahrzeuge auf der gleichen Spur deutlich geringer sind.

Und zu den Wartungskosten, wenn man sie denn wirklich betrachten will: Die 2 35W-Birnchen sind sicherlich deutlich günstiger als die Xenonbrenner und dazu schnell selbst gewechselt. Verbrauch dürfte annähernd gleich sein, denn niemand wird ständig sein Licht an-und abschalten, weil es abschnittsweise 20s Sinn macht und man sonst ja sparen will. Mal davon abgesehen, dass das Einschalten die Leuchtmittel am meisten stresst.

Zitat:

@Hannes1971 schrieb am 17. Juni 2015 um 16:03:14 Uhr:


Die Ausstattung mit Tagfahrlicht ist seit 2011 für alle neuen Fahrzeugmodelle in der EU vorgeschrieben, die Benutzung aber nicht in jedem Land.

Über die Typenzulassung ergibt sich für die neuen Fahrzeuge (übrigens ohne Typenzulassung ein Jahr später für Erstzulassungen) quasi auch eine Benutzungspflicht bzw. darf dem Fahrer nicht mehr die Option gewährt werden, es regulär abzuschalten.

Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 17:26:04 Uhr:


Dann bin ich deutlich besser zu sehen, als mit einer TFL-Funzel und v.a. sieht der Hintermann auch was.

Tut mir leid, das ist aber einfach falsch. Ein Tagfahrlicht bietet deutlich mehr Blendwirkung als ein Abblendlicht, denn genau dafür ist es gemacht. Und genau deshalb schreibt der Gesetzgeber ein Abschalten bzw. dimmen beim Einsatz vom Abblendlicht vor. Bei Dunkelheit blendet es einfach zu stark.

Richtig liegst du von hinten, aber von hinten ist das Thema spätes Licht einschalten bei weitem nicht so kritisch.

Ansonsten kann ich die beiden Fälle des TE aus der Praxis nicht so ganz nachvollziehen. Den ersten begrenzt noch, Nummer zwei habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen.

Zitat:

@MartinSHL /
... Nachvollziehen kann ich dein Argument nur bei den seltenen Fahrzeugen, wo der Tacho permanent beleuchtet ist ..

So ich hoffe ich habe das Zitat einigermaßen hinbekommen😁

Das ist das einzige dass mich an meinem Audi a3 extern stört. Anfangs bin ich auch schon 2 mal ohne Licht losgefahren. Natürlich geht eine kleine grüne Lampe an wen Licht an ist, aber dieser wird bei meiner" wohlfühl Drehzahl" genau verdeckt. Blöde Konstruktion.

Ich habe kein TFL und ich halte es auch nicht für nötig, aber wenn ich es hätte würde ich es nicht ausschalten, warum auch? Wenn es mir egal ist muss es ja auch nicht gewartet werden, wenn kaputt dann ist es rede eben aus🙂

Ich finde es halt merkwürdig, wie mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn es nicht gesetzeskonform ist, das Ding auszuschalten, dann werd ich es auch nicht tun. Aber wenn ein Abschalten möglich und erlaubt ist, sehe ich darin keinen bösartigen Beweggrund. Solange es nicht im Gesetz steht, ist das Fahren ohne TFL, dafür mit Abblendlicht unter allen erforderlichen Bedingungen defintiv ausreichend.

Wenn man wirklich ein Sicherheitsfanatiker ist und um jedes Promille bei der Unfallchance feilscht, sollte man konsequenterweise auch eine helle/grelle Farbe beim Auto wählen. Wer das nicht tut oder nicht wählen kann, sollte zumindest nicht am Verhalten anderer rumkritteln, die sich an die derzeit bestehende StVO halten.

Am allerschlimmsten sind ohnehin die Nebelleuchten, die bei manchem als TFL zum Einsatz kommen, oft auch noch in Verbindung mit Abblendlicht. Somit ist es vielleicht nicht ganz schlecht, wenn man den Leuten die Verantwortung durch Lichtautomatik und Zwangsbeleuchtung abnimmt, manch einer scheint für diese Aufgabe wohl nicht gewachsen...

Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 19:51:06 Uhr:


Ich finde es halt merkwürdig, wie mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn es nicht gesetzeskonform ist, das Ding auszuschalten, dann werd ich es auch nicht tun. Aber wenn ein Abschalten möglich und erlaubt ist, sehe ich darin keinen bösartigen Beweggrund. Solange es nicht im Gesetz steht, ist das Fahren ohne TFL, dafür mit Abblendlicht unter allen erforderlichen Bedingungen defintiv ausreichend.

Am allerschlimmsten sind ohnehin die Nebelleuchten, die bei manchem als TFL zum Einsatz kommen......

Was z.B. österr. STVO konform ist, wenn kein TFL vorhanden.

In Deutschland aber nicht und das auch aus gutem Grund, die Dinger blenden teilweise wie Sau...

Zitat:

@Frage234 schrieb am 17. Juni 2015 um 20:18:15 Uhr:


In Deutschland aber nicht und das auch aus gutem Grund, die Dinger blenden teilweise wie Sau...

Die Dinger sind keine Nebelleuchten, auch wenn sie vielleicht an der dafür üblichen Stelle sitzen.

Es sind Tagfahrleuchten, die nur einen Zweck haben, den Gegenverkehr mittels Blendung auf sich aufmerksam zu machen. So viel zu deiner Behauptung Tagfahrleuchten wären "Funzeln". Irgendwie musst du dich zwischen "Funzel" und "blenden wie Sau" mal entscheiden 😉.

Eine Nebenleuchte taugt als Tagfahrlicht recht wenig, weil diese optimiert ist, dem Gegenverkehr möglichst wenig Licht entgegen zu werfen und möglichst viel Licht auf die Straße vor einem zu bringen.

Ich kann sehr wohl zwischen Nebelscheinwerfern und TFL unterscheiden...

Und da gibt es solche und solche, manche blenden, manche auch nicht. Grade bei nasser Fahrbahn wirft ein Nebelscheinwerfer das Licht über die Reflektion auf der Straße wieder Richtung Gegenverkehr. Und das unkontrollierter als ein TFL.

So oder so, Nebelscheinwerfer heißen nicht ohne Grund so.

Verstellte Nebelscheinwerfer gibt es sicherlich und die blenden auch.
Aber das geht in Richtung defekt, genauso wie beim Abblendlicht.
Aber das ist ein Bug und kein Feature.

Und ja, der falsche Einsatz nur bei Nässe und Dunkelheit kann auch blenden.
Aber auch das hat mal gar nichts mit einem Tagfahrlicht zu tun.
Bei Tageslicht blendet kein Nebelscheinwerfer.

P.S.:
Optisch lassen sich Nebelscheinwerfer nicht von Tagfahrleuchten unterscheiden, ansonsten, sage mit, welcher von beiden der Nebelscheinwerfer ist und welcher das Tagfahrlicht (es handelt sich hier übrigens um eine C-Klasse Baureihe 204). Ich kann es nicht ohne zu recharchieren.

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