Frage zur Klimaanlage und zum Klimaservice
Liebe Forumskollegen,
heute hatte mein Wagen einen Klimaservice. Die Anlage hat nicht mehr richtig gekühlt und abwechselnd kalte und warme Luft ins Innere geblasen. In der Werkstatt habe ich also den Klimaservice gebucht, für 65 Euro. Als ich wiederkam, sagte der Meister, dass die Anlage leer war. Deshalb sei eine Dichtheitsprüfung Pflicht gewesen und der ganze Spaß würde jetzt 95 Euro kosten. Ein Protokoll über den Service konnte er mir nicht präsentieren, hätte gerne selbst gesehen, was die Maschine abgesaugt und wieder eingefüllt hat.
Kann mir das jemand erklären, wieso der Stickstofftest unumgänglich ist oder anders gefragt, ob ich unnötigerweise zuviel gezahlt habe?
Viele Grüße und Danke
tobitom
Beste Antwort im Thema
eine undichte anlage darf aus rechtlichen gründen nicht ohne vorherige dichtheitsprüfung neubefüllt werden. die stickstoffprüfung ist eine wesentlich genauere methode als der druckverlusttest um undichte stellen zu lokalisieren.
84 Antworten
Es wird soviel aufgefüllt, wie im Motorraum angegeben ist. Allerdings wurde die Füllmenge meines Sharans damals von 1050g auf 950g gesenkt, weil einige Probleme mit funktionsloser Klimaanlage hatten.
Es gibt reichlich Fälle, bei denen die Anlage bis +25°C funktioniert und ab 30°C geht nix mehr, dann ist meistens zu viel drin. Viele Mechaniker sind dann der Meinung, der Kompressor sei hinüber. Möchte nicht wissen, wieviele unnötig getauscht werden.
Und heutige Kompressoren sind nur noch lastgeregelte. Außer bei sehr alten Fahrzeugen. Immerhin gibt es wieder Hersteller, die bei aktuellen Modellen wieder eine Magnetkupplung verbauen.
Kann mir einer von euch die Frage beantworten, ich habs heute mal gemessen und somit entstand folgende Frage.
Manuelle Klimaanlage.
Klimaanlage an.
Stufe 2 Lüfterregelung
An der mittleren Austrittdüse Digitalthermometer befestigt.
Stellung der Lüfterregelung auf die mitttleren Düsen.
Gemessen 6,2- 6,4°C.
Dann die Lüfterstellung auf 3 bzw 4.
Jetzt ging die gemessene Temperatur auf 7,2 bzw 7,3°C.
Warum ist das so?
mfg
na wenn mehr luft durchgeht und die klima nicht genügend kälte bereistellen kann ist die höhere luftmenge eben geringfügig wärmer.
Zitat:
Original geschrieben von Mark-86
Und auf welchen Druck oder nach welchem Maximalfüllgrad geht ihr?Bei uns in Deutschland wird das Kältemittel abgesaugt, gewogen, ergänzt und wieder aufgefüllt. Das liegt aber daran, das man in Deutschland das alte KM auch recyceln muss, das darf man nicht einfach so in die Welt blasen. Von daher kommt man um einen Klimaautomaten eh nicht drum herum...
Das ist hier aehnlich geregelt. Wir lassen ja nichts raus... Wenn das gemacht werden muss holen wir den Klima Heini weil wir das Geraet nicht haben. Nicht vergessen sollte man das die Mehrheit unserer Klimaanlagen nicht zur Werkstatt fahren kann (siehe Bild) Auch haben wir mehrere Anlagen wo kein Mensch weiss wieviele Gramm drinne sein sollen, da geht wiegen eh nicht.
Ziemlich einfach, bei laufender Anlage und voller Belastung sollte die Lufttemperatur an der Luftduese um 42 Grad Fahrenheit sein. Den Druck auf der Niedrigseite habe ich jetzt nicht im Kopf. Da die Manometer grade 900 km westlich von mir sind kann ich momentan auch nicht gucken. Ich meine es waeren um 2.5 bar niedrig und etwa 10 hoch. Video
Gruss, Pete
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von slv rider
na wenn mehr luft durchgeht und die klima nicht genügend kälte bereistellen kann ist die höhere luftmenge eben geringfügig wärmer.
Wuerde ich auch sagen. 🙂 Und die Temperatur schaut gut aus. 😎
Alles unter 10C lassen wir in Ruhe 😉
Pete
Zitat:
Original geschrieben von slv rider
na wenn mehr luft durchgeht und die klima nicht genügend kälte bereistellen kann ist die höhere luftmenge eben geringfügig wärmer.
Danke🙂
Zitat:
Original geschrieben von flashrigo
Kann mir einer von euch die Frage beantworten, ich habs heute mal gemessen und somit entstand folgende Frage.
Manuelle Klimaanlage.
Klimaanlage an.
Stufe 2 Lüfterregelung
An der mittleren Austrittdüse Digitalthermometer befestigt.
Stellung der Lüfterregelung auf die mitttleren Düsen.
Gemessen 6,2- 6,4°C.Dann die Lüfterstellung auf 3 bzw 4.
Jetzt ging die gemessene Temperatur auf 7,2 bzw 7,3°C.Warum ist das so?
mfg
Der Grund ist ganz simpel. der Verdampfer hat (optimalerweise) immer die gleiche Temperatur, das wird durchs Expansionsventil so geregelt (im Optimalfall), ich sag jetzt einfach mal 4 Grad als Beispiel. In gebläsestufe 1 braucht ein bestimmtes Luftvolumen natürlich viel länger um durch den Verdampfer zu strömen als auf Stufe 4, da die Strömung logischerweise langsamer ist. Also hat die Luft länger Kontakt mit dem kalten Verdampfer und somit mehr Zeit, sich abzukühlen. Folglich muss sie auch kälter sein. (stell dir vor man stelle 2 Flaschen in den Kühlschrank. Eine nimmt man nach ner Stunde wieder raus, die andere lässt man nen Tag drinstehen. Welche wird wohl kälter sein? )
Gruß Tobias
Das kann ich alles nachvollziehen. Wie geschrieben danke das man mir antwortete.
Jetzt stellt sich natürlich gedanklich bei mir folgende Frage.
Gibt es von seiten der Werkstätten eine art Richtlinie, wann- wie man zu messen hat?
Ich mein jetzt ausser den obligatorischen Regelungen, den Service, verschiedenster Hersteller von Fahrzeugen. Meistens ja der Zweijahresintervall.
Nehmen wir an Kunde X fährt in die Werkstatt.
Jetzt wird via Thermometer gemessen.
Man dreht also auf volle Last.
Ihr habt es gut erklärt, warum -wieso es so ist mit der Temperatur. Die meisten wissen es nicht.
Jetzt kommt die Aussage, drei Grad zuviel, da müssen wir ran.
Kunde X muß es so hinnehmen, obwohl eigentlich die Technik nicht mehr hergibt. Die wenigsten messen im nachhinein nochmals nach.
Was ich will ist, gibt es bestimmte vorgeschriebene Vorhereinstellungen für den zu messenden Pkw mit seiner verbauten Anlage?
Denn nehmen wir mal an, ich würde nur zwei verschiedene Prüfer anfahren, beide würden verschiedenst messen, müßte ich bei vieleicht bei dem einen eine Neubefüllung hinnehmen und der andere würde die Aussage treffen, im Mittelmaßbetrieb völlig ok- weiterfahren.
Was mir letztenendes aus meiner Fragestellung und der Verlinkung des Filmches von VOX ebenso durch den Kopf geht und ebenso die Frage aufwirft, denn bei dem kleinen Mini man hörte es denn der Tester war kaum sprachlich zu verstehen, lief die Anlage ebenso auf Volllast. Temperatur eben höher, hätte er Mittelmaß gewählt würde die Temperatur eventuell sinken.
Also ist doch diese Temperaturmesserei nun vieleicht Mumpitz und man sollte generell den Service des Evaluieren nach herstellerangaben Einhalten?
Zitat:
Original geschrieben von QuirinusNE
Und heutige Kompressoren sind nur noch lastgeregelte. Außer bei sehr alten Fahrzeugen. Immerhin gibt es wieder Hersteller, die bei aktuellen Modellen wieder eine Magnetkupplung verbauen.
Findest du das gut, dass einige wieder die alten Dinger verbauen oder wie ist das gemeint?
Zitat:
Original geschrieben von Mark-86
Also füllt ihr auf bis die Anlage auf 7°C kommt?
Falls Du mich meinst? Ja, so in etwa. 🙂
Pete
was heißt "alt"? magnetkupplungskompressoren haben auch meistens (?) eine mechanische regelung. es gibt auch welche mit magnetkupplung und externer druckregelung.
Normalerweise lässt man eine Klimaanlage generell laufen, bis man selber merkt, dass die Kühlleistung signifikant nachlässt. Aufs Grad genau geht da kein Mensch, das wäre zumindest am Luftauslass gemessen extrem ungenau. Das hängt ja auch noch von der Umgebungstemperatur, dem Filterverschmutzungsgrad etc ab. Manche Hersteller geben zwar ein festes Intervall an, aber nur um sich abzusichern (hat mans nicht gewartet gibts auch keine Gewährleistung, technisch sinnvoll ist da wohl was anderes). Gerade bei einer KFZ-Klimaanlage hat man ja ganz andere Situationen wie beispielsweise bei einer stationären Kälteanlage (variable Kompressordrehzahl versus feste Kompressordrehzahl nur als Beispiel, sehr stark schwankende Temperaturen der Verdampferzuluft vs mehr oder weniger konstante Kühlraumtemperatur).
Eine halbwegs aussagekräftige Beurteilung lässt sich nur mittels Saugseitiger/druckseitiger Druckmessung in Kombination mit Temperaturmessung an bestimmten Bauteilen treffen. und da gehts ja schon los, versuch mal an den verdampfer ranzukommen mit einem Temperatursensor (Verdampfereingang direkt hinterm ex-ventil und Verdampferende).
deshalb saugt man auch das restkältemittel ab,wiegt es und ergänzt gegebenenfalls nach Typenschildangabe, mehr kann man da nicht machen.
Ich bin da der Ansicht: Newer touch a running system, wer halbwegs auf seine Anlage achtet genau wie auf seinen Motor wird selber merken wenn Handlungsbedarf besteht.
Gruß Tobias
Das wäre ja die Frage wie das gemeint war.
Ich hätte lieber einen lastgeregelten. Das ständige An-Aus kann ganz schön nerven. Außerdem dreht der Lüfter unter der Motohaube direkt auf volle Pulle auf wenn der Kompressor einkuppelt.
Sehr seltsames Teil.
Das kann so alles nicht ganz sein. Magnetkupplungskompressoren sind idr. Saugdruckgeregelt, das heist die haben eine interne mechanische Regelung. Der Lüfter wird auch schon seit Jahrzehnten nicht mehr mit der Kompressorkupplung geschaltet, sondern mit einem Druckschalter, seit gut 15 Jahren dann über einen Drucksensor und dann wird der Lüfter nicht mehr nur an/aus geschaltet, sondern eben angetacktet wie es nötig ist.
Zitat:
Gibt es von seiten der Werkstätten eine art Richtlinie, wann- wie man zu messen hat?
Es gibt Verordnungen und Richtlinien zum Umweltschutz, die zu beachten sind, das lernt man u.a. in der in Deutschland vorgeschriebenen Sachkundeschulung nebst zu bestehender Prüfung und darüber hinaus gibt es die Wörter FACHGERECHT und NACH HERSTELLERVORGABEN.
Das heist, es hat Fachgerecht geprüft zu werden, wie es allgemein nach anerkannten Regeln der Technik erforderlich ist und nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers. Sagt der Hersteller "steck n feuchten Finger rein und prüfe ab anfriert" dann ist das nicht fachgerecht, dann geht man nach den üblichen Dingen vor, ansonsten nach Prüfplan des Herstellers.
Idr. sollte eine kompetente Werkstatt dazu auch ein Prüfprotokoll erstellen, ob der Tester das selber druckt oder das einer mit nem Kugelschreiber ausfüllt, seih mal dahin gestellt.
Mit nem Klimagerät nebst Zubehör was um die 4.000€ kostet eine Stunde Arbeit haben (Fahrzeug annehmen, kurze Prüfung, 45 Minuten evakuieren, in der Zeit schreibt man die Rechnung, setzt sich ans Protokoll, trinkt n Kaffe und Telefoniert 3x (-30 Minuten für sonstige Nebenarbeiten die nicht Fallbezogen sind), dann Füllen, Prüfen, usw. ist in dem Gesamtvorgang schnell 1,5h verbraten, von denen man 30 Minuten Zeit für was anderes hat. Dazu noch idr. 15-20€ Material, und das ganze für 49€ an zu bieten ist n Minusgeschäft, dafür kann niemand ordentliche Arbeit erwarten...
Ein ordentlicher Klimaservice kostet je nach Region etwa 80-100€, dafür kann man dann auch ordentliche Arbeit erwarten.