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Frage zur Klimaanlage und zum Klimaservice

Themenstarteram 1. August 2014 um 21:00

Liebe Forumskollegen,

heute hatte mein Wagen einen Klimaservice. Die Anlage hat nicht mehr richtig gekühlt und abwechselnd kalte und warme Luft ins Innere geblasen. In der Werkstatt habe ich also den Klimaservice gebucht, für 65 Euro. Als ich wiederkam, sagte der Meister, dass die Anlage leer war. Deshalb sei eine Dichtheitsprüfung Pflicht gewesen und der ganze Spaß würde jetzt 95 Euro kosten. Ein Protokoll über den Service konnte er mir nicht präsentieren, hätte gerne selbst gesehen, was die Maschine abgesaugt und wieder eingefüllt hat.

Kann mir das jemand erklären, wieso der Stickstofftest unumgänglich ist oder anders gefragt, ob ich unnötigerweise zuviel gezahlt habe?

Viele Grüße und Danke

tobitom

Beste Antwort im Thema

eine undichte anlage darf aus rechtlichen gründen nicht ohne vorherige dichtheitsprüfung neubefüllt werden. die stickstoffprüfung ist eine wesentlich genauere methode als der druckverlusttest um undichte stellen zu lokalisieren.

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Hallo,

diese Frage lässt sich leider rückwirkend nicht mehr beantworten.

Aber der Wechsel zwischen Kalt und Warm deutet durchaus darauf hin das Kühlmittel fehlte. Da man nicht einfach eine gewisse Menge dazutun kann muss die Anlage komplett entleert und neu befüllt werden. Stickstofftest sagt mir jetzt nichts, dürfte aber eine Dichtigkeitsprüfung gewesen sein, macht das Gerät unter Umständen automatisch.

Vom Preis her passt es auf jeden Fall, aber man hätte Dich im Vorfeld gleich darauf hinweisen sollen das es vermutlich teurer als 65€ wird. Dieser Preis passt wenn gar keine Anzeichen für eine Störung vorhanden sind.

eine undichte anlage darf aus rechtlichen gründen nicht ohne vorherige dichtheitsprüfung neubefüllt werden. die stickstoffprüfung ist eine wesentlich genauere methode als der druckverlusttest um undichte stellen zu lokalisieren.

Aber dem Kunde kein Messprotokoll ausliefern zu können ist ganz klar ein Mangel.

Ich würde sagen gut, kein Protokoll, macht 10% weniger vom Rechnungabetrag. Mal sehen was dann kommt.

nicht jedes gerät kann protokolle drucken.

@Tobitom

Wie kommst Du auf die Stickstoff Prüfung? Für gewöhnlich wird das Kältemittel abgesaugt und ein Unterdruck erzeugt und im Zeitraum von etwa einer halben Std. gemessen, ob dieser gehalten wird. Erst dann wird bei ok wieder aufgefüllt. Eine Untersuchung mit Stickstoff, macht man nur, wenn die Anlage auf jeden Fall undicht ist. War das bei VW? Dann schließe ich Stickstoff aus ;)

Themenstarteram 2. August 2014 um 19:58

Hallo zusammen,

danke schonmal für die Antworten :) Nein, das war bei einer größeren Werkstattkette, allerdings nicht ATU ; ) Der Berater hat auf jeden Fall von Stickstoff gesprochen.

Wie merken die denn, dass die Anlage leer ist? Ich dachte: Die stellen die Maschine dran, die saugt ab und füllt dann wieder auf...

Es ist jetzt auch nicht so wild mit den Mehrkosten, ich frage mich nur, ob das ne Masche ist - gerade weil das Protokoll fehlt.

Viele Grüße

tobitom

Ob und wieviel drin war, zeigt das Gerät an (Kältemittel wird gewogen) . Alle modernen Geräte verfügen über einen Drucker. Was die Werkstatt benutzt, weiß ich natürlich nicht. Stickstoff ist eine extra Flasche. Das Gas wird mit bis zu 18 bar in die Anlage gepumpt und diese dann mit einer Schnüffelsonde auf Lecks untersucht.

In ein paar Tagen weist Du mehr, ob die Anlage wirklich dicht ist.

Zitat:

Aber der Wechsel zwischen Kalt und Warm deutet durchaus darauf hin das Kühlmittel fehlte. Da man nicht einfach eine gewisse Menge dazutun kann muss die Anlage komplett entleert und neu befüllt werden.

Wir geben einfach dazu, ist zwar nicht 101% so genau wie wiegen kommt aber recht nahe.

Mag aber sein dass das bei euch aus rechtlichen Gruenden nicht geht.

 

Pete

Wenn doch eine Klima-Anlage mit Stickstoff auf Lecks geprüft worden ist, und dann neu befüllt wurde, und diese Prüfung auch einen finanziellen Aufwand mit sich zog, muss der Betrieb doch zu 100 % sagen können ob die Anlage dicht war ( nehme ich mal an ) oder ob eine Undichtigkeit beseitigt wurde. ( Auch ohne Protokoll )

Eine Undichtigkeit beseitigen hätte sicher am verwendeten Material und an dem Lohnanteil auf der Rechnung festgestellt werden können. Wenn dies nicht der Fall war, ist die Aussage .... die Anlage war leer, anzuzweifeln. Das Klima-Anlagen Kältemittel im Laufe der Zeit verlieren, hat sich doch schon rum gesprochen. Dies berechtigt doch nicht, dem Kunden noch eine Dichtheitsprüfung in Rechnung zu stellen ....... ob sie denn nun auch tatsächlich durch geführt wurde, sei mal dahin gestellt.

Dazu ein Vorgang aus 2013:

Klima-Anlage fällt aus. Beim Einschalten der Klima, kein "klacken" der Magnetkupplung und der Lüfter lief ebenfalls nicht an.

Klima-Service aufgesucht. Mechaniker setzt sich in den PKW schaltet die Klima-Anlage ein ....... nix tut sich, und kommt zum Ergebnis, der Klima-Kompressor ist defekt. Ich sagte, die Magnetkupplung zieht doch nicht an, wie kommen sie dazu, dass der Klima-Kompressor defekt ist. Er antwortet, das ist Erfahrung ......

Nun schliesst er sein Gerät an und und sagte ..... Die Anlage ist ja leer, da muss ich erst das Leck suchen. Ich darauf...... brechen sie alle ihre fragwürdigen Versuche ab. Dumm geschaut hat er schon.

Zuhause ein wenig gemessen, Magnetschalter war ok, Prüfstrippe mit Stecker und Buchse der Stromversorgung des Magnetschalters gefertigt und siehe da, am Magnetschalter 0 Volt Spannung gemessen. Leitung geprüft bis zum Lüftersteuergerät ...... Leitung war hochohmig.

Stecker, nicht die Buchse am Kompressor, für die Magnetkupplung mal angeschaut, am Kabel gezogen und hatte den Fehler in der Hand. Oxidation hatte den PIN und das angrenzende Kabel regelrecht zerfressen. Neuen Stecker mit ca 5 cm Kabel am Kabel vom Lüftersteuergerät kommend angelötet und mit Schrumpfschlauch isoliert. Fertig war ........ Aufwand war 2,5 Stunden und 10 EUR für den Stecker und die Buchse beim Freundlichen.

Dann die Klima eingeschaltet ....... und sie kühlte wie immer.

Ergo, war die Anlage nicht leer, der Klimakompressor und der Magnetschalter nicht defekt und eine Undichtigkeit der Anlage lag auch nicht vor.

Hätte ich in dieser Werkstatt ( übrigens mit einigen hundert Filialen im Bundesgebiet, nicht ATU ) den "Fehler" beseitigen lassen, wäre ich mit Sicherheit 1.000 EUR und mehr los geworden und ich behaupte, der eigentliche Fehler wäre sicher nicht gefunden worden.

Die Vorgehensweise dieser Werkstatt kann man natürlich nicht verallgemeinern ...... aber in der Tendenz sind nahezu alle Werkstätten gleich, bis auf wenige Ausnahmen.

 

Der Profi sollte aber mit dem Servicegerät umgehen können. Selbst wenn noch die Hälfte an Kältemittel vorhanden ist, läuft die Anlage noch und kühlt. Wenn auch vermindert. Vor der Befüllung muß man aber wissen, wieviel noch drin war.

Erst dann füllt man die erforderliche Menge an Kältemittel wieder auf. Kann man eine Überfüllung (kommt leider häufig vor) auschließen, dann sollte das Ganze wieder laufen.

An den Druckverhältnissen erkennt man dann die korrekte Funktion der Klimaanlage. Tut sich nix, dann liegt oft ein elektronischer Fehler vor.

Leider sind Magnetkupplungen eine Seltenheit geworden. Das führt zum schnellen aber sicheren Tod der Anlage, wenn der Klimaservice vernachlässigt wird. Ein Mangel an Kältemittel verhindert gleichzeitig die nötige Schmierung des Systems; der Kompressor frisst...

Zitat:

Dies berechtigt doch nicht, dem Kunden noch eine Dichtheitsprüfung in Rechnung zu stellen .

eine komplett leere anlage darf nicht ohne prüfung befüllt werden.

 

Aber warum die Werkstatt eigenmächtig eine Stickstoffprüfung gemacht hat, ist mir schleierhaft. Normalerweise hätte der Kunde vorher informiert werden müssen. Auch das kein Protokoll vorhanden ist, ist schon merkwürdig. Normalerweise haben die Geräte einen Thermo-Drucker, der die evakuierte Menge und viele mehr ausdruckt. Ohne Protokoll würde ich die ganze Aktion eh anzweifeln.

Geht die Anlage denn jezt wieder? Dann würde mich mal interessieren warum. Wenn beim Befüllen das Gerät keine Vakuum halten konnte, war nun definitiv ein Leck vorhanden. Dieses Leck hätte die Werkstatt mit der Stickstoffprüfung lokalisieren können/müssen.

So gesehen machen deine Aussagen bzw. die der Werkstatt überhaupt kein Sinn.

Für 30€ Unterschied kann die Werkstatt den Mehraufwand ohne Kundenrücksprache beheben, das ist überhaupt kein Thema. Der Kunde kann bei so geringen Mehrbeträgen nicht erwarten dass man bis man ihn erreicht hat, das Klimafüllgerät und den Arbeitsplatz belegt !

Die 30 Euro sind für dem Mehrwand sicherlich berechtigt. Nur vermisse ich die Aussage des Meisters, was nun durch die Leckprüfung festgestellt wurden.

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