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Frage(n) zum Verhalten der Linienbusse

Themenstarteram 4. Februar 2010 um 12:46

Hallo,

mir ist vorhin beinahe ein Linienbus in die Beifahrertüre gekracht. Er wollte die Haltestelle verlassen.

Ich kam aus einer Nebenstrasse (Bushaltestelle ist dort gleich an der Ecke Nebenstrasse-Hauptstrasse) und bog hinter dem Linienbus nach rechts auf die Hauptstrasse ein. Ich musste noch ein Fahrzeug abwarten und als ich losfuhr sah ich, dass der Bus noch nach rechts in die Haltestelle blinkte. Als ich ca. 2 mtr. vor dem Fahrerstand war ging plötzlich der Blinker nach links an und der Bus fuhr im selben Moment los und zog ohne in den Spiegel zu schauen auf die Hauptstrasse. Ich musste auf die Gegenfahrbahn ausweichen und hupte vom Busfahrer bekam ich ebenfalls die Hupe zur Antwort und wilde Gesten. Wenn mich nicht alles täuscht schrieb er anschliessend noch was auf (in dem Fall freue ich mich jetzt schon riesig auf eine Anzeige)

Sollte da was kommen, wie sieht es aus ? Meines erachtens erzwang sich da der Busfahrer seine Vorfahrt, wobei ich auch nicht verpflichtet bin in solch einer Situation anzuhalten.

Zeugen gab es genug in meinem Auto. Sollte da wirklich was kommen, frage ich mich allen ernstes ob dieser Busfahrer überhaupt geeignet ist Personen zu befördern.

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von nn6591

Hallo,

wenn es jemand im Berufsleben nur zu einem Personenbeförderungsschein gebracht hat, das tut weh. Irgendwo muss der Frust abreagiert werden und da bietet sich der "Schutz eines dicken Busses" geradezu an.

Grüße von N.N.

Hui, da sitzt aber jemand auf einem ganz hohem Roß .....

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am 4. Februar 2010 um 15:45

Zumindest in Wien ist es gang und gebe dass die Busse manchmal auch ne Lücke abwarten um rauszufahren. Da wird der Blinker rausgenommen und erst 2-3 Autos später der Blinker auf die andere Seite gesetzt um in ner Lücke rauszufahren. Auch in Hinblick auf den Verkehrsfluss sehr angenehm. Könnten sich wohl manche ne Scheibe abschneiden.

In Wien witziger Weise schon, am Weg nach Wien, hab ich mich schon mehrmals in den Gegenverkehr flüchten müssen

am 4. Februar 2010 um 17:40

Hallo,

wenn es jemand im Berufsleben nur zu einem Personenbeförderungsschein gebracht hat, das tut weh. Irgendwo muss der Frust abreagiert werden und da bietet sich der "Schutz eines dicken Busses" geradezu an.

Grüße von N.N.

Zitat:

Original geschrieben von nn6591

Hallo,

wenn es jemand im Berufsleben nur zu einem Personenbeförderungsschein gebracht hat, das tut weh. Irgendwo muss der Frust abreagiert werden und da bietet sich der "Schutz eines dicken Busses" geradezu an.

Grüße von N.N.

Hui, da sitzt aber jemand auf einem ganz hohem Roß .....

Beim Bus hat man doch den Vorteil, das man weis wo er das nächstemal hält.:D

Da fahre ich 2 Haltestellen weiter und warte auf den Bus.

Einsteigen und höflich Preisstufe B verlangen.Wenn er fertig ist, oh sorry minte C. Oder wars Kurzstrecke?

 

Ach laß mal stecken ich nehm lieber mein Auto.:D:D:D:D:D

Wie Homer Simpson sagt: Öffentliche Verkehrsmittel sind für Penner...

Ist sowieso bald wieder Busfahrerstreik.

Hier auf dem Land fahren die Busse auch nur noch weil sie gefördert werden, und nicht weil es sich lohnt die 2-3 Leute im Bus zu befördern.

Mfg Andy

Erstmal muss ich sagen die meisten Busse denen ich begegne fahren vernümpftig, klar gibt ab und zu mal den "ich hatte zuhause keinen Sex, also besorg ich es mir im Verkehr" Busfahrer aber doch eher selten. Nur wenn man so einem begegnet dann behält man es länger im Gedächtnis.

Ich bremse für den Bus nur wenn es gefahlos möglich ist hinter ihm stehen zu bleiben, ich werde keine Notbremsung hinlegen nur damit es raus kann, normales Bremsen mach ich gerne. Das ab und zu mal einer rauszieht während ich grade neben ihm bin passiert. Wenns mal kracht wird man halt sehen wer die Schuld bekommt, aber ich glaube ohne Rechtsstreit wird da keine einigung geben (leider).

am 4. Februar 2010 um 22:14

Das vor mir fahrende Fahrzeug wurde heute auch wieder fast in den Gegenverkehr gedrängelt. Es wird vom Busfahrer 0,5s geblinkt und dann rausgezogen, während ein Fahrzeug schon am überholen ist.

Wenn er mich links streifen würde, würde ich die Rechtsschutz bis zur letzten Instanz nutzen. Zeugen gibt es ja meist die hinter einem fahrenden.

Zitat:

Original geschrieben von downforze94

Wenn er mich links streifen würde, würde ich die Rechtsschutz bis zur letzten Instanz nutzen.

Ich aber auch...

 

Mich würde jetzt nur noch interessieren, was Busfahrer dazu meinen, dass viele das Anfahren nicht ermöglichen und wenn der Bus blinkt, extra noch schnell auf 60 km/h beschleunigen, anstatt mit den gewohnten 59 km/h dran vorbeizurauschen.

Das könnte den Thread beflügeln...

 

Ansonsten:

Überlegt einmal was los wäre, wenn die Busnutzer (meist ältere Leute oder Schulkinder) auch den Individualverkehr nutzen würden.

Erstere sind oft nicht mehr die fittesten und schnellsten, letztere werden von Mami oder Papi gefahren, die Situation vom SUV, das die ganze Straße verstopft, weil der kleine verzogene... ewig braucht um seine 4 Buchstaben aus dem Panzer zu wuchten und um die 6 m lange Kiste bis zum Kofferraum zu laufen, kann sich doch jeder bildlich vorstellen?!

Insofern einfach hinten bleiben, wenn die Situation nicht 100 % klar ist.

 

@joschi67:

Weil ich weiß, dass er bald wieder hält und weil Busse ohnehin nicht zu den langsamen Verkehrsteilnehmern gehören (die fahren allesamt ihre Tacho 60 in der Stadt und wenn eine Ampel rot ist, steht der Bus genauso wie alle anderen auch) kann ich auch bis zur nächsten Haltestelle warten und dann vorbeifahren. Das bringt im Sinne aller den größeren Erfolg, aber wenn du solche Spielchen für dein Ego brauchst... kannst es jedenfalls nicht eilig haben...

 

PS:

Ich habe das plötzliche Anfahren natürlich auch schon oft miterlebt, eben weil ich bei 10 bis 20 km/h eine gewisse Zeit benötige um am Bus vorbeizufahren, aber gefährlich wurde es bis jetzt nie... wie auch?

PPS:

@nn6591:

Sofern deine Theorie stimmt, sollte dir eigentlich auch folgendes aufgefallen sein:

Viele Verkehrsteilnehmer nutzen zwar die Größe ihres ***ersatzes um andere einzuschüchtern, aber wenn es eng wird, ziehen sie doch ihren Schwanz ein. Sie sind eben doch feige...

Themenstarteram 4. Februar 2010 um 23:58

Zitat:

Original geschrieben von der-schrittmacher

§20 Absatz 5 StVO

Omnibussen des Linienverkehrs und Schulbussen ist das Abfahren von gekennzeichneten Haltestellen zu ermöglichen. Wenn nötig, müssen andere Fahrzeuge warten.

Um dem Bus das Abfahren zu ermöglichen gehört auch rechtzeitiges blinkersetzen, so dass sich der nachfolgende Verkehr darauf einstellen kann, und dazu gehört nunmal auch ein Blick in den Spiegel. Erst dann sollte losgefahren werden wenn sicher gestellt ist, dass der nachfolgende Verkehr für den Bus eine Lücke geschaffen hat.

Und nicht so wie heute früh geschehen.... Blinkerhebel und Gaspedal auf einmal betätigt, danach die Sintflut.

Hätte ich nicht noch gehupt, hätte es gekracht.

Zitat:

Original geschrieben von der-schrittmacher

 

der Rest des § ergibt mehr oder weniger auch dass du sofort anhalten können musst wenn du einen Bus passierst, ergo trifft den PKW fahrer die Hauptschuld

Auch wenn Du hier zu allerhöchstens 20% Recht hast, dass gibt dem Busfahrer aber noch keine Freikarte mir oder anderen VT's die Vorfahrt zu nehmen.

Jedenfalls ließt man doch auch öfters in der regionalen Tageszeitung von Unfällen dieser Stadtverkehrseinrichtung. Selbst unter den "Leserbriefen" ist doch immer min. einer in der Woche dabei, der gegen diese Stadtbusfirma wettert. Mit Ruhm scheinen die sich wohl nicht zu bekleckern und das Verhalten der Busfahrer ist in der Region bekannt.

am 5. Februar 2010 um 0:12

Warum sollte man eigentlich mit 10-20 km/h am Bus vorbei fahren?:confused:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei eingeschalteten Warnblinkern ist das doch viel zu schnell.:D

Können natürlich auch einmal nur 5 oder in einem anderen Fall (ohne Warnblinkanlage) auch 30 km/h sein oder gar 50 km/h, wenn der Bus (auch ohne Warnblinkanlage) einfach nur am Straßenrand steht und weit und breit kein möglicher Passagier zu sehen ist...

 

In den allermeisten Fällen weiß man jedoch, dass der Bus nur kurz hält und dann (womöglich auch ohne Rücksicht, aber dafür meist sehr flott) anfährt. Man muss dann eben abwägen, ob man noch schnell vorbeifährt oder hinten bleibt... Viele sehen eben da nur eine Chance:

Der hält da etwa 5 bis 20 Sekunden und wenn man noch zwei Autos vor sich hat, gibt es nur eine Chance: Gas geben, am besten gleichzeitig den Abstand zum Vordermann auf ein Minimum reduzieren! :rolleyes:

 

Was ich auch noch interessant fände, eine Frage an die Rechtsexperten:

 

Wenn der Bus da am Rand steht und Leute ein- oder aussteigen, hält der Bus in dieser Situation eigentlich oder ist das für den Bus ein verkehrsbedingtes Warten?

Und wenn ich dann versuche vor den Bus zu gelangen, ist das ein Vorbeifahren (da er hält) oder ein Überholen (da er nur wartet und ist das dann nicht Überholen in unklarer Verkehrslage)?

 

Kann sein, dass ich da wieder einige Fachbegriffe durcheinandergewürfelt habe, aber ich weiß es nunmal nicht besser...

 

Edit:

In §20 ist mehrfach von Vorbeifahren die Rede, dennoch ist die Sachlage im Falle des Abbremsens und Anfahrens wohl eher undurchsichtig.

Ein/aussteigen gehört zum halten.

Die Busse stehen im Schnitt 14 sec.

Wenn ich nun einen Bus dort länger stehen seh, so muss ich mit dem losfahren rechnen.

Mal schauen ob noch jemand aussteigt und in in seinen linken Außenspiegel sehen bringt da auch schon einen gewissen Vorteil....

Tja, solche Chaoten werden ja noch unterstützt. Da schneidet ein Bus einewandfrei und verkehrsgefährend einen PKW um von der linken Spur nach rechts in die Haltstelle zu fahren und was macht die Staatsanwaltschaft: Stellt das Verfahren mit der Begründung ein das man bei solch großen Fahrzeugen Rücksicht zu nehmen hat. Ich hoffe nur, daß diesem Strafvereitler auf der Autobahn mal ein 40 Tonner die Kiste an die Leitplanke drückt und ein netter Kollege von ihm mit der gleichen Begründung seine Forderungen abschmettert. Also bringen Anzeigen nichts, diese Superjuristen haben nämlich keinerlei Interesse daran zu arbeiten - man muß sich ja um die Fälle kümmern, wo durch die eigene Dämlichkeit Straftäter wegen Formfehlern vorzeitig entlassen werden oder erst kein Prozeß stattfindet. In meinem Kaff zumindest ist der Busverkehr ausgegliedert worden und es wird nur noch mit einem erheblichen Gehaltsabschlag zu den normalen Löhnen neues Personal eingestellt - die Folgen davon kann man mit denen in der privaten Briefzustellung vergleichen :rolleyes::rolleyes: . Merke: Wer nichts zahlt kriegt das was übrigbleibt - so sieht es dann hier auch aus :rolleyes::rolleyes:

Und welchen Stammtisch haben wir besucht?

Ich habe hier in Hamburg wenig Probleme mit Linienbussen, es wird im Regelfall rechtzeitig geblinkt und rücksichtsvoll losgefahren. Ausnahmen gibt es zwar auch, aber das sind nach meinen Erfahrungen wirklich Ausnahmen. Ich beobachte eher das die PKW-Fahrer sich dem Linienbus gegenüber rücksichtslos verhalten: schnell noch vorbei obwohl schon länger geblinkt wird, schnell noch vor den Bus setzen weil noch eine "ausreichende" Lücke vorm Bus ist bevor er die Ampel erreicht (und ihm so der Bremsweg verkürzt wird), schnell mal an der Haltestelle gestoppt um Brötchen, Zeitung etc. zu kaufen (was interessiert es den PKW-Fahrer ob der Bus vernünftig in die Haltebucht oder wieder raus kommt...).

Ich bewundere die stoische Ruhe mit der die Linienbusfahrer hier in Hamburg ihren Dienst tun, denn sie sind ja alles in einer Person: Chauffeur, Kassierer, Behindertenhelfer (Rollstuhlrampen rein und raus), Fahrplan- und Fahrpreisauskunft, seelischer Prellbock, Schicht-, Wochenend-, Nacht- und Feiertagsarbeiter.

Und immer schön höflich bleiben, freundliches Gesicht machen und trotz Stau im Fahrplan bleiben, egal wie Wind und Wetter ist damit die Fahrgäste ihre Anschlussverbindungen kriegen.

Kommt der Bus verspätet an der Endhaltestelle an, ist natürlich auch häufig die (Pinkel-)Pause weg oder zumindest verkürzt da die Fahrgäste -selbstverständlich- erwarten das der Bus auch pünktlich wieder abfährt.

Bei alledem nur so nebenbei die Verantwortung für das anvertraute teure Fahrzeug und für die Gesundheit der Fahrgäste.

Viele wissen gar nicht was diese Leute besonders in den Großstädten tagtäglich leisten, vielleicht sollte man mal mit denen tauschen dann erscheint manches im anderen Licht.

Ich sage an dieser Stelle mal ein herzliches und ehrlich gemeintes "Dankeschön" an die Linienbusfahrer der Republik.

Wir brauchen viel mehr solcher Ruderer und viel weniger die Steuermann sein wollen oder sind.

Mehr Krieger, weniger Häuptlinge!

Das musste mal raus.

Ciao!

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