Förderung für Phev soll zum Jahresende abgeschafft werden

Kia

Hallo zusammen, ich habe heute Früh gehört das die Plugin-Hybride zum Jahresende nicht mehr gefördert werden sollen? Meiner kommt zum Glück in 2 Monaten aber..... ist das nicht kontraproduktiv?
Der Hybrid ist doch der Einstieg in die E-Mobilität und die Förderung ein Anreiz.

Ich finde die Ansichten und Regeln der Bundesregierung manchmal etwas seltsam. Wie realitätsfremd das ist, zeigt sich ja auch an einigen Coronaregeln ;-)

Mein Wort zu Ostern ;-)

Gruß Tommy

105 Antworten

Zitat:

@Die_Santa_Fee schrieb am 16. April 2022 um 12:40:38 Uhr:


Gut Tesla ist wie Apple, da ist es egal was man kauft und was es kostet, solange der richtige Name drauf steht, wird es gekauft.
Aber würde das bei einem Kia auch gehen?
Ein EV6 mit ein wenig Ausstatung dem großen Akku und dem kleinsten Motor knackt die 60.000€ Marke, selbst nach Abzug der Förderung steht das eigentlich schon in keinem Verhältnis mehr.

Der EV6 kostet als RWD mit der großen Batterie und P1-Paket und Wärmepumpe < 53 k€ Listenpreis. Mit allen Paketen ist man dann < 58 k€. Vor allen Förderungen.
Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist nicht schlecht und nach Förderung sehr gut.

Gut ich habe jetzt nicht so ein Basisteil zu Grunde gelegt, ich hatte mich da eher so an meinem jetzigen Auto orientiert.

Basis = 44.990€ + Batterie 4000€ + P1, P2, P3, P4, P6 + WP + Farbe = 59.000€ ohne 20 Zoll Räder.

Selbst nach Förderung sind es immer noch 50.000€ derzeit. Was ist denn daran ein gutes Preis-Leistungsverhältnis?

Dann noch mit der gekürzten Förderung ab 2023 und einer Bruttopreisberechnung?

Dennoch grundlegend das falsche Thema hier.

Mir hat die Kostenfrage beim Vergleich PHEV/Diesel keine Ruhe gelassen.

Wir haben eine Wallbox ohne die Möglichkeit, den Stromverbrauch direkt abzulesen. Deshalb habe ich jetzt mal den Stromverbrauch in unserem Haushalt seit Kauf unseres MQ4 PHEV Mitte 9/2021 mit dem Vorjahreszeitraum verglichen.

In den 7 Monaten seit Kauf des PHEV hatten wir einen Mehrverbrauch von ca. 1.500kWh = 450€, die auf das Laden unseres Sorento zurückzuführen sind.
Für Benzin haben wir in diesem Zeitraum ziemlich genau 1.000€ ausgegeben.

Gefahren sind wir in den 7 Monaten 16.000km. Ziemlich hälftig Stadtverkehr elektrisch und Langstrecke ohne Laden.

1.450€/16.000km = 9€/100km

Laut Spritmonitor verbraucht der Sorento Diesel im Schnitt 9Liter Diesel/100km.
Bei einem Dieselpreis von 1,90€/Liter wären das 17€/100km.

Die durchschnittliche Fahrleistung für Pkw in Deutschland liegt bei 15.000km/Jahr.

15.000km/100km x 17€ = 2.550€ Dieselkosten pro Jahr
15.000km/100km x 9€ = 1.350 Kosten für Benzin und Strom/Jahr

Die Mehrkosten für den Verbrauch beim Diesel wären also 1.200€ pro Jahr. Dazu kommen ca. 280€ Unterschied bei der Steuer.

Wenn man mit einer Haltedauer von 10 Jahre rechnet, ergibt sich eine Differenz von 14.800€

Der Listenpreis für den Sorento MQ4 Diesel AWD in der Platinum-Ausstattung liegt bei 58.000€
Der Sorento PHEV Platinum kostet inzwischen 64.000€.

D.h. auch ohne BAFA-Förderung rechnet sich normalerweise der PHEV gegenüber dem Diesel.
Voraussetzung ist natürlich die Lademöglichkeit.

Für ausgesprochene Langstreckenfahrer und Wohnwagenbesitzer zählen sicher andere Kriterien.

Wenn Du davon ausgehst das Auto 10 Jahre zu fahren und dabei die von dir berechneten 300.000 km zu fahren geht die Rechnung schon auf. Vorausgesetzt Du hast keine Reparaturen die zu deinen Lasten gehen.
Andererseits gehst Du von Benzin- und Dieselpreisen aus die derzeit an den Tankstellen zu finden sind. Dabei sollte man lieber einen Schnitt rechnen, denn die Preise sind derzeit immer noch außergewöhnlich hoch.

Ich für meinen Fall würde bei meinen 10.000 bis 12.000 km vermutlich nach 10 Jahren den Preisunterschied noch nicht heraus haben, wenn ich das Auto überhaupt so lange fahre.

Nicht falsch verstehen, der PHEV ist derzeit die erste Wahl, ich habe gesamt einen Rabatt von 16.000€ bekommen inkl. Förderung und Rabatt, weil der Hersteller die Autos in den Markt drücken will.

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15.000km/Jahr x 10 Jahre = 150.000km. Das ist die durchschnittliche Fahrleistung in Deutschland.
Das habe ich zur Berechnung genommen, auch wenn wir persönlich momentan mehr fahren.

In der Zeit sind teure Reparaturen eher nicht zu erwarten, bzw. bei KIA 7 Jahre durch die Garantie abgedeckt.

Ich bin überzeugt, dass die Spritpreise nie wieder wesentlich sinken. Im Gegenteil.
Die CO²-Bepreisung ist doch beschlossene Sache.

Strom aus erneuerbarer Energie ist dagegen ziemlich preisgünstig herzustellen. Das wird sich in den nächsten Jahren zunehmend bemerkbar machen.

Mir ging es bei meiner Berechnung darum
1. meine persönliche Entscheidung für einen PHEV zu überprüfen und
2. die Auswirkungen durch den Wegfall der BAFA-Förderung zu relativieren.

Ein PHEV rechnet sich auch ohne Förderung.

Die 4Cent Preissenkung beim Strom ab 1.7.2022 durch den Wegfall der EEG-Umlage sind noch ein Argument.

Also Deine Rechnung ist interessant.

Gehen wir mal von 9 Litern auf Langstrecke aus und 20 kWh im elektrischen Betrieb ein. Bei 50/50 sind das jeweils 4,5 Liter und 10 kWh auf 100 km.
Bei 4,5 Liter zu 1,90€ und 10 kWh zu 30 Cent komme ich auch kosten von 11,55€. Das sind realistische Werte, vor allem wenn man 9 Liter im Vergleich für den Diesel annimmt.

Somit sind es 9 x 1,90€ = 17,10€ für den Diesel und 11,55€ für den PHEV.
Bei einer Differenz von 5,55€ sind es bei 15.000 km 830€ Unterschied.
Wie gesagt, bei den derzeitigen Benzinpreisen und vor allem Strompreisen, diese sind zum Teil in der letzten Zeit deutlich gestiegen.

Steuern vernachlässige ich, da der Diesel nur alle 2 Jahre in die Wartung muss gleicht sich das wieder aus.

Ohne eine Förderung hätte ich weder den Ceed noch den Santa Fe gekauft. Besonders Leasingkunden würden es vermutlich ähnlich tun.

Ich weiß jetzt wo mein Rechenfehler liegt: Ich habe ja meine in den letzten 7 Monaten tatsächlich bezahlten Tankabrechnungen zugrunde gelegt. Das war natürlich überwiegend vor dem Krieg in der Ukraine und gar nicht so selten in Österreich mit 1,30€/Liter E5. Beim Diesel habe ich 1,90€ gerechnet. Das ist natürlich nicht korrekt.

Deine Berechnung ist wahrscheinlich richtig!
Aber selbst dann gleicht sich in 10 Jahren der Unterschied beim Kaufpreis aus.

Der Strompreis ist bei unseren lokalen Stadtwerken nicht gestiegen und wird ab 1.7.2022 von 30Cent auf 26Cent/kWh sinken, weil die EEG-Umlage wegfällt. (Unsere Stadtwerke betreiben eigene Windräder, haben Wasserkraft etc., sind also bei der Stromerzeugung kaum abhängig von den Kosten für Kohle und Gas.)

Ich bin überzeugt, dass der Dieselpreis nicht mehr wesentlich runter gehen wird. Das ist politisch so gewollt.

Immer mehr Hersteller verabschieden sich immer schneller von den Verbrennern. Als Jahrzehnte überzeugter und glücklicher Diesel-Fahrer würde ich heute nicht mehr in ein Auto mit dieser Technik investieren.

Dann hast Du Glück mit deinem Stromanbieter. Meiner will jetzt 43 Cent pro kWh haben, ich habe noch einen Vertrag über 29 Cent, ob die Preise weiter steigen weiß ich noch nicht sicher.. Ist ebenfalls der Grundversorger, dafür ist dann die EEG Umlage schon jetzt abgezogen vom neuen Preis, sonst wäre er nicht höher.
Ist übrigens auch ein reiner Ökostromanbieter.
Ich werde mal schauen wohin ich dann wechseln werde, viele nehmen ja ohnehin keine neuen Kunden auf.
Generell ist der Strompreis deutschlandweit deutlich gestiegen.

Beim Dieselpreis ist es vielleicht politisch so gewollt, das hat aber keinen Einfluss auf den Preis, da die Steuern die darauf erhoben werden fest sind, bis auf die MwSt. die dynamisch vom Gesamtpreis abhängt.

Zitat:

@Die_Santa_Fee schrieb am 14. April 2022 um 18:11:20 Uhr:


Interessanter Nebensatz:

Zitat:

"Andere Bemessungsgrundlage ab 2023

Außerdem soll von Januar 2023 an die Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Höhe der Fördersätze für reine E-Autos der Gesamtfahrzeugpreis (brutto) inklusive Sonderausstattung sein - bisher sei es der Nettolistenpreis des Basismodells ohne Sonderausstattung. Der Förderdeckel liege künftig bei 65.000 Euro Gesamtfahrzeugpreis."

Quelle: Tagesschau

Hier würde mich ja interessieren was unter Gesamtfahrzeugpreis verstanden wird. Der tatsächliche Kaufpreis inkl. aller Sonderausstattung und nach Abzug des vom Händler gewährten Rabatt? Den sonst müsste es ja Fahrzeuglistenpreis inkl. Sonderausstattung heißem.....

Ich verstehe unter Bruttogesamtfahrzeugpreis den Betrag, den man beim Händler zahlen muss, damit der Wagen auf die Straße kommt (eventuell ohne Zulasdungskosten). Da ist dann alles drin.

Zitat:

@Nipo schrieb am 17. April 2022 um 09:08:04 Uhr:


Ich verstehe unter Bruttogesamtfahrzeugpreis den Betrag, den man beim Händler zahlen muss, damit der Wagen auf die Straße kommt (eventuell ohne Zulasdungskosten). Da ist dann alles drin.

Die Hoffnung habe ich auch, damit ich wenigstens 4000 Förderung bekomme falls der GT zu spät kommt....

Aber man wird sehen....

Ich denke das sind nachher Feinheiten die noch beschlossen werden müssen. Da man aber bisher vom Listenpreis ausgegangen ist, gehe ich davon aus, dass man da dann vermutlich auch von einem Listenpreis ausgehen wird.
Die Betrugsgefahr wäre vermutlich auch zu groß, wenn es nach dem Preis im Vertrag ginge.
Schließlich wirft man dem Bürger ja auch vor, er könne beim Datum betrügen.

Interessantes Detail ist übrigens auch, dass der Wegfall der Förderung einen Bruch des Koalitionsvertrags darstellt. Also ist da auch noch nicht das letzte Wort drüber gesprochen.
Auf alle Fälle hätte man die Wähler dadurch getäuscht.

Zitat:

@Die_Santa_Fee schrieb am 17. April 2022 um 09:20:55 Uhr:


Ich denke das sind nachher Feinheiten die noch beschlossen werden müssen. Da man aber bisher vom Listenpreis ausgegangen ist, gehe ich davon aus, dass man da dann vermutlich auch von einem Listenpreis ausgehen wird.
Die Betrugsgefahr wäre vermutlich auch zu groß, wenn es nach dem Preis im Vertrag ginge.
Schließlich wirft man dem Bürger ja auch vor, er könne beim Datum betrügen.

Interessantes Detail ist übrigens auch, dass der Wegfall der Förderung einen Bruch des Koalitionsvertrags darstellt. Also ist da auch noch nicht das letzte Wort drüber gesprochen.
Auf alle Fälle hätte man die Wähler dadurch getäuscht.

Für mich macht es eher Sinn den Kaufpreis zu nehmen anstatt des Listenpreis. Somit wird der Hersteller ermutigt sich indirekt weiter an der Förderung zu beteiligen in Form des Rabatt als "versteckte Förderung" um unter die 65k zu kommen.

Ich vermute genau das wird man zu verhindern wissen.
Allein schon die Gefahr, dass ein falscher Kaufvertrag ausgefüllt wird, der dann den entsprechenden Preis enthält. Nein, sowas öffnet Tür und Tor für Betrug.
Und wenn wie gesagt schon der Zeitpunkt der Förderbarkeit nur über die Zulassung des Fahrzeugs bestimmt wird, weil man Angst hat, es könne das Datum im Kaufvertrag falsch sein, dann wird man da sicher auch sehr vorsichtig bleiben.

Zitat:

@Die_Santa_Fee schrieb am 17. April 2022 um 10:09:15 Uhr:


Ich vermute genau das wird man zu verhindern wissen.
Allein schon die Gefahr, dass ein falscher Kaufvertrag ausgefüllt wird, der dann den entsprechenden Preis enthält. Nein, sowas öffnet Tür und Tor für Betrug.
Und wenn wie gesagt schon der Zeitpunkt der Förderbarkeit nur über die Zulassung des Fahrzeugs bestimmt wird, weil man Angst hat, es könne das Datum im Kaufvertrag falsch sein, dann wird man da sicher auch sehr vorsichtig bleiben.

Ich denke genau andersrum.... es bleibt spannend:-)

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