Förderung für Phev soll zum Jahresende abgeschafft werden
Hallo zusammen, ich habe heute Früh gehört das die Plugin-Hybride zum Jahresende nicht mehr gefördert werden sollen? Meiner kommt zum Glück in 2 Monaten aber..... ist das nicht kontraproduktiv?
Der Hybrid ist doch der Einstieg in die E-Mobilität und die Förderung ein Anreiz.
Ich finde die Ansichten und Regeln der Bundesregierung manchmal etwas seltsam. Wie realitätsfremd das ist, zeigt sich ja auch an einigen Coronaregeln ;-)
Mein Wort zu Ostern ;-)
Gruß Tommy
105 Antworten
@stelen,
das wäre ja okay, wobei da natürlich auch die Gefahr besteht, dass dann zum Ende hin noch ein paar extra Runden um den Block gedreht werden um die elektrische Laufleistung zu erhöhen.
Super wäre es aber, wenn man den Flottenbetreibern sagen würde, ihr könnt nur den WLTP Verbrauch von der Steuer absetzen. Egal bei welchem Antrieb. Das würde vielleicht den einen oder anderen dazu motivieren, seine Mitarbeiter zum laden zu animieren. Klar würde der PHEV für den einen oder anderen Betrieb dann uninteressant werden, aber er würde dann artgerecht betrieben werden.
Diese ganze Subventionierung ist kompletter Nonsens, weil sie nur von denen abgegriffen wird, die sowieso schon genug haben. Darüber hinaus würde mich mal interessieren, wie vieler dieser Hybrid Karren tatsächlich konsequent geladen werden. Der X5 45e z.B. ist der meist verkaufte X5 aktuell. Aber die Ladetechnologie ist so schlecht, dass das Volladen dieser mickrigen Batterie über 7h dauert. Was ist das für ein Schwachsinn?
Was bedeutet "artgerecht"? Mein Prokurist fährt unter der Woche brav elektrisch, am WE ballert er aber gern mal ein paar hundert Kilometer zu Freunden. Nun werden Leute postulieren, das wäre genau das wozu der PHEV gedacht sei. Ja maybe, aber wo soll der Umweltpolitische Nutzen dabei sein? Mit einem Diesel statt des Benziner-PHEV käme er vielleicht auf minimal höhere Schadstoffwerte, die aber komplett zu vernachlässigen wären.
Wer tatsächlich bei 80% E-Nutzung ist kann auch problemlos auf ein BEV wechseln.
Nein keine blöde Theorie, sondern eigenes Erleben aus >400.ooo km PHEV und >100.ooo km BEV.
Gute Ansätze, genau meine Rede!
Jedes Jahr nachweisen wieviel elektrisch gefahren wurde und für den elektrischen Anteil den verminderten GWV erhalten.
Für jedes Jahr, in dem man 80% elektrischen Anteil schafft, würde ich 1/3 der Förderung ausbezahlen. So müsste das Auto 'artgerecht' bewegt und 3 Jahre gehalten werden.
Ebenso finde ich auch, dass nur WLTP absetzbar sein sollte. Alles andere ist individueller Luxus oder zeitliche Fehlplanung, die aus eigener Tasche finanziert werden sollte.
Aber die Autolobby... Lächelt über solche Zeilen nur müde.
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Zitat:
@stelen schrieb am 15. April 2022 um 14:21:01 Uhr:
Was bedeutet "artgerecht"? Mein Prokurist fährt unter der Woche brav elektrisch, am WE ballert er aber gern mal ein paar hundert Kilometer zu Freunden. Nun werden Leute postulieren, das wäre genau das wozu der PHEV gedacht sei. Ja maybe, aber wo soll der Umweltpolitische Nutzen dabei sein? Mit einem Diesel statt des Benziner-PHEV käme er vielleicht auf minimal höhere Schadstoffwerte, die aber komplett zu vernachlässigen wären.
Wer tatsächlich bei 80% E-Nutzung ist kann auch problemlos auf ein BEV wechseln.
Nein keine blöde Theorie, sondern eigenes Erleben aus >400.ooo km PHEV und >100.ooo km BEV.
Naja, es verringert aber den Reiz am Wochenende ein paar hundert Kilometer zu ballern, wenn der Chef eben diese Benzinkosten nicht mehr trägt und er es selbst bezahlen muss.
Hier liegt aber der Fehler auch nicht in der Technik, sondern in der falschen Förderpolitik, denn der PHEV wurde ja sicherlich nur Aufgrund der günstigen Versteuerung gewählt
Ich selbst schaffe kein 80% elektrischen Anteil, ich liege bei etwa 65 bis 70%. Ich würde aber grundsätzlich nicht auf ein reines BEV umsteigen, zum einen weil es keine entsprechende Alternative gibt und ich auf meinen Urlaubsfahrten nicht mit der ganzen Familie an Bord das Abenteuer der mangelhaften Ladeinfrastruktur durchleben möchte.
Ich habe mich ja sehr bewusst für einen PHEV entschieden, nun den zweiten in Folge, weil es eben für mich die ideale Technik ist.
Daher vertrete ich auch die Meinung, dass die Förderung auch für PHEV gerechtfertigt ist, man aber im Bereich Gewerbe das ganze reformieren sollte.
Das ganze Problem beginnt bei der Dienstwagenbesteuerung im Generellen. Wenn die so nicht wäre, hätten wir einen Fuhrpark in D wie in Frankreich.
Die Begründung für den Wegfall der BAFA-Förderung bei PHEVs war in einem Interview mit Minister Habeck, dass "sich diese am Markt etabliert haben und deshalb nicht mehr gefördert werden müssen." So habe ich das in Erinnerung.
Ich freue mich sehr, dass ich für unseren Sorento PHEV noch von der Förderung profitiert habe.
(Ein 1/2Jahres-Wagen bei dem der Händler die BAFA-Förderung schon kassiert hatte und dann entsprechend günstig verkaufen konnte. - Sowas findet man inzwischen nicht mehr.)
Einen preislich konkurrenzfähigen BEV in entsprechender Größe hätte es nicht gegeben.
Also wäre es in unserem Fall ohne Förderung ein Verbrenner geworden.
Aus Sicht des Staates kann ich verstehen, dass bei einem inzwischen völlig überhitzten Markt kein Steuergeld mehr hineingepumpt wird. Sehr unfair ist es aber, dass das Datum der Erstzulassung für die Förderung zählen soll und nicht das Kaufdatum. Für die Lieferzeiten von über einem Jahr können die Kunden nichts und sollen jetzt dafür bestraft werden.
Ich bin sehr glücklich, im Alltag elektrisch fahren zu können. Und auf Langstrecke ohne Laden fährt man ja quasi mit einem "Vollhybrid", also auch ziemlich sparsam. Es gibt auch ohne Förderung gute Gründe, sich für einen PHEV zu entscheiden. Die Hersteller werden evtl. mittelfristig ohne die staatliche Förderung mit den Verkaufspreisen runter gehen. Da wird Angebot und Nachfrage entscheiden.
Übrigens hat sich der Sohn jetzt einen Toyota Vollhybrid bestellt, weil der bis zum Sommer lieferbar ist und er dann ein Auto braucht. PHEVs und BEVs in seinem Preissegment wären bis dahin nicht lieferbar gewesen. Junge Gebrauchte werden inzwischen teurer verkauft als Neuwagen, einfach weil sie sofort verfügbar sind. Verrückte Welt.
Die PHEV haben sich am Markt etabliert ist gut gesagt, weil sie sich eben wirtschaftlich lohnen. Wenn aber ein PHEV runde 7000€ mehr kostet als ein vergleichbarer Verbrenner, dann lohnt er sich wirtschaftlich eher nicht und wird auch keine Käufer finden. Da denkt der Minister ein wenig zu kurz.
Auch bei mir wäre es ein Diesel geworden, wenn der PHEV nicht preislich ebenbürtig gewesen wär.
Nein, ich kann den Staat nicht verstehen, der Staat hat ja ein Ziel und um dieses zu erreichen kann er auf den PHEV nicht verzichten. Immerhin sind 50% der einen Million Elektroautos mit einem E am Ende des Kennzeichens Hybride.
Ich mag diese Denkweise des Staates nicht, weil immer alles absolut sein muss, ohne es wirklich leisten zu können. Soll dieser Staat doch glücklich sein über jeden Liter Benzin der gespart wird. Nicht den Wunsch verfolgen, dass alles nur noch elektrisch ist, sondern einen Schritt nach dem anderen gehen.
Ob die Preise sinken? Ich denke eher nicht. Schaut man sich derzeit an was bei den BEV passiert, dann könnte es auch den PHEV treffen. Aufgrund der höheren Batteriepreise hat Tesla sein Model 3 7000€ teurer gemacht, Ford seinen Mustang Mach e sogar ganze 10.000€, selbst Aiways verkündete eine Preiserhöhung von 2500€. Ein Kürzung der Förderung wird die Nachfrage dabei sicher nicht erhöhen.
Wenn man sieht was alles subventioniert wird, dann ist die Förderung der E-Mobilität ein Witz. Wie ich oben schon schrieb, 4,6 Milliarden Euro für 6 Jahre Förderung und jetzt geben wir über 3 Milliarden Euro aus um 3 Monate günstigeren Sprit an den Tankstellen zu haben.
Hat mal einer ausgerechnet, wieviel es dem Staat gekostet hat den Diesel Kraftstoff zu subventionieren, seit Jahrzehnten?
Zitat:
@fragmal schrieb am 15. April 2022 um 07:48:03 Uhr:
Woher weißt Du dass mein PHEV für mich Sinnlos ist? Er ist für mich das genau Richtige Auto. Ich fahre rein elektrisch und für längere Strecken läuft der Benziner mit bei einem Verbrauch, mit Kupplungsträger und 2 EBikes, von 3,5 Liter. Also, erst denken und dann schreiben.
Hm, bin gerade mit dem Niro PHEV 450 km an die Ostsee gefahren, mit 2 E-Bikes hinten drauf um die 7,0 Liter auf 100 km. Fahrt an die Nordsee 350 km ohne Fahrradträger 5,5 Liter. Auf Langstrecke ist der PHEV auf jeden Fall nicht so effektiv. Tempomat auf 120 km/h gestellt, sonst wäre es noch mehr geworden.
Klar, wenn ich nur zu meinem Arbeitsplatz fahre (45 km am Tag) kann man den Kia PHEV im Sommer sehr sparsam bewegen, im Winter wenn man die Heizung braucht damit die Scheiben nicht beschlagen sieht das schon wieder anders aus.
Aber trotzdem Effektiv im Gegensatz zu einem reinen Verbrenner, auch mit "leerem" Akku.
Die Verbräuche die man auf Langstrecken erziehlen kann, sind dabei auch garnicht so sehr von Bedeutung, da diese ja meist die Ausnahme darstellt. Wenn ich z.B. von meiner jährlichen Fahrleistung 50% elektrisch fahren kann, halbiere ich ja meinen Verbrauch. So werden dann schnell aus den 7 Litern nur noch 3,5 Liter und weniger, wenn ich mehr elektrisch fahre.
Zitat:
@Die_Santa_Fee schrieb am 16. April 2022 um 07:30:14 Uhr:
Die PHEV haben sich am Markt etabliert ist gut gesagt, weil sie sich eben wirtschaftlich lohnen. Wenn aber ein PHEV runde 7000€ mehr kostet als ein vergleichbarer Verbrenner, dann lohnt er sich wirtschaftlich eher nicht und wird auch keine Käufer finden. Da denkt der Minister ein wenig zu kurz.
Keine Ahnung woher Deine 7.000 € stammen. Mein CLA 250e kostet in der Basis als PHEV 39.775 € (ohne Förderung !), der vergleichbare Diesel wäre der 220d für 42.586 € und für den schwächeren 200d muss man auch schon 37.657 €. Um vergleichbare Leistung im Benziner zu haben müsste man den 250 für 43.994 € nehmen. Ich für meinen Teil hätte den 250e auch ohne Förderung genommen.
Zitat:
Aufgrund der höheren Batteriepreise hat Tesla sein Model 3 7000€ teurer gemacht
Dass das irgendwas mit dem Batteriepreis zu tun hat darf bezweifelt werden, denn es betrifft ja nur das Einsteigermodell mit der kleinsten Batterie. Wetten das der Gewinn pro Fahrzeug bei Tesla in 2022 massiv nach oben schießt ?
Wir fahren unseren Sorento PHEV ziemlich genau die erwähnten 50% der Strecken im Pendelverkehr elektrisch.
50% Langstrecke ohne Ladenmöglichkeit als "Vollhybrid".
Als Durchschnittsverbrauch werden aktuell 4,6Liter Benzin/100km angezeigt.
(Dazu kommt natürlich noch Strom - der ist bei uns aus erneuerbaren Energien und kostet im Vergleich zu Benzin ungefähr die Hälfte.)
Zum Vergleich: Der Toyota Yaris Cross Vollhybrid, den der Sohn aus den genannten Gründen im Sommer bekommt, verbraucht als Kleinwagen laut ADAC 5,6Liter/100km.
Nicht nur der geringe CO²-Ausstoß, sondern auch die laufenden Kosten sind für mich als PHEV-Fahrer bei den derzeitigen Diesel- und Benzinpreisen - auch ohne BAFA-Förderung - definitiv attraktiv.
Der Dieselpreis wird politisch gewollt in den nächsten Jahren eher steigen, als fallen.
Umgekehrt bedeutet der Wegfall der EEG-Umlage, dass die Strompreise ab 1.7.2022 um ca. 4Cent/kWh sinken werden.
Aus diesen Gründen werden sich auch ohne BAFA-Förderung viele Käufer für einen PHEV oder gleich ein vollelektrisches Auto entscheiden.
Das Problem ist doch momentan eher, dass all die schönen Elektroautos und PHEVs wegen Chipmangel nicht geliefert werden können.
Wir sind ja hier im Themenbereich Kia EV/Hybrid und da brauche ich nur schauen, wie hoch der Unterschied ist z.B. zwischen einem Ceed SW mit 160 PS und einem Ceed SW mit 141 PS. Hier liegen wir bei ca. 5000€ Unterschied, bei einem Sorento 6000€ zum Hybrid und wenn ich meinen Santa Fe von Hyundai anführen darf 7000€ zum Diesel.
Dein CLA 250e kostet anscheinend auch bereits um die 42.000€ laut aktueller Liste.
Ob man die Motorleistung vergleichen sollte ist auch fraglich, ich hätte keine 265 PS Systemleistung gebraucht, ein 200 PS Diesel wäre da schon ideal gewesen.
Zu Tesla: Die Info stammt so von Tesla, was stimmt weiß ich natürlich nicht, aber andere Hersteller haben auch die Preise erhöht, mal schauen wer noch folgt.
Wenn schon die "BILD" über das Geschäftsmodell schreibt, in Deutschland einen geförderten Tesla zu kaufen, 1/2 Jahr zu fahren und dann mit Gewinn nach Dänemark zu verkaufen, dann wird das Elon Musk nicht entgangen sein.
Auch in den USA werden gebrauchte Teslas zu horrenden Preisen verkauft.
Angebot und Nachfrage. Ist doch klar, dass die Hersteller abschöpfen, was geht.
Die BAFA-Förderung wird bald nicht mehr ausschlaggebend für die Kaufentscheidung sein.
In Dänemark ist der Verkauf mit dem Ende der Förderung (über Steuern) komplett eingebrochen. Daher werden ja günstige junge Gebrauchte dort gern angenommen.
Tesla hat seine Modellpalette in der letzten Zeit in allen Bereichen verteuert. Die Nachfrage ist derzeit noch vorhanden, ein Tesla Model 3 hat sich ja auch nicht nur um die 7000€ verteuert, sondern auch noch in der Förderung verringert, so dass es insgesamt 8600€ mehr sind die man jetzt zahlen soll.
Gut Tesla ist wie Apple, da ist es egal was man kauft und was es kostet, solange der richtige Name drauf steht, wird es gekauft.
Aber würde das bei einem Kia auch gehen?
Ein EV6 mit ein wenig Ausstatung dem großen Akku und dem kleinsten Motor knackt die 60.000€ Marke, selbst nach Abzug der Förderung steht das eigentlich schon in keinem Verhältnis mehr.