Förderung für Phev soll zum Jahresende abgeschafft werden

Kia

Hallo zusammen, ich habe heute Früh gehört das die Plugin-Hybride zum Jahresende nicht mehr gefördert werden sollen? Meiner kommt zum Glück in 2 Monaten aber..... ist das nicht kontraproduktiv?
Der Hybrid ist doch der Einstieg in die E-Mobilität und die Förderung ein Anreiz.

Ich finde die Ansichten und Regeln der Bundesregierung manchmal etwas seltsam. Wie realitätsfremd das ist, zeigt sich ja auch an einigen Coronaregeln ;-)

Mein Wort zu Ostern ;-)

Gruß Tommy

105 Antworten

Zitat:

@digiminox schrieb am 14. April 2022 um 12:38:31 Uhr:


In einem anderen Beitrag hieß es, weil die Lieferzeiten so lange sind, wäre die Bafa bis 31.12.23 verlängert. Ob es stimmt, weiß ich nicht.

Dieser Satz macht wenig Sinn. Welcher Teil der Förderung soll mit "die BAFA" gemeint sein?

Der staatliche Anteil an der Förderung wird aktuell als Umweltbonus bezeichnet und kann bis zum 31.12.2025 beantragt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass bestimmte Fahrzeuge ausgeschlossen werden (so wie aktuell mit den Vorgaben an Verbrauch und rein elektrische Reichweite bei Plug-In Hybriden).
Die Innovationsprämie ist ebenfalls ein staatlicher Anteil der Förderung und wurde aufgrund der Coronapandemie geschaffen und bis 31.12.2022 verlängert.
In dem Entwurf, der in den letzten Tagen bekannt wurde, ist künftig nur von Bundesanteil die Rede. Mit 4.000€ ist dieser höher als der Umweltbonus mit max. 3.000€.

Die Änderung vom Nettolistenpreis zum tatsächlichen Verkaufspreis ist ein interessanter Ansatz.

Ich halte den Ansatz für richtig, dass man "niedrigpreisige" Elektrofahrzeuge weiterhin fördert. Wer über 65.000€ für ein Fahrzeug bezahlt ist schlichtweg nicht auf eine Förderung angewiesen.

Zitat:

@_autosuchender_ schrieb am 14. April 2022 um 23:21:06 Uhr:


Bei VAG bekommt man ja gar keinen mehr bei jetziger Neubestellung. Angesichts der mickrigen E Reichweite denke ich eher das die PHEVs gar nicht mehr zurück kommen bei VAG.

Ursache dafür sind erhebliche Schwierigkeiten in der Bauteilversorgung und nicht mangelnde Nachfrage.

@206driver,

es ist ja egal wie das Kind genannt wird, dem Kunden ist es nur wichtig wieviel er bezahlt. Daher ist es eine Kürzung von 2000€, bzw. die Änderung von Nettolistenpreis zu tatsächlichen Bruttopreis wird eine weitere Kürzung bedeuten. Selbst ein EV6 würde damit schon die geringere Förderung erhalten.

Fatal an der Geschichte sind dazu noch die offenen Bestellungen, die dann bei Auslieferung entweder garnicht oder geringer gefördert werden. Schon heute kann man dann keines dieser Fahrzeuge mehr bestellen, da die Auslieferung vermutlich eh nicht mehr dieses Jahr erfolgt. Viele Kunden werden dann ihre Bestellungen auch stornieren, gerade Großkunden können die Hersteller diese Stornierung kaum verweigern.
Das traurige daran ist, dass der Staat am Ende sowieso alles bezahlt, entweder durch die Prämie oder eben an den Hersteller der einen Umsatzeinbruch vermeldet und der dann sozusagen seine Fahrzeuge über diesen Weg staatlich gefördert verkauft.

Leider denken die Menschen in Deutschland immer noch, man würde sich einen PHEV nur wegen der Förderung kaufen, das ist aber schlicht falsch. Durch die Förderung kostet das Auto ja nicht weniger, es wird nur soweit günstiger, dass es auf dem Niveau eines vergleichbaren reinen Verbrenners liegt.

Für reine Elektro ändert sich doch vermutlich gar nicht viel.
Bisher galt, dass der Herstelleranteil so hoch ist wie der Umweltbonus (plus Umsatzsteuer). Mit der Innovationsprämie konnte man für reine Elektro so maximal 9.570€ an Förderung erhalten.
Wenn der Herstelleranteil nun auch dem neuen Bundesanteil entspricht (plus Umsatzsteuer), dann kämen reine Elektro auf 8.760€ in 2023 und 6.570€ in 2024 und 2025.

Es ist und bleibt jedoch aktuell nur ein Entwurf. Abschließende Klarheit gibt es erst in einigen Wochen.

Ist ja leicht zu rechnen.
Ein EV6 hat bisher 6000€ Förderung von staatlicher Seite erhalten, ab 2023 dann nur noch 4000€ und da das Auto dann nach Bruttopreis über 40.000€ kostet vermutlich nur noch 3000€.
Für mich sind es 3000€ weniger Förderung von staatlicher Seite.
Da durch die Neuberechnung des Kaufpreises vermutlich auch der Herstelleranteil sinken wird, von 3000€ auf 2500€, macht dieser Anteil noch 2975€ (inkl. Steuer) aus.
Somit käme ein Auto welches bisher mit 9570€ gefördert wurde nur noch auf 5975€ Förderung.
Der Besteller eines EV6 muss sich also auf rund 3600€ Mehrkosten einstellen.
Spannend wird es dann bei Leasingverträgen, bei denen die Prämie als Sonderzahlung angerechnet wurde.

Themenbezogen verlieren hier die Besteller von PHEVs am meisten, nämlich die gesamte Prämie. Viele Verträge werden dann daran scheitern.

Die Hersteller könnten natürlich gegensteuern und die reinen Verbrenner soweit verteuern, dass die PHEV wieder interessant sind. An Senkungen scheint ja nicht zu denken zu sein.

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Wieso sollte der Herstelleranteil abgesenkt werden?

Bisher war der Herstelleranteil so hoch wie der Umweltbonus (plus Umsatzsteuer) und darauf beruht mein Beitrag.

Oh, ich wusste gar nicht das ich hier so eine große Diskussion kostete ?? Ich hatte meinen VOLVO zum Schnäppchen von 340€ brutto geleast (20.000km bei 36 mon) und zu gleichen Konditionen suchte ich etwas Neues. Es gab aber kaum etwas (Kombi) zu dem Preis außer den geförderten. Da ich aus Prinzip nicht bereit bin mehr auf den Tisch zu legen, wäre es ansonsten ein gebrauchter geworden. Mir war bei der Bestellung aber auch nicht bewusst dass die Förderung auch wegfallen könnte, das sie so massiv beworben wurde. Ich bekomme sie ja jetzt noch aber bei einer längeren Lieferzeit hätte das auch eng werden können.
Für mich ist das Fahrzeug bei täglich 20km Arbeitsweg ideal.

Ein Kumpel arbeitet in einem Autohaus und er hat schon vor Jahren gesagt das geleaste Hybride als Firmenwagen bei der Angabe meist das Ladekabel noch original eingeschweißt im Kofferraum haben. Die Angestellten haben von der Firma einen Tankkarte, warum sollten sie zu Hause den eigenen Strom laden?

Parallel zu der Neuausrichtung der Neuwagenförderung wird es in der Tat in Kürze auch einen Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge und PHEV geben. Bisher war es kaum attraktiv einen Gebrauchten zu erwerben. Das dürfte sich durch die Neureglung der Förderung wohl ändern. Ggf. nicht so schnell wie gewünscht, aber dennoch werden auch die ganzen Leasingrückläufer verkauft werden (müssen).

Zitat:

@206driver schrieb am 15. April 2022 um 09:11:19 Uhr:


Wieso sollte der Herstelleranteil abgesenkt werden?

Weil Fahrzeuge die bisher als Fahrzeuge unterhalb von 40.000€ Nettolistenpreis galten, nach der neuen Regelung über 40.000€ liegen würden und somit auch der Herstelleranteil sinken würde.
Daher nannte ich ja den EV6. Dieser wäre über die gesamte Modellpalette in voller höher förderbar, da das Basismodell netto unter 40.000€ kostet. Berücksichtigt man aber zukünftig nur noch den realen Bruttopreis, läge jeder EV6 darüber.

@flensem,

obwohl ich sagen muss der Markt ist anscheind schon jetzt attraktiv. Der Händler bei dem ich bestellt hatte bietet derzeit PHEV Neuwagen (die bestellt werden müssen) günstiger an als sofort verfügbare gebrauchte PHEV.

Natürlich wird sich der Gebrauchtmarkt für die BEV's und Hybride etablieren.
Nur würde ich nicht davon ausgehen, dass die Preise da besonders günstig sein werden. Die Hersteller sind jetzt schon fleißig dabei, die Neupreise zu erhöhen und die Lieferbarkeit für Neuwagen ist eine unberechenbare Katastrophe.

Zitat:

@Isnoguddi schrieb am 15. April 2022 um 09:30:13 Uhr:


Ein Kumpel arbeitet in einem Autohaus und er hat schon vor Jahren gesagt das geleaste Hybride als Firmenwagen bei der Angabe meist das Ladekabel noch original eingeschweißt im Kofferraum haben.

Andere legitime Gründe dafür sind, dass viele Lademöglichkeit ein eigenes (integriertes) Ladekabel haben oder die Länge des Ladekabels ab Werk nicht ausgereicht hat.

Natürlich gibt es auch diese Fälle mit der Tankkarte - keine Frage.

Sehr viele rein private Nutzer eines Plug-In Hybrides nutzen diese jedoch richtig und haben einen hohen rein elektrischen Anteil. Es ist schon schade, dass das Fehlverhalten einer bestimmten Gruppe von Nutzern nun das Ende der Förderung für alle zur Folge hat.

Vermutlich hätte man die Doppelförderung aus staatlicher Kaufprämie und reduzierter Besteuerung (0,5% Besteuerung) abschaffen und durch ein "entweder oder" ersetzen sollen.

Zitat:

@Die_Santa_Fee schrieb am 15. April 2022 um 09:57:20 Uhr:



Zitat:

@206driver schrieb am 15. April 2022 um 09:11:19 Uhr:


Wieso sollte der Herstelleranteil abgesenkt werden?

Weil Fahrzeuge die bisher als Fahrzeuge unterhalb von 40.000€ Nettolistenpreis galten, nach der neuen Regelung über 40.000€ liegen würden und somit auch der Herstelleranteil sinken würde.
Daher nannte ich ja den EV6. Dieser wäre über die gesamte Modellpalette in voller höher förderbar, da das Basismodell netto unter 40.000€ kostet. Berücksichtigt man aber zukünftig nur noch den realen Bruttopreis, läge jeder EV6 darüber.

Kann dieser Argumentation nicht ganz folgen. Bisher waren alle Bestandteile der Förderung immer gleich hoch.

Es macht vermutlich wenig Sinn jetzt weiter auf Basis von Vorschlägen zu spekulieren.

Abschließende Klarheit bringt die Veröffentlichung im Bundesanzeiger und die Chancen stehen gut, dass dies noch im Sommer erfolgt.

Zitat:

Kann dieser Argumentation nicht ganz folgen. Bisher waren alle Bestandteile der Förderung immer gleich hoch.
Es macht vermutlich wenig Sinn jetzt weiter auf Basis von Vorschlägen zu spekulieren.
Abschließende Klarheit bringt die Veröffentlichung im Bundesanzeiger und die Chancen stehen gut, dass dies noch im Sommer erfolgt.

Ja bisher ja, das soll sich aber ändern. Wenn man das zugrunde legt was bisher geplant ist, ist die Rechnung doch leicht nachvollziehbar.

Genau. Im Sommer vielleicht. Selbst heute wäre es schon viel zu spät um die Beschlüsse zu verkünden.

Ich habe mein Kabel übrigens auch nie ausgepackt, da meine Wallbox ein festes Kabel hat.

Zitat:

@Die_Santa_Fee schrieb am 15. April 2022 um 11:19:35 Uhr:


Ja bisher ja, das soll sich aber ändern. Wenn man das zugrunde legt was bisher geplant ist, ist die Rechnung doch leicht nachvollziehbar.

Gibt es dafür eine glaubhafte Quelle?

Welche glaubhaften Quellen willst Du haben? Wenn das die Äußerungen gegenüber der breiten Presse seitens der Verantwortlichen sind, müssen wir stand heute erstmal davon ausgehen, dass es so oder so ähnlich kommen wird.

Aber natürlich kannst Du es in Frage stellen, weil alles was aus der Politik kommt die Frage der Glaubhaftigkeit verdient.

Letztlich werden wir es erst wissen, wenn es offiziell ist, was selbstverständlich dann zu spät ist für den Autokäufer von heute.

Es sind noch weitere Äußerungen getroffen worden und daher würde ich erstmal abwarten, bis es einen Beschluss dazu gibt. Irgendwo hatte ich auch davon gelesen, dass die Grenze von € 40.000 abgeändert werden soll auf € 65.000 brutto Kaufpreis inkl. Sonderausstattung (Quelle finde ich nicht mehr).

Im Grunde wäre es recht einfach gewesen. Einfach die Förderung umstellen, das sie an eine sinnvolle Nutzung (>80% E-Anteil) gekoppelt ist. Beim Verkauf / Leasingende wird das Auto ausgelesen und liegt man unter 80% E-Anteil muß der Förderbetrag zzgl. Zinsen wieder zurückgezahlt werden.

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