Fiesta 1.5 TDCI Zahnriemen übersprungen

Ford Fiesta Mk7 (JA8)

Hallo zusammen,

mich hat es gestern auf dem Heimweg auf der Autobahn erwischt. Mein Fiesta 1.5 TDCi (93.000 km) Bj 2015 müsste er sein ist während der Fahrt plötzlich ausgegangen. Ich habe das Auto ausrollen lassen und versucht, es neu zu starten — der Motor dreht, springt aber nicht mehr an.

Also den ADAC gerufen und abschleppen lassen. Heute kam die Rückmeldung von der Werkstatt: Der Zahnriemen ist wohl übersprungen. Ich habe mir das Ganze heute selbst angeschaut — der Zahnriemen hat ein klein wenig Spiel. Ansonsten ist das Auto in einem sehr guten Zustand.

Mein Wunsch wäre, das Fahrzeug reparieren zu lassen und weder einen Austauschmotor einzubauen noch es zu verkaufen.

Der Vorschlag der Werkstatt lautet, den Motor einmal zu öffnen und mit einem Endoskop hineinzuschauen. Der Meister meinte, wenn ich Glück habe und die Kolben sowie Ventile keinen Schaden abbekommen haben, könnte er die Nockenwelle (die müsste in jedem Fall neu) und den Zahnriemen tauschen. Eine Garantie, dass der Motor danach wieder problemlos läuft, könne er mir aber nicht geben.

Er sagte, er habe so einen Fall erst einmal gehabt, und da lief der Motor nach der Reparatur einwandfrei.

Ich bin dem Vorschlag grundsätzlich nicht abgeneigt, habe aber ehrlich gesagt keine Lust, eventuell Geld zu verbrennen, wenn es am Ende doch nichts bringt.

Was haltet ihr von diesem Vorschlag?

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann dazu etwas sagen?

Danke euch schon mal!

9 Antworten

Die Motoren haben gerne kaputte Zahnriemen (gerissen oder fehlende Zähne), man sollte die obere Zahnriemenabdeckung abnehmen und den Motor von Hand durchdrehen, als erstes stellt sich die Frage ob sich der Zahnriemen überhaupt dreht, dann ob und wieviele Zähne fehlen.

Einfach überspringen kann der Zahnriemen nicht.

Je nach dem kann man auch einfach den Zahnriemen neu machen (Steuerzeiten richtig einstellen), dann sieht man sofort ob der Motor läuft oder nicht.

Zitat:
@FocusGT schrieb am 25. Juni 2025 um 17:56:19 Uhr:
Die Motoren haben gerne kaputte Zahnriemen (gerissen oder fehlende Zähne), man sollte die obere Zahnriemenabdeckung abnehmen und den Motor von Hand durchdrehen, als erstes stellt sich die Frage ob sich der Zahnriemen überhaupt dreht, dann ob und wieviele Zähne fehlen.
Einfach überspringen kann der Zahnriemen nicht.
Je nach dem kann man auch einfach den Zahnriemen neu machen (Steuerzeiten richtig einstellen), dann sieht man sofort ob der Motor läuft oder nicht.

Danke für die schnelle Rückmeldung @FocusGT wenn’s sich von Hand drehen lässt gutes Zeichen ?

wenn’s sich von Hand drehen lässt gutes Zeichen ?

jain, es muss ja einen Grund geben, wenn es mit wirklich mit dem Zahnriemen zusammenhängt ist es sehr wahrscheinlich das es ein Motorschaden gibt

Eigentlich spring der ZR nur über, bei plötzlicher Belastung, z.B. Startvorgang, aber nicht bei gleichmäßiger Fahrt auf der AB.

Gruß jaro

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Zitat:
@jaro66 schrieb am 25. Juni 2025 um 22:22:10 Uhr:
Eigentlich spring der ZR nur über, bei plötzlicher Belastung, z.B. Startvorgang, aber nicht bei gleichmäßiger Fahrt auf der AB.
Gruß jaro

Plötzliche Belastung hatte der Wagen in diesem Fall aber nicht also nicht stark beschleunigt oder so.

Gruß

Hi,

ich verstehe ehrlich gesagt nicht was der Meister mit der Nockenwelle will?

Entweder die Kolben haben die Ventile getroffen und verbogen, dann kann vielleicht auch die Nockenwelle was ab gekriegt haben.

Oder es gab eben keine Berührung ( unwahrscheinlich wenn der Zahnriemen komplett runter wäre) dann hat die Nockenwelle auch nix ab gekriegt.

Das ist eine gebaute Nockenwelle, ein hohles Rohr wo die Nocken aufgeschrumpft werden. Sehr oft kommt es dann zu verdrehten Nocken auf der Welle. Dann bringt es nichts nur die verbogenen Ventile zu erneuern. Die Frage ist wieviel Zähne ist der Zahnriemen übergesprungen? Dreht der Motor per Hand noch gleichmäßig? Manchmal fehlen nur ein paar Zähne,so 3 bis 4 Zähne steht dann zum Beispiel das Nockenwellenrad falsch, da reicht es aus den Zahnriemen und die Spann und Umlenkrolle zu erneuern. Fehlen aber deutlich mehr Zähne und die Steuerzeiten passen überhaupt garnicht mehr,wenn der Motor an der Kurbelwelle durchgedreht wird, dann werden die Ventile krumm sein und eventuell auch die Nocken verdreht. Das ist nicht ganz unbekannt bei den Motoren,deren ZR Wechselintervall ja auch 10 Jahre beträgt. Die Spann und Umlenkrolle aus Kunststoff laufen vorzeitig zu stark ein, nutzen sich übermäßig ab,so das der Zahnriemen zu locker ist, die Spannvorrichtung an der Spannrolle kann auch einen Schaden aufweisen. Besser ist hier schon nach 8 bis 9 Jahren bei weniger als 180.000km den ZR zu wechseln. Man könnte auch nach auflegen eines neuen Zahnriemen eine Druckverlustprüfung machen,wenn man sich nicht sicher ist ob Ventile verbogen sind, mit entsprechenden Adapter über Glühkerzen Gewinde. Oder Endoskopie der Ventile/Kolbenboden.

Bild #211583166

Das die Nockenwelle, vor allem so eine Leichtbauwelle schaden nimmt glaube ich sofort, aber nicht das nur die Nockenwelle defekt ist die Ventile aber noch ok sind.

Das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.

Also entweder ist nix kaputt, weil eben nur ein paar zähne fehlen und es keine Berührung gab, oder beides ist kaputt ( einige) Ventile und Nockenwelle.

Selbstverständlich brechen auch oft die Schlepphebel. Muss man ja wohl nicht erwähnen. Nur eben die Besonderheit der Nockenwelle sollte erwähnt werden.

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