Fensterscheibe knackst und hakt, eFH
Hallo,
bei meinem 94er GTI, 2-Türer hat die Fensterscheibe auf der Fahrerseite neulich beim Hochfahren ein sehr kräftiges Knackgeräusch abgegeben und ist danach nur noch sehr langsam hochgefahren. Das habe ich zweimal erlebt und die Scheibe vorsichtshalber nicht mehr bewegt, da ich im Moment keine Zeit für Reparaturen habe.
Heute hat ein Monteur beim Reifenhändler die Scheibe komplett runtergefahren und sie ist auf halber Höhe stehen geblieben. Runter ging, hoch nur noch, wenn ich mit einer Hand die Scheiben kräftig nach oben gezogen habe.
Weiß jemand, wo der Fehler bei diesen Symptomen zu suchen ist? Am Motor selbst sollte es nicht liegen, denn er funktioniert ja streckenweise und reproduzierbar. Ist vielleicht ein Plastikteil gebrochen? Wenn ja, welches?
14 Antworten
Da dürfte der mechanische Teil des Fehebs
defekt sein.
Vermutlich ist eine der Halteklammern gebrochen.
Google einfach mal da siehst du wie sowas aussieht und was es kostet, und ob es einzelteile gibt, dann haste schon Hinweise.
Wie so häufig, wird sich wohl bei dem Hebemechanismus die Seiltrommel und das Seil zerlegt haben.
Und/oder es sind die blauen Anschläge/Führungen der Seilzüge am Zugang zur Seiltrommel gebrochen.
Zwar gibt es im Zubehör dafür entsprechender Ersatzteile, aber leider schlechte Qualität.
Daher habe ich bei Bedarf immer Teile vom Schrottplatz besorgt.
Gruß, Zwackelmann.
Dann werde ich wohl am Besten die komplette Mechanik austauschen. Bei der Qualität von Ersatzteilen haben sich mir in den letzten Jahren schon mal die Fußnägel gekräuselt, aber beim Schrotti würde ich auch nur Sachen finden, die 20 Jahre alt und eine ungewisse Abnutzung haben.
Die ganze Mechanik ohne Motor gibt es ab unfassbaren 11 Euro. Bei d*p*rto kann man nach "Premium-Marken" filtern. Dann kostet es zwischen 19 (febi) und 45,- (valeo). Das ist beides bezahlbar. Gibt es zwischen den Anbietern Qualitätsunterschiede, oder stammt der Kram aus der gleichen Klitsche und wird nur mit anderen Namen versehen?
Womit habt ihr gute oder schlechte Erfahrungen gemacht: Meyle, febi, Vaico, Valeo, Magneti Marelli?
Gibt es unterschiedliche Varianten oder sind die alle untereinander (Modelljahr, Ausstattungsvariante, 3/5-Türer, ...) austauschbar?
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Nimm den von Magneti. Der macht sich bisher bei mir ganz gut. Unbedingt die "Packungsbeilage" beachten, denn der ist kein Nachbau, sondern eine Alternativkonstruktion. Der Motor wird mit weniger Schrauben befestigt bzw. mit anderen. (Mitgeliefert)
Die Scheibenführung kann man reinigen - Tunap 104.
Das musste auch mal auf die Gurte auftragen...
OK, dann besorge ich das Magnetiteil.
Ist es richtig, dass man den Nässeschutz möglichst wiederverwendet? Ich habe dazu nun einige, aber keine richtig guten Beiträge gefunden. Das Neuanfertigen soll eine besch*** Arbeit sein.
Ja die Folie kann bleiben, spätere Modelle haben einen Schaumstoff.
Lös den Schutz nur oben und seitlich, Wärme hilft und eben sachtes Vorgehen.
Unten "original" lassen, dann dichtet es weiterhin gut gegen Feuchtigkeit ab.
Zum Ankleben entweder n schmales doppelseitiges Klebeband, "Bärenkacke" oder Panzertape nehmen. Aber nicht zu weit kleben, sonst deckt die Verkleidung es nicht ab.
Panzertape hält zwar anfangs gut, aber die Klebeschicht wird irgendwann entweder schmierig oder bröselig. Spontan hätte ich Pattex Kraftkleber classic genommen, aber damit hätte ich das dann kein weiteres Mal öffnen können. Doppelseitige Klebeband dürfte das Beste sein. Ich hoffe, ich bekomme das halbwegs gescheit gelöst.
Das Zeug nur oben und an den Seiten zu lösen ist ne gute Idee.
Kaum ist ein halbes Jahr rum, schon habe ich die FH-Mechanik eingebaut :-)
Die Ersatzmechanik habe ich hier schon seit Monaten herrumstehen gehabt, aber da ich keine Garage habe und mir schon dachte, dass es bei Kälte nur schlecht geht, habe ich so lange gewartet. Heute stand die Tonne den ganzen Tag in der Sonne und die Türenpappe löste sich von selbst. Die Hälfte war schon gelöst und die paar Zentimeter, die ich noch lösen musste, ging ohne Werkzeug. Der vermutlich bitumenhaltige Kleber zog Fäden wie halb vernetztes Silikon. Als die Sonne eine Stunde später weg war, war der Kleber dagegen so fest, dass er sich nicht mehr lösen ließ. Das hat also gepasst.
Der Aus- und Einbau ging gut, auch wenn ich zuerst etwas rätseln musste, wie das neue System gemeint ist.
Bei der alten Mechanik ist das Kunststoffteil gebrochen, welches die hintere Scheibenklemme mit der Plombe auf dem Stahlseil verbinden soll. Als ich die Scheibe draußen hatte, ist das Stück bis nach unten gerutscht. Später habe ich weitere gebrochene und angebrochen Plastikteile gesehen, was aber teilweise auch auf beim Ausbau passiert sein könnte.
Jetzt funktioniert es jedenfalls wieder. D.h., das Fenster fährt immer nur ca. 10 cm weit und stoppt dann. Ob's zu schwergängig ist oder der Motor ne Meise hat, weiß ich nicht. Oft genug fährt der Motor auch gar nicht. Wenn das Fenster geschlossen ist, muss ich zuerst nach oben fahren, um daraufhin die üblichen 10 cm nach unten fahren zu können. Das ist aber schon mind. 15 Jahre lang so, und da ich keine gescheiten Pläne habe und nicht weiß, welche Teile an dem Kram beteiligt sind, habe ich irgendwann aufgehört nach der Ursache zu suchen. Bei maximal 3.000 km/a muss der Wagen einfach nur grundsätzlich funktionieren und nicht perfekt sein.
Da fallen mir aus der Ferne zwei mögliche Fehler ein.
1) Das Gestänge ist nicht optimal ausgerichtet. Ist manchmal etwas fummelig, daher mit losen Schrauben paar Testläufe machen. Bei billigen Gestängen ist das nochmals herausfordender... mit dem Febiteil hatte ich Flüche ohne Ende ausgesprochen.
2) Dein Motor mitsamt "Steuergerät" spinnt, der Einklemmschutz greift. Ist die Gummiführung sauber (Tunap 104!) und die auch vollständig in die Tür gesteckt? (Spüöiwasser und Gummihammer)
1) kann ich ziemlich sicher ausschließen, denn die Motoren sind auch mit dem alten Gestänge meistens nur ein Stück weit gefahren, sowohl auf Fahrerseite, als auch auf BFS.
Die Gummiführung ist hier hart wie Paranüsse. Der Wagen hat seit 25 Jahren keine Garage oder Carport von innen gesehen und fast immer in der prallen Sonne gestanden. Die Scheibe konnte ich beim Einbau auch einfach reinwerfen.
Ich vermute, dass es am "Steuergerät" bzw. am Einklemmschutz, bzw. an der Endlagenerkennung liegt. Wenn es im Sommer mal warm ist, fährt das Fenster auf der BFS auch mal ganz runter. Dann erschrecke ich mich immer. Auf der FS passiert das wesentlich seltener.
Endschalter für die Endlagenerkennung gibt es offensichtlich nicht und ich vermute, dass der Einklemmschutz über die gleiche Funktion realisiert ist, wie die Endlagenerkennung, denn wenn die Scheibe z.B. ganz oben ist und ich dann die Taste "Auf" drücke, wird der Motor kurz bestromt (Licht wird etwas dunkler).
Soweit ich mich erinnere, sitzt an der Motorwelle ein Magnet, der über einen Hallsensor ausgewertet wird, aber das kann man ja nicht "mal eben" nachsehen/ nachlöten/ austauschen/ ausprobieren. Auf der BFS würden beim Ausbau wahrscheinlich mehrere Kunststoffteile kaputt gehen, sodass ich dort auch gleich den Lift ersetzen müsste. Wenn das Ding stückweise läuft, komme ich damit klar. Wie gesagt, fahre ich kaum 3.000 km/a.
....
Zufällig habe ich gerade gesehen, dass hier ein bekannter YTer genau das Problem zeigt (Vorsicht Augenwackelkrebs). Er hat es durch Austausch von Motor und Steuergerät behoben.
Ich habe das jetzt alles nur ueberflogen, aber als ich den mal bei einem Golf 3 getauscht habe musste ich das Ding auch nochmal ausrichten. Trial and error hat dann aber zum Erfolg gefuehrt.
Danke für den Hinweis, aber ich habe beim Einbau darauf geachtet, dass die Scheibe und die Mitnehmer ohne Spannung sind. Wenn die Führungsschienen nicht ausreichend parallel wären, müsste die Scheibe umso schwere laufen, je weiter sie von der Einbauposition weggefahren wird, also ganz unten. Das funktioniert hier aber problemlos.