Felgen mit Mischbereifung - Folgen für den Alltag ?
Wenn man Felgen mit Mischbereifung wählt, was sind hierbei die Folgen für den Alltag auf die man sich einstellen muss? Welche Vor- und Nachteile gibt es?
Was mir dazu spontan einfällt, was wohl zutreffen könnte:
- Die Hinterräder haben eine bessere Haftung?
- Höhere Kosten dadurch dass beim Reifenwechsel (also Wechsel Sommer-/Winterreifen) man nicht die Reifen der Vorder- und Hinterachse tauschen kann und somit die Reifen hinten schnell verschleißen?
Was gibt es noch für Punkte die zu beachten sind?
Beste Antwort im Thema
Ich bin gar kein Freund von Mischbereifung. Dies auf folgenden Gründen:
- Ich will immer 4 Reifen wechseln, nicht nur 2, weil das Profil bereits aufgebraucht ist, und dann 2 weitere von einem anderen Modell gleicher Marke später.
- Die Breite von 255er-Reifen auf einem 3er BMW, der im Alltag bewegt wird, finde ich übertrieben und völlig unnötig. Wer sich regelmässig auf Rennstrecken austobt, soll mit 255er hinten fahren.
- Die Felgen und Reifen sind im 255er Format definitiv schwerer (ungefederte Rotationsmasse). Das Fahrzeug fühlt sich mit 225er-Reifen hinten leichtfüssiger an.
Aus diesen Gründen habe ich u.a. von den Styling 403 auf OZ Leggera mit rundum 225er-Reifen gewechselt. Ein sehr guter Entscheid, den ich bis heute nicht bereue!
57 Antworten
Zitat:
@JangoF schrieb am 20. Januar 2014 um 13:06:03 Uhr:
Ging mir nur um die gleichmäßige Abnutzung.Zitat:
Original geschrieben von Jens Zerl
Was wäre der Vorteil gewesen?
Beispiel:
Hinten die sind runter, vorne erst so halb.
Jetzt nur Hinten kaufen ist dann blöd weil man eventuell dann dort andere Reifen(Model) drauf hat wie die alten vorne.
Etwas später muss man die dann auch einzeln wechseln weil sie jetzt auch runter sind.
Könnte man durch das tauschen eine gleichmäßige Abnutzung erreichen, könnte man sie zusammen wechseln.
Das war immer so mein Gedanke.
Der Gedanke ist ja nicht verkehrt. Wer sein Fzg länger fährt und damit womöglich mehrere Reifenwechsel vor sich hat, für den ergibt sich aber kein wirtschaftlicher Nachteil.
Ich bin allerdings kein Freund von dieser BMW-typischen Mischbereifung und hab daher einheitlich 235er aufgezogen. Die sehen vorn + hinten ok aus.
Hatte jahrelang Mischbereifung auf diversen BMWs aber nie Nachteile erfahren. Einzig einer eventuellen Sägezahnbildung könnte man durch Wechsel zwischen angetriebener Achse und nicht-angetriebener Achse nicht entgegenwirken. Trat bei mir allerdings nie auf.
Finde nicht dass die Kurvenlage dadurch besser ist. Bei den neueren mehr untersteuernden F30 erst recht nicht.
Bei kleineren Motoren geht's auch auf die Performance (Mehrgewicht, Rollwiderstand).
Außerdem sind die breiten hinteren Walzen bei Aquaplaning auch nicht förderlich.
Beim E46 gab es mal einen Test unter den verschiedenen Räderarten und rundum 225/45 17 war der beste Kompromiss.
Beim F30 wäre 225/45 18 rundum mein Favorit.
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E46 ist jetzt aber auch schon eine Zeit lang aus. Durch bessere Gummimischungen und Profile stimmt die veraltete Weisheit schmale Reifen wären auf Schnee und Wasser besser nicht mehr unbedingt.
Noch ein Hinweis, breitere Reifen neigen eher zu Aquaplaning. Sollte man bei stärkerem Regen berücksichtigen 😉
Zitat:
@newnk schrieb am 25. Mai 2015 um 16:14:23 Uhr:
Noch ein Hinweis, breitere Reifen neigen eher zu Aquaplaning. Sollte man bei stärkerem Regen berücksichtigen 😉
Das hat TePee vor 16h auch schon geschrieben. Richtiger wird es dadurch aber auch nicht. 😉
Zitat:
@MarcosA4 schrieb am 25. Mai 2015 um 18:03:13 Uhr:
Ist aber definitiv so...
Ja, wenn man 1995 lebt. 😉
Zum Glück gibt es Fortschritt und euer altes Wissen ist überholt.
Lest und lernt! 😁
http://www.autozeitung.de/dunlop-reifenguide/breitreifen
Auch das Aquaplaningrisiko war geringer: Schmalere Reifen pflügten gefahrloser durch Autobahnpfützen.
Damals war das so. Heute ist das anders. Zwar sehen die auch Niederquerschnittsreifen genannten Pneus immer noch einfach gut aus, können inzwischen aber praktisch alles besser als ihre Standard-Kollegen.
Zitat:
@MartinBru schrieb am 25. Mai 2015 um 09:49:21 Uhr:
E46 ist jetzt aber auch schon eine Zeit lang aus. Durch bessere Gummimischungen und Profile stimmt die veraltete Weisheit schmale Reifen wären auf Schnee und Wasser besser nicht mehr unbedingt.
Letzteres stimmt grundsätzlich. Aber auf die Mischbereifung ist es kaum übertragbar...
Zitat:
@MartinBru schrieb am 25. Mai 2015 um 17:14:39 Uhr:
Das hat TePee vor 16h auch schon geschrieben. Richtiger wird es dadurch aber auch nicht. 😉Zitat:
@newnk schrieb am 25. Mai 2015 um 16:14:23 Uhr:
Noch ein Hinweis, breitere Reifen neigen eher zu Aquaplaning. Sollte man bei stärkerem Regen berücksichtigen 😉
Da spricht ja jemand mit Praxiserfahrung ... Hattest du schon mal richtiges Aquaplaning?? Auch wenn ich auf diese Erfahrung verzichten könnte, ich weiß wie sich Kontakt mit einer Leitplanke aufgrund von Aquaplaning anfühlt. Bei mir mit 245er hinten ging das ruckzuck. Der Golf hinter mir mit 195 Reifen und ohne Aquaplaning, war auch sehr überrascht und war gleich schnell.
Und bitte, jetzt nicht mit Profiltiefe anfangen, die Reifen waren 3000 km alt und die Haftung war zuerst hinten weg.
Viele Grüße
Zitat:
@newnk schrieb am 25. Mai 2015 um 20:03:02 Uhr:
Da spricht ja jemand mit Praxiserfahrung ... Hattest du schon mal richtiges Aquaplaning??
Hahaha, was hat meine persönliche Erfahrung damit zu tun wie gut moderne Reifen sind? Das könnte ich dir auch sagen, wenn ich mein Leben auf der Couch verbringen würde. Oder was macht dich zum Experten nur weil du mit miesen Reifen mal wo aufgeschwommen bist und nicht richtig reagiert hast oder im schlimmsten Fall sogar nicht angepasst gefahren bist? Nach der Logik dürfte nur über Knautschzone und Airbags reden, der so schlecht fährt, dass er dauernt wo dagegenkracht.
Aber ich spiele mal mit und beantworte deine Frage:
Nein ich hatte noch nie Aquaplaning, denn auch mit 245 vorne und 275 hinten ist das in freier Wildbahn mit den richtigen Reifen mit genug Profiltiefe auch im tiefen Wasser mit bis zu 180km/h noch nie passiert. Schneller fahr ich im Regen eh nicht. Im Trockenen aber auch nicht.
Selbst im Aquaplaningbecken beim Fahrsicherheitstraining schwimmt meiner mit den breiten Reifen als einer der letzten bzw. bei den höchsten Geschwindigkeiten auf. Ich achte immer darauf nur mit guten Reifen auf die Straße zu gehen.
Also ich finde, dass mit dem vorgenannten Artikel die Grundproblematik (einfache Physik), dass breitere Reifen eher zum Aufschwimmen neigen, absolut nicht widerlegt. Das versucht der Artikel auch gar nicht..
Bsp: 2 gleiche Reifen. einmal Breite 205, einmal Breite 255. Welcher schwimmt eher auf?
Aha....
Na klar, breitere Reifen sind bei Aquaplaning auch heute noch problematischer. Auch wenn der Grenzbereich heute viel später einsetzt.
Ich hatte auf dem F30 19" Mischbereifung 225/255 mit Pirelli P-Zero. Vor allem als die hinteren Reifen mal 50% abgefahren waren, musste ich bei Nässe vorsichtiger sein, obwohl der P-Zero bei Nässe gut ist. Der Nachteil der Mischbereifung ist nach meiner Erfahrung vor allem der, dass das Fahrzeug auf der Vorderachse über die Lenkung hervorragenden Grip vermittelt, die Hinterachse aber schon rutscht. Mir ist das Fahrzeug einmal völlig unerwartet auf einer nassen Landstraße ausgebrochen. War dank Elektronik kein Problem, aber an Mischbereifung musste ich mich bei Nässe erst gewöhnen.
Bei trockener Fahrbahn sind natürlich die breiteren Reifen besser.
Zitat:
@MartinBru schrieb am 25. Mai 2015 um 21:45:25 Uhr:
Oder was macht dich zum Experten nur weil du mit miesen Reifen mal wo aufgeschwommen bist und nicht richtig reagiert hast oder im schlimmsten Fall sogar nicht angepasst gefahren bist?Zitat:
@newnk schrieb am 25. Mai 2015 um 20:03:02 Uhr:
Da spricht ja jemand mit Praxiserfahrung ... Hattest du schon mal richtiges Aquaplaning??Nein ich hatte noch nie Aquaplaning, denn auch mit 245 vorne und 275 hinten ist das in freier Wildbahn mit den richtigen Reifen mit genug Profiltiefe auch im tiefen Wasser mit bis zu 180km/h noch nie passiert. Schneller fahr ich im Regen eh nicht. Im Trockenen aber auch nicht.
Selbst im Aquaplaningbecken beim Fahrsicherheitstraining schwimmt meiner mit den breiten Reifen als einer der letzten bzw. bei den höchsten Geschwindigkeiten auf. Ich achte immer darauf nur mit guten Reifen auf die Straße zu gehen.
Es geht nicht um Experte, ich kenne einfach den Unterschied - Mischbereifung hat ja viele Vorteile, allerdings eben auch ein paar Nachteile. Zu meinem Fall, die Geschwindigkeit war unter 120 km/h und reagiert hab ich dann zum Glück entsprechend dem was man bei eben so einem Fahrsicherheitstraining lernt. Das Gewicht auf der Hinterachse spielt eben auch eine Rolle...
Der moderne Reifen ist sicher absolut Top, aber Physik ist Physik!